Egal was man von der bisherigen Werbe-Kampagne und den erschienen Folgen hält - für mich hat O23 eine Eigenschaft die bisher nur Gabriel Burns aufweisen konnte (zumindest unter den großen Labels) - es ist etwas vollkommen Neues.
Und im Gegensatz zu Burns sogar ohne jegliche Horror-Elemente, die sonst bei allen erfolgreichen Ü18-Produktionen zum guten Ton gehört haben. Ich persönlich find diese Entwicklung gar nicht schlecht. O23 ist zwar sicherlich nicht der Gipfel der Hörspielkultur und ich bin nach wie vor ein Freund des Horrors, aber ich denke mal es kann der Hörspiellandschaft nur gut tun, wenn es erstens auch einmal Alternativen gibt und zweitens dadurch eventuell Kunden angesprochen werden, die mit Horror bisher überhaupt nichts anfangen konnten. Denn zumindest hier wird wohl sicherlich ein gewisses Kundenpotential liegen, was dem Hörspielmarkt nicht nur etwas mehr Vielfalt bringen könnte, sondern zudem die ganze Sache auch wirtschaftlich interessanter macht. Und gerade der Punkt "Wieviel kann man an Hörspielen verdienen" ist ja nicht ganz unwichtig.
Ich weiß zwar, daß ich stöhnen werde, falls der HSP-Markt mal etwas profitabler wird und der "Kommerz" damit immer stärker ins Spiel kommt, aber zumindest müsste man dann nicht ständig Angst haben, das Serien oder sogar ganze Sparten/Labels den Bach runter gehen, weil sie im Zeitalter der Gewinnmaximierung nicht genug Kohle bringen.