Infos zu Gottfried Kramer - KITT aus Knight Rider

  • Hallo zusammen,

    ich recherchiere gerade zu Gottfried Kramer, unter anderem bekannt als deutsche Stimme von KITT aus Knight Rider, von Oskar aus der Sesamstraße und von Kapitän Haddock. Als KITT-Fan und Organisator von Filmauto-Treffen ( FilmautoTreffen) Besitzer eines KITT Replicas, liegt er mir besonders am Herzen.

    Über seine Arbeit findet man einiges, über sein Leben dagegen kaum etwas. Deshalb meine Frage in die Runde: Hat jemand von euch weiterführende Informationen, Interviews, Zeitungsartikel oder Erinnerungen an ihn?

    Für ein zukünftiges Projekt würde ich außerdem gern mit Angehörigen von ihm sprechen, natürlich nur, wenn sie das möchten. Falls jemand weiß, ob es noch Familie gibt, oder den Kontakt vermitteln kann, wäre ich sehr dankbar.

    Außerdem suche ich die Talker-Lounge Folge 109 (September 2017), in der er in der Hall of Fame gewürdigt wurde. Die Website der Talker-Lounge ist inzwischen passwortgeschützt, und auch bei Apple Podcasts und in der Wayback Machine ist die Folge nicht mehr zu finden. Hat vielleicht jemand die Folge noch gespeichert oder weiß, wo man sie hören kann? Ein Kontakt zu den Machern vom Podcast wäre auch sehr spannend für mich.

    Ich freue mich über jeden Hinweis, gern auch per PN.

    Viele Dank und schöne Grüße aus Hamburg
    Florian

  • #welcome# Ein sehr schönes Projekt! #danke#, dass Du uns hier miteinbeziehst. Wir haben Gottfried Kramer, dem Marotsch oder Jawa-Jim auch einen eigenen Thread gewidmet:

    Markus G.
    June 20, 2021 at 10:21 AM


    Was die Talker-Lounge betrifft, hast Du Glück. Wir haben einen der Macher an Board. Es ist ein Namensvetter von Dir: Flori1981 Ich hoffe er liest bald Deinen Beitrag und setzt sich auf diese Art und Weise mit Dir in Kontakt. Ich habe auch seine Nummer. Muss ihn aber erst fragen ob ihm eine Weitergabe recht ist 👋

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg und das Staatsarchiv Hamburg könnten da vielleicht weiterhelfen. Zum einen müsstest Du an einem der beiden Orte die anno 1994 relevanten Hamburger Tageszeitungen (Hamburger Abendblatt, Hamburger Morgenpost, BILD Hamburg) finden können. Vielleicht ist in den Tagen oder Wochen nach dem 30. Mai 1994 eine Todesanzeige erschienen?

    Im Staatsarchiv Hamburg kannst Du eine Kopie von Gottfried Kramers Eintrag im Personenstandsregister einsehen bzw. bestellen, die 30-jährige Schutzfrist für Sterbefälle 1994 ist abgelaufen. Hierzu benötigst Du die genauen Angaben: seinen Namen, das Sterbedatum, das Standesamt, die fortlaufende Registernummer und die Bestellsignatur des Personenstandsbuches. Für die Recherche stellt das Staatsarchiv Hamburg ein Generalregister bereit, in dem sich diese Angaben befinden; im Generalregister für Sterbefälle 1994 steht er auf S. 212 der pdf-Tabelle:

    Nachname: Kramer
    Vornamen: Gottfried Erich Franz
    Geburtsname: ---
    Standesamt: Hamburg-Wandsbek
    Registernummer: 1657/1994
    Sterbedatum: 30.05.1994 (*)
    Geburtsdatum: 03.05.1925
    Bestellsignatur: Bestand 332-5 Nr. 116482

    In den Einträgen des Sterberegisters wurde stets vermerkt, wer den Tod gemeldet hat - eventuell ein Angehöriger, dann hättest Du einen Namen. Eventuell wird am Rande auch vermerkt, ob es Kinder gab ("1 K", "k. K." o.ä.), Namen werden da aber fehlen; Hinweise gäbe es allenfalls im Eintrag im Heiratsregister. Die für eine weiterführende Recherche benötigten Angaben zur Heirat müssten am unteren Seitenrand des Sterbefall-Eintrags stehen - der Heirats-Eintrag wird aber mit Sicherheit unter die 80-jährige Schutzfrist fallen und der entsprechende Jahrgang liegt noch beim genannten Standesamt. Dennoch könntest Du versuchen, dort anzufragen, ob Du eine Kopie bekommen kannst. Auf dem Eintrag könnten Beischreibungen zur Geburt eines oder mehrerer Kinder hinzugefügt worden sein. Das sind dann meistens nur das Standesamt und die Registernummer, manchmal aber auch das Datum und ganz selten auch ein Name. Mit dem könntest Du dann beim entsprechenden Standesamt weiter recherchieren, aber natürlich ist auch die Geburt durch eine 110-jährige Sperrfrist geschützt.

    Im Sterberegister-Eintrag steht außerdem die Adresse seines letzten Wohnsitzes. Mit dieser Adresse könntest Du im dazugehörigen Einwohnermeldeamt nachfragen - vielleicht waren unter der Adresse vorher auch noch Kinder gemeldet ...?

    (*) Wohlgemerkt: 30. Mai 1994, nicht der 30. Juni 1994, wie es im Wikipedia-Artikel steht - man beruft sich dort auf die Talker-Lounge, aber das ist schlichtweg falsch.

  • Danke für deinen langen Beitrag, tatsächlich hatte ich auch schon die Idee und hatte mir Online schon das Register besorgt, dort ist auch zu sehen das seine Frau paar Monate vorher verstarb. Passt also zu der Aussage, das er nicht ohne Sie mehr leben wollte. Mal sehen was ich dort Erfahre.

  • Ähm ... doch am 30. Juni? Das kann doch eigentlich nicht sein? Im Generalregister für Sterbefälle 1994 steht "30.05.1994". Da dachte ich gestern zunächst an einen möglichen Tippfehler beim Abschreiben. Aber bei dem vor Gottfried Kramer in Hamburg-Wandsbek beurkundeten Sterbefall (1656/1994) steht der 31.05.1994 und danach (1658/1994) der 20.05.1994, danach dann der 07.06.1994 ...

  • Ähm ... doch am 30. Juni? Das kann doch eigentlich nicht sein? Im Generalregister für Sterbefälle 1994 steht "30.05.1994". Da dachte ich gestern zunächst an einen möglichen Tippfehler beim Abschreiben. Aber bei dem vor Gottfried Kramer in Hamburg-Wandsbek beurkundeten Sterbefall (1656/1994) steht der 31.05.1994 und danach (1658/1994) der 20.05.1994, danach dann der 07.06.1994 ...

    Habe das Register heute gesehen und Fotografiert, die von Johanna auch. EDIT: Sorry war aben ein TIPP Fehler von mir! Mai ist natürlich korrekt!

  • Einiges konnte ich inzwischen herausfinden:
    * Gottfried Erich Franz Kramer wurde am 3. August 1925 in Rowe in Pommern geboren, im Pfarrhaus.
    * Sein Vater Erich war Pastor, erst in Rowe, dann in Alt Krakow und nach dem Krieg in Riede bei Bremen.
    * Und auch der Großvater, Fritz Kramer, war Pastor, und zwar in Labes in Pommern. 1924 war er dabei, als sein Sohn Erich in Rowe feierlich ins Amt eingeführt wurde. Die Kramers waren also eine richtige Pastorenfamilie.
    * Sein Großvater mütterlicherseits, Franz Ledien, hat den Botanischen Garten in Dresden mitgestaltet und war später Obergarteninspektor in Berlin-Dahlem.
    * Gottfried war ein Einzelkind.
    * 1955 heiratete er auf Norderney seine Frau Johanna, eine Musiktherapeutin. Die beiden waren fast 40 Jahre verheiratet.
    * Johanna starb im Januar 1994, Gottfried nur wenige Monate später im Mai 1994 in Hamburg.

  • Das ist doch schon einiges! Wahrscheinlich wären die nach beiden Daten erschienenen Hamburger Zeitungen dann wohl der nächste Schritt? Ich habe zumindest direkten Zugang zur BILD Hamburg auf Mikrofilm, das kann ich gerne mal versuchen, bezweifle jedoch zugleich, dass die BILD überhaupt Traueranzeigen gedruckt hat. Eventuell am Wochenende? Eine Traueranzeige im Hamburger Abendblatt wäre am wahrscheinlichsten - auf abendblatt.de gab es mal alle alten Zeitungen in digitalisierter Form online, aber nach der Übernahme durch die Funke-Mediengruppe ist das Archiv plötzlich verschwunden.

    Wenn die Kramers eine Pastorenfamilie waren, könnte man es auch noch in ihrer damaligen Gemeinde versuchen - alte Gemeindebriefe und so ...

  • Die zuständige Kirchenverwaltung habe ich angeschrieben und habe auch da ein paar Infos bekommen. Auch ein Original Formular vom Vater, der dort Daten angegeben hat.

    Bild Hamburg - wäre mir neu, wenn ich sowas damals gedruckt haben, aber evtl. haben die darüber berichtet.

    Hamburger Abendblatt: Ja das ist tatsächlich noch eine Idee, das Archiv haben die wohl vor paar Jahren umgezogen.

  • Also, in der BLÖD-Zeitung wurden tatsächlich keine Traueranzeigen abgedruckt - einen Artikel über Gottfried Kramer gab es Anfang Juni 1994 auch nicht (also nicht in den ersten zehn Tagen, danach reichte mir der Müll, den ich da andauernd querlesen musste). Entweder ging es (zum Glück!) an der Öffentlichkeit vorbei oder aber die haben erst später davon Wind bekommen ...

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