Sprecher im (Hörspiel-)Talk-Studio: Folge 45 - Wolfgang Pampel

  • Auch im April möchte ich wieder mit unserer Rubrik der großen Sprechernamen weiter machen. Heute kommt ein Geburtstagskind an die Reihe, dessen Stimmen wir aus vielen Kinoblockbustern kennen und lieben gelernt haben:


    WOLFGANG PAMPEL

    Wolfgang Pampel – Wikipedia

    #juhu# zum heutigen Ehrentag!!!

    Wie gewohnt folgende Fragen an Euch:

    Wie und wann seid ihr erstmals mit Wolfgang Pampel zusammen getroffen?

    Was war das Besondere an seiner Stimme und seinen Interpretationen? Was sind eure absoluten Lieblingshörspiele und Lieblingsfilmen mit Wolfgang Pampel?

    Öffnen wir also wieder die Pforten unseres Talkstudios und talken über Wolfgang Pampel #winkewinke#

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Man merkt, dass wir uns hier in einem Hörspielforum befinden und der gute Wolfgang anscheinend für Hörspielfans keine allzu große Rolle spielt. Es gibt auch gar nicht so viele Hörspiele, wo er mitgesprochen hat. Auch mir selber ist er wahrscheinlich zum ersten Mal so richtig durch seine Synchronisation von Han Solo in Krieg der Sterne folgende aufgefallen. Überhaupt ist er DIE Stimme von Harrison Ford. Natürlich auch von Indiana Jones und einigen weiteren seiner vielen Kinorollen. Zum Start des Radio Wiens gab er dem Sender Jahre lang seine Stimme. So verbinde ich das kultige Radio stets mit seiner Stimme. Erst seit kurzem wurde da „Sein eingesprochener Text“ durch eine neue Stimme ersetzt. Im Hörspiel ist er mir wohl erstmalig durch Oliver Dörings Engagement bei der EDI 2000 aufgefallen. Eine jener Stimmen, die sofort Kinoatmosphäre ins Hörspielzimmer transportieren kann. Ein paar Rollen mal hier und mal da, ??? zum Beispiel, aber insgesamt hat er sich bei Hörspielen rar gemacht, bis ihn Markus Winter in Lovecraft - Chronicen des Grauens eingesetzt hat. Seine Stimme ist ein Grund warum ich auch begonnen habe Hörbücher zu hören. Seine diversen Dan Brown Lesungen sind großartig. Ein echter Ohrenschmaus. Dank seiner Stimme tauche ich wirklich voll in die Geschichte ein und das Kopfkino läuft ab. Ich habe alle seine Lesungen wirklich sehr genossen!

    Wolfgang Pampel ist eine DER Stimmen, die mich sofort fesseln und die ich sofort elektrisiert anhöre. Wahrscheinlich auch deshalb weil er eben nicht ständig und rund um die Uhr zu hören ist sondern immer nur schön dosiert eingesetzt wird. Das macht ihn vielleicht auch deshalb zu einem echten Sprecherstar für mich 🤩

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Wolfgang Pampel verbinde ich in der Tat nahezu gar nicht mit Hörspielen, eher natürlich mit Filmen und Hörbüchern (die Robert Langdon-Bücher von Dan Brown). Spontan fällt mir auch kein Hörspiel mit ihm außer vor einiger Zeit bei den ??? (welche - halbwegs aktuelle - Folge war das noch?) ein.

  • ??? 134 Der tote Mönch sowie ??? 160 Geheimnisvolle Botschaften als Dr. Jones, in Anlehnung an Indie

    Aber neben seiner Hauptrolle bei Lovecraft war er einige Male bei John Sinclair Edition 2000 unter anderem als Ersatz für Joachim Kerzel als Erzähler. Er hat es damals anders angelegt. Aber keinesfalls schlecht. Mir hat er als Erzähler sehr gut gefallen.

