Posts by Martin Seebeck

    Ich finde, das passt überhaupt nicht zu SW.

    Die Messlatte sollte sein, dass SW eigentlich ein MÄRCHEN ist. In einem Märchen können durchaus mal gruselige Szenen vorkommen, aber der Selbstzweck, den Horror oft darstellt, hat in diesem Universum mMn nichts verloren.

    Aber was bedeuten solche Bedenken, wenn bei Disney jemand Geld verdienen will?

    .............

    Passender finde ich solche Atmosphären -- in diesem KI-gestützten Fanfilm staunt man einerseits, dass die Filmemacher ins Jahr 1982 gereist sind, um Mark Hamill zu casten, und andererseits über die Präzision der Dreidimensionalität in der Darstellung des Canyons. Die Story ist lediglich ein kleiner Lückenfüller, die zeitlich zu Beginn von "Rückkehr der Jedi-Ritter" angesiedelt ist:

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    Wer hätte gedacht, dass das Erste Deutsche Fernsehen 1971 (zum 1. April) tatsächlich sowas wie montypythonesken Humor haben konnte ...

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    Die lange Schwarzpause und die Pausentafel zu Beginn gehören dazu.

    In den Büchern ist es ein und dieselbe Person.

    In den Filmen ist die Frage eigentlich absurd, denn niemand könnte allein schon die Zeitspanne zwischen 60s und heute als eine Person durchqueren. Logisch wäre die Idee, dass "James Bond" ebenso ein Pseudonym ist wie 007 eine zuordnungsbereite Nummer. Aber die Logik haben die Filmemacher selbst zerschossen, als sie den Roger Moore - Bond Blumen am Grab von Tracy Bond niederlegen ließen und damit etablierten, dass er trotz unterschiedlicher Darsteller nach wie vor die gleiche Person sein sollte.

    Also kann man hier Logik komplett at acta legen, selbst ohne den Reboot mit Daniel Craig.

    Gerade bei Klassikerstoffen und PD-Literatur gibt es mehrfache Vertonungen, die aus unterschiedlichen Jahrzehnten, aber auf jeden Fall von unterschiedlichen Hörspielschmieden und -autoren stammen, die unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt haben.

    Welche Stoffe lohnen sich, mal gegeneinander antreten zu lassen, um herauszuarbeiten, was sie anders/besser/unterschiedlicher machen?

    Anders als "welche DDF-Folge ist die beste?"-Fragestellungen und -Abstimmungen gibt es bei diesen Mehrfachvertonungen ja den gemeinsamen Ursprungsstoff.

    Als Starter fallen mir ein:

    • Der Hund von Baskerville bzw. die klassischen Sherlock-Holmes-Stories von A.C. Doyle
    • Märchen (die ganze Reihe von Grimms und Andersens etc.)
    • viele Sagen
    • Dickens' "Oliver Twist"
    • Karl-May-Bände, natürlich hauptsächlich die Winnetous, aber auch Orientgeschichten wären möglich
    • Wells' "Krieg der Welten"
    • Orwells "1984"

    Weitere Ideen?

    Bei den Widerlichen Zeiten sind es garantiert Neid und Missgunst, die die Leute über die 80er-Jahre Trash-Serie schweigen lassen ;(

    Ach, der Herr Lühr ... ich fand sein Engagement für das SF-Hörspiel immer schon bemerkenswert, es gab aber mal eine Zeit, in der ich mich wunderte, dass neben den akribischen Auflistungen der Werke der 80er etc. in seinen Betrachtungen des kommerziellen SF-Hörspiels die Zeit nach 2000 kaum Berücksichtigung fand. Aber den missionarischen Ehrgeiz habe ich schon länger nicht mehr.

    Durch Zufall drüber gestolpert: Arrietty und die wundersame Welt der Borger

    Kann gerade auf ZDF gestreamt werden. Ist für Ghibli-Verhältnisse eher eine mittelmäßige Verfilmung, aber was bei Ghibli Mittelmaß ist, ist immer noch sehr sehenswert.

    Der Film ist eine behutsame Adaption des ersten Bandes der britischen Borger-Bücher aus den 50s. Wie Keuchhusten sagt, Ghibli ist absolute Weltklasse, und auch obwohl ich wg. der europ. Herkunft der Geschichte skeptisch war, hat mich diese Adaption sehr berührt.

