Posts by Chris2710

    Heute habe ich die Folge "Mrs. June und die 3 Fragezeichen" gehört.

    Gleich vorweg... Ja, für mein Empfinden war Mrs. June die Hauptfigur in der Folge und die drei Fetektive eher Beiwerk bzw. Nebenfiguren. Mrs. June war so präsent und dazu eine echt interessante Figur, die auch stimmlich sehr passend besetzt wurde.

    Der Fall war extrem seltsam und besteht aus Vorspann, Anfang und Schluss. Es fehlt mir ein richtiger Mittelteil, denn man braucht wirklich 3/4 des Hörspiels, um alle Geschehnisse zu erklären und zu positionieren. Am Ende ist es dann noch irgendwie mit der Brechstange erklärt und überzeugt mich nicht.

    Dafür ist die Inszenierung recht gut gelungen. Die Geräusche und die Musik wurde passend ausgewählt und die Stimmen passen auch. Till Hagen hätte ich jetzt nicht gebraucht, weil ich ihn mit anderen Rollen im ???-Universum verbinde.

    Die Folge ist keine Katastrophe, aber ich vermisse wirklich die Kniffe und Raffinesse, die auf Grund der Handlung möglich gewesen wären. Gerade im letzten Drittel.

    Daher 5/10 Punkte im guten Mittelfeld ;)

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    Zu Deinem zweiten Erklärungsversuch kann ich hier wirklich nur aus meiner ganz eigenen Situation sprechen - ich könnte mich nicht so verstellen, sorry. Und wenn ich es täte, so denke ich doch dass mein Partner dies einfach bemerken würde. Aber gut möglich, dass dies andere Männer können. Und natürlich kann man es dadurch erklären

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    Ich kann aus Erfahrung sagen, dass es wirklich so ist. Das du es nicht kannst, ehrt dich sehr. :saint: Es ändert aber nichts an der Tatsache, dass sich "verstellen" gerade in der homosexuellen Welt noch sehr präsent ist. Die Männer sind oft in ihren Hetero-Beziehungen unglücklich und schaffen es nicht auszubrechen. Daher spielen sie die Rolle des treuen Ehemannes und des Familienvaters Jahrzehnte. Und natürlich merken die Partner nichts, denn irgendwann entwickelt sich eine vertraute Routine. Und gehen wir von diesem Punkt weg, wie verhält es sich mit Heiratsschwindlern? Sie spielen perfide eine Liebe vor und das zieht sich auch mal übet lange Zeit. Oder die Fälle, wo Familienmitglieder ein Doppelleben führen und zwei oder mehr Beziehungen gleichzeitig haben? All das ist nicht sonderlich schön, aber tägliche Realität. ?(

    Zumindest zu zwei Dingen möchte ich noch etwas sagen. ^^

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    dass sich Bianca das wichtigste Detail der Tat, nämlich den Namen der genannt wird nicht merken kann und ihr dieser erst Tage später wieder einfällt. Das ist nicht glaubwürdig. Entweder sie merkt es sich, weil es ja quasi das Letzte ist was vor dem Mord vorgefallen ist oder sie merkt es sich gar nicht. Aber Tage später plötzlich…

    Also...:)

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    Das ist aus psychologischer Sicht bei dir zu einfach gedacht. Es ist tatsächlich sehr gut möglich, dass Details erst viel später ins Gedächtnis gerufen werden. Der Mensch erlebte eine Schock-Situation und in der Regel versucht das Gehirn diese angstauslösenden Impulse zu unterdrücken. Das bedeutet Verdrängnis. Setzt man sich gedanklich danach aber immer wieder mit dem Erlebten auseinander, können plötzlich Erinnerungsstücke im Gedächtnis aufploppen, die zuvor wahrgenommen, aber in der falschen Schublade im Gehirn abgelegt wurden. Der Name hätte Bianca dann auch noch nach einem Jahr einfallen können, wenn es einen Triggerpunkt gegeben hätte oder eine Aufarbeitung stattgefunden hätte.

    Und zum zweiten Spoiler...8)

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    …dass sich ein heterosexueller Mann über eine so lange Zeit verstellen kann und eine Beziehung zu einem homosexuellen Mann eingehen kann und letzterer so gar nichts bemerkt, dass da was nicht stimmt?

    Das ist absolut nichts ungewöhnliches.

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    Drehen wir die Situation doch einfach mal um. Es gibt unglaublich viele Männer die eigentlich schwul sind, aber aus Angst um Ansehen, Familie, Religion usw. ein lebenlang mit einer Frau zusammen leben. Kinder kriegen, heiraten... Die unterdrücken ihre Leidenschaft und betrügen lieber ihre Frauen. Da gibt es allein in Deutschland eine extrem hohe Dunkelziffer. Oder die Männer halten es irgendwann nicht mehr aus, trennen sich und leben plötzlich mit einem Mann zusammen. Und im Fall der Folge wissen wir ja gar nicht, ob der Täter nicht doch wenigstens eine bisexuelle Neigungen verspürt. Dazu ist er Motiv-Getrieben, was ohnehin nochmal ein ganz anderes, psychologisches Feld eröffnet. Was ich sagen möchte... Es ist absolut nicht unwahrscheinlich, so etwas vorzuspielen. ;)

    Ich habe die Folge gerade gehört und ich liebe das Teil! :love: Die Geschichte, die Charaktere und deren Entwicklung... Dazu die Stimmen und die starke Musik. Es gibt nur einen Haken an der Sache... Ich möchte die Auskopplung zu einer eigenen Serie! 8) Ich möchte mehr von Kommissar Aachen und Oberkommissar Wagner. 8):thumbup:

    10/10 Punkte

    Scherzhaft würde ich sagen, wir haben hier indirekt eine "Midnight Tales Orgin" Story. 8)

    Die Geschichte hat mich echt gepackt und sie hat von Minute 1 an für Spannung gesorgt und sie bis zur letzten Minute gehalten. Peter Flechtner spielt großartig, aber auch alle anderen sind exzellent besetzt. Die Atmosphäre ist so packend, was auch durch die Musik transportiert wird. Dazu gibt es so einige, sehr interessante Wendungen und die 48 Minuten habe ich zu keiner Zeit gemerkt. Toll!

    Für mich volle Punktzahl.:love::thumbup:

    Ich hab die Folge bei Erscheinen gehört und war merklich nicht in der besten Stimmung dafür. Daher gestern nochmal, aber das Gefühl bleibt gleich. Die Folge hat eine sehr gedrückte Stimmung, ähnlich einer schwül-warmen Sommernacht.

    Der Fall ist eigentlich sehr gut geschrieben und bis zur Auflösung interessant, aber dennoch kann mich diese Schwermütigkeit nicht so recht in den Bann ziehen. Das ist vielleicht eine Folge, die mich in einigen Jahren mehr begeistern wird. Es reicht aktuell aber für 7/10 Punkten.

    8)

    Das Staffelfinale setzt da an, wo die vorherige Folge aufgehört hat. Sophia ist immer noch am Set und muss sich mit gravierenden Schwierigkeiten herumschlagen. Carmen und Walter sind noch Undercover am Set (herrlich!) und es gibt eine große Portion Drama. Das Ende ist versöhnlich und der bissige Humor kommt immer wieder durch.

    Eine tolle Folge zum Abschluss der Staffel. 8):thumbup:

    Das ist leider die schlechteste Kira-Folge bisher.
    Hatte die Folge wirklich eine richtige Handlung? Kira will die Ferien bei Rapha in Spanien verbringen und kaum angekommen zerrt er sie überall hin. Barcelona, Luis, zig Restaurants und Streit... Im Grunde ist die Folge ein wandelnder Warnhinweis, dass man das echte Leben genießen soll und nicht ständig auf das Handy schauen soll. Die Message find ich gut, aber es zündet nicht. Gerade auch weil Kira durch ihren Blog so viel das Handy nutzt. Und das Schlimmste an der Folge ist Nele. Wow, was ist die nervig! Ich hätte schon 10x aufgelegt. Wenn Nele alles minütlich wissen will, hätte sie mitfliegen sollen oder Kira wäre besser Zuhause geblieben. Das Beste an der Folge ist jedoch das Bonus-Lied "Contigo en la playa", was wirklich Sommer-Feeling ausstrahlt und ein Ohrwurm ist. :)

    Mehr als 3/10 Punkte sind aber dennoch nicht drin. :(

    Ich muss gestehen, ich fand "Esel" nur mit Randolf Kronberg lustig und liebenswert. Nach dem unausweichlichen Wechsel zu Dennis Schmidt-Foß hat er bei mir extrem viel Sympathie eingebüßt. Natürlich hat Dennis Schmidt-Foß seine Stimme dem Vorgänger angepasst, aber es wirkt nicht natürlich. ?(

    Es gibt neue Infos!:)

    Klappentext:
    Julian und Camryn sind verzweifelt. Doreen liegt noch immer im Koma. In einem dramatischen Duell auf Leben und Tod müssen sie sich einem übermächtigen Gegner stellen, dem gefürchteten Moriarty. Und ihrer eigenen Vergangenheit.

    Spieldauer: 69 Min.
    ISBN 978-3-96762-382-6
    VÖ: 19. Juli 2024 (Digital)

    Darsteller: Lutz Mackensy, Elga Schütz, Heidi Schaffrath, Patrick Kropp, Manou Lubowski, Mark Bremer, Christoph Piasecki, Carlotta Pahl, Ilka Körting, Sebastian Fitzner, Peter Weis, Christina Ann Zalamea und Magdalena Montasser

    Konzept & Dramaturgie: Christoph Piasecki
    Idee: Christoph Piasecki, Erik Albrodt
    Buch: Christoph Soboll
    Regisseur, Produzent & Schnitt: Christoph Piasecki
    Musik: Tom Steinbrecher
    Schlagzeug: Marc A. Nathaniel
    Zusätzliche Musik: Christoph Piasecki, Michael Donner, Alexander Schiborr
    Sounddesign & Mastering: Tom Steinbrecher
    Design & Illustration: Alexander von Wieding
    Produktion & Vertrieb: Contendo Media GmbH

    Die Folge gab es gestern auf meine Ohren.:)

    Alles beginnt mit einer harmlosen Zugfahrt und ich fühle mich an "Eine Dame verschwindet" und die Vorfreude steigt. Die Hauptfigur ist auf Anhieb sympathisch und hat einfach ein Gespür für seltsame Vorgänge. Kaum wieder in Hamburg angekommen, entwickelt sich die Geschichte rasant weiter. Es tauchen immer neue Charaktere auf und man weiß nie, woran man ist. Eine durchgehende Spannung liegt in der Luft und mit jeder Minute die vergeht, wird es spannender. Neue Verwicklungen, Action und eine Prise Dramatik. Das Finale überrascht in vielerlei Hinsicht und bleibt trotzdem schlüssig. Richtig tolle Folge, mit einem starken Stimmen-Cast!8):thumbup:

    Ich hab mich in die vier Hörspiele von Hans Gruhl echt verliebt. Gehört zum ersten Mal vor 4-5 Jahren und seit dem wandern die mehrmals im Jahr durch meine Ohren. Ich liebe die Atmosphäre und die "flapsigen" Dialoge, die kantigen Charaktere und die Stimmen. Allen voran Martin Hirthe, den ich bis dato gar nicht kannte. Herrlich! Würde allen Folgen der Reihe 10/10 Punkte geben. :love::thumbup:

    Ich hatte glaube ich noch nie so viele Synchronstimmen / Sprecher*innen auf meinen Insta-Seiten, wie gestern. Aber ich habe mich total gefreut und liebe die deutsche Synchronkultur.:love: Leider gibt es unter denen auch viele schwarze Schafe, die einfach schlechte Arbeit abliefern (Stimmen, Studios) und kein Talent haben und damit viele Synchronisationen abwerten und den "schlechten Ruf" bei den ewigen Stänkerern nur befeuern, die das Original immer hochloben.

    In diesem Sinne nachträglich "Alles Gute" an alle! 8):thumbup:

    Ich glaube schon, dass es generell schwierig ist ab einem bestimmten Alter Rollen zu bekommen. Einfach weil wesentlich ältere Rollen oft nur in Nebenrollen passieren. Als große Ausnahme sehe ich da den Krimi-Bereich, wo dann mal doch öfter eine ältere Dame ermitteln darf. Sowieso werden Männer im hohen Alter noch wesentlich mehr besetzt als Frauen. Da ist die Rollenauswahl (auf die Masse gesehen) wirklich minimal. Es ist ja auch so (mein Eindruck) das z.B. auch Hörbücher eher von jüngeren Leuten oder auch älteren Männern eingelesen werden. Hörbücher mit wirklich alten weiblichen Stimmen, hab ich jetzt kaum auf dem Schirm.

    Umgekehrt sehe ich es aber auch in der jüngeren Altersspanne. Im Grund hat man da eine unübschaubare Anzahl an stetig nachkommenden Stimmen, die gar nicht alle besetzt werden können. Da bleibt dann auch immer jemand auf der Strecke. Ist wahrscheinlich wie mit einer Wohnungsbesichtigung: Eine Wohnung und gefühlt 200 Bewerber.

    Die Folge war irgendwie anders als sonst. Und das meine ich jetzt nicht negativ. Die Geschichte fühlte sich tatsächlich wie eine Art Musikstück an, was eine Geschichte erzählt. Und dies liegt wohl auch an dem sehr ruhigen und ausgeglichenen Protagonisten. Er kann zwar auch emotional sein, aber trägt so eine Ruhe durch die Geschichte. Wahnsinn. Es gibt auch nicht nur einen Handlungsfaden, sondern mehrere, wodurch die Folge mehr wie ein Ensemble-Stück wirkt und am Ende führt doch alles zu einem Ziel. Schöner Handlungsort, gute Charaktere und ein interessanter Fall.

    Witzig war übrigens die Anspielung auf "Zwei Münchner in Hamburg", weil ich die Serie gerade zum ersten Mal sehe. ^^ Doch trotz dessen war das bayrische Ehepaar für mich sehr unangenehm-nervig. Wenn ich ehrlich bin, hätte ich die Beiden nicht gebraucht. Mag aber auch einfach an dem bayrischen Sprachgebrauch liegen, dem ich generell nicht viel positives abgewinnen kann. (Entschuldigung an alle bayrischen Mitbürger*innen geht raus! #rotwerd#)

    Abschließend hat die Folge aber gut unterhalten und war ein schönes Hörstück. 8):thumbup: