Welches Hörspiel/Hörbuch hört ihr gerade

  • Mindnapping 18: Janus

    Ein vielversprechendes Setup, kurzweilige 46 Minuten, nur leider wirken die ganzen Wendungen ab der Hälfte wie wahllos aus dem Thriller-Baukasten gegriffen. In der Sprecherliste fehlt außerdem Kommisar Zufall, der leider all zu oft herhalten muss, um die einzelnen Baukasten-Elemente miteinander zu verbinden. Technisch nach wie vor einwandfrei inszeniert, aber inhaltlich eher belanglos.

  • Nachdem Markus G. in einem anderen Post die kommende Jack Turner Guselfolge vorgestellt hat, bin ich mal im Stream auf die Suche nach weiteren „Dritte Wahl Records“ Produktionen gegangen und spontan bei dem Hörspiel „Schrecken der Tiefe“ hängen geblieben…


    Die Sprecher wirken ein wenig laienhaft, spielen ihre Rollen aber insgesamt gut. Über Kopfhörer kommen die eingesetzten Musiken toll und die Spannung perfekt untermalend rüber. Die Spielzeit ist knackig kurz, fast schon zu kurz. Es wirkt ein wenig, als wäre alles nur ein Ausschnitt aus einem kompletten Hörspiel. Was ich aber zu hören bekam, war spannend inszeniert und das Ende passt sehr gut. Tolles Kurz-Gruselhörspiel für zwischendurch, welches gut zu unterhalten weiß.

  • wenngleich Watson über weite Teile der ersten Hälfte auch nicht sonderlich viel zur Handlung beiträgt

    Überhaupt trägt die erste Hälfte/CD nicht viel zur Handlung bei. Die 40 Minuten hätte man auch in gewohnter Art und Weise durch den Klienten in der Bakerstreet zusammenfassen können. Ja, so hat man mal Abwechslung, aber das ist schon ziemlich langatmig.

  • Guten Morgen und Grüße aus dem Urlaub,

    Also bei uns lief durch die Kinder jetzt häufiger die drei ??? kids: Feuer in Rocky Beach und Duell der Ritter (die beiden Lieblingsfolgen).

    Ich selbst habe mir mal wieder Krähe und Bär angehört. Ich eine echt schöne Geschichte wie ich finde, wenn der Rollentausch auch etwas abgespaced wirkt 😁

  • Benjamin Blümchen 42 ..als Ritter


    Was für ein irrer Fiebertraum. Benjamin verliert hier teils völlig den Verstand und auch die anderen Protagonisten machen keine wirklich mental stabile Figur. Völlig vom Ritterrausch und dem Drang ein solcher zu werden benebelt, wandeln Benjamin und Hirnwäschen-Otto zu einem gewissen (leicht zwielichtigen) Herrn Blechmann, Inhaber einer Konservenfabrik.

    Angeheizt von der flirtgeilen Karla Kolumna beginnt er dann auch die mehr als fragwürdige Praktik, einem Elefanten plus Kind bei lebendigem Leibe schwere Eisenplatten auf die Haut zu schweißen, Funkenschläge inklusive. Derart gestählt trotten die zwei dann zur Burg Eintracht oder Zwietracht, in der ein dubioser Herr von Knobloch, seiness Zeichens Verwalter, den ganzen Tag pennt und nicht mitbekommt, dass sich die offensichtlich debile Kartenverkäuferin Frau Krause in ihrem eigenen Verkaufsstand einschließt.

    Nun erfolgt eine latent manische Episode, in der ein offenkundig wahnsinnig gewordener Benjamin jenes Kartenhäuschen erst belagert, dann stürmen will und dazu den wohl schaurigsten Minnegesang anstimmt, der je auf Kassette gebannt wurde. Die Polizei rückt völlig übertrieben mit einem Überfallkommando aus 20 Mann an, um den unbekannten, monströsen Angreifer zu stellen..und das obwohl der Erzähler während der ersten Hälfte noch damit prahlt, wie normal es für die Bevölkerung doch mittlerweile sei, dass sich ein Elefant durch das Stadtbild bewegt.

    Innerhalb von Rekordzeit löst sich das Spektakel in Wohlgefallen auf, von Knoblauch entpuppt sich als Benjamin-Fanboy, alle Polizisten bekommen Freikarten für die Burg und alles schmachtet Frau Krause an, die plötzlich im sexy Burgfräuleinkostüm durch die Gegend stolziert.

    Der pure Wahnsinn und ein Mordsspaß dazu,

    Edited once, last by NorthLane (October 7, 2025 at 2:59 PM).

  • Die Drei ??? - SMS aus dem Grab

    Die Folge lebt vom arschcoolen Charakter des loyalen Taxifahrers Alaa Edine, der im verrosteten Formel 1-Turbogefährt die drei ??? in Rekordzeit von Location zu Location chauffiert wie weiland Morton auf Speed. Dazu weht gerade in der ersten Hälfte meist fernöstliche Musikuntermalung durch die ägyptische Kulisse, später stabilisiert sich das kulturgerechte Musizieren auf ein pyramidiales Niveau und es ertönen passendere Klänge. Der Fall selbst entpuppt sich gen Ende als erfreulich doppelbödig mit der durchaus interessanten Grundprämisse eines angeblichen, klassischen Rätsels, welches später zum fiesen Urlauberfang mutiert. Kleine landesübliche Details wie schaukeliges Kamelreiten, Klischees über amerikanische Touristen, Preisfeilscherei und das hektische Treiben auf dem örtlichen Basar samt akzentsicheren Sprechern sorgen für sandig-brütende Atmosphären, einzig die arg konstruierte Ausgangslage in Rubbish Georges Hüttensauhaufen samt schlägerendem Kumpel (warum hat der eigentlich Peter k.o. geschlagen.. für ne Dose Bier? Peter wurde doch von Rubbish extra hingelockt, um Layla zu treffen? Hat Rubbish George etwas gegen Peter?) und Laylas auf Dauer nerviger Sprachcomputer (was zu Anfangs für einen kleinen Jump Scare sorgt) trüben eine sonst sehr unterhaltsame Echtzeit-Episode, die mal alle Fünfe gerade sein lässt und die Detektive fernab der Wohlfühloase auf unbekannten Terrain operieren lässt.

  • Heute bei der Hausarbeit lief:

    John Sinclar 157 - Geister-Dämmerung und 158 - Londons Gruselkammer #1

    Die 157 fängt gut an, geht dann aber in einen Dimensions-Quatsch über, den am Ende der Autor mal wieder nur durch die Kreuz-Formel lösen kann :rolleyes:

    Zum Glück ist die 158, wenn auch nicht gänzlich frei von Parallelwelten, deutlich bodenständiger. Kein Highlight, aber allemal besser als die Folge davor.

  • Am Wochenende hab ich mich mal wieder mit den Kindern hingesetzt und habe zu erst "Lauras Stern" gehört und im Anschluss das Hörspiel zu "Das Sandmännchen – Abenteuer im Traumland". Hörspiele zu filmen sind manchmal etwas eigenartig, aber in diesem Fall gefällt mir das Hörspiel sehr gut. Und den Kids auch.

  • Mindnapping 28 - Verbindungen

    Nope, das war nichts. Eine unverschämt große Riege an Klassesprechern kann dieses maue, vorhersehbare Geschichtchen nicht retten. Von Anfang an ist der Fall klar, jeder Verdächtige bleibt verdächtig, es gibt keinen Twist oder doppelten Boden, nur eine sich in die Länge ziehende Abfolge von spannungsarmen Sequenzen

    Display Spoiler

    Es sei denn, man will den Hörern nach 28 Folgen Mindnapping ernsthaft als Schockmoment auftischen, dass der eh schon die gesamte Folge sich komplett verdächtig machende Vater am Schluss mit einem ebenso sich komplett verdächtig machenden, dazu parteiischen Richter unter einer Decke steckt...und somit sämtliche Staatsapperate vom Geheimbund unterwandert sind...das wird jedoch leider schon am Anfang mehr als deutlich gemacht siehe Polizeikontrolle

    Dazu kommt ein inszenatorischer Fehlgriff sich ständig wiederholender Erinnerungssequenzen und Codewörtern. Was zu Beginn noch als atmosphärische Rückblenden präsentiert wird, erliegt in der Folge ob der unglaublich repetetiven Struktur und sämtliche gekünstelte Spannungsbögen fallen in sich zusammen. Ich habe wirklich selten so ein langatmiges, spannungsfreies Hörspiel gehört und bin nur aufgrund der - wie erwähnt - engagierten, routinierten Topsprechern um Norbert Langer, Christine Pappert oder Manfred Lehmann am Ball geblieben.

    Edited once, last by NorthLane (October 16, 2025 at 12:19 AM).

  • Van Dusen Neue Fälle 43 ..schlägt ein Schnippchen

    Was sofort auffällt: Die Begleitmusiken sind verändert, haben ihren blechernen Leierkastensound zugunsten von modernerer Untermalung abgelegt, welche atmosphärischer, elektronischer und stimmiger tönt.

  • Gestern "Dark Maine" Folge 1 + 2 gehört. Die Geschichte ist zwar schon spannend, aber so ganz hat es mich noch nicht gepackt. Irgendwie klingt auch Gordon Piedesack als Erzähler eine Spur zu langsam und emotionslos. Das kann er doch sonst in anderen Produktionen wesentlich besser. Mal schauen, ob mich die nächsten Folgen noch überzeugen können.

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    Ich bin heute so farbenfroh, ich habe fünf verschiedene Schwarztöne an.

  • Mindnapping 33 - Doppelgänger


    Positiv hervorzuheben ist die Eigenständigkeit der Handlung, keine überladene Crossover-Aufzeichnung, wie sie viele Folgen zuvor fast schon zum Standardrepertoire gehörte, dazu gediegene Sprecherleistungen und eine plastische Inszenierung, die mich einmal mehr durch die Folge trug. Storytechnisch macht sich nun jedoch langsam ein ausgeprägtes Gefühl der Übersättigung breit. Auch hier konnte mich nichts wirklich überraschen, die Geschichte verläuft in vorgerenderten Bahnen, die auch exakt jene Ausfahrten und Schleichwege nehmen, die man als geneigter Mindnapping-Hörer zu diesem Zeitpunkt schlicht erwartet. Ferner ist die Grundprämisse hier verschenkt, ohne jetzt etwas verraten zu wollen, ist das große Geheimnis nun wirklich kein Mindfuck und wird sogar von Nebencharakteren selbst "gespoilert" bzw das Motiv, so dass aus einem Whodunit, eher ein zähes Howcatchem mit geradezu absurden Ende wird

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