Posts by Soundjob

    Korrekt...👍

    Und genau genommen ist doch fast keines der Hörspiele logisch...😜

    Beispielweise der »Karpatenhund«...

    Man möchte 10.000$ beschaffen. Hierfür schlägt man nieder, vergiftet, setzt in Brand usw.

    Aber uns hat's gefallen. Und wie...😬

    Wobei ich hier gerne noch einmal einen kleinen Einwand, nur einen ganz kleinen, hinsichtlich "Logik" einwerfen möchte:

    1) 10.000 $ waren zu der Zeit, Mitte der 70er Jahre, eine ganz enorme Stange Geld !
    Das durchschnittliche US-Jahreseinkommen eines Normalverdieners lag bei ca. 7.500 $.

    2) Heutzutage wäre es natürlich nachvollziehbarer, würde man anstelle des Karpatenhundes vlt. eher einen Koffer Diamanten o.ä. gestohlen haben, aber dann würde man sicherlich nicht drei Juniordetektive mit der Wiederbeschaffung, sondern andere Institutionen beauftragen !
    Logisch nachvollziehbar ist, dass wohl niemand A), einen Koffer Diamanten oder ähnlich extrem wertvolles (z.B. Picasso-Gemälde) in einer leicht zugänglichen Mitwohnung verwahren würde, sowie B), der dennoch für damalige Zeit relativ hohe Geldbetrag von 10.000 $ eine Summe ist, die für den Durchschnittsmenschen zwar auch nicht mal eben locker, aber dennoch realistisch nachvollziehbar zu beschaffen war.
    (Abgesehen davon, damals wie heute, wird auch für sehr viel weniger Geld schwerste Verbrechen begangen ;)).

    Für mein Dafürhalten, sehe ich da keinen Logikfehler im Motiv und Relation der Geldsumme. Ganz im Gegenteil, der Karpatenhund ist m.E. sehr schlüssig.

    (Und sie gehört auch ganz nebenbei zu meinen Top3 :love:folgen der Drei??? )

    Zu den Fußballfolgen, generell zu Drei???-Sportfolgen, möchte ich lieber nichts voten :saint:

    Aktuell wieder die letzten Tage KRAFTWERK Radioaktivität, TEE, Mensch-Maschine.
    Radioaktivität funktioniert für mich im Grunde wie ein Kling Klang Hörspiel und wenn ich dann im sehr entspannten Radioland ankomme, öffnet mir Morpheus stets seine Tür.

    Ja eben.
    Kindgerechtes gibt es ja vieles und vieles schönes :)

    Uns geht es allerdings um dramaturgische Inhalte und spannende Erzählweisen im Stile von Blockbustern, die, ja, äh, nicht kindgerecht sind.
    Neben historischer Grundlage, auch Action-Elemente und Gewaltdarstellung enthalten... ich sag`s mal so:
    Als z.B. Pizarro die neue Welt eroberte, tat er dies ja nicht aus uneigennützigen Gründen oder mit einer Heilsarmee. Eine Episode der tragischen Geschichte einer Jeanne d'Arc, wäre da auch nichts für das kindliche Malbuch nebenbei.

    Über ein Hörspiel, bzw. kleine Serie mit juristischen Hintergrund hatten wir auch schon nachgedacht.
    Das ganz große Problem ist allerdings, dass du auch juristische Berater spezifischer Fachgebiete brauchst, weil etwaige Fälle auch bzgl. der Rechtsgrundlagen Hand&Fuß haben müssen.
    Man kann zwar einen fiktiven Fall in den Raum stellen aber nicht mit fiktiver Rechtsprechung daher kommen.
    (Ihr kennt es, dass man als Laie weder juristische Beratung im Netz tätigen darf, bzw. etwaiger Austausch mit persönlichen Erfahrungsberichten und subjektiven Meinungen jene Hinweise notwendig macht, selbst kein Jurist zu sein und keine Informationen im Sinne juristischer Beratung erfolgt sei).
    Daher sind Juristen-Serien, wie übrigens auch Arztserien auf ähnlich rechtlicher Grundlage gefußt, ein sehr heißes Eisen, welches mitunter viel Ärger mit sich führen kann.

