Unsere TV-Serien Plauderecke Teil 12 - KING OF QUEENS

  • Um die Jahrtausendwende war eine TV-Serie sehr beliebt. Ein gegensätzliches Paar, ein seltsamer Vater und viele andere „spannende Persönlichkeiten“ sorgen in einem Stadtbezirk von New York für viele unterhaltsame Stunden.

    King of Queens – Wikipedia
    de.wikipedia.org

    Wie hat Euch die Serie gefallen?

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Wir haben die Serie geliebt und von Anfang bis Ende komplett durchgeschaut - Kevin James at his best, leider hat er in keiner anderen Rolle so sehr überzeugt wie als Doug Heffernan (obwohl Kindsköpfe ganz witzig war) - gerade im Zusammenspiel Jerry Stiller (Arthur Spooner).

    Mein Name ist Dorian Hunter, und ich bin der Sohn des Teufels. Ich war der Sohn des Teufels, denn ich habe ihn getötet! :evil:

  • King of Queens – Warum diese Sitcom für mich bis heute etwas ganz Besonderes ist

    Doug, Carrie und Arthur – Ein herrlich chaotisches Trio, das einfach nicht langweilig wird

    Es gibt Fernsehserien, die kann ich immer wieder anschauen, obwohl ich die meisten Folgen längst auswendig kenne. Ich weiß, welcher Witz gleich kommt, kenne die kleinen Katastrophen, in die sich die Hauptfiguren hineinmanövrieren, und könnte so manchen Dialog wahrscheinlich schon mitsprechen. Trotzdem sitze ich vor dem Fernseher und amüsiere mich genauso wie beim ersten Mal. „King of Queens“ gehört für mich genau in diese Kategorie. Tatsächlich ist die Serie eine der wenigen neuzeitlichen Sitcoms, die ich wirklich großartig finde. Und das liegt nicht unbedingt daran, dass sie das Genre neu erfunden hätte. Ganz im Gegenteil: Sie macht eigentlich vieles, was klassische Sitcoms schon Jahrzehnte zuvor gemacht haben. Aber sie macht es mit einer solchen Spielfreude, einer hervorragenden Besetzung und einem wunderbaren Gespür für alltägliche Absurditäten, dass ich mich ihrem Charme einfach nicht entziehen kann.

    Zwischen 1998 und 2007 entstanden neun Staffeln mit insgesamt 207 Episoden. Im Mittelpunkt stehen der Paketfahrer Doug Heffernan, seine Ehefrau Carrie und deren exzentrischer Vater Arthur Spooner, der im Keller des gemeinsamen Hauses im New Yorker Stadtteil Queens wohnt. Eine Ausgangssituation, die auf den ersten Blick kaum spektakulärer sein könnte. Doch genau darin liegt für mich die große Stärke der Serie.

    Der ganz normale Wahnsinn einer Ehe

    Was mir an „King of Queens“ besonders gefällt, ist die Tatsache, dass die Serie keine außergewöhnlichen Geschichten benötigt, um mich bestens zu unterhalten. Hier geht es um Eheprobleme, Freundschaften, Geld, Beruf, Familienbesuche, Nachbarschaftsstreitigkeiten und natürlich um die alles entscheidende Frage, wie Doug möglichst ungestört vor seinem geliebten Fernseher sitzen kann. Kleinigkeiten, die jeder irgendwie aus seinem eigenen Alltag kennt und die bei den Heffernans regelmäßig in einer mittleren Katastrophe enden.

    Dabei sind Doug und Carrie alles andere als das perfekte Ehepaar. Doug ist bequem, verfressen, gelegentlich ausgesprochen egoistisch und würde wahrscheinlich so ziemlich alles tun, um sich vor unangenehmen Verpflichtungen zu drücken. Carrie wiederum ist temperamentvoll, schlagfertig, häufig ziemlich aufbrausend und durchaus in der Lage, ihrem Mann das Leben zur Hölle zu machen. Allerdings steht sie ihm in Sachen Egoismus und kleinen Gemeinheiten manchmal in nichts nach.

    Gerade diese Mischung finde ich unglaublich unterhaltsam. Hier wird nicht versucht, uns zwei Menschen als besonders vorbildlich zu verkaufen. Doug und Carrie streiten, lügen sich gegenseitig an, schmieden vollkommen unsinnige Pläne und versuchen regelmäßig, den anderen auszutricksen. Und doch nimmt man ihnen ihre Liebe zueinander jederzeit ab.

