Posts by Andreas Masuth

    Vielen Dank euch allen für die Glückwünsche und lieben Worte!😍 Ich habe mich sehr gefreut, und es ist schön zu wissen, dass da draußen Menschen sind, die nicht nur allein an meinen Geschichten interessiert sind. Ich halte mich insgesamt ja eher zurück (Instagram, Facebook, tralala). Hingehen hier zu plaudern macht schon Spaß.

    Danke euch allen für euer langjähriges Interesse an Masuths geistigen Querschlägern!

    Ich habe den Film seinerzeit auch mehr über die verträumten Kulissen, seine melancholisch-naive Atmosphäre erlebt und verinnerlicht. Etwas, das sich bis heute nicht geändert hat. Mehr ein Traum als ein Film. Ähnlich, aber noch intensiver "Die Zeit der Wölfe". Falls du den nicht kennen solltest (ich scherze), unbedingt ansehen! Was hier Musik, Traumsequenzen und Szenenbilder leisten...🥹 Die Brunnen-Sequenz; das Wolfsmädchen steigt mit tränennassen Augen zurück in die Finsternis...

    Gestern Nacht das Triple-Feature:

    Ich bin Legende (1964, O-Ton, deutsche Synchro nicht auszuhalten, wenn man V. Price Stimme kennt)

    Squirm (1976, Jeff Lieberman, maßlos unterschätzter Film eines ebensolchen Regisseurs)

    Puma-Man (1980, Italien, ohne Worte, fantastische Garde an Sprechern: Augustinski, Lehmann...)

    Tags davor:

    Broadchurch (mit meinem Lieblingsdoktor Tennant)

    Enterprise (Dagger Of Mind)

    Ich weiß, "Wer im Glashaus sitzt..."

    Dennoch möchte ich mich an der Stelle als Hörer mit ein paar Gedanken kurz einklinken:

    Eigentlich wurde vieles schon auf den Punkt gebracht: Das Konsumverhalten der heutigen Hörerschaft, die Herangehensweise der Produzenten/Labels, das immer gleiche Zugpferd einzuspannen und damit alten Wein in neuen Schläuchen zu verkaufen. "Die anderen machen/verkaufen es doch auch.."

    Aber was macht den Unterschied aus, wo sind die Diamanten unter den Glasscherben versteckt?

    Beeinflussend stehen für mich die Erwartungshaltung und Objektivität im Vordergrund, sie lenken mein Hören von Anfang an. Bei der fünften Holmes-Vertonung eines Titels aus dem klassischen Kanon weiß ich vorab, worum es sich dreht. Dennoch kann die Produktion mich im Nachhinein positiv überraschen und andere Werke verdrängen.

    Eine gute Geschichte zu erzählen, ohne den Hörer zu langweilen, eingebettet in einer ansprechenden Produktion...🤔

    Ich gestehe, dass ich manches meiner eigenen Werke nur unter Qualen hören kann, einfach weil es aus meiner heutigen Sicht schlichtweg langweilig rüberkommt. Zu wenig Drive, schlechte oder zu wenig Hintergrund-Atmo.

    Und das ist vermutlich das Ding mit der Geschmackssache: Dem einen geht's nicht schnell genug, dem anderen ist es zu hektisch. Tolle Musik ist dem anderen wieder ein Graus. "Zu wenig Soundeffekte" reichen dem "Zum-Einschlafen-Hörer" völlig aus.

    Was, wenn die Hörer es nicht direkt verstehen?

    Die ausufernden Dialoge für "Charaktertiefe", die die Story nicht weiterbringen. Ein Symptom, unter dem auch die meisten neuen Filme leiden. Heute werden die FIguren dem Publikum "erklärt", damit wir sie und ihre Handlungsweisen auf jeden Fall verstehen. Mich nervt es kolossal. Wäre das beispielsweise bei "Clockwork Orange" der Fall gewesen, gute Güte...😵‍💫

    Quantität

    Ja, es gibt VIEL ZUVIEL auf dem Markt und der wöchentliche Output tut dem keinen Gefallen. Symptomatisch auch hier ein beurteilender Satz (das gilt für die Werke sämtlicher Kollegen): "Höre ich mir auch ein zweites Mal an." 🧐 Klar, wir bezahlen fürs Anhören (...oder?😁) Man könnte dennoch den Eindruck gewinnen: Gehört, abgehakt, geistiger Papierkorb, nächstes Hörspiel. Der Autor Andreas M. schleicht gebeugten Hauptes von danne(berg)n.