    Aber was haltet ihr eigentlich von Hörspielen mit historischer Grundlage ?
    "Geschichte" neu vertont ?

    Sehr interessant! Vielen Dank für Einblick und Anekdoten, die sowohl Applaus und ein Schmunzeln verdienen. Und großen Respekt mit Küss die Hand an Deine Frau!

    Glücklicherweise war meine Frau zu jener Zeit meines Gedankenspiels um den "Wookie-Sound" außer Haus.
    Hätte Sie auch nur ansatzweise mitbekommen, dass sich meine Gedanken um "Fliesenboden und Stühle rücken" bewegten, hätte Sie mir den Stuhl...
    Nun gut, ich hätte vlt. also anderweitig noch ein paar "Punch und Stöhner" für das eigene Soundarchiv sammeln können. ^^

    Ein bisserl aus meinem Nähkästchen zu "Krieg der Sterne- Der Zorn des Imperiums", in welcher ich als Autor und Produzent, auch sämtliche Geräusche und Musik in Eigenproduktion machen musste.

    Die Produktion des Hörspiels stellte mich vor einige besondere Herausforderungen.

    Es verbot sich einerseits praktisch von selbst, originalen Sound und musikalischen Content aus dem Star Wars Universum zu verwenden, als dass ich als Musiker und Soundtüftler auch unbedingt meine eigenen "Sound-Alikes" für das Hörspiel erschaffen wollte.
    Andererseits sind im frei austobenden Gegensatz zu völlig neuen Welten mit ganz eigenen Soundgeschichten, die Star Wars-Sounds so prägnant wie berühmt, so dass meine Repliken dem hohen Wiedererkennungswert entsprechen mussten- und den Originalen zwar möglichst ähnlich, aber nicht identisch sein durften.

    Die eigentliche Herausforderung bestand explizit darin, mit welchen Wegen und Mitteln ich jene Sounds herstellen könnte, welche der legendäre Sounddesigner Ben Burtt vor schon gut 50 Jahren für Star Wars anfertigte ?
    Ich denke, heute ist es z.B. aus Sicht staatlicher Sicherheitsbedenken doch etwas problematischer, z.B. mit einem Hammer auf Spanndrähte von Strommasten zu schlagen, um z.B. Blastersounds zu erzeugen... so musste ich also andere Wege beschreiten, um meine Sounds zu machen !

    Am meisten Kopfschmerzen bereitete mir die Frage, wie ich vor allem dem im Hörspiel mitwirkenden Wookie Horrkon realisieren könnte ?
    Es gibt verschiedene Softwarelösungen, welche ich für z.B. Monsterstimmen und anderes animalisches verwende.
    Allerdings ließen sich mit der Software keine wirklich zufriedenstellenden Wookie-Laute realisieren, die im Original aus Mixturen aus Aufnahmen von u.a. Bären und anderen Wildtieren erzeugt wurden.

    Eine andere Möglichkeit wäre gewesen, unseren schweren Küchentisch über den Fliesenboden zu ziehen, um ein paar ganz typische wie sehr authentische "Wookie-Brüller" zu erzeugen... allerdings hätte mich meine Frau dann auch angebrüllt- und dies weit weit gefährlicher als ein wütender Wookie, wenn ich nur einen Kratzer im Küchenboden verursachen würde, weswegen auch diese Möglichkeit des Soundbastelns belassend, sogleich regelrecht unter den Tisch fiel.

    WOOKIE AUS DER DOSE
    Die Wahl fiel schließlich auf eine leicht zerdrückte wie leere Getränkedose.
    Der limitierte Korpus und insbesondere das Blech, erzeugten die scheppernd vibrierenden Resonanzen beim Hineingröhlen, welche so typisch für das knurrige Grummeln eines Wookies sind.

    Schlussendlich gelang es mir somit, den Wookie Horrkon zu erzeugen und dieses Werkzeug ein probates wie schnelles Mittel war, um natürlich klingend tierische Laute ganz ohne Software zu generieren.

    (Aus Gründen der Verletzungsgefahr und verschluckbaren Teilen, möchte ich allerdings nicht näher auf die verwendete Praktik des "Wookie aus der Dose" eingehen).

