Was ist das schlechteste Hörspiel?

  • Ich hatte mal ein Einsteigerpaket von Pandoras Play gekauft. Enthalten waren:

    Der Schneemann (Schattensaiten)

    Klirrende Kälte (Hörgespinste)

    Im Hochmoor (Chronologie der letzten Tage)

    Und noch irgendein viertes Hörspiel.

    Diese Hörspiele gehören zum Schlechtesten was ich je gehört habe. Unmotivierte Sprecher und schlechte Geschichten. Ich krieg jetzt noch Knorpelzucken wenn ich daran denke. Die Teile waren ganz schnell über ebay weiter verkauft und Pandoras Play seitdem nie wieder gehört/gekauft.

  • Warnix, Jessica Shameless, Detective Constable Watson - das ist absolut nicht mein Humor.
    Getoppt werden obige nur von Akte Witz... ich verseh immer noch nicht, dass die munter weiterveröffentlichen :P

    Mein Name ist Dorian Hunter, und ich bin der Sohn des Teufels. Ich war der Sohn des Teufels, denn ich habe ihn getötet! :evil:

  • Zu Pandoras Play kann ich nur sagen, dass zwischen den älteren und den heutigen Hörspielen von ihnen Welten liegen.

    Das ist ja erfreulich :thumbup:.

    Ich selber habe aber nach dieser Erfahrung kein Interesse mehr an einer Produktion aus dem Hause Pandoras Play. Dafür gibt es einfach zu viele gute Hörspiele anderer Produzenten, die gehört werden wollen.

  • Der Schneemann (Schattensaiten)

    Eine meiner Lieblingshörspielkammern, Nummer 83, The Snowman.

    Das"original" kenne ich aber nicht.

    Ich hab ja damals 2002 in der Wiener U3 zwischen Volkstheater und Neubaugasse mit dem Motorala A920 von Drei und Leni Riefenstahl das erste Selfie der Geschichte geknipst” - Aus meiner Biografie, erschienen im Jahr 2039, geschrieben im Jahr zuvor am Pool einer Finca auf den Kanaren

  • Es gibt Hörspiele, die sind so schlecht, dass sie schon wieder gut sind. Und es gibt Adams van Ghoot. Wenn ein Hörspiel krampfhaft versucht, sein Vorbild nachzumachen, ohne selber neue Ideen einzubringen, wird das selten richtig gut. Aber ich habe in all den vielen Jahren als Hörspielhörer keinen Titel zu Ohren bekommen, der inhaltlich so daran gescheitert ist, wie Adams van Ghoot. Comedy-Hörspiele sind schwierig und wenn AvG eines sein sollte, hat es bei mir total versagt. Wenn nicht, hat es auch darin total versagt, keine zu sein, denn abseits der flachen Kalauer bekommt man kaum etwas geboten. Und das immerhin auf 2 CDs...

  • Pandoras Play hat für mich etwas von TSB, weil sie wunderbar „anders“ klingen. Das mag durchaus für Hörer klassischer Hörspielkost befremdlich oder auch schlecht klingen. Ich für mich fand Klirrende Kälte und auch Teil 1 der Chronologie der letzten Tage als sehr gruselig im positiven Sinn. Sie haben auch viel Charme. Mir gefallen hingegen die neueren Hörspiele von PP nicht mehr so gut. Vielleicht auch weil die Professionalität Charme kostet. Für mich.

    Meine negativen Erlebnisse sind die hier ebenfalls erwähnten Akte Witz und Jessica Shameless. Ich finde zu diesen Klamauk-Hörspielen oftmals keinen Zugang, weil ich weder lachen noch mich unterhalten kann.

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Pandoras Play hat für mich etwas von TSB, weil sie wunderbar „anders“ klingen.

    Dem Vergleich kann ich nicht folgen. Ja, TSB klang anders als andren, aber eher vom Sound und die Art wie die Hörspiele im Studio produziert wurde. Die Sprecher klangen aber bei TSB für mich immer alle professionell.

    Seaport Secrets gehört dabei zu meinen absoluten Lieblingshörspielserien.

    Ich hatte anfangs zum Serienstart ein paar mal einen Anlauf genommen, aber mir sind die Geschichten zu langweilig und langatmig. Einzig die Cover finde ich wirklich eine Augenweide.

  • „Anders“ kann sich ja auf vielerlei Hinsicht akustisch manifestieren. Für mich haben es beide geschafft eine Gruselstimmung und Atmosphäre zu schaffen, mit anderen Stilmitteln, die viele deutlich professionellere Labels und Verlage nicht hinbekommen. Bei Pandoras Play waren es zum Teil Laiensprecher, bei TSB waschechte Theatersprecher. Beide sind in klassischen Hörspielprojekten eher selten. Gerade bei klirrende Kälte hat man beim Reboot mit professionellen Sprechern gesehen, dass Profis nicht alles ist. Für mich hat das Ganze danach nicht mehr so gut angehört. Erinnert an EDI 2000 und TSB Sinclair. Ersteres perfekt und modern, aber nicht mehr so stimmungsvoll. Aber alles natürlich aus meiner subjektiven Sichtweise. Es erlebt halt jeder anders. Aber ich hab meine alten PPs sehr gerne.

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Ich hatte anfangs zum Serienstart ein paar mal einen Anlauf genommen, aber mir sind die Geschichten zu langweilig und langatmig. Einzig die Cover finde ich wirklich eine Augenweide.

    Am Ende ist es alles reine Geschmackssache. 🙂 Was den einen völlig fesselt, lässt den anderen eher kalt, und das ist auch vollkommen in Ordnung so. Ich finde es sogar gut, dass nicht jeder das Gleiche mag – sonst hätten wir wohl alle die identischen Regale daheim stehen. Wenn dich die Geschichten nicht packen, dann ist das eben so, immerhin sagen dir die Cover zu.

  • "Schlecht" jetzt nicht im eigentlichen Sinne, eher enttäuschend bis ärgerlich würde ich z.B. Sherlock Holmes & Co. 9 - Die Hexe von Whitechapel einstufen. Richtig schlechte Hörspiele habe ich bislang nicht gehört, eher viele im Nachgang mittelprächtige und da gehört diese Folge dazu. Warum das so ist? Es liegt nicht sonderlich an der Atmosphäre/Grundprämisse/Sprecherqualität, jedoch ist es die Art und Weise wie maßlos überheblich Holmes durchweg auftritt, sämliche Charaktere mit arroganten one-linern abspeißt, sich ständig überlegen fühlt, nur um gegen Ende in eine arrangierte Falle zu tappen und wie der letzte Backfisch vollkommen ahnungs- wie tatenlos zu wirken. Wenn das so gewollt war, okay, doch hat das beim Hören schlicht einfach nur genervt, da Holmes zu keiner Zeit seinen typischen genialen Esprit versprüht, sondern lediglich wie ein prätentiöser Dummschwätzer wirkt und ich habe schon viele Folgen plus die Kinofilme mit Charles Rettinghaus in der Rolle gehört und gemocht, so daneben ist er sonst eigentlich nie..


    Stichwort Holmes: Da wäre dann auch noch "Nebel des Schreckens" Nr. 64 der Maritim-Serie. Sonderbare Dialog- wie Erzählstrukturen, Durchschaubarkeit, mangelnde Atmosphäre sowie ein sehr unbefriedigendes Ende herrschen hier vor und passen sich dem ohnehin schon schwachen Niveau der selbstgeschriebenen Fälle 61-66 an

    Edited once, last by Day_Seeker (August 23, 2025 at 6:26 PM).

  • Ja, stimmt! Nomen est Omen. Warnix war nix.

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Voila 👋

    Schulzi
    June 1, 2022 at 10:28 PM

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Wenn einem der Humor gefällt, steht einem schönen Erlebnis nix im Weg.

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Der gute Mark Dorian ist vielleicht das teuerste und wertvollste Hörspiel meiner Sammlung, laut Hörspielkatalog, aber möglicher Weise auch eines der schlechtesten 😆😂

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

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