    Besonders herrlich finde ich die Situationen, in denen Doug mit einer völlig harmlosen Lüge beginnt, nur um sich anschließend immer tiefer in ein Geflecht aus Ausreden und Täuschungsmanövern zu verstricken. Natürlich könnte er die Angelegenheit mit einem einzigen ehrlichen Satz beenden. Aber dann wäre Doug eben nicht Doug.

    Überhaupt besitzt die Serie für mich eine Qualität, die ich bei vielen anderen Sitcoms vermisse: Sie kann aus einer absoluten Nichtigkeit eine komplette Folge machen, ohne dass ich das Gefühl bekomme, die Geschichte würde künstlich aufgeblasen. Manchmal genügt ein missverständlicher Satz, ein verheimlichter Einkauf oder eine kleine Eifersüchtelei, und schon ist das nächste Chaos vorprogrammiert.

    Eine Besetzung, bei der einfach alles stimmt

    Ein ganz entscheidender Grund für meine Begeisterung ist natürlich die Besetzung. Ich finde, dass „King of Queens“ hier einen absoluten Glücksgriff gelandet hat. Das betrifft nicht nur die drei Hauptdarsteller, sondern praktisch das gesamte Ensemble. Selten habe ich bei einer Sitcom das Gefühl, dass die Darsteller derart gut miteinander harmonieren und selbst vollkommen absurde Situationen so überzeugend verkaufen können.

    Kevin James ist für mich als Doug Heffernan eine Idealbesetzung. Seine Mimik, seine Gestik und vor allem sein unglaubliches Talent für körperliche Komik machen bereits einfachste Situationen zum Vergnügen. Manchmal muss er überhaupt nichts sagen. Ein bestimmter Gesichtsausdruck genügt vollkommen, um mich zum Lachen zu bringen. Dabei gefällt mir besonders, dass Doug trotz seiner zahllosen charakterlichen Schwächen niemals zu einer völlig unsympathischen Figur wird. Manchmal möchte man ihn für seine Bequemlichkeit und seine kindischen Verhaltensweisen am liebsten schütteln, nur um im nächsten Augenblick wieder herzlich über ihn zu lachen.

    Leah Remini ist für mich die perfekte Ergänzung. Ihre Carrie besitzt genau das richtige Maß an Temperament, Schlagfertigkeit und Sarkasmus, um Doug ordentlich Paroli zu bieten. Vor allem aber spielt sie ihre Figur nicht einfach als ständig nörgelnde Ehefrau. Carrie hat eigene Wünsche, berufliche Ambitionen, Unsicherheiten und mindestens ebenso viele Macken wie ihr Mann. Remini gelingt es hervorragend, zwischen bissigem Humor, ungezügelter Wut und überraschend gefühlvollen Momenten zu wechseln. Die gemeinsamen Szenen mit Kevin James gehören für mich zum Besten, was die Serie zu bieten hat. Die beiden funktionieren derart überzeugend als Ehepaar, dass man ihnen selbst die haarsträubendsten Auseinandersetzungen abnimmt.

    Und dann wäre da natürlich noch Jerry Stiller. Was soll ich sagen? Dieser Mann ist als Arthur Spooner schlichtweg eine Sensation. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass irgendein anderer Schauspieler diese Rolle auch nur annähernd so wunderbar hätte verkörpern können. Arthur ist egozentrisch, aufbrausend, stur, vollkommen unberechenbar und verfügt über eine geradezu beneidenswerte Fähigkeit, seine Mitmenschen innerhalb weniger Sekunden in den Wahnsinn zu treiben.

    Allein die Auseinandersetzungen zwischen Arthur und Doug sind für mich immer wieder ein Höhepunkt. Wenn Arthur mit vollkommen überzogenen Forderungen erscheint, seine hanebüchenen Geschichten erzählt oder aus einer belanglosen Angelegenheit eine Staatsaffäre macht, bleibt mir häufig nichts anderes übrig, als laut loszulachen. Stiller besitzt ein komödiantisches Timing, das wirklich beeindruckend ist. Sein Gesichtsausdruck, seine Stimme und seine herrlich übertriebene Empörung sind einfach unverwechselbar.

    Was ich an Arthur allerdings ebenfalls mag, ist die Tatsache, dass er gelegentlich auch seine verletzliche Seite zeigen darf. Hinter all seinen Verrücktheiten verbirgt sich schließlich ein älterer Mann, der seine Familie braucht und trotz seines unmöglichen Verhaltens dazugehören möchte. Gerade diese kleinen Momente verhindern, dass Arthur lediglich zur wandelnden Witzfigur wird.

    Auch die Nebenfiguren sind eine Klasse für sich

    Eine hervorragende Sitcom braucht natürlich mehr als drei gute Hauptdarsteller. Und auch hier hat „King of Queens“ für meinen Geschmack unglaublich viel richtig gemacht.