    Technisch gesehen gibt es kein Produktionshaus, das Dreidimensionalität ohne CGI-3D in der Animation so filmisch und ästhetisch rüberbringt wie dieses Studio. Und zugleich Charaktere statt Zielgruppen-Abziehbilder malt.

    Den Film gibt es weiterhin in der Mediathek (*hust*Mediathekview*hust*). Sehr empfohlen.

    Da es anderswo wieder aufkam, kann's ja auch hier fortgesetzt werden.

    Da mMn auch gerne mißverstanden wird, was eine "inhaltlich kontroverse Diskussion" bei einem Hörspiel ist, hier mein Standpunkt nochmal an einer Stelle zusammengefasst:

    Inhaltlich kontrovers diskutieren geht mMn nur dann, wenn der Stoff das auch anbietet. Das heißt, das, was "richtig" oder "falsch" ist, sollte nicht schon so deutlich von der schreibenden Instanz vorgegeben sein, dass es eigentlich nur "eine richtige Meinung" dazu gibt. Ein Hörspiel kontrovers zu diskutieren, in dem es darum geht, dass ein Ermittlerteam einem Serienkiller auf den Fersen ist, der sich meinetwegen nachher als der beste Freund der Helden herausstellt, aber der dann hinter Gitter oder auf dem elektrischen Stuhl landet, ist schwierig. Wie soll man denn einen anderen Standpunkt einnehmen als den von Recht und Gesetz?

    Wenn der Stoff es schwieriger macht, wird es interessanter. Wenn die Ermordeten alle Kinderschänder waren und der Killer zwei seiner Töchter an solche Leute verloren hatte, die alle nie Gerechtigkeit fanden, wird es vielschichtiger. Wenn es zudem eine "Epstein-Liste" gab, aber die nicht veröffentlicht werden darf, weil das Land gerade Krieg führt und der Premierminister mit in der Kinderschänderei drin steckt, der aber nicht abgelöst werden soll, weil sonst das Land vielleicht den Krieg verliert -- und deswegen der Killer schnell abgeurteilt und ohne Untersuchung seiner Beweggründe getötet wird, *dann* wird es interessant.

    Dann darf man nämlich über Selbstjustiz diskutieren, über "höhere Instanzen" und deren Wohl gegenüber dem Gefühl der Gerechtigkeit von Einzelnen. Dann gibt es nämlich mehrere Standpunkte, die alle was "richtig" und was "falsch" haben.

    Aber dann muss man eben auch auf Zwischentöne hören *wollen*. Will man das nicht, dann ist so ein Hörspiel eben "unverdaulich", weil es einen mit einem vage komischen unbefriedigten Gefühl zurücklässt.

    Ich sehe das ähnlich wie Tolkien. Ein kleines Beispiel aus anderem Sektor -- als ich ein Junge war, tauchten in Schreibwarenläden auf den Verkaufstheken eines Wochenends Trampbücher auf --> winziges Format, Preis DM 1.-, lauter verschiedene Serien (Witzbücher, TKKGs, SF, Western, Tom und Locke etc). Ich kaufte mir begeistert drei davon und nahm sie mit in die Schule, überzeugt davon, was entdeckt zu haben, was die anderen noch nicht wussten.

    Pustekuchen. Zeitgleich, am gleichen Wochenende, hatten vier andere auch diese Bücher entdeckt und erzählten auf dem Schulhof davon. Wenn es also was Neues gab, was für die Altersgruppe interessant war, dann gab es damals ein hungriges Publikum -- und wir hatten monatelang Stoff, über den wir uns austauschten. Und das galt für Fernsehsendungen, Spielzeuge und natürlich auch Hörspiele.

    DAS ist der Unterschied.

    Es gibt heute so viel, dass Vieles im großen Rauschen einfach mangels Getöse untergeht. Denn qualitativ ist diese Auswahl nicht. Will jemand ernsthaft behaupten, der große anhaltende Erfolg von Bibi & Tina hätte was mit der Qualität der Hörspiele zu tun?

    Ja, die letzte Tour war schon groß ... zu gerne wäre ich bei dem Berliner Konzert dabeigewesen, in dem er kurzerhand auch noch sagte "so, jetzt machen wir eine Pause, und dann kommen wir zurück und spielen euch das ganze Low-Album live" ...

    Aber auch als Schauspieler fand ich ihn gut, als Tesla kam er echt gut rüber:

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