    Die Aufnahmen klangen schon so authentisch, dass eine weitere trickreiche Bearbeitung im Audioeditor nicht notwendig war.
    Für ergänzendes "Wookie-Gebrüll", setzte ich aber auch beimischend Aufnahmen von Tieren ein, insbesondere von einem Löwen.

    PIPE PIEP
    D7, der kleine Droiden-Schlingel, wurde mit einem Synthesizer erstellt.
    Während Ben Burtt für die Sounds des R2D2 einen echten (wie heute seltenen) ARP2600 Synthesizer verwendete, nutzte ich einen digitalen Klon (Arturia ARP2600), mit jedoch ähnlichen Patches.
    Aus dem modulierten Random-Gepiepse wurden schließlich nach der Aufnahme jene Sequenzen und Piepser im Audioeditor herausgeschnitten und in einem Sampler mit den typischen Soundabfolgen zusammengestellt.

    Das surrende Antriebsgeräusch des Droiden stammt von einem Shiatsu Nackenmassagegerät.
    Tatsächlich kostete es im Hörspiel mitunter am meisten Zeit, die D7-Sounds mit seinen Reaktionen und Empfindungen inmitten der Dialoge "synchronisierend" zu platzieren.

    HAARFIGHTER
    "Föhnst du dir die Haare oder schwirrt da ein TIE-Fighter im Bad umher ?"

    Der exorbitant laute Haartrockner meiner Frau war schon immer das passende Geräusch für einen potentiellen TIE-Fighter.
    Würde ich also jemals ein solches Hörspiel machen wollen, wäre das Erzeugen dieses markant kreischenden Raumjägers kein Problem.
    Natürlich musste der aufgenommene Haarföhn im Audioeditor noch stark nachpoliert werden, so dass das Geräusch insbesondere durch einen klassischen Gitarrenverstärker geschickt wurde (mit Distortion und Skream), in den Tonhöhen moduliert und natürlich auch die Bässe und Subs hervorgehoben wurden.
    Auch wurde dem Sound noch eine zusätzliche künstliche Rauschfahne hinzugefügt, welche zuvor durch einen "Flanger" lief.
    Im wesentlichen erstelle ich viele meiner Flybye-Raumschiffe unter Zuhilfenahme von Effekten wie Distortion und Flanger, die mitunter den Aufnahmen echter Flugzeuge oder am Synthesizer künstlich erzeugter Spaceships, beigemischt werden.

    Natürlich ist dies nur eine kleine Auswahl an Sounds, um hier auch nicht den Rahmen zu sprengen. In meiner Eigenschaft als Sprecher mit einer sehr tief gehenden Strohbassstimme- und im Hörspiel den Imperator als auch Jabba den Hutten mimte, habe ich u.a. auch die putzigen Jawas, so wie den Rhodianer eingesprochen, die mit einer simplen Tonhöhentransponierung über meiner Stimme, modifiziert wurden.

    Zum Sounddesign gehört allerdings nicht nur das Basteln von Sounds, sondern vor allem auch das, was man insofern gar nicht im Hörspiel so offensichtlich mitbekommt, aber eine ganz andere Herausforderung ist:

    MATCHEN
    Die vielen (Hobby)Sprecherinnen und Sprecher, nehmen ihre Parts natürlich in ihren heimischen vier Wänden auf und im wesentlichen werden unterschiedlichste Mikrofone verwendet, die alle mehr oder weniger auch durch die heimische Akustik bedingt, einen sehr unterschiedlichen Sound mitbringen. Im Sounddesign ist es daher auch meine Aufgabe, mit Geduld und der Arbeit am Equalizer, alle im Hörspiel Mitwirkenden dann auch wie aus einem Guss klingen zu lassen, was mitunter auch viel Zeit an einer Produktion kostet.

    DIE MUSIK
    Die Musik im Hörspiel fungiert nicht nur als Übergang und szenischer Trenner für die Schauplatzwechsel zwischen den Rebellen und dem Imperium, sondern funktioniert auf ihrer Ebene zudem als eigenständig emotional tragende Unterstützung und gewissermaßen- für ein Hörspiel, zusätzlich "visuelles" Medium.

