Wir, Kassettenkinder-Generation etc., definieren Erfolg noch anders. Für uns heißt "Erfolg", dass jemand sich positiv äußert, eine Kritik schreibt, ein gutes Buch oder Hörspiel weiterempfiehlt. Und so spricht es sich rum und wird was (oder eben nicht).
In der Aufmerksamkeitsökonomie braucht es das nicht mehr. Es reicht, wenn du deine Zeit hingegeben hast. Wenn du es gehört hast, egal, ob es dir gefallen hat, oder nicht, das heißt, es geht in die Algorithmen ein. Andere bekommen es weiterempfohlen, weil du es gehört hast. Wenn es scheiße für dich war, das ist egal, denn Menschen schreiben ja nichts mehr darüber. Sie gehen zum nächsten Hörbuch über. Deswegen kann auch eine Übersetzung von der K.I. schlecht gemacht sein, auf die großen Zahlen umgerechnet ist es egal, ob es für dich gut war. Du hast es gehört. Das reicht.
Wenn etwas gut übersetzt oder produziert war, aber es nicht in diese Aufmerksamkeitsmechanismen Eingang gefunden hat, das ist egal, denn es erfährt ja keiner. Und wenn es keiner mitbekommt, warum der Aufwand?