    Victor Williams als Deacon Palmer ist der ideale Gegenpart zu Doug. Deacon wirkt häufig deutlich vernünftiger und bodenständiger als sein bester Freund, lässt sich aber immer wieder auf dessen verrückte Ideen ein. Besonders schön finde ich die Freundschaft zwischen den beiden, die trotz gelegentlicher Reibereien wunderbar funktioniert.

    Patton Oswalt als Spence Olchin wiederum ist eine herrliche Erscheinung. Seine Unsicherheiten, seine manchmal etwas merkwürdigen Interessen und sein nicht unbedingt von Erfolg gekröntes Liebesleben sorgen regelmäßig für köstliche Situationen. Zusammen mit Gary Valentine als Danny Heffernan bildet er eines jener ungleichen Gespanne, deren gemeinsame Szenen für mich beinahe eine eigene Sitcom ergeben könnten.

    Und dann ist da noch Nicole Sullivan als Holly Shumpert, die ursprünglich engagiert wird, um Arthur bei seinen Spaziergängen Gesellschaft zu leisten. Allein diese Idee ist schon vollkommen absurd. Holly gehört für mich jedenfalls zu den wunderbarsten Nebenfiguren der Serie. Sie besitzt eine herrlich trockene Art und bringt mit ihrem eigenen reichlich chaotischen Leben zusätzliche Abwechslung in den ohnehin turbulenten Alltag der Heffernans.

    Auch Merrin Dungey als Kelly Palmer darf nicht vergessen werden. Gerade das Zusammenspiel von Carrie und Kelly sorgt immer wieder für ausgesprochen komische Momente. Überhaupt gefällt mir, dass die Nebenfiguren nicht ausschließlich dazu dienen, Doug und Carrie Stichworte zu liefern. Sie besitzen eigene Geschichten, eigene Probleme und natürlich ihre ganz persönlichen Macken.

  • Anne Meara – Wenn die Ehefrau von Jerry Stiller zur großen Liebe von Arthur Spooner wird

    Eine besonders schöne Verbindung zwischen der fiktiven Welt von „King of Queens“ und dem wirklichen Leben entstand durch Anne Meara. Die Schauspielerin und Komikerin war seit 1954 mit Jerry Stiller verheiratet und bildete mit ihm über Jahrzehnte das erfolgreiche Comedyduo „Stiller & Meara“. Bereits in den 1960er-Jahren begeisterten die beiden das amerikanische Fernsehpublikum mit ihren gemeinsamen Auftritten, unter anderem in der legendären „Ed Sullivan Show“. Dass sie viele Jahre später bei „King of Queens“ erneut gemeinsam vor der Kamera stehen würden, war deshalb eine reizvolle Wiedervereinigung zweier eingespielter Komiker.

    In der Serie übernahm Anne Meara die Rolle der Veronica Olchin, der ebenso temperamentvollen wie überfürsorglichen Mutter von Spence. Veronica hat eine ausgesprochene Schwäche für Arthur Spooner, der ihre Zuneigung allerdings nicht immer erwidert. Ihre gemeinsame Beziehung entwickelt sich zu einer turbulenten Mischung aus romantischen Annäherungsversuchen, Missverständnissen und gegenseitigen Provokationen. Gerade weil Meara und Stiller auch privat ein Ehepaar waren, besitzen ihre gemeinsamen Szenen einen besonderen Charme. Die beiden beherrschten das komödiantische Wechselspiel aus Zuneigung, Streitlust und gegenseitiger Schlagfertigkeit schließlich schon seit Jahrzehnten.

    Interessanterweise verkörperte Anne Meara Veronica nicht von Anfang an. Beim ersten Auftritt der Figur in der ersten Staffel wurde Spences Mutter noch von Grace Zabriskie gespielt. Meara war in derselben Episode bereits zu sehen, allerdings in einer anderen Rolle: Sie spielte Mary Finnegan, eine Bekanntschaft von Arthur zum Valentinstag. Erst später übernahm sie dauerhaft die Rolle der Veronica, die im Laufe der Serie zunehmend mit Arthurs Geschichte verbunden wurde. Im großen Serienfinale von 2007 gipfelt diese Beziehung schließlich in einer Hochzeit. Damit durften Anne Meara und Jerry Stiller sogar vor laufender Kamera ein weiteres Mal heiraten.

