Moral in Hörspielen?! Was denkt Ihr darüber...

  • Moral vermitteln? 29

    1. Ja (13) 45%
    2. Nein (9) 31%
    3. Siehe Thread (5) 17%
    4. Egal (2) 7%

    Eine Frage an alle Moralapostel unter uns.

    Beispielsweise in der Serie Preston Aberdeen von Maritim, ist es so, dass Preston, trotz einer festen Beziehung immer wieder, andere Frauen aufreist und auch "Spass mit Ihnen hat".

    Was denkt Ihr, gehört so etwas in Hörspiele? Sollte man "moralische Werte" erhalten und praktizieren, oder ist das egal? Ich bin auf Eure Meinungen gespannt.

    Grüsse
    Michael

    "Alles richtig machen ist unmöglich. Gerecht zu sein noch mehr!
    Aber der Wille dazu, der muss in jeder Situation, bei deinem Tun und Handeln erkennbar sein."
    Dr. Markus Merk

  • Ich finde Moral muss nicht sein, jedenfalls nicht in Hörspielen für Erwachsene!
    Bei Kinderhörspielen ist das natürlich was anderes ... da sollte schon alles möglichst "moralisch" ablaufen und am Ende das Gute gewinnen etc.

    Hörspiele sollen ja in erster Linie unterhalten ... und ein erhobener "Moralzeigefinger" ist meiner Meinung nach alles andere als unterhaltend!!! ;)


    #hexe# Bösen Gruß #hexe#

    ~ Unbeliebteste Hexe in der Hörspiel-Foren-Szene & stolz darauf ~

  • Aus meiner Sicht ist es nicht zwingener Weise Aufgabe eines Hörspiels moralischen Werten zu entsprechen. Aus diesem grund habe ich mit NEIN gestimmt. Es gibt aber für mich doch eine Frage des "guten Geschmacks", die eng mit meinen Moralvorstellungen zusammen hängt, die nicht unterschritten werden sollte. Paradebeispiel sind die Giftstachelproduktionen, die diese "Werte" dermaßen mit den Füßen tritt, dass sie für mich nicht mehr akzeptabel sind.

  • Immer schön politisch inkorrekt, den Finger in die Wunde legen. Wie schon geschrieben sollten Kinderhörspiele durchaus Werte übermitteln, aber so überzogen wie es manchmal bei TKKG zugeht/ging, ist auch nicht gut. Glaubhaftigkeit sollte an erster Stelle stehen

  • ich sehe das wie ska.im kinderhsp denke ich sollte alles korrekt ablaufen.
    ok,die tkkg moral ist etwas überzogen aber trotzallen tkkgs die ich in meiner kindheit gehört habe
    hat die serie es nicht geschafft mich vom rauchen oder schnaps aus flaschen zu trinken abzuhalten. :D
    und preston? naja...why not? es ist eine serie für erwachsene und so denke ich geht das in ordnung.
    peter lundt hat es auch faustdick hinter den ohren ,ich mag das das gibt den charakteren profil
    und macht die serien irgendwie glaubhafter. oder seid ihr alle immer brav und untadelig??? ;)

    bildet banden

  • In "Orchideen für 16 Mädchen" macht sich der Frauenschwarm Archie Goodwin ganz unverblümt an die verheiratete Peggy Potter ran. Und sie macht das Spielchen mit, da ihr Mann ja nicht zu Hause ist. Da frage ich mich dann schon, was das soll.

    Edited once, last by HSP-Freak (November 13, 2007 at 11:08 AM).

  • Quote


    In "Orchideen für 16 Mädchen" macht sich der Frauenschwarm Archie Goodwin ganz unverblümt an die verheiratete Peggy Potter ran. Und sie macht das Spielchen mit, da ihr Mann ja nicht zu Hause ist. Da frage ich mich dann schon, was das soll.

    Ich möchte fast behaupten das es solche Aktionen auch im wahren Leben gibt, und warum sollte man etwas, was es auch wirklich gibt nicht auch so in einem Hörspiel darstellen dürfen?

  • Wenn man Unmoral im Hörspiel nicht ansprechen würde, könnte es schon schwierig mit den Handlungen werden. Schwarzweissmalerei mag ich halt auch nicht, nach dem Motto: Das sind die Guten und das die Bösen. Wenn man einer Figur auch Schwächen gibt, wirkt sie auf mich umso glaubhafter. Warum sollte ein positiver Titelheld/in nicht auch mal Fehler machen und sich nicht immer nur korrekt verhalten dürfen.

    Klar sollte man hier auch zwischen Kinder- und Erwachsenenhörspiel trennen, aber warum sollten gerade im Erwachsenenhörspiel nicht auch mal Unmoral praktiziert werden. In solchen Sachen liegt doch dann bei den Stories gerade der Reiz, finde ich.

  • Stimmt schon...in Kinderhörspielen sollte Moral schon vorhanden sein.
    Wobei man es auch übertreiben kann: TKKG, Ampelmännchen, Willi Wipfel...
    Ich hasse diese moralisch erhobenen Zeigefinger, aber wenn bei Kindern davon nur etwas ankommt, ist es nicht verkehrt.
    Bei Erwachsenen-Hörspielen sehe ich das anders.
    Wer die hört, sollte weitestgehend gefestigt sein in eigenen Moralvorstellungen...wenn mir dann da ein Hörspiel "reinquatschen" würde, wäre ich doch sehr empört.
    Davon mal abgesehen: wer ist denn schon ein Heiliger?
    Eben!
    Wieso sollten es dann die Hörspiel-Helden sein?

  • Nö!!
    Gut, in Kinderhörspielen ist es ok! Wobei man TKKG als halbwegs Erwachsener wirklich teilweise nicht mehr hören kann!!

    Aber in normalen Hörspielen sollte man solche Geschichten schreiben, wie sie im echten Leben passieren.
    Und dass Preston Aberdeen in fast jeder Folge seinen Spaß hat... So ist es nunmal. Das gehört dazu.

    Ich finde, dass zu viel Moralapostelei ein Hörspiel kaputt macht.

  • Wenn eine Moral nicht zu offensichtlich eingebracht wird, finde ich es ok. Aber es muss definitiv nicht sein.

    Paradebeispiel (zwar kein Hörspiel):


    Es gab damals von He-Man & Masters of the Universe eine TV- und eine Videofassung. Die Videofassung waren um Welten besser synchronisiert und hatten am Ende keine nervige Moral. Mich haben genau die Moralen am Ende immer stark genervt...

    Viele Worte sind geheimnisvoll und verraten kein Gefühl
    welche Worte können schon erklären, was ich wirklich sagen will

  • Ich finde auch, dass Moral in Kinderhörspielen schön ist. Will sagen: Wenn gewisse Grundwerte mit Fröhlichkeit und Respekt vor dem Gegenüber sanft eingebracht werden, ist es gut. Aber der erhobene Zeigefinger, der beispielsweise ermutigt, auch immer schön brav die alten Batterien in den Sondermüll zu geben, ist zuviel. Es beginnt schnell zu nerven, wenn es speziell wird (das He-Man-Beispiel finde ich in der Beziehung super :D)

    Was die Erwachsenen-Hörspiele angeht: Hier kann doch passieren was will. Das sucht sich der moralisch (wie auch immer geartete und) gefestigte Hörer dann schon selbst aus.

    Für die Hörspiele an die Zielgruppe zwischen Kindheit und Erwachsenen fänd ich deutliche Hinweise auf potenziell problematische Inhalte sinnvoll.

    Der purpurne Prüfer verharrte, den Kopf leicht geneigt... lauschend.
    Abseits der Wege

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