    Ursprünglich wollte ich eine gänzlich andere Musik für das Hörspiel komponieren, welche nicht auf den Motiven von John Williams basierten.
    Schon kurz nach den ersten Cuts und Snippets aus dem Hörspiel stellte sich aber mit der neuen Musik heraus, dass ich für eine Fortführung der Geschichte- welche direkt an die Ereignisse an Episode IV anknüpfte, nicht auf Willams' Motive verzichten konnte und es anders auch nicht funktionierte.

    Die neue Musik hätte in der Form nur zu einem anderen Hörspiel einer anderen Ära gepasst, jedoch nicht für die Fortführung des Kanons.
    So entschloss ich mich, einige bekannte Motive als Grundlage zu nehmen und als eigenständige Stücke neu einzuspielen und umzuarrangieren.

    Auch griff ich auf kleine Teile von etwaigen Melodien zurück, die ich in meine Moods integrierte, um den "Star Wars`schen" Wiedererkennungswert beizubehalten.

    Das Hörspiel hat eine Laufzeit von ca. 120 Minuten und (fast) ebenso viel Musik ist darin auch zu hören.
    Allerdings habe ich das Hörspiel nicht von Anfang-Ende durch gescored, sondern viele Versatzstücke mit Open Ends angefertigt, so dass diese Teile wiederum zu neuen Stücken zusammengesetzt oder beliebig erweitert werden konnten.

    Insgesamt habe ich für das Hörspiel ca. 40 Minuten separat eigenständige Soundtracks angefertigt und dann durch die Kombo aus Versatzstücke auf eine Länge von ca.120 Minuten gebracht.


    Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen unterhaltsamen Einblick in die Produktion geben.
    LG

    Und ob des Verdruss eines grau-frostig kalten Winters, in Anlehnung an die Frage, wann es denn endlich wieder richtig Sommer wird ?... zumindest der Himmel blau erstrahlt, anbei ein kleines Lied der Hoffnung.

    Der Chaplin-Klassiker... interpretiert von der Reinkarnation Billie Holiday`s... und u.a. meiner Lieblingssängerin: Madeleine Peyroux.

    LÄCHEL dir einfach das Unschöne weg- z.B. das olle graue Wetter ;)

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    Nachdem ich kürzlich wie zufällig Brechts Dreigroschenoper in der 63er Adaption mit Sammy Davis Jr, Curd Jürgens, Hildegard Knef, Gerd Fröbe, Lino Ventura etc. im TV erblickte, kam mir wieder mit Mackie Messer einer meiner absoluten Jazz/Swing-Lieblinge auf die interne Playlist.
    Hier in meiner Lieblingsversion von Bobby Darin aus der Ed Sullivan Show

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    DAS HÖRSPIEL IN 10 JAHREN

    • GENERATION ALPHA (In 10 Jahren wird die "Generation Alpha" die kaufkräftige Zielgruppe sein).
      "Glaub ihr, dass das "klassische Hörspiel" gegen interaktive Formate oder z.B. Short Form Audios beständig bleibt ?"
    • Streaming-Diktat
      "Werden Labels noch eigenständige Marken- oder nur noch Content-Zulieferer für etwaige Algorithmen gesteuerte Plattformen wie Spotify&Co sein ?
    • 100% Human Made ?
      "Voice-Cloning, KI Hybrid-Autorenschaft etc. wird in 10 Jahren wahrscheinlich dann schon lange Gang&Gäbe sein.
      Wird "Human Made" und etwaige Investitionskosten zu einer Art "Premium-Siegel", während der Rest nur noch generisch produziert wird.
      Wird es vlt. auch in 10 Jahren, gemessen an der Zielgruppe und Gewohnheiten, überhaupt noch von Relevanz sein, ob "Human Made" oder "KI-generiert" ? (Braucht es ggfls. eine Kennzeichnungspflicht ?)"
    • Aussterbende Spezies ?
      "Wird man noch dieses "Kassettenkind-Gefühl" in die Zukunft transportieren können oder sollte man langsam aber sicher ein R.I.P akzeptieren lernen ?"

    Freue mich auch auf Mando.
    Möchte natürlich den Fred nicht brechen, aber wer sich bis zum Kinostart die Wartezeit mit einer Geschichte aus dem Klassik-Universum vertreiben möchte, kann dies gerne mit meiner Produ aus dem Sommer`25 tun:

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    Das Hörspiel setzt an Episode IV an und beleuchtet die unmittelbaren Ereignisse direkt nach der Vernichtung des ersten Todessterns.
    Darth Vader konnte überlebend entkommen und wird von einem imperialen Sternzerstörer aufgelesen. Er sinnt auf Rache.
    Unterdessen evakuieren die verbliebenen Rebellen unter Führung von Mon Mothma und General Rieekan den Stützpunkt auf Yavin-IV, als sie vom früher als erwartet eintreffendem Imperium überrascht werden...

    Ich freue mich für das Jahr `26, mit der Produktion und Fortsetzung zu "Zorn des Imperiums" beginnen zu dürfen (Release voraussichtlich im Sommer) und das Jahr dann auch etwas entspannter ausklingen zu lassen.
    Mein letztes Produ-Jahr mit u.a. Star Wars, war recht fordernd und anstrengend.
    Zudem steht auch noch die eine und andere kommerzielle Produ an, in welcher ich allerdings nur die Musik und ggfls. ein bisserl Sound mache, aber die volle Produktionslast nicht tragen muss.
    Mit noch mehr Freude, sehe ich dann einem Urlaub entgegen und Ohrstecker/Kopfhörer rein... und dann nur noch (neben Wellen) lauschen, was meine liebe Kollegen so auf den Weg gebracht haben werden.

    Wer mag, darf sich am Sonnabend, dem 07.02.26 um 18Uhr, zu (m)einer weiteren Hörspielpremiere zum "Der Todeskutscher von London" auf Youtube- und gerne auch im Premieren-Chat schwatzend, eingeladen fühlen.
    Der Cast und ich würden uns freuen. :)
    Spielzeit= 50:24 Minuten.

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    Das viktorianische London um 1862.
    Zur damaligen Zeit keine Metropole, wie man sie heute von Postkarten kennt.
    1862 war London ein Ort voller Schatten und sozialer Widersprüche, geprägt von bitterster Armut, so wie noblen Stadtvierteln mit herrschaftlichen Häusern.
    Überall dazwischen, der von Ruß geschwängerte dichte Nebel, der alles umhüllte und die finsteren Geheimnisse der Stadt zu verbergen schien. Inspektor Holland und Detective Reed von Scotland Yard, gehen in der Stadt mysteriösen Entführungen und einer Mordserie nach, die sie schließlich nicht nur auf die Spur des Täters führen wird...

    Eine entspannt unterhaltsam, leichte Krimi-Geschichte mit Thriller und Action-Elementen.

    Meine Frau versucht ja krampfhaft, noch ein paar wenige alte 5Freunde-Hörspiele aufzutreiben, damit sie bis Folge 100 alles komplett hat. (Und da sollte eigentlich Schluss sein). Da sie die aber nicht mehr aufreiben kann, sammelt sie nun doch weiter und möchte mir dann meine Regalreihe mit eigenen Hörspielen stibitzen.
    Wenn ich mich also wirklich von etwas trennen müsste... :/

    Display Spoiler


    ... dann vom Regal

    Hinsichtlich der Abmischungen unserer Hörspiele aus Kindheitstagen auf Schellack und Tonband muss man natürlich auch anmerken, dass Sounds damals ganz anders eingesetzt wurden.
    Während heutzutage jeder Schritt, jedes Rascheln und von der Atmo hin bis zu jeder Aktion/Interaktion, bzw. eine ganze Wand aus Sound etc. in einem Hörspiel präsent ist, kam man früher mit zwei Händen voll Sounds aus, die vielmehr rein atmosphärischer Natur waren und sporadischer eingesetzt wurden.
    Die klassischen Schritte durch Kies, auf der Steintreppe, die Waldatmo, das Auto das an- oder abfährt, der kurze Wasserplatscher etc.
    Mehr brauchte es auch nicht, um ein Hörspiel jene atmosphärische Dichte zu verleihen, was wiederum auch sehr sehr viel Luft für die Sprachverständlichkeit der Akteure im Hörspiel ließ.

    Im Gegensatz zu heute (144 dB), war man auch im Dynamikumfang mit max. 96 dB technisch begrenzt und man musste auch in der Abmischung, bzw. mit Hinblick von Presswerken aufpassen, dass die Nadel, bzw. der Tonarm, nicht von der Platte springt (oder ein Tonband zu stark in die Sättigung gelangt, was zu einer weiteren Komprimierung führte, die Sättigung mitunter aber auch gewollt war), weswegen die Mixe früher auch weniger dynamisch waren.
    Kurz gesagt... heute können und werden Mixe mit einer sehr viel größeren Dynamik gefahren.
    Zum Beispiel das "grollende Raumschiffrumpeln im Hintergrund", welche die Lautsprecher, respektive einen Subwoofer, zum Beben und die Wände zum Wackeln bringen.

    Im wesentlichen passiert heute in einem Mix an Sounds sehr viel mehr in einem Hörspiel, lässt der Sprachverständlichkeit aber mitunter auch weniger Luft, was die Abmischung etwas komplizierter machen kann, gleichwohl man heute alleine schon mit der separaten Signalkette auf jeder einzelnen Tonspur/Bus, sehr viel komfortablere Möglichkeiten hat, als damals noch.
    Summa summarum ist das Hörspiel und seine Abmischung mit der Zeit komplexer, als auch zunehmender "cineastisch" geworden.
    Deswegen aber natürlich nicht "schlechter".

    Um in den 60er Jahren den Stereoton populärer zu machen, bzw. zum Entsetzen der Hausfrau =O, der Ehemann einen zusätzlichen Lautsprecher im Wohnzimmer aufstellte, wurden Abmischungen auch hart links/rechts gefahren, was bei Musik ganz gut funktionierte.
    Bei Hörspielen aber, litt die Sprachverständlichkeit bei dieser Methodik jedoch mitunter sehr, da sich das während der Abmischung in einem akustisch optimierten Regieraum bei moderater Lautstärke zwar alles recht gut und ausgewogen anhörte, in den heimischen vier Wänden mit nun mal ineffizienter Akustik, jedoch suboptimal war. Auch die (analogen) Kopierprozesse in den Kopierwerken schmälerten das Links/Rechts-Verhältnis (Sidechain) auch noch einmal zusätzlich (ein klein wenig).
    Man hört es heute bei alten Platten/Bandaufnahmen mit harten Links/Rechts-Mischungen über Kopfhörer recht spürbar, dass es Links/Rechts oft zu leise abgemischt war und die Sprachverständlichkeit trübte.
    Es waren alles noch Lernprozesse und Pinoierarbeit inmitten einer (damals) neuen Technologie und neuartigen Abmischungsweisen.

    Heute ist ein Mix über die gesamte Stereobühne sehr viel füllender und es fand auch weniger Separation auf der Stereobühne statt, weswegen in Profistudios dann auch gezielt Stereo-Imager eingesetzt wurden, um die Räumlichkeiten und Positionen hinsichtlich der Sprachverständlichkeit vor einer umhüllenden Soundwand, besser voneinander trennen/separieren zu können.

    Wenngleich heute verstärkt in Atmos, Binaural 2 Stereo und Surroundmethodik etc.p.p. gemischt wird und die Stereoseparation punktgenau und noch komfortabler vorgenommen werden kann, wird mit den "komfortableren" Werkzeugen, der Umgang aber dennoch zunehmend komplexer und mehr und mehr Geschick, Gespür und Fertigkeiten des Tonmeisters erfordert.

    Aber ich möchte hier nun auch kein größeren Roman verfassen ^^ und an dieser Stelle nur einmal das Verhältnis damals<>heute aufgreifen.

    Ich freue mich, bei euch an Bord zu sein und entspannt durch die Community zu stöbern.
    Da ich mich zunächst hier erst einmal ein wenig zurechtfinden muss, seht es mir bitte nach, wenn hier noch relativ wenig von mir preisgegeben ist.
    Vlt. mag mich auch der eine und andere durch meine Hörspielproduktionen kennen... und wenn nicht, ist das auch alles andere als ein Drama ^^
    Ich schaue mich also erst einmal etwas um und wünsche uns eine angenehme Zeit.

    Beste Grüße
    Markus