Stephen King und David Nathan - Zwischen Derry, Castle Rock und mehr als fünfzig Hörbücher

  • Stephen King und David Nathan – Zwischen Derry, Castle Rock und mehr als fünfzig Hörbüchern

    Mehr als zwei Jahrzehnte King-Lesungen – Von „The Green Mile“ bis „Andere als diese Welten“

    Bei Stephen King scheint es fast ebenso viele Hörbuchfassungen wie Bücher zu geben. Gekürzte Lesungen, ältere Kassetten- und CD-Ausgaben, Hörspiele, Neuaufnahmen und inzwischen ein riesiger digitaler Katalog begleiten sein Werk seit Jahrzehnten. Trotzdem gibt es im deutschsprachigen Raum inzwischen eine Stimme, die so eng mit King verbunden ist wie kaum eine andere: David Nathan.

    Dabei war keineswegs von Anfang an geplant, dass Nathan einmal einen beträchtlichen Teil von Kings Werk einlesen würde. Die Verbindung entwickelte sich über Jahre. 2005 erschien mit „The Green Mile“ eine frühe ungekürzte Nathan-Lesung auf zwölf CDs. Danach folgten „Puls“, „Qual“ und „Wahn“. Mit „Die Arena“, „Es“ und „The Stand“ kamen schließlich jene gewaltigen Produktionen hinzu, bei denen ein einziges Hörbuch 40, 50 oder sogar mehr als 54 Stunden dauern konnte. Gleichzeitig begann man, immer mehr ältere King-Romane neu und vollständig einzulesen. Aus einzelnen Veröffentlichungen ist dadurch innerhalb von mehr als zwanzig Jahren beinahe eine akustische King-Bibliothek geworden.

    Neue Romane erscheinen mit Nathan, Klassiker aus den 1970er-, 1980er- und 1990er-Jahren werden nachträglich erschlossen, die unter dem Namen Richard Bachman veröffentlichten Bücher gehören ebenso dazu wie Kurzgeschichtensammlungen, gemeinsam mit Peter Straub oder Owen King geschriebene Werke und inzwischen sogar Kings autobiografisches Buch „Das Leben und das Schreiben“. Eine offizielle Reihe mit fortlaufender Nummerierung ist daraus nie entstanden. Trotzdem ergibt sich beim Blick auf die Veröffentlichungen ein bemerkenswert geschlossenes Bild. Random House Audio, Audible und zuvor auch Lübbe Audio haben über die Jahre einen großen Teil von Kings Werk mit demselben Sprecher zugänglich gemacht.

    Die Hörbücher – Chronologische Übersicht

    Die folgende Übersicht zählt eigenständige deutschsprachige King-Veröffentlichungen mit David Nathan nach dem Jahr ihrer jeweiligen Nathan-Produktion beziehungsweise maßgeblichen Erstveröffentlichung. Spätere Neuauflagen derselben Aufnahme werden nicht noch einmal als eigener Titel gezählt. Bei Sammlungen wie „Im Kabinett des Todes“, „Blutige Nachrichten“ oder „Vier nach Mitternacht“ zählt die jeweilige Sammlung als eine Veröffentlichung.

