Dark Duck Audio KlausStudio
hier ist ein interessanter Artikel über RMS und LUFS: https://emastered.com/de/blog/lufs-vs-rms
Ich bin auch Quereinsteiger, demnach gibt es sicherlich Profis, die auch anders vorgehen würden - jedoch zählt aus meiner Sicht immer das Endergebnis - also auch für dich KlausStudio: Du hast tolle Resonanzen - das spricht doch für sich. Natürlich kann man von Profis lernen und sollte Kritik konstruktiv nutzen, um sich zu verbessern. Aber: Es gibt Musiker, die können Noten lesen und gleichzeitig in Echtzeit spielen, wie die Weltmeister. Dann gibt es andere, die keine Noten lesen können, aber tausend mal mehr Gefühl aus einem Instrument herausholen, als manch einem Musiker, der strikt nach Noten spielt (ich kenne solche Leute, aber es sind natürlich nicht alle so!). Beim Sounddesign muss man sich an gewisse Rahmen halten, aber dein Gehör ist das Gefühl beim Musiker. Ebenso kann ein Hobby-Musiker dennoch eine Expertise haben.
Also ja, ich lege auch viel Wert auf deine Meinung, weil ich deine Arbeit absolut respektiere und würde mir niemals anmaßen dich als Amateur zu bezeichnen bzw. "Ungelernter".
Zum Thema Kompressor: Es sollte grundsätzlich nie zu stark eingestellt werden - wenn es pumpt, dann etwas runter damit.
Bei mir hat jede Stimme einen leichten Kompressor drauf, sowie EQ und ggfs. einen De-esser, um hartnäckige S Laute weniger harsch klingen zu lassen - das kommt dann auf den Fall an und wird nicht immer verwendet, weil es auch immer ein Teil der Höhen nimmt.
Atmosphären und Musik bekommen bei mir einen Limiter, der wirklich nur im Notfall greift. Es gibt Fälle, wo mal die Musik oder gewisse Töne eine gewisse Frequenz treffen, die sich plötzlich laut anfühlen (nach LUFS), aber im Dezibel-Bereich völlig im Rahmen sind. Dann greift der Limiter ein, wenn es dann soweit ist.
Beim Mastern kommt auch ein leichter Kompressor und andere kleinere EQ, etc.. rein, damit das Gesamtbild etwas mehr Volumen bekommt - den letzten Schliff. Aber bei mir ist das sehr wenig - aber man hört den Unterschied. Ähnlich wie beim Nachschärfen eines Bildes. Man denkt vorher es ist ein tolles Bild. Wenn man es aber ein wenig schärfer macht, denkt man sich "boar, ja, das ist es". Wenn man es überschärft, dann ist das Bild zerstört. Und genau so ist es auch beim Sound.