Da der zweite Threat zum gleichen Thema untergegangen ist, werfe ich meinen Beitrag nochmal per Copy/Paste in diesen Threat hinein:
Damit muss ich auch immer mal wieder hin und her jonglieren. Mal ist es zu leise mal zu laut, muss halt zur Szene passen finde ich. Wenn man in einer Bibliothek ist, ist es leiser als wenn man im Berufsverkehr an einer Hauptstraße steht. Das sollte man dann auch aus dem Hörspiel heraus mitbekommen. Was nicht passieren soll, ist dass man die Stimmen dann nicht mehr vom Hintergrund unterscheiden kann. Was ich selbst jetzt für mich wiederentdeckt habe, was mich ehrlich gesagt ärgert ist, da ich es bei all meinen Musikproduktionen genauso mache ist, ich nutze einen speziellen multiband Kompressor. *Achtung, jetzt wird etwas technisch* Ich fasse den kompletten Ambience Sound, also genereller Hintergrund und Soundeffekte in meiner DAW auf einen Bus zusammen und alle Stimmen auf einem weiteren BUS. Auf beide einen leichten Kompressor, damit die Spitzen weg sind, um sowas wie von chp73 in einem anderen Thread erwähnten Raben oder Krähe zu umgehen. Also alles was über einen bestimmten Pegel geht, wird leiser gemacht, genauso mit den Stimmen. Und dann kommt der Multiband Kompressor ins Spiel. Auf den Bus vom Ambience / Musik /Background packe ich den multiband drauf. In dem, den ich nutze kann ich dann einen Sidechain machen. Das heißt, das Signal von den Stimmen wird genutzt als Impuls. Ich sehe dann im Frequenz Band in welchen Frequenzen sich die Stimmen bewegen. Das kann ich dann bei meinem Kompressor ziemlich präzise, ähnlich einem Equalizer, so einstellen, dass er nur in dem Bereich wo die Stimmen sind und auch nur dann, wenn die Stimmen kommen den Hintergrund leiser machen. Das heißt die Höhen und Tiefen also hohe und tiefe Frequenzen bleiben im Hintergrund erhalten, er wirkt insgesamt lauter aber die mittleren Frequenzen, da wo im Frequenzband die Stimmen sitzen, werden immer dann leiser sobald jemand spricht. Kurzer Attack, sodass es schnell leise wird und etwas langsamer Release, damit es bei kurzen Sprechpausen nicht direkt wieder lauter wird sondern langsam ansteigt. (Ich weiß ja nicht, wie tief du drin steckst Dark Duck Audio , vielleicht hilft dir das als Tipp. Ich musste mich wie gesagt auch selbst erst wieder daran erinnern, dass man das so machen kann.)
Bei meinen Musikproduktionen mache ich das mit Instrumenten die sich bestimmte Frequenzen teilen. Bass und Bassdrum, Gitarre und Gesang usw. Man nimmt es nicht bewusst war, dass es an der Stelle leiser wird, da die Frequenzen ja neu belegt werden und das Ohr dann nicht wahrnimmt, dass da etwas anderes an der Stelle leiser geworden ist.
Anders ist es, wenn man einfach einen normalen Kompressor mit Sidechain nimmt, dann wird der gesamte Hintergrund leiser und das merkt man. Ist wie als würde jemand alles leiser und wieder lauter drehen.