Posts by Schamane

    Ich finde es nicht verwunderlich, dass für eine halbe Stunde Sendezeit so viele Stunden Drehzeit benötigt werden. Wenn ich daran denke, wie viele Stunden ich an einem Hörspiel schreibe, dass dann am Ende eine Stunde läuft. Dazu kommen die Aufnahmen, Schnitt, Abmischung, etc. Im Grunde also sehr ähnlich. Das gleiche gilt für Bücher. Wochen- oder monatelanger Entstehungsprozess, am Ende einige Stunden oder Tage Lesevergnügen.

    Danke Poldi.:thumbup: Ich glaub noch ne Woche bis Band 2. Ich würde zu gern wissen, auf wieviel Romane die Reihe angelegt ist. 100 Folgen, 200...

    Es ist ja eine Reihe mit unabhängigen Romanen, von daher wird da nicht so weit voraus geplant wie bei einer Serie. Generell gibt es da keine Zahl (außer bei abgeschlossenen Miniserien oder Staffeln), die Reihe wird laufen, so lange sie sich verkauft.

    Ja, wirklich schade, dass außer DerPoldi niemand aus diesem Forum und aus dem Hörgrusel da war. Umso schöner, dass Poldi quasi als Abgesandter dazugestoßen ist. War wirklich nett, dich mal kennen gelernt zu haben, nachdem ich seit ca. 20 Jahren deine Rezensionen lese. Das Dinner wird im Frühjahr wiederholt.

    Aber dann bitte nicht am Termin der Leipziger Buchmesse, sonst muss ich das als persönliches Mobbing auffassen. ;)

    Ok, aber das ist ein anderer Schwerpunkt. Wenn sich Skeletor und He-Man unterhalten, ist das dick Aufgetragene schon im Stil eingepreist. Wenn die sich "realistisch" unterhalten würden, käme keiner mehr mit. Daraufhin würde das "Realistische" (so unterhalten sich echte Menschen) auch nicht "passen".

    Aber Deine Frage war "Hast Du Beispiele für realistische Dialoge in kommerziellen Hörspielen?" -- und Du hast nach Beispielen gefragt. Hier ist eins. Und wenn es Reaktionen darauf gibt, postet vielleicht auch noch ein anderer Hörspielmacher ein Beispiel.

    Gutes Beispiel mit Skeletor und He-Man.

    Was die Abstimmung angeht, da gebe ich zu, dass ich ein wenig aus dem Bauch heraus abgestimmt habe. Ein Dialog erfüllt ja auch einen bestimmten Zweck, er trägt die Handlung in die gewünschte Richtung. Insofern ist der Dialog auch dadurch bestimmt, dass die Geschichte "realistisch" ist. Für mich heißt das, dass die Geschichte so wie sie erzählt wird, auch tatsächlich geschehen könnte - unter den Gesetzgebungen der Welt, in der die Geschichte spielt wiederum. Wenn der Ablauf der Handlungen denen widerspricht oder die Handlungen nur aus Zufällen besteht, dann können für mich auch nicht die Dialoge realistisch funktionieren.

    Sie ist so gefragt, dass sie beim Parkfest in Waltrop auftritt. Wenn man mal bedenkt, dass sie früher die großen Hallen bespielt hat …

    Vielleicht zahlt sich der Auftritt in dieser Folge für sie aus.

    Das Waltroper Parkfest hat regelmäßig über 60.000 Besucher, früher zu Spitzenjahren sogar mehr als 100.000. Das ist keine Baumarkteröffnung in Hinterklumpfingen. Die Liste bekannter Künstler, die dort schon auf der Bühne standen ist lang. Alphaville, BossHoss, Dendemann, Eko Fresh, Erste Allgemeine Verunsicherung, Extrabreit, Fury in the Slaughterhouse, H-Blockx, Guildo Horn, Jupiter Jones, Marianne Rosenberg, New Model Army, Pohlmann, the Rattles, Rednex, Thomas Godoj, Tokio Hotel, Wise Guys.

    Und das sind natürlich nicht alle. Eine Schande ist ein Auftritt in der Riege ganz sicher nicht.

    Danke für all eure Antworten. Ich finde es tatsächlich erstaunlich, dass ihr dabei fast alle ein wenig außer Acht lasst, was die Zukunft vielleicht noch bringt.

    Malen wir den Teufel einfach mal an die Wand und gehen davon aus, dass es irgendwann tatsächlich zum Standard wird, Hörspiele größtenteils oder sogar komplett mit KI zu produzieren. Was macht ihr dann? Würdet ihr das Schreiben tatsächlich alle an den Nagel hängen und sagen: „Unter diesen Bedingungen schreibe ich keine Skripte mehr“?

    Oder würde man seine heutige Haltung vielleicht doch noch einmal überdenken, wenn diese Art der Produktion irgendwann zum normalen Alltag der Branche gehören sollte?

    Ich würde ja sagen, ich schreibe dann nur noch Romane. 😁

    Ich habe erst gestern gemerkt, dass Andreas Zwengel da seine Finger mit im Spiel hat. Er ist einer meiner Autorenkollegen bei Raumschiff Promet. Ich kenne ihn schon lange, ein wirklich sehr netter Kollege und schreiben kan er auch. Da höre ich auf jeden Fall mal rein. 🙂

    Tolkien  Chris2710  gruenspatz  Tobi Jawtusch   Schamane  Soundjob  Marcus Meisenberg  Thorsten B  Wolfy-Office

    Ich hätte da mam eine etwas grundsätzlichere Frage:

    Würdet ihr ein Skript für ein Hörspiel schreiben, wenn ihr vorher wüsstet, dass dieses anschließend vollständig oder größtenteils mit KI produziert wird – beispielsweise auch mit künstlich erzeugten Stimmen?

    Wäre das für euch eine Grenze, bei der ihr einen Auftrag grundsätzlich ablehnen würdet? Oder würdet ihr sagen: Am Ende ist das Schreiben euer Beruf bzw. ein Teil davon, ihr müsst damit Geld verdienen und entscheidend ist zunächst einmal, dass eure eigene kreative Arbeit weiterhin von euch stammt und entsprechend bezahlt wird?

    Und würde es für euch dabei einen Unterschied machen, ob KI nur in einzelnen Bereichen eingesetzt wird oder am Ende praktisch die komplette Produktion übernimmt?

    Frage 1 wird klar mit Nein beantwortet. Ich schreibe für Sprecher und Macher.

    Zum Glück kann ich auswählen, für wen ich was schreiben möchte bzw. bei wem ich anklopfen würde, wenn ich mal etwas bei/für jemand schreiben möchte.

    78 Minuten, obwohl es keine Sonderfolge ist? Boah, Wahnsinn! Aber noch gespannter bin ich auf Folge 168, die danach erscheinen wird. Vielleicht wird das ja meine Folge Zurück in München, wenn auch etwas anders. Ach nein, die Folge 168 haben sie sicher schon aufgenommen, bevor ich das Skript geschrieben und geschickt habe. Wenn dann, wird es wahrscheinlich eher Folge 169 oder 170.

    Meinst du nicht, wenn es das würde, hätten sie dir das mitgeteilt?

    Ein Beitrag ohne Reaktion ist schlimm? Schreibt mal einen Roman/ein Hörspiel und bekommt keine ... 😉

    Aber im Ernst: ich sehe hier stets neue Posts, allein für die aktuell normale tägliche Menge fehlt mir die Zeit. Und vermutlich wird es in den nächsten Jahren nicht anders, in keiner Hinsicht.