    1. The Green Mile – 2005

    2. Puls – 2006

    3. Qual – 2007

    4. Wahn – 2008

    5. Die Arena – 2010

    6. Es – 2011

    7. Sie – 2011

    8. Christine – 2011

    9. In einer kleinen Stadt – 2011

    10. Der Anschlag – 2012

    11. Menschenjagd – 2012

    12. The Stand – Das letzte Gefecht – 2012

    13. Der Talisman – 2012

    14. Todesmarsch – 2012

    15. Wind – 2012

    16. Der Fluch – 2012

    17. Die Augen des Drachen – 2012

    18. Joyland – 2013

    19. Doctor Sleep – 2013

    20. Ein Gesicht in der Menge – 2013

    21. Im Kabinett des Todes – 2014

    22. Mr. Mercedes – 2014

    23. Revival – 2015

    24. Friedhof der Kuscheltiere – 2015

    25. Finderlohn – 2015

    26. Basar der bösen Träume – 2016

    27. Mind Control – 2016

    28. Sleeping Beauties – 2017

    29. Der Outsider – 2018

    30. Erhebung – 2018

    31. Das Institut – 2019

    32. Der Nebel – 2020

    33. Die Leiche – 2020

    34. Blutige Nachrichten – 2020

    35. Später – 2021

    36. Billy Summers – 2021

    37. Cujo – 2021

    38. Der Buick – 2021

    39. Das Monstrum – Tommyknockers – 2022

    40. Fairy Tale – 2022

    41. Feuerkind – 2022

    42. Regulator – 2023

    43. Holly – 2023

    44. Colorado Kid – 2023

    45. Desperation – 2023

    46. Ihr wollt es dunkler – 2024

    47. Dead Zone – Das Attentat – 2024

    48. Sprengstoff – 2024

    49. Vier nach Mitternacht – 2025

    50. Kein Zurück – 2025

    51. Das Leben und das Schreiben – 2025

    52. Stark – The Dark Half – 2025

    53. Das schwarze Haus – 2026

    54. Sara – 2026

    55. Andere als diese Welten – 2026

    Damit umfasst diese Zusammenstellung inzwischen 55 eigenständige Veröffentlichungen. Gerade die letzten Jahre zeigen, dass die Zahl weiter wächst. Neben Kings jeweils neuen Büchern werden zunehmend Titel aus seinem älteren Werk erstmals oder neu als ungekürzte deutsche Hörbücher produziert. Genau dadurch bekommt die Sammlung inzwischen fast den Charakter einer nachträglich entstehenden Werkausgabe.

    The Green Mile – Der Anfang auf zwölf CDs

    Die gemeinsame Geschichte beginnt 2005 mit „The Green Mile“. Lübbe Audio veröffentlichte Kings Geschichte um Paul Edgecombe und John Coffey damals als ungekürzte inszenierte Lesung mit David Nathan. Die Produktion umfasste zwölf CDs und kam auf mehr als 14 Stunden Spielzeit. Das ist insofern interessant, weil heutige Kataloge häufig eine spätere digitale Veröffentlichung nennen. Die Nathan-Aufnahme selbst ist jedoch deutlich älter. Wer nur die heutigen Streaming- und Downloadangaben betrachtet, könnte deshalb leicht zu dem Eindruck kommen, die Zusammenarbeit habe erst wesentlich später begonnen.

    „The Green Mile“ ist als Ausgangspunkt beinahe ideal. King erzählt hier keine klassische Vampir-, Geister- oder Monstergeschichte. Im Mittelpunkt stehen ein Gefängnis, zum Tode verurteilte Männer, Schuld, Mitgefühl und John Coffey, dessen übernatürliche Gabe immer stärker mit der Frage kollidiert, ob dieser Mann tatsächlich der Mörder sein kann, für den ihn alle halten. Schon hier zeigt sich etwas, das Nathans spätere King-Lesungen prägen sollte. Er versucht nicht, aus dem Roman ein Ein-Mann-Hörspiel zu machen. Figuren erhalten unterschiedliche Stimmungen und Haltungen, doch im Mittelpunkt bleibt Kings Text. Gerade diese Zurückhaltung sollte für die späteren Mammutlesungen noch entscheidend werden.

    Puls, Qual und Wahn – Aus einzelnen Hörbüchern wird eine Verbindung

    2006 folgte „Puls“. Kings Geschichte beginnt mit einem Ereignis, das sich beinahe über Nacht über die gesamte Gesellschaft ausbreitet: Ein mysteriöses Signal verwandelt Menschen, die gerade ein Mobiltelefon benutzen, in gewalttätige Wesen. 2007 kam „Qual“ hinzu. Der Roman war ursprünglich unter Kings Pseudonym Richard Bachman als „Blaze“ veröffentlicht worden und führte damit erstmals auch Kings zweites Autorenleben in Nathans Hörbuchbibliografie ein.

    2008 folgte „Wahn“. Mit rund 25 Stunden war die Dimension bereits eine andere. Edgar Freemantle zieht nach einem schweren Unfall nach Duma Key und entdeckt dort eine außergewöhnliche Begabung für die Malerei. Doch die Bilder entwickeln eine Macht, die weit über Kunst hinausgeht. Noch handelte es sich um einzelne Veröffentlichungen. Eine große rückwirkende King-Offensive war daraus nicht geworden. Aber die Stimme blieb dieselbe, und langsam begann sich genau jene Verbindung zu entwickeln, die heute so selbstverständlich wirkt.

    Die Arena – 41 Stunden unter der Kuppel

    2010 erschien „Die Arena“ und damit eines jener Hörbücher, die deutlich machten, welche Möglichkeiten die inzwischen etablierte Downloadkultur für ungekürzte Lesungen bot. Mehr als 41 Stunden dauert David Nathans Fassung. King sperrt darin eine komplette Kleinstadt unter eine unsichtbare Kuppel. Chester’s Mill wird von der Außenwelt abgeschnitten, und aus dem zunächst rätselhaften Ereignis entwickelt sich sehr schnell ein gesellschaftliches Experiment. Machtverhältnisse verschieben sich, Ängste wachsen, Menschen versuchen, die Katastrophe für ihre eigenen Interessen auszunutzen.