    Anne Mearas Karriere beschränkte sich allerdings keineswegs auf die Zusammenarbeit mit ihrem Ehemann. Sie war eine vielseitige Schauspielerin, die sowohl auf der Theaterbühne als auch in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen Erfolge feierte. Dem deutschen Publikum dürfte sie insbesondere durch ihre Auftritte in „ALF“, wo sie die Mutter von Kate Tanner verkörperte, sowie durch „Sex and the City“ bekannt sein. Auch ihre beiden Kinder Ben und Amy Stiller schlugen eine Schauspielkarriere ein. Anne Meara starb am 23. Mai 2015 im Alter von 85 Jahren. Für „King of Queens“ bleibt sie als Veronica Olchin in Erinnerung, deren Zusammenspiel mit Arthur zu den besonderen Nebenhandlungen der Serie gehört.

    Warum die Serie für mich einfach funktioniert

    Was „King of Queens“ von vielen anderen Sitcoms unterscheidet, ist für mich die wunderbare Mischung aus Alltagskomik, Situationshumor und Figuren, die einem mit der Zeit tatsächlich ans Herz wachsen. Ich benötige hier weder spektakuläre Gastauftritte noch irgendwelche ausgefallenen Geschichten. Es reicht vollkommen, wenn Doug versucht, sich um eine unangenehme Aufgabe zu drücken, Carrie ihm auf die Schliche kommt und Arthur im Hintergrund mit einer vollkommen absurden Forderung auftaucht.

    Dazu kommt, dass ich die Serie trotz ihrer teilweise maßlos übertriebenen Geschichten als erstaunlich bodenständig empfinde. Die Heffernans leben nicht in einer riesigen Luxusvilla, verfügen nicht über unbegrenzte finanzielle Mittel und führen auch kein sonderlich aufregendes Leben. Sie gehen arbeiten, treffen sich mit Freunden, sitzen vor dem Fernseher und streiten über Dinge, über die sich wahrscheinlich Millionen anderer Ehepaare ebenfalls streiten.

    Ich mag außerdem diesen leicht altmodischen Sitcom-Charme. Die vertrauten Schauplätze, die wiederkehrenden Figuren und die vielen kleinen Eigenheiten sorgen dafür, dass ich mich nach wenigen Minuten wieder vollkommen zu Hause fühle. Besonders das Wohnzimmer und die Küche der Heffernans haben für mich längst einen ähnlichen Wiedererkennungswert wie die Kulissen mancher großer Fernsehklassiker.

    Natürlich wiederholen sich im Laufe von neun Staffeln bestimmte Konflikte und Handlungsmuster. Aber selbst das stört mich erstaunlich wenig. Denn letztlich schaue ich „King of Queens“ nicht unbedingt deshalb, weil ich wissen möchte, wie eine Geschichte ausgeht. Ich schaue die Serie, weil ich erleben möchte, wie Doug, Carrie und Arthur diesmal wieder alles vollkommen falsch machen.

    King of Queens - Eine Sitcom, die ich immer wieder sehen kann

    Während mich viele neuere Sitcoms nur bedingt begeistern können, hat „King of Queens“ für mich bis heute nichts von seinem Unterhaltungswert verloren. Die Serie versucht nicht krampfhaft, besonders originell oder gesellschaftlich bedeutsam zu sein. Sie möchte in erster Linie unterhalten, und genau das gelingt ihr bei mir hervorragend.

    Vor allem aber ist sie für mich der Beweis dafür, wie wichtig eine wirklich gute Besetzung ist. Kevin James, Leah Remini und Jerry Stiller sind ein großartiges Trio, dessen Zusammenspiel auch nach unzähligen Wiederholungen nichts von seinem Reiz verloren hat. Zusammen mit den ebenso hervorragend besetzten Nebenfiguren schaffen sie eine kleine Fernsehwelt, in die ich jederzeit gerne zurückkehre.

    Es gibt Serien, die sieht man einmal und ist danach vollkommen zufrieden. Und es gibt Serien, bei denen man irgendwann gar nicht mehr mitzählt, wie häufig man sie bereits gesehen hat. „King of Queens“ gehört für mich eindeutig zur zweiten Kategorie. Ich kann mitten in irgendeine Folge hineinschalten und bleibe meistens hängen, selbst wenn ich die Geschichte längst kenne.

    Und wenn Doug wieder einmal versucht, seiner Carrie etwas zu verheimlichen, während Arthur aus dem Keller auftaucht und mit seiner nächsten vollkommen verrückten Idee den Hausfrieden gefährdet, weiß ich genau, warum ich diese Serie so liebe.

    Edited once, last by DerPoldi (September 24, 2026 at 8:56 AM).

  • Für mich bis heute die allerbeste Sitcom überhaupt 😍.Besitze 4 Sammelboxen und schaue immer noch regelmäßig rein.Selbst meiner Tochter gefällt die Serie,der Humor sehr gut.Einfach bärenstark.Anschalten und abschalten…

  • Ich hatte auch durchaus Gefallen an der Sitcom gefunden. Doug ist natürlich der Star, aber man schließt recht bald auch die übrigen Mitwirkenden in sein Herz. Im Vergleich zu meinem absoluten Liebling Frasier war sie mir jedoch zu seicht. Hab King of Queens auch nur zwei Mal komplett angesehen, Frasier sicher schon 20 Mal.

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Ich mochte die Serie mal eine Zeit lang, aber irgendwie ist der Effekt verpufft. Sie gehört auch nicht mehr zu meinen Favoriten und ich würde sie so auch nicht nochmal schauen. Gerade auch, weil ich das Finale echt seltsam fand. Und mir die Serie irgendwie den Flair genommen hat.

    Display Spoiler

    Die ganze Sache mit der Trennung/ angehenden Scheidung hat mir die Beiden als Paar irgendwie kaputt gemacht.

    Aber ich verstehe, wenn solche Sitcoms einem einfach dieses rundum Wohlfühl-Paket liefern. Generell vermisse ich diese großartigen Sitcoms der 80er bis frühen 2000er. Bei mir sind es ja "Golden Girls" und "Die Nanny", die bei mir über jedes Jahr in Dauer-Rotation laufen. <3

  • Anne Meara – Wenn die Ehefrau von Jerry Stiller zur großen Liebe von Arthur Spooner wird

    Eine besonders schöne Verbindung zwischen der fiktiven Welt von „King of Queens“ und dem wirklichen Leben entstand durch Anne Meara. Die Schauspielerin und Komikerin war seit 1954 mit Jerry Stiller verheiratet und bildete mit ihm über Jahrzehnte das erfolgreiche Comedyduo „Stiller & Meara“. Bereits in den 1960er-Jahren begeisterten die beiden das amerikanische Fernsehpublikum mit ihren gemeinsamen Auftritten, unter anderem in der legendären „Ed Sullivan Show“. Dass sie viele Jahre später bei „King of Queens“ erneut gemeinsam vor der Kamera stehen würden, war deshalb eine reizvolle Wiedervereinigung zweier eingespielter Komiker.

    In der Serie übernahm Anne Meara die Rolle der Veronica Olchin, der ebenso temperamentvollen wie überfürsorglichen Mutter von Spence. Veronica hat eine ausgesprochene Schwäche für Arthur Spooner, der ihre Zuneigung allerdings nicht immer erwidert. Ihre gemeinsame Beziehung entwickelt sich zu einer turbulenten Mischung aus romantischen Annäherungsversuchen, Missverständnissen und gegenseitigen Provokationen. Gerade weil Meara und Stiller auch privat ein Ehepaar waren, besitzen ihre gemeinsamen Szenen einen besonderen Charme. Die beiden beherrschten das komödiantische Wechselspiel aus Zuneigung, Streitlust und gegenseitiger Schlagfertigkeit schließlich schon seit Jahrzehnten.

    Interessanterweise verkörperte Anne Meara Veronica nicht von Anfang an. Beim ersten Auftritt der Figur in der ersten Staffel wurde Spences Mutter noch von Grace Zabriskie gespielt. Meara war in derselben Episode bereits zu sehen, allerdings in einer anderen Rolle: Sie spielte Mary Finnegan, eine Bekanntschaft von Arthur zum Valentinstag. Erst später übernahm sie dauerhaft die Rolle der Veronica, die im Laufe der Serie zunehmend mit Arthurs Geschichte verbunden wurde. Im großen Serienfinale von 2007 gipfelt diese Beziehung schließlich in einer Hochzeit. Damit durften Anne Meara und Jerry Stiller sogar vor laufender Kamera ein weiteres Mal heiraten.

    Anne Mearas Karriere beschränkte sich allerdings keineswegs auf die Zusammenarbeit mit ihrem Ehemann. Sie war eine vielseitige Schauspielerin, die sowohl auf der Theaterbühne als auch in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen Erfolge feierte. Dem deutschen Publikum dürfte sie insbesondere durch ihre Auftritte in „ALF“, wo sie die Mutter von Kate Tanner verkörperte, sowie durch „Sex and the City“ bekannt sein. Auch ihre beiden Kinder Ben und Amy Stiller schlugen eine Schauspielkarriere ein. Anne Meara starb am 23. Mai 2015 im Alter von 85 Jahren. Für „King of Queens“ bleibt sie als Veronica Olchin in Erinnerung, deren Zusammenspiel mit Arthur zu den besonderen Nebenhandlungen der Serie gehört.

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