Bleibt dennoch die Frage, wie sich der extrem hohe Anteil der 40 bis 49 jährigen von 19 (!) % erklären lässt.
Ich denke schon, dass genau hier die Rolle der Käufer für ihre 70 bis 80 jährigen Eltern einen erheblichen Anteil hat.
Aber insgesamt ist natürlich schon eindeutig, dass meine Vermutung mit den Ü80 falsch ist.
So extrem hoch ist der Anteil ja garnicht. Nicht zuletzt deswegen, weil die absoluten Verkaufszahlen relativ niedrig sind.
2024 wurden 13 Millionen CD-Alben verkauft. (Rückgang von nahezu 90 Prozent seit 2002).
16 Prozent dieser Alben (rund 2 Millionen) wurden von 40-49 jährigen gekauft.
In Deutschland leben über 22 Millionen Menschen, welche zwischen 40-59 Jahre alt sind, die Altersgruppe bis 49 ist statistisch nicht separat erfasst.
Vor dem Hintergrund, dass die beschriebene Altersgruppe hinsichtlich der Anzahl an Menschen relativ stark in der Bevölkerung vertreten ist, ist die absolute Zahl an Verkäufen doch tendenziell eher gering. 2 Millionen CDs, welche von rund 10 Millionen Menschen gekauft werden, bedeutet nichts anderes als das jeder fünfte (!) eine (!) CD im Jahr kauft. Das kommt dann schon hin mit der Amigos-CD für Tante Gerda und der neuesten Benjamin für die Kleinen, wo man dann mal zugreift.
Sicherlich gibts auch noch einige Sammler, dass möchte ich garnicht abstreiten.
Ich hab’s in Deinem Beitrag den Grund, den ich Dir ja erläutert habe, fett markiert. Nämlich dass Du erst auf Seite 3 drauf kommst, dass Dir die ursprüngliche Fragestellung suspekt erscheint, zu einem Zeitpunkt wo wir endlich auf Grund von Zahlen und Daten aus der Musikbranche abschätzen können, welche Altersgruppe noch Hörspiele auf CD kaufen. Erst als Deine Annahme nur 70 jährige und älter kaufen CDs mit Zahlen widerlegt wird, hinterfragst Du die Ausgangsfrage. Das ist mir persönlich suspekt, denn Du hattest dafür einige Tage und Beiträge vorher auch schon die Möglichkeit in einer Deiner zahlreichen Beiträge in diesem Thread festzuhalten, dass Du die Ausgangsfrage suspekt empfindest.
Anders formuliert: Mir wurde im Verlauf der Diskussion die Interpretation der Ausgangsfrage zunehmend suspekter. Es ging mir nie um den Kauf als solches, sondern um die Motivation dahinter. Kaufe ich, um zu verschenken, passe ich mein Kaufverhalten dem zu beschenkenden an.
Absolut! Das wird in abgeschwächter Form durchaus auch ein Grund unter mehreren sein, siehe meine Antwort an Chris, warum Menschen jüngeren Alters CDs kaufen. Als Geschenk für seine deutlich älteren Freunde und Verwandte. Aber man wird damit nicht die enorm hohe Prozentzahl insgesamt erklären können.
Wie bereits an ganz anderer Stelle in diesem Beitrag erwähnt, taugen Statistiken insbesondere welche mit Prozentangaben recht wenig, wenn ich keine absoluten Zahlen zu den Prozentangaben habe. 10 Prozent von 100 sind nämlich deutlich weniger als 10 Prozent von 1000.
Bezogen auf das Thema (s.o.) ist die absolute Zahl hinter dieser Prozentangabe ja nicht hoch. Das täuscht nur, weil die beschriebene Bevölkerungsgruppe (geschätzt rund 10 Millionen) hoch und die Gesamtanzahl an verkauften CDs (13 Millionen als Gesamtmasse, 2 Millionen Käufe der beschriebenen Altersgruppe) niedrig ist.
Beim nächsten Mal dann wieder. Ich bin mir sicher, du wirst ein Thema finden, an dem du dich abarbeiten kannst – und so lange alles drehst und wendest bis dir die Antworten gefallen und du am Ende recht bekommst.
Wer hat sich denn im Asterix-Beitrag die Jahresangaben so "gedreht und gewendet", wie sie ihm am besten passten? Aber lassen wir das.