Bibi Blocksberg (150) Neustadt in Gefahr

  • Am 12. Januar 2024 ist erschienen:

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    Das "150" Jubiläum: Bibi und Marita sitzen bei Moni zu Hause und reden über den bevorstehenden Ballettauftritt von Moni als Dornröschen. Als sie den beiden vortanzen will, hext Bibi ihr ein passendes Kleid. Am nächsten Morgen droht eine Dornenhecke Neustadt zu überwuchern – genau wie im Märchen Dornröschen. Ist Bibis Hexerei schuld?

    SPIELZEIT 76 min

    Mitwirkende

    Bibi Blocksberg: Susanna Bonasewicz
    Barbara Blocksberg: Gabriele Streichhahn
    Bernhard Blocksberg: Bodo Wolf
    Oma Grete: Katharina Lopinski
    Karla Kolumna: Ulrike Stürzbecher
    Bürgermeister: Roland Hemmo
    Sekretär Pichler: Stefan Krause
    Marita: Uschi Hugo
    Moni: Lina Rabea Mohr
    Florian: Gerrit Schmidt-Foß
    Frau Müller-Riebensehl: Eva-Maria Werth
    Flauipaui: Melanie Hinze
    Schubia: Peggy Pollow
    Xenia: Maria Koschny
    Walpurgia: Isabella Grothe
    Mania: Luise Lunow
    Kili: Kilian Kerner
    Nicolas Nez: Christian Gaul
    Erzähler: Gunther Schoß


    Buch: Klaus-P. Weigand
    Regie: Michael Schlimgen
    Ton: Carsten T. Brüse
    Sounddesign: Brigitte Brüse
    Geräusche: Carsten Richter
    Redaktion: Dirk Gabler
    Produktion: Gabi Salomon
    Titelsong: Heiko Rüsse/ Wolfgang W. Loos,KIDDINX Studios
    Illustration: A. Film / digital-art-design, Anne Völpel


    Quelle

    Kiddinx

  • Ich weiß, es ist ein Kinderhörspiel und man soll da ja nicht immer so kritisch sein, aber...

    Zur Geschichte:
    Grundsätzlich kann man schon sagen, dass die Geschichte aus extrem viel Füllmaterial besteht, der meistens nicht einmal so unterhaltsam ist. Der Anfang bei den Freundinnen ist eigentlich mal ganz schön und auch das "verhexen" ist nicht so offensichtlich dargestellt, wie ich finde. Dann hängt die Geschichte aber schon durch weil das "entdecken" und "das Problem beseitigen" viel zu lang ist. Alle kommen an und jedem wird erklärt, was Phase ist. Es passiert wirklich nichts. Interessant wird es erst wieder im letzten Drittel und dem nächsten Tag. Die Geschichte nimmt etwas Fahrt auf (auch wenn erst wieder Minutenlang an der Hecke geschnippelt wird) und eine verzweifelte Bibi lässt wirklich mal kurzzeitig das Herz erweichen. Dann geht alles sehr schnell und mit vereinten Kräften kann die Dornenhecke verschwinden. Und Kilian Kerner hat auch noch eine Lösung für sein Problem gefunden. Ende gut, alles gut.

    Die Charaktere:
    Es ist ein Who-is-Who der aktuellen Charaktere und deren Auftreten ist sowohl sinnlos als auch für die Geschichte im Grunde unerheblich. Ich verstehe aber den Gedanken, dass man zum Jubiläum ein bisschen auf vergangene Folgen zurückerinnern möchte. Es treten Namentlich so viele Leute auf, da hätte man trotzdem einen Laut einfügen können. Ich an Kiddinx Stelle hätte mir aus alten Folgen Laute oder einen Satz/Wort rausgesucht und hier eingefügt. Die Szene wo Bibi allen "stumm" dankt ist furchtbar anzuhören. Aber davon gibt es ja noch mehr Momente, die man wohl Neumodern als "cringe" bezeichnen würde:

    Cringe 1: Frau Müller-Riebensehl nennt Moni hier konsequent Monika, obwohl ich meine, dass es früher nie der Fall war.