    Für einen Sprecher ist ein solcher Roman eine besondere Aufgabe. Nathan muss nicht zwei oder drei Hauptfiguren tragen, sondern praktisch eine ganze Stadt. Figuren tauchen auf, verschwinden für längere Zeit, kehren zurück und müssen nach vielen Stunden immer noch wiedererkennbar sein. Gerade hier zeigt sich eine Stärke, die für die King-Lesungen immer wichtiger wird. Nathan überzeichnet die vielen Rollen nicht. Er schafft Unterschiede, ohne aus jeder Nebenfigur eine Kunststimme zu machen. Das Hörbuch kann deshalb über 40 Stunden dauern, ohne wie ein ständiges Sprecherexperiment zu wirken.

  • Es – 52 Stunden in Derry

    2011 erreichte die Verbindung Stephen King und David Nathan mit „Es“ endgültig eine neue Dimension. 52 Stunden und drei Minuten dauert die ungekürzte Fassung. Kings Roman wurde damit nicht auf Pennywise, einige berühmte Horrorszenen und den Kampf gegen das Monster reduziert. Die komplette Struktur blieb erhalten: die Kindheit des Clubs der Verlierer, die Rückkehr der erwachsenen Figuren nach Derry, die Vergangenheit der Stadt, die Zwischenkapitel und all jene scheinbaren Umwege, durch die der Roman überhaupt erst zu diesem gigantischen Panorama wird.

    Für Nathan bedeutet das eine enorme Zahl von Figuren und zusätzlich zwei Zeitebenen. Bill, Beverly, Ben, Richie, Eddie, Mike und Stanley existieren als Kinder und Erwachsene. Daneben stehen Henry Bowers, zahlreiche Nebenfiguren und natürlich Pennywise in seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen. Gerade bei einer solchen Geschichte zeigt sich der fundamentale Unterschied zwischen Film und Hörbuch. Ein Film zeigt Pennywise. Nathan kann ihn nicht zeigen. Er kann nur dafür sorgen, dass der Hörer ihn selbst sieht. Und nach mehr als 50 Stunden ist Nathans Stimme nicht mehr einfach nur der Sprecher eines Romans. Sie wird zu einem festen Bestandteil dieser Welt.

    Sie, Christine und In einer kleinen Stadt – 2011 wird zum Klassikerjahr

    „Es“ blieb 2011 keineswegs allein. Mit „Sie“, „Christine“ und „In einer kleinen Stadt“ erschienen im selben Jahr drei weitere große King-Klassiker als ungekürzte Nathan-Lesungen. Damit begann sich die Richtung endgültig zu verändern. Nathan las nicht mehr ausschließlich neuere King-Romane. Der große Backkatalog wurde geöffnet.

    „Sie“ führt Paul Sheldon in das Haus von Annie Wilkes und funktioniert über weite Strecken als Kammerspiel zwischen zwei Menschen. „Christine“ verwandelt einen Plymouth Fury in eines der ungewöhnlichsten Monster des King-Kosmos. „In einer kleinen Stadt“ führt nach Castle Rock, wo Leland Gaunt seinen Laden „Needful Things“ eröffnet und jedem Bewohner genau das anbietet, was er sich am meisten wünscht. Gerade diese drei Bücher zeigen zugleich die enorme Spannweite, die Nathan innerhalb eines Jahres bewältigen musste: psychologischer Terror, übernatürlicher Autohorror und schließlich die Eskalation einer kompletten Kleinstadt.

    2012 – Acht King-Hörbücher in einem Jahr

    Wenn es ein Jahr gibt, das die Verbindung zwischen Stephen King und David Nathan endgültig festigte, dann ist es 2012. „Der Anschlag“, „Menschenjagd“, „The Stand – Das letzte Gefecht“, „Der Talisman“, „Todesmarsch“, „Wind“, „Der Fluch“ und „Die Augen des Drachen“ erschienen innerhalb desselben Jahres als Nathan-Lesungen. Dabei reicht die Spannweite von Zeitreise über Endzeit und Fantasy bis zur dystopischen Bachman-Geschichte.

    „Der Anschlag“ begleitet Jake Epping zurück ins Amerika vor der Ermordung John F. Kennedys. „The Stand“ vernichtet beinahe die gesamte Menschheit. „Der Talisman“ führt Jack Sawyer durch parallele Welten. „Todesmarsch“ reduziert die Handlung dagegen auf eine scheinbar einfache, aber grausame Idee: Jugendliche müssen laufen – und wer das vorgeschriebene Tempo zu oft unterschreitet, stirbt. „Die Augen des Drachen“ wiederum wirkt beinahe wie ein klassisches Fantasy-Märchen. Spätestens nach diesem Jahr konnte man kaum noch davon sprechen, dass David Nathan gelegentlich Stephen King liest. Es war inzwischen etwas Dauerhaftes entstanden.