    Aber zu des Pudels Kern: Was zum Geier unterscheidet die guten von den schlechten Hörspielen??

    Ich verehre die Tonstudio Braun John Sinclair und Larry Maccloud Hörspiele. Erfüllen sie die heutige Kriterien? Abwechslungsreiche Stimmen, Soundeffekte, Musicscore? Nope, nicht ansatzweise. Sprecherleistung: Durchaus.

    Ein langes Skript ist besser als ein kurzes?

    Ich habe "Dracula trifft Frankenstein" Anfang der 90er mal über Kopfhörer am Computer mitgeschrieben: 24 Seiten; Dialog & Erzähler. Meine Skripte: Mit Regieanweisungen zu jeder Szene: ~ 55 Seiten. Sind meine besser? Nie im Leben!!!

    Sprecherinnen und Sprecher

    Ein großes Thema (genau wie KI) und für mich federführend.

    Abschließend meine Meinung als Hörer: Ich denke, dass manch gute Geschichte besser erzählt werden könnte wegen der o.g. Faktoren. Manchmal wird uns auch "Luft" angedreht, die schon mehr als einmal ein- und ausgeatmet wurde. Und man verzeihe mir diese Ansicht: Weniger ist einfach mehr.. Wir befinden uns im absoluten Serien-Overkill (Glashaus, s.o.)

    Was ich tatsächlich oft mache: Hat es mir nicht gefallen, gebe ich dem Ding trotzde eine zweite Chance. Vielleicht liegtes daran, dass ich die andere Seite kenne. Ich bin ein bisschen auch der "Schubladen-Typ". Aber ich habe mich oftmals schon zum Besseren korrigieren müssen.

    Wie bei meinen eigenen Machwerken zum Negativen 🤷‍♂️

    Hallo nochmal,

    ich sehe und lese Kritik sehr oft und bin diesbezüglich sehr gelassen, da ich weiß, dass es unmöglich ist, es jedem recht zu machen.

    Hattest du meine Anmerkung/Erklärung als Kritik an deiner verstanden? Das war sie nicht, und mit keinem Wort erwähne ich, dass Kritik unerwünscht ist. Ich begrüße im Gegenteil die Diskussion über die Reihe. Es gibt heutzutage zuviele Opportunisten und Ja-Sager.

    Also: No hard feelings.

    Ehrlich gesagt bin ich froh, nicht das typische Klischee des kaputten, einsamen Ermittler-Wolfes bedient zu haben. Das kann gefallen, muss aber nicht.

    Ob die Serie weitergeführt wird, werden die Zeit und der Erfolg derselben zeigen. Ich hätte nichts dagegen.

    Sehr schön, dass jemand mitmacht...👍

    Zitate sind einfach nur genial. Mir machen sie super viel Spaß.

    Ich hatte letztens diesen Thread nochmals von vorne bis hinten »durchgestöbert« und fühlte mich bestens unterhalten.

    Hi Andreas,

    wir haben das gleiche Lieblingshörspiel, jedenfalls zu 99,9%. Zwischen »Dracula trifft Frankenstein« und »Dracula und Frankenstein, die Blutfürsten« liegen ja nur maximal 5 Sekunden...😃

    "Nein, in wenigen Minuten geht die Sonne auf! Ich kann nicht nach draußen gehen!!" Gottfried Dracula Kramer

    "Das 's mir doch egal!!" Horst Frank Fawley

    Kein Witz, aber das läuft bei mir immer noch jede Woche. Als Kind hat es mich zu Tode erschreckt, gerade der tobende Homunculus. Heute sind Eireen und Tom Teil meiner Entspannung.

    Schön, dass man bei all der Lobhudelei auch mal ein paar kritische Töne hört. Sonst hebt unser Andreas Masuth noch ab! ;)

    Wobei sich für mich nicht zum ersten Mal die Frage stellt, was das "Schwedische" in einem Schweden-Krimi eigentlich ausmacht. Kann man da ein paar Punkte klar definieren oder nimmt man das einfach gefühlsmäßig wahr?

    Aloha!

    Ist eine berechtigte Frage, was denn nun das skandinavische/schwedische an dieser Serie ausmacht. Ehrlich gesagt, ich könnte das hier aus dem Stehgreif jetzt nicht beantworten. Es folgt ein kafkaesker Satz:

    Die Zutaten für diese Krimis sind zwar den meisten geläufig, aber um eine Story mit Mord(en), Verdächtigen, Ermittlungsarbeit, falschen Hinweisen zum Miträtseln, der Etablierung eines neuen Teams, das sich in den Fortsetzungen auch weiterentwickeln soll auf den Weg zu bringen, bleiben dem Autor im Medium Hörspiel nur wenige Seiten, im Gegensatz zu Hörbüchern, oder erzählergetragenen Vertonungen.

    Ich glaube, dass meine geschätzten Kollegen in der Branche großartige Arbeit diesbezüglich leisten.

    Für mich kann ich nur sagen, und wer ein paar meiner Geschichten kennt, wird das vielleicht bestätigen, dass mir - neben der Story - immer die Dialoge, die Interaktion der jeweiligen Protagonisten am Herzen liegt.

    Und was ich nochmal unterstreichen möchte: Ich erzähle etwas, das nicht die Wirklichkeit abbildet (abgesehen vom geschichtlich, politisch und lokal/örtlich recherchierten Backround).

    Daher, und damit möchte ich den Bogen (fast) schließen, würde ich mir auch nicht anmaßen zu sagen, ich habs gut rübergebracht, da ich die Realität in Sachen Mord und Totschlag zum Glück nicht kenne. Ich bin seit fast 30 Jahren auf Intensivstationen tätig und weiß, dass die Realität mit keiner medizinischen Serie vergleichbar ist.

    Ich hab das unerhörte Glück, dass es nicht nur Leute gibt, die meine Stories hören, es gibt sogar welche, die darüber diskutieren. Daher nochmals meinen Dank an alle hier im Forum.

    Hallo zusammen, es ist ich!

    Ich freue mich sehr, dass der Auftakt der Serie so positiv von euch aufgenommen wurde. Die Serie lag/liegt Gerd (Naumann) sehr am Herzen, und es war, wenn ich es recht erinnere, seine Idee. Und ja, es sind tatsächlich einige (...) Jahre ins Land gegangen, bis Sundquist & Co. an den Start gehen konnten.

    Und es kommen natürlich weitere Folgen; "Kinder der Hydra" (mannomann, was hab ich mir bei der Story bloß gedacht 🫣; ich entschuldige mich jetzt schon mal...) war eigentlich der Pilot, aber Gerds Entscheidung "Zwei Leben" an Platz 1 zu setzen, war goldrichtig. Er und sein Team haben - wie immer - glänzend geliefert. Ihm, den Leuten hinter den Kulissen und dem tollen Sprecherteam gebürt der eigentliche Applaus.

    Aloha!

    Tatsächlich habt ihr Recht, dass ich meine Gewichtung etwas ins Historische verschoben habe. Anbei: Sämtliche zeitgeschichtlichen Persönlichkeiten (Politiker, etc.), Ereignisse, die erwähnt werden, Gebäude, Straßen, Bahnlinien entsprechen der (damaligen) Realität (SH/Lestrade). Diesen Anspruch habe/hatte ich immer an mich. Ich liebe das Recherchieren.

    Ich hoffe dennoch, dass das Durchgeknallte ein wenig durchscheint..

    Das freut mich sehr, dass Du Dich mal wieder hier blicken lässt.... Wir haben im Talk schon gemutmaßt und dein Name fällt wirklich sehr oft, wenn es um Vorfreuden, gute Sachen oder allgemeines geht...

    Mit Maritim scheinst Du ja nicht mehr so zu…

    Tatsächlich hat David mich erst kürzlich angeschrieben. Das erinnert mich daran, dass wir zwei telefonieren wollten..
    Und klar: Wenn seine Vision mich überzeugt.