Bitte das Wort Demokratie, in Bezug auf die Gebühr, nicht nennen. Das hat rein gar nichts damit zu tun.
Warum? Würde man wirklich fragen, würde die Gebühr sofort abgeschafft... DAS wäre Demokratie.
Zum einen glaube ich das nicht. Hast du Quellen? Aber bitte nicht vom Axel-Springer-Verlag. (Nebenbei: Bei letzterem sieht man, wo wir hinkommen, wenn es überhaupt keinen ÖRR mehr geben würde. Das sieht man übrigens auch in den USA, siehe Fox News).
Zum zweiten: Demokratie bedeutet nicht, dass permanent nach Mehrheitsmeinungen entschieden wird. Schon Schiller wusste:
Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn.
Verstand ist stets bei wenigen nur gewesen.
(..)
Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen.
Der Staat muß untergehn, früh oder spät,
wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet.
Wenn morgen irgendwo ein junges Mädchen ermordet wird, und die BILD die Geschichte dann 4 Wochen ausschlachtet und man direkt danach die Mehrheit nach der Wiedereinführung der Todesstrafe befragen würde, wäre diese mit Sicherheit weitaus höher als vor dem Mord. Das hat aber mit Demokratie nichts zu tun. Schon Aristoteles nannte die direkte Demokratie die Tyrannei der Straße.
Eine Demokratie untersteht, anders als die Ochlokratie, dem Gemeinwohl. Und dazu gehört auch, dass alle Bürger Zugriff auf ein möglichst breites Angebot an Informationen und Unterhaltung haben. Dass es Medien gibt, die nicht in privater Hand sind, halte ich für überaus wichtig.
Und TV und Fernsehen, was ausschließlich nur noch über Werbung finanziert wird, ist eine Welt des Grauens.
Inhaltlich kann man, wie gesagt viel kritisieren und das muss auch sein, aber das grundsätzliche System in Frage zu stellen, ist ein höchst antidemokratischer Akt!