    The Stand – Mehr als 54 Stunden Apokalypse

    Unter all diesen Veröffentlichungen ragt „The Stand – Das letzte Gefecht“ allein durch seine Dimension heraus. 54 Stunden und neun Minuten dauert die ungekürzte Lesung. Damit ist „The Stand“ noch länger als „Es“. King erzählt darin vom Zusammenbruch der amerikanischen Gesellschaft nach einer tödlichen Pandemie. Die wenigen Überlebenden beginnen sich zu sammeln. Manche folgen Mother Abagail, andere zieht es zu Randall Flagg. Aus vielen einzelnen Lebensgeschichten entsteht schließlich Kings großes Endzeit-Epos über den Kampf zwischen zwei Lagern.

    54 Stunden mit einem einzigen Sprecher sind etwas völlig anderes als ein normales Hörbuch. Man hört Nathan möglicherweise über Wochen, im Auto, beim Spazierengehen, am Abend oder jeden Tag nur eine Stunde. Dadurch bekommt ein Sprecher fast die Funktion eines ständigen Reisebegleiters. Gerade deshalb funktioniert Nathans Zurückhaltung hier so gut. 54 Stunden lang maximale Dramatik wären kaum auszuhalten. Er lässt ruhige Passagen ruhig bleiben, gibt Gesprächen Zeit und hebt die großen Momente gerade dadurch hervor.

    Der Anschlag – Stephen King ohne klassischen Horror

    Ebenfalls 2012 erschien „Der Anschlag“. Die ungekürzte Lesung dauert gut 32 Stunden. Der Roman ist wichtig, wenn man verstehen möchte, weshalb es zu einfach wäre, David Nathan nur als Kings deutsche Horrorstimme zu bezeichnen. Natürlich enthält „Der Anschlag“ fantastische Elemente. Jake Epping kann durch einen Zugang in die Vergangenheit reisen und versucht schließlich, die Ermordung John F. Kennedys zu verhindern. Im Kern erzählt King aber genauso viel über Liebe, Verlust, Geschichte und die Frage, ob man das Recht hat, die Vergangenheit zu verändern.

    Nathan muss deshalb eine völlig andere Tonlage finden als bei Pennywise oder „The Stand“. Ähnliches gilt später für „Billy Summers“, „Joyland“, „Die Leiche“ oder „Das Leben und das Schreiben“. Die Verbindung funktioniert nicht deshalb, weil Nathan besonders gut Monster sprechen kann. Sie funktioniert, weil er King erzählen kann.

    Richard Bachman – Auch Kings zweiter Name bekommt Nathans Stimme

    Ein eigener Teil der Nathan-Bibliothek gehört Richard Bachman. Stephen King veröffentlichte mehrere Romane ursprünglich unter diesem Pseudonym. Auch davon wurden im Laufe der Jahre zahlreiche Titel mit David Nathan eingelesen. „Qual“ machte 2007 den Anfang. 2012 folgten „Menschenjagd“, „Todesmarsch“ und „Der Fluch“. 2023 kam „Regulator“ hinzu, 2024 schließlich „Sprengstoff“.

    Gerade diese Romane zeigen häufig eine andere Seite Kings. Manche Bachman-Bücher sind härter, direkter und dystopischer als viele seiner unter eigenem Namen erschienenen Werke. „Menschenjagd“ entwirft eine Zukunft, in der ein Mann zum Teilnehmer einer tödlichen Fernsehshow wird. „Todesmarsch“ macht aus einem Wettbewerb eine staatlich organisierte Todesmaschine. „Der Fluch“ beginnt mit einem persönlichen Rachefluch. „Regulator“ lässt eine amerikanische Vorstadtsiedlung innerhalb kürzester Zeit zum Schlachtfeld werden. Und „Sprengstoff“ erzählt von Barton Dawes, der sich gegen den Abriss seines Lebens und seines Hauses auflehnt.

    Der Talisman – Eine Hörbuchgeschichte über vierzehn Jahre

    Eine der ungewöhnlichsten Entwicklungen innerhalb der gesamten Nathan-Bibliografie betrifft die gemeinsam von Stephen King und Peter Straub geschriebene Talisman-Reihe. „Der Talisman“ erschien 2012 mit David Nathan und dauert mehr als 31 Stunden. Jack Sawyer reist darin durch die sogenannten Territorien, um einen Talisman zu finden, der seine todkranke Mutter retten könnte.

    Danach vergingen fast vierzehn Jahre. Der bereits 2001 erschienene zweite Roman „Das schwarze Haus“ wurde erst 2026 erstmals als deutsches Hörbuch veröffentlicht. Wieder liest David Nathan. Damit bleibt die Stimme gleich, obwohl zwischen beiden deutschen Hörbuchproduktionen beinahe anderthalb Jahrzehnte liegen. Und noch 2026 geht die Geschichte weiter. Für Oktober ist mit „Andere als diese Welten“ ein weiterer Roman angekündigt. Auch dieses Hörbuch liest David Nathan. Ausgerechnet eine der am weitesten auseinandergezogenen Hörbuchreihen besitzt dadurch eine erstaunliche akustische Kontinuität.