    Cringe 2: Bibi muss sich vor der Stadt rechtfertigen. Dazu jubeln die Leute Sätze, die absolut nicht zur Stimmung des Gesagten passen. Ein heiteres "Super, Bibi!" blieb mir noch in Gedanken...

    Cringe 3: Plötzlich muss alles was hergehext wird, von irgendwo erlaubt werden, weil es sonst Diebstahl ist? Wenn man jetzt auf diesen Trichter gekommen ist, wird man ab Folge 1 an einiges aufarbeiten müssen, da es dann ja immer Diebstahl ist. Blödsinnige Idee.

    Cringe 4: Bibi nennt Schubia und Co. plötzlich "Hexenschwestern". Das war sooo befremdlich.

    Cringe 5: Karla begrüßt Bibi, Moni und Marita. Die Betonung bei Bibi und Marita ist fröhlich, aber Moni wird so fragend und irritierend ausgesprochen. Da hat wohl auch jemand bemerkt, dass die Dreier-Kombi eigentlich ein seltenes Paradoxon ist.

    Ach, die Liste könnte unendlich fortgeführt werden.

    Und mal wieder ist Barbara kaum vorhanden und das nächste Jubiläum bestreiten mehr Bibi und Bernhard. Scheinbar mag da jemand die Kombi lieber als mit Barbara. Generell verhalten sich die Charaktere mehrmals sehr komisch. Der Erzähler klingt oft so als würde er eine Parodie erzählen, Karla Kolumna ist so weit Weg von ihrem Charakter, dass im Grunde jemand anderen die Berichte schreiben könnte. Und die Überschriften...Herrje. Wo ist denn da der Sensationshintergrund geblieben? Selbst die "Bild der Frau" hat markantere Überschriften.

    Highlight der Folge:
    Tatsächlich Oma Grete. Die ganze Szene mit ihr und Bibi finde ich wirklich schön. Und sie sagt es selbst: "Neustadt in Gefahr" - Ist das nicht ein bisschen dick aufgetragen? Ich habe spätestens hier das Gefühl gehabt, dass der Autor selbst keine Lust auf diese Idee gehabt hat.

    Kurze Anmerkungen zu den Stimmen:

    - Moni: Lina Rabea Mohr gefällt mir als Moni tatsächlich weniger, obwohl ich ihre Stimme an sich mag. Hörte ich früher immer, dass Moni und Marita zu ähnlich klingen würden, habe ich eher jetzt das Problem. Obwohl Uschi Hugo zum Glück immer noch markant genug ist.

    - Karla: Wenn die Regie Ulrike Stürzbecher zwingt, noch höher zu sprechen, können es bald nur Hunde hören. Das ist weder für das Spiel gut, noch angenehm anzuhören.

    - Florian: Über Lautsprecher habe ich das Problem nicht so wahrgenommen, aber über Kopfhörer. Uff, ... Gerrit Schmidt-Foß hat mittlerweile extreme Schwierigkeiten diese hohen Töne von Florian zu halten. Über Kopfhörer hat man das sofort gehört. Der Arme...

    Fazit:
    Ja, es gibt im Grunde vieles, was man wirklich nur mit Kopfschütteln oder ohne Hinterfragen ertragen kann. Und dennoch hat mich die Folge nicht so extrem gelangweilt, wie gedacht. Das was der Erzählung nicht gut tut, ist die Länge. Straffer und einen leichten Spannungsbogen hätten mehr rausholen können. Denn die Thematik mit der Rosenhecke ist eigentlich schön. Am Ende weiß ich jedoch, dass ich die Folge vermutlich nie wieder hören werde. Dafür kann ich maximal 3 Punkte vergeben.

  • Chris2710 Bin ich froh nicht so kristisch zu hören. Es ist ein Kinderhörspiel und da kann man auch mal Fünfe gerade sein lassen.
    Aber muss jede/jeder selbst wissen.
    Frage mich nur wie bei den Drei ??? worum man dann überhaupt noch die Serie hört und es nicht gleich sein lässt wenn gefühlt nichts mehr
    gefällt.:?:

  • Eben, hab bei der Folge genug Unterhaltung gehabt und wenn gefühlt alles auseinander genommen wird, kann man das Hören auch gleich
    sein lassen. #imho#

  • Flori1981 Dann schildere doch was Dir an dieser Folge gut gefallen hat und was Dich im Speziellen so gut unterhalten hat. Ich finde es wirklich sehr schön, dass sich Chris2710 so viel Mühe gemacht hat seine Meinung, Eindrücke und Kritikpunkte nieder geschrieben zu haben! #danke# dafür! Geschmäcker sind halt verschieden. Aber es ist toll wenn man schreibt was konkret einem missfällt ODER eben was einem konkret gefällt. Daher wäre eine ausführliche Prostimme sehr interessant und ausgiebiger als wenn man nur schreibt „hat gefallen“. Und das „Auseinandernehmen“ zeigt in der Regel nur wie viel einem die Serie bedeutet und dass man ihr gebührend viel Zeit widmet. #imho#

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Auch Kinder sind kritisch und das auch zurecht. Wenn man will, dass sie 76 Minuten zuhören, sollte das Hörspiel auch spannend sein und nicht endlose Wiederholungen haben. Ich kenne die Folge nicht, aber musste bei anderen Kritiken von Chris2710 oft zustimmend nicken. Es ist außerdem konstruktive Kritik, mit der man was anfangen kann und kein "Früher war alles besser und deshalb finde ich es blöd" - dann kann man zurecht fragen, warum man es überhaupt hört, aber hier werden ja auch die schönen Momente betont, ich finde es hilfreich.

    Bei Bibi und Benjamin frage ich mich aber, warum die Jubiläumsfolgen so lang sein müssen. Finde ich für die Zielgruppe nicht zielführend

  • Absolut, Kinder sind sogar ein sehr kritisches Publikum! Ich weiß wovon ich spreche ;) Es wäre falsch zu glauben, dass Kinder alles durchwinken. Im Gegenteil. Aber sie achten manchmal auf anderes als wir Erwachsene. So kann es durchaus sein, dass Erwachsene etwas stört, was Kinder gar nicht bemerken, während Kinder über manches den Kopf schütteln, wo wir Erwachsene drüber stehen.

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Ich habe mir die Folge gestern auch angehört, nachdem ich die Kommentare hier gelesen hatte. Und hatte schon Schlimmes erwartet. Aber mir hat die Folge gefallen.

    Einigen Kritikpunkten von Chris muss ich aber auch zustimmen. Nur haben sie mich nicht davon abgehalten, dass mich das Hörspiel trotzdem gut unterhalten hat.

    Barbara wird öfters mal "weggeschickt" zu irgendwelchen Hexentreffen. Sie könnte wirklich öfters mal wieder mit dabei sein. Ich persönlich mag vorallem die Familienfolgen, wo die Handlung hauptsächlich in der Familie Blocksberg spielt.

    Ich meine Ulrike Stürzbecher hat Karla schon immer so hoch gesprochen. Sie hat sich wohl an den frühen Folgen mit Gisela Fritsch orientiert. Da wurde Karla auch etwas übertrieben angelegt.

    Ja, die Jubiläumsfolgen sind immer etwas lang. Als Kind habe ich auch lieber kurze, knackige Folgen gehört. Ob das bei den heutigen Kindern auch noch so ist, müsste man sie selbst fragen. Oder vielleicht gefällt es denen sogar besser?
    Längen hatte die Folge für mich aber keine. Es passierte immer etwas. Zwischendrin dachte ich allerdings, dass die Folge schon vorbei ist, als die Neustädter die Hecke beseitigt hatten. Das wäre dann aber auch zu kurz und zu einfach gewesen.
    Zum Schluss hat mich das Hörspiel aber eher an "Under the Dome" erinnert.

    Was mir allerdings aufgefallen ist, dass sich niemand über Bibis Verhexer beschwert hat oder mit ihr geschimpft hat. Das war in früheren Folgen deutlich anders. Da wurden Bibi in solchen Fällen immer die Leviten gelesen und es gab richtig Ärger. Weder ihr Vater, noch die Neustädter oder die Althexen haben da ein Wort drüber verloren. Nur Bibi selbst tat es im Nachhinein leid.

    Gefreut habe ich mich auch, dass der Charakter Kili wieder mit dabei war. Ich mag ihn irgendwie und finde ihn super sympatisch. Die Folge "im Modeatelier" höre ich auch immer wieder gern. Hoffentlich kommt er zukünftig auch noch öfters vor.

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    Ich bin heute so farbenfroh, ich habe fünf verschiedene Schwarztöne an.

  • Kili als Charakter hat mir gar nichts gesagt, da musste ich erst einmal googeln, das ist schon mal eine coole Geschichte, wie dieser Designer zu seiner Rolle gekommen ist. Also laut Insta müsste er noch in einer weiteren Folge auftauchen, da ist von einer dritten die Rede.


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  • Quote

    Kili als Charakter hat mir gar nichts gesagt, da musste ich erst einmal googeln, das ist schon mal eine coole Geschichte, wie dieser Designer zu seiner Rolle gekommen ist. Also laut Insta müsste er noch in einer weiteren Folge auftauchen, da ist von einer dritten die Rede.

    Er sprach sich bzw. seine Rolle "Kili" bereits in Folge 109 "Der Hexenball" und in Folge 133 "Im Modeatelier".

    Ich war in den vorherigen Folgen eher nicht so der Freund seiner Rolle per se, aber hier in der 150 war er mir recht sympathisch. :)

  • Ich habe am Wochenende die Folge gehört.

    Ich bin da eher bei S.R.-Fan und fand die Folge auch ganz unterhaltsam.

    Aber auch Chris2710 hat mit vielen seiner Kritikpunkte Recht.

    Diese Erlaubnis beim Herhexen fand ich zum Beispiel auch befremdlich. Aber was Hexereien anbelangt wird da ja immer wieder mal was umgeschrieben, damit es in die Geschichte passt. Da müssten sie echt mal ein "Hexbuch" für die Autoren festlegen.

    Dass Barbara wieder einen Großteil der Folge mit Abwesenheit glänzte fand ich auch schade. Ich hätte mir da so gern ein lautes "Maaaaaaami" von Bibi gewünscht, so wie sie es früher gern gerufen hat wenn etwas schief gegangen ist. Außerdem wäre diese Folge perfekt gewesen mal wieder ein Bibi Blocksbergi vom Bürgermeister zu hören. Da haben sie wirklich eine gute Chance verpasst.

    Bei der Stimme von Flori muss ich dir auch Recht geben Chris2710 . Hier dachte ich auch, dass das ganze nicht mehr so entspannt klingt wie früher.

    Aber trotzdem überwiegt bei mir ein eher positiver Eindruck. Langeweile kam bei mir nicht auf. Mir gefielen diese vielen kleinen Unterhaltungen während des Heckeschneidens. Ich fand es auch gut, dass man erst ein Ende antäuscht und es dann doch noch weitergeht.

    Mit Kili haben sie einen sympathischen Nebencharakter geschaffen, der auch gern ein viertes Mal auftauchen darf.

    Und dann war Oma Grete natürlich das Highlight der Folge. Völlig tiefenentspannt. Das war sehr schön.

    Zusammenfassend war das ganze für mich eine schöne Jubiläumsfolge, mit Luft nach oben.

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