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • ??? 134 Der tote Mönch sowie ??? 160 Geheimnisvolle Botschaften als Dr. Jones, in Anlehnung an Indie

    Aber neben seiner Hauptrolle bei Lovecraft war er einige Male bei John Sinclair Edition 2000 unter anderem als Ersatz für Joachim Kerzel als Erzähler. Er hat es damals anders angelegt. Aber keinesfalls schlecht. Mir hat er als Erzähler sehr gut gefallen.

    Und ??? 212, Der weiße Leopard als Mr. Fairfax. Das war die Folge die mir noch im Ohr schwebte. An die 134 und 160 konnte ich mich nicht mehr erinnern, zu lange her seit ich die letztmalig gehört habe.

    Hatte auch nicht in Erinnerung, dass er mal Joachim Kerzel bei Sinclair ersetzt hat? Wann war das denn?

  • 2009, unter anderem in meiner Lieblingsgeschichte „Ich jagte Jack the Ripper“ :love: Alle weiteren Hörspielrollen findet man hier:

    Hoerspiele.de

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  • Ein kurzes, leider nicht ganz leicht verständliches Interview aus Kärnten. Man merkt schon, dass der in Wien lebende Wolfgang Pampel ein halber Österreicher geworden ist. Leider ist er mir in Wien noch nie über den Weg gelaufen. Ich würde mir einen Haxn ausreißen dafür ;)

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  • Ein sehr schönes und auch persönliches Interview mit ihm. Wolfgang Pampel wohnt seit 20 Jahren nicht mehr in Wien. Kein Wunder also dass ich ihn nie traf ;D Er wohnt seit dieser Zeit in der Steiermark in Altaussee. Dort war ich auch schon mal. Wunderschön. Aber doch etwas weit weg vom Schuss :)

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  • Absolut! Und trotzdem anders als wenn er Indy oder Han Solo synchronisiert.

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    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Ein halbes Leben mit einer Person :)

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  • In meinem Insel-Krimi GEIER ÜBER GOTLAND hat er eine der erweiterten Hauptrollen gespielt als sympathischer Polisinspektör in Visby. :) Was mich natürlich sehr gefreut hat! :)


    Eins und eins ist zwei - von London bis Shanghai!

  • Der wunderbare Sprecher Wolfgang Pampel, der seit geraumer Zeit in der Steiermark seine Zelte aufgeschlagen hat, wurde unweit von mir, im Marchfelderhof, einem legendären niederösterreichischem Gasthof wo die Promis ein und ausgehen geehrt.

    Larry Hagman und Harrison Ford verhalfen Wolfgang Pampel zur "Rampensau"
    Der deutsche Schauspieler, Sänger und Synchronsprecher wurde im Marchfelderhof mit der "Eisernen Rampensau" geehrt.
    kurier.at

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  • Wolfgang Pampel – Die Stimme, die Abenteuer bedeutet

    Manche Stimmen tragen so viel Geschichte in sich, dass sie längst zu einem Teil unserer eigenen Erinnerung geworden sind – Wolfgang Pampel gehört für mich ganz klar dazu. Wenn er spricht, höre ich sofort das Echo ferner Tempel, das Knarzen alter Bücherregale in versteckten Bibliotheken, das Fernweh in den Augen eines Archäologen, der mehr weiß, als er sagt. Pampel ist – und bleibt – die deutsche Stimme von Indiana Jones. Und das bedeutet nicht nur, dass er Harrison Ford synchronisiert. Es bedeutet, dass er für uns das Staunen, die Ironie, den Ernst und das Abenteuer einer ganzen Kinoepoche in Worte gegossen hat.

    Dabei war sein Weg alles andere als vorgezeichnet. Geboren in Leipzig, ausgebildet an der Theaterhochschule Hans Otto, ging es für ihn zunächst auf die Bühne – und das mit Nachdruck. Düsseldorf, Berlin, Wien, sogar die große Musicalbühne am Theater an der Wien, später das Raimundtheater, das Landestheater Salzburg: Pampel hat gespielt, gesungen, geatmet, was Theater sein kann. Und wenn man ihn heute hört, spürt man genau diese Tiefe. Seine Stimme hat Resonanz. Man hört ihr an, dass sie erlebt hat, was sie erzählt.

    Als Harrison Ford wurde er unsterblich. Han Solo, Rick Deckard, Jack Ryan – seine Stimme war das deutsche Gesicht zu diesen Figuren. Pampel verleiht ihnen eine Mischung aus Ironie und Gravitas, aus Abgeklärtheit und Verletzlichkeit. Man merkt: Das ist kein aufgesetzter Heldenklang, das ist die Stimme eines Mannes, der weiß, was auf dem Spiel steht – und trotzdem nie die Haltung verliert. Für mich war das immer eine Form von Klasse.

    Und dann ist da noch Dallas. Die Serie war in den Achtzigern mehr als nur Fernsehen – sie war Gesprächsthema, Gesellschaftsbild, Glamour und Intrige. Und mittendrin: J.R. Ewing. Gnadenlos, clever, skrupellos – aber in der deutschen Fassung eben auch: charmant, stimmlich überlegen und fast unwiderstehlich. Pampel hat Larry Hagman in dieser Rolle so kongenial gesprochen, dass sich der Klang dieser Stimme bis heute eingebrannt hat. Wenn man an J.R. denkt, denkt man an Wolfgang Pampel. Diese Verbindung ist ikonisch – und sie gehört für mich genauso zu seiner Karriere wie der Fedora von Indiana Jones.

    Natürlich war und ist Pampel auch im Hörspielbereich aktiv – und das mit großer Souveränität. Gerade in den letzten Jahren ist er wieder präsenter geworden: als Erzähler bei John Sinclair, als Stimme in der Star-Wars-Hörspielreihe von Oliver Döring, als Teil von Howard Phillips Lovecraft – Chroniken des Grauens, wo er mit seiner tiefen, getragenen Art regelrecht durch die Geschichten führt. Wenn Pampel spricht, dann öffnen sich Räume – keine aufdringlichen, sondern solche, die sich langsam entfalten. In Das Feuer von Asshurbanipal im Gruselkabinett war er ein Glanzpunkt: ruhig, kontrolliert, mit einer leisen Bedrohlichkeit, die unter die Haut ging.

    Was ich besonders schätze: Er überfrachtet seine Figuren nicht. Er legt sie nicht auf dem Silbertablett aus. Er lässt Raum zum Denken, zum Fühlen. Auch in seinen Hörbüchern – ob Dan Browns Illuminati, Inferno oder die Star-Wars-Adaptionen – spürt man diese Handschrift. Er gibt sich nicht der Dramatik hin, sondern dem Takt der Geschichte. Das macht seine Lesungen so angenehm – sie wollen nicht beeindrucken, sondern begleiten.

    Und da ist noch etwas, das ich an Wolfgang Pampel bewundere: seine Beständigkeit. Über Jahrzehnte hinweg ist er präsent geblieben – ohne Skandale, ohne sich selbst zu überhöhen. Er wirkt wie jemand, der in der Sache aufgeht, nicht im Rummel darum. Wenn man weiß, dass er seit vielen Jahren in Wien lebt und dort regelmäßig auf Bühnen zu sehen ist, versteht man: Das ist jemand, der seinen Beruf als Berufung begreift. Als Handwerk. Als Kunst.

    Für mich ist Wolfgang Pampel nicht nur die Stimme großer Helden. Er ist ein Erzähler im besten Sinne – jemand, der es schafft, zwischen den Worten Welten entstehen zu lassen. Und genau das ist es, was ich an ihm so schätze. In einer Zeit, in der oft das Laute zählt, bleibt seine Stimme ein Ruhepol. Ein Versprechen. Ein kluger Begleiter durch Geschichten, die uns nicht loslassen.

    Er ist für mich einer von denen, die man nicht einfach hört – man begegnet ihnen. Und das ist selten geworden.

  • Hat Wolfgang Pampel in der letzten Lovecraft Chronicles gesprochen? Da klang seine Stimme stark verändert. Irgendwie nicht „gesund“.

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Na klar, aber er war stimmlich fast nicht wieder zu erkennen. Für mich ein schlechtes Zeichen. Aber ich möchte hier nicht schwarz malen. Muss mal schauen ob er es überhaupt war…

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

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