    Wind – David Nathan und der Dunkle Turm

    Auch der Dunkle Turm selbst taucht in Nathans King-Bibliografie auf – allerdings mit einer wichtigen Einschränkung. Die sieben eigentlichen Hauptbände der bekannten deutschen Hörbuchfassungen wurden von Vittorio Alfieri gelesen. David Nathan ist also nicht grundsätzlich die Stimme von Roland Deschain und seiner großen Reise zum Dunklen Turm.

    2012 übernahm Nathan jedoch „Wind“. Der später veröffentlichte Roman ist innerhalb der Chronologie zwischen anderen Turm-Bänden angesiedelt und wird teilweise auch als achter Band der Reihe geführt. Das zeigt sehr schön, wie organisch Nathans King-Bibliografie entstanden ist. Es gibt keinen Plan, nach dem jede Werkreihe zwingend vollständig von ihm gelesen werden muss. Manchmal übernimmt Nathan eine komplette Trilogie, manchmal einen einzelnen Roman und manchmal eine Fortsetzung, obwohl der Vorgänger einen anderen Sprecher besitzt.

    Doctor Sleep – Danny Torrance kehrt mit einer anderen Stimme zurück

    Genau das geschah auch bei „Doctor Sleep“. „Shining“ liegt in seiner ungekürzten deutschen Fassung mit Dietmar Wunder vor. Als King Jahrzehnte später Danny Torrances Geschichte mit „Doctor Sleep“ fortsetzte, übernahm dagegen David Nathan die deutsche Lesung. Damit wechselt die Stimme zwischen zwei unmittelbar zusammengehörenden Romanen.

    Das ist eigentlich ungewöhnlich. Gleichzeitig zeigt es, dass die Nathan-/King-Verbindung nie als streng geschlossene Werkausgabe konzipiert wurde. Sie entstand über verschiedene Veröffentlichungen, Verlage und Projekte hinweg. Heute fällt ein solcher Sprecherwechsel vielleicht sogar stärker auf als damals, denn inzwischen erwartet man bei einem neuen King-Hörbuch beinahe automatisch Nathan.

  • Mr. Mercedes, Finderlohn und Mind Control – Eine Trilogie bekommt eine Stimme

    2014 begann mit „Mr. Mercedes“ eine neue Werkreihe – und diesmal blieb Nathan tatsächlich über alle drei Bände hinweg dabei. 2015 folgte „Finderlohn“, 2016 schloss „Mind Control“ die Bill-Hodges-Trilogie ab. Die drei Bücher sind deshalb besonders interessant, weil King zunächst fast vollständig auf klassischen übernatürlichen Horror verzichtet.

    „Mr. Mercedes“ beginnt als Kriminalthriller. Bill Hodges jagt Brady Hartsfield, einen Mörder, der mit einem gestohlenen Mercedes in eine Menschenmenge gerast ist. Erst im weiteren Verlauf der Trilogie verschiebt sich die Geschichte wieder stärker in Richtung jener übernatürlichen Elemente, die man traditionell mit King verbindet. Für Nathan bedeutete die Trilogie zugleich etwas anderes: Er bekam erstmals die Möglichkeit, ein größeres Figurenensemble über mehrere direkt aufeinanderfolgende Romane hinweg zu begleiten. Und darunter befand sich eine Figur, deren Bedeutung damals vermutlich noch niemand vollständig absehen konnte.

    Holly Gibney – Eine Figur begleitet Nathan seit 2014

    Holly Gibney taucht erstmals in „Mr. Mercedes“ auf und entwickelt sich in den folgenden Jahren zu einer der wichtigsten wiederkehrenden Figuren in Kings Spätwerk. Nathan begleitet diese Entwicklung von Anfang an. Nach „Mr. Mercedes“, „Finderlohn“ und „Mind Control“ kehrt Holly 2018 in „Der Outsider“ zurück. 2020 spielt sie in der Titelgeschichte der Sammlung „Blutige Nachrichten“ eine zentrale Rolle. 2023 erhielt sie mit „Holly“ schließlich einen eigenen Roman, 2025 folgte „Kein Zurück“.

    Dadurch existiert Holly Gibney im deutschen Hörbuch seit mehr als einem Jahrzehnt innerhalb derselben akustischen Welt. Gerade bei einer wiederkehrenden Figur besitzt das einen besonderen Reiz. Holly verändert sich von der zunächst unsicheren und zurückgezogenen Frau zu einer selbstständigen Privatdetektivin, während die erzählerische Stimme konstant bleibt.

    Joyland, Revival und Erhebung – Die leiseren Kings

    Nicht jeder King benötigt 30 oder 50 Stunden. „Joyland“ erschien 2013 und dauert gut neun Stunden. Der Roman spielt in einem Vergnügungspark im Jahr 1973 und verbindet eine Mordgeschichte mit Coming-of-Age, erster großer Liebe, Verlust und einem Hauch Übernatürlichem. „Revival“ folgte 2015. Was als Begegnung eines Jungen mit einem charismatischen Geistlichen beginnt, entwickelt sich über Jahrzehnte zu einer immer finstereren Geschichte über Glauben, Besessenheit und die Frage, was möglicherweise hinter dem Tod wartet.

    „Erhebung“ ist 2018 mit gerade einmal gut drei Stunden noch einmal deutlich kürzer. Scott Carey verliert unerklärlicherweise Gewicht, obwohl sein Körper äußerlich unverändert bleibt. Gleichzeitig erzählt King von Konflikten innerhalb Castle Rocks und von unerwarteter Menschlichkeit. Gerade diese kleineren Bücher zeigen, dass Nathans King-Arbeit nicht von der Monumentalität der großen Romane abhängig ist. Ein King-Hörbuch kann 54 Stunden dauern – oder drei.

    Friedhof der Kuscheltiere – Wenn Zurückhaltung stärker als Horrorpathos ist

    2015 erschien Nathans ungekürzte Fassung von „Friedhof der Kuscheltiere“. Der Roman gehört zu Kings bekanntesten und düstersten Büchern. Trotzdem wäre es ein Fehler, ihn ausschließlich als Geschichte über wiederkehrende Tote zu betrachten. Im Zentrum steht Trauer. Louis Creed verliert etwas, das er nicht verlieren kann und nicht verlieren will. Gleichzeitig kennt er einen Ort, von dem er glaubt, dass er genau diesen Verlust rückgängig machen könnte.

    Der Schrecken entsteht deshalb weniger daraus, dass man nicht weiß, was passieren wird. Man ahnt sehr genau, was passieren könnte, und man weiß ebenso genau, dass Louis trotzdem weitermachen wird. Gerade hier funktioniert Nathans zurückhaltende Art besonders gut. Er muss nicht bei jedem Satz signalisieren, dass man sich in einem Horrorroman befindet. King erledigt das selbst. Der Sprecher lässt die Katastrophe kommen.

    Kurzgeschichten – Im Kabinett des Todes, Basar der bösen Träume und Blutige Nachrichten

    Stephen King ist nicht nur Romanautor. Kurzgeschichten und Novellen ziehen sich durch seine gesamte Karriere. Auch dieser Bereich wurde nach und nach Teil der Nathan-Bibliografie. 2014 erschien „Im Kabinett des Todes“, 2016 folgte „Basar der bösen Träume“, 2020 „Blutige Nachrichten“ und 2024 schließlich „Ihr wollt es dunkler“.

    Kurzgeschichtensammlungen stellen einen Sprecher vor eine andere Aufgabe als ein großer Roman. Bei „Es“ oder „The Stand“ baut sich über Dutzende Stunden eine vertraute Welt auf. Bei einer Sammlung beginnt alles ständig neu: neue Figuren, neue Orte, neue Erzählhaltungen, neue Formen des Grauens. Nathan muss innerhalb weniger Minuten eine Atmosphäre herstellen, die kurz darauf bereits wieder einer vollkommen anderen Geschichte weicht.

    Der Nebel und Die Leiche – Zwei völlig verschiedene Kings

    2020 wurden mit „Der Nebel“ und „Die Leiche“ zwei Geschichten separat als Nathan-Lesungen veröffentlicht, die kaum unterschiedlicher sein könnten. „Der Nebel“ ist klaustrophobischer Monsterhorror. Menschen sitzen in einem Supermarkt fest, während ein undurchdringlicher Nebel die Umgebung verschluckt und sich darin Kreaturen bewegen, die niemand versteht.

    „Die Leiche“ erzählt dagegen von vier Jungen, die sich auf den Weg machen, um einen Toten zu finden. Aus dem Abenteuer wird eine Geschichte über Freundschaft, Kindheit und den Moment, in dem man erkennt, dass manche Dinge nie wieder so sein werden wie zuvor. Die Novelle wurde durch die Verfilmung „Stand by Me“ zusätzlich berühmt. Monsterhorror auf der einen Seite, Coming-of-Age auf der anderen – und beides klingt trotzdem unverkennbar nach Stephen King.

    Sleeping Beauties – Stephen und Owen King

    2017 erschien „Sleeping Beauties“, das Stephen King gemeinsam mit seinem Sohn Owen King schrieb. Auch hier übernahm David Nathan die vollständige deutsche Lesung. Die Geschichte beginnt mit einer weltweiten Veränderung. Frauen, die einschlafen, werden von einem kokonartigen Gebilde umschlossen. Werden sie gewaltsam geweckt, reagieren sie extrem aggressiv. Während immer mehr Frauen verschwinden, droht die verbliebene männliche Gesellschaft auseinanderzubrechen.

    Damit bewegt sich die Geschichte zwischen Horror, Gesellschaftsroman und Endzeitszenario. Interessant ist vor allem, dass Nathan auch bei den King-Gemeinschaftsprojekten zunehmend gesetzt blieb. Ob Peter Straub oder Owen King als zweiter Autor danebensteht, ändert nichts daran, wer die deutsche Geschichte erzählt.

    Der Outsider und Das Institut – King bleibt auch in der Gegenwart Nathan

    2018 erschien „Der Outsider“, 2019 folgte „Das Institut“. Beide Romane zeigen, dass Nathan keineswegs nur für die Aufarbeitung älterer Klassiker eingesetzt wurde. Bei „Der Outsider“ beginnt alles mit einem scheinbar eindeutigen Mordfall. Die Beweise gegen Terry Maitland wirken erdrückend – gleichzeitig kann ebenso überzeugend bewiesen werden, dass er zum Tatzeitpunkt an einem ganz anderen Ort war. Die Geschichte beginnt wie ein Krimi und öffnet sich erst allmählich zum Übernatürlichen.

    „Das Institut“ führt dagegen zu Kindern mit telepathischen oder telekinetischen Fähigkeiten, die entführt und in einer geheimen Einrichtung festgehalten werden. Damit liefen längst zwei Entwicklungen parallel: Nathan las Kings aktuelle Bücher, während gleichzeitig der alte Katalog immer weiter erschlossen wurde.

    Billy Summers und Fairy Tale – Thriller und Fantasy

    2021 erschien „Billy Summers“. Billy ist Auftragskiller, Kriegsveteran und jemand, der sich einredet, nur schlechte Menschen zu töten. Übernatürlicher Horror spielt zunächst praktisch keine Rolle. Ein Jahr später folgte „Fairy Tale“. Diesmal bewegt sich King weit in Richtung dunkler Fantasy. Charlie Reade entdeckt hinter dem Haus eines alten Mannes einen Zugang zu einer anderen Welt.

    Auch diese beiden Veröffentlichungen stehen fast exemplarisch für die Spannweite der Zusammenarbeit. Ein Auftragskiller in einem weitgehend realistischen Thriller und ein Junge in einer fantastischen Parallelwelt. Derselbe Autor, derselbe Sprecher und trotzdem zwei völlig andere Hörbücher.

  • Cujo, Der Buick, Tommyknockers und Feuerkind – Das Archiv öffnet sich immer weiter

    Ab 2021 wurde besonders deutlich, dass Random House Audio nicht mehr nur neue King-Romane mit Nathan produzierte. Im Oktober erschien „Cujo“, im Dezember folgte „Der Buick“. 2022 kam mit „Das Monstrum – Tommyknockers“ ein weiterer großer King-Roman hinzu, danach „Feuerkind“.

    Damit begann die Nathan-Bibliothek rückwärts zu wachsen. Neue King-Bücher kamen vorne hinzu, alte King-Bücher wurden hinten nachgetragen. Genau dadurch entstand zunehmend der Charakter einer inoffiziellen Werkausgabe. Plötzlich waren Werke aus völlig unterschiedlichen Phasen von Kings Karriere innerhalb weniger Monate mit derselben Stimme verfügbar.

    Regulator und Desperation – Zwei miteinander verbundene Romane

    2023 wurden mit „Regulator“ und „Desperation“ zwei Bücher veröffentlicht, die innerhalb von Kings Werk eine besondere Verbindung besitzen. „Regulator“ erschien ursprünglich unter dem Namen Richard Bachman, „Desperation“ unter Stephen King. Beide Bücher verwenden teilweise dieselben Namen und Figurenkonstellationen, erzählen jedoch unterschiedliche Geschichten in unterschiedlichen Wirklichkeiten.

    Für die Nathan-Sammlung ist das besonders reizvoll. Jahrzehnte nach der ursprünglichen Veröffentlichung liegen beide nun mit derselben Stimme vor. Nicht weil die Bücher ursprünglich als Hörbuchreihe geplant waren, sondern weil der Backkatalog inzwischen so tief erschlossen wird, dass selbst solche Querverbindungen plötzlich akustisch zusammenfinden.

    Colorado Kid – Ein alter King bekommt erstmals eine deutsche Stimme

    Ebenfalls 2023 erschien „Colorado Kid“. Der Roman ist wesentlich kleiner als viele andere King-Werke. Die Nathan-Lesung dauert nicht einmal vier Stunden. Trotzdem ist die Veröffentlichung für die Entwicklung des King-Hörbuchkatalogs besonders interessant, denn „Colorado Kid“ wurde erstmals als deutsches Hörbuch angeboten.

    Damit wurde deutlich, wohin die Entwicklung führte. Es ging nicht mehr nur darum, berühmte Klassiker erneut einzulesen. Es ging zunehmend darum, tatsächliche Lücken zu schließen. Genau diese Entwicklung sollte sich in den folgenden Jahren noch verstärken.

    Dead Zone und Sprengstoff – Zwei weitere Lücken verschwinden

    2024 setzte sich genau das fort. „Dead Zone – Das Attentat“ basiert auf Kings 1979 erschienenem Roman und wurde erstmals als deutschsprachiges Hörbuch veröffentlicht. Im Dezember folgte „Sprengstoff“. Auch der ursprünglich unter dem Namen Richard Bachman veröffentlichte Roman war zuvor noch nicht als vollständiges deutsches Hörbuch verfügbar.

    Gerade solche Veröffentlichungen verändern den Blick auf die ganze King-/Nathan-Geschichte. Was einmal wie die regelmäßige Besetzung eines erfolgreichen Autors begann, ist inzwischen beinahe Archivarbeit. Man fragt nicht mehr nur, welchen neuen King David Nathan liest. Ebenso interessant ist inzwischen die Frage, welcher alte King eigentlich noch fehlt.

    Vier nach Mitternacht – Vier Novellen und mehr als 36 Stunden

    2025 erschien mit „Vier nach Mitternacht“ ein weiterer gewaltiger Baustein. Die Sammlung besteht aus „Langoliers“, „Das heimliche Fenster, der heimliche Garten“, „Der Bibliothekspolizist“ und „Zeitraffer“. David Nathan liest die komplette Ausgabe in mehr als 36 Stunden.

    Damit erreicht selbst eine Sammlung von vier Novellen die Länge mancher kompletter Romanserien. Gerade „Langoliers“ zeigt dabei hervorragend, wie sich Kings Geschichten im Hörbuch entfalten können. Eine Flugzeugkabine, verschwundene Passagiere und eine Welt, in der etwas grundlegend nicht mehr stimmt, benötigen keine sichtbaren Monster, solange der Text genügend Bilder erzeugt. Nathan muss diese Bilder lediglich öffnen.

    Stark – The Dark Half – Noch ein Klassiker kehrt zurück

    Im November 2025 folgte „Stark – The Dark Half“. Der Roman erzählt von Thad Beaumont, einem Schriftsteller, der unter einem Pseudonym wesentlich brutalere Bücher veröffentlicht als unter seinem eigenen Namen. Als dieses zweite Autorenleben öffentlich beendet werden soll, entwickelt George Stark allerdings ein ausgesprochen reales Eigenleben.

    Auch hier griff man erneut tief in Kings älteren Katalog. Damit wurde ein weiteres Werk in jene akustische Bibliothek aufgenommen, die inzwischen über mehr als zwei Jahrzehnte gewachsen war.

    Das Leben und das Schreiben – Plötzlich spricht Nathan für Stephen King selbst

    Eine besonders interessante Veröffentlichung erschien 2025 mit „Das Leben und das Schreiben“. Hier gibt es keinen Pennywise, keinen Randall Flagg, keinen Leland Gaunt, keine Dämonen und keine besessenen Autos. Stephen King schreibt über Stephen King. Das Buch verbindet autobiografische Erinnerungen mit Gedanken über Sprache, Literatur und das Handwerk des Schreibens.

    Dadurch entsteht nach zwanzig Jahren King-Hörbüchern eine fast kuriose Situation. Nathan hat unzähligen Figuren Kings seine Stimme gegeben. Nun spricht er einen Text, in dem King über seine eigene Kindheit, seine Karriere, seine Arbeit und sein Selbstverständnis als Autor erzählt. Die Stimme des Erzählers wird damit beinahe zur Stimme des Autors selbst – zumindest für die Dauer des Hörbuchs.

    Das schwarze Haus – Vierzehn Jahre später geht Der Talisman weiter

    2026 erschien „Das schwarze Haus“. Für deutsche Hörer war das eine besondere Veröffentlichung. Die Fortsetzung von „Der Talisman“ wurde erstmals als deutsches Hörbuch produziert. David Nathan liest erneut. Jack Sawyer ist inzwischen erwachsen. Aus dem Jungen, der einst durch die Territorien reiste, ist ein ehemaliger Ermittler geworden. Als ein Serienmörder Kinder tötet, wird Jack erneut mit jener anderen Welt konfrontiert, von der er glaubte, sie hinter sich gelassen zu haben.

    Dass Nathan erneut liest, besitzt beinahe etwas Historisches. 2012 hatte er „Der Talisman“ gesprochen, 2026 folgt die Fortsetzung. Vierzehn Jahre liegen zwischen beiden deutschen Hörbüchern, trotzdem klingt Jack Sawyers Welt wieder mit derselben Stimme.

  • Sara – Ein Klassiker von 1998 kommt erstmals als deutsches Hörbuch

    Für den 28. September 2026 ist „Sara“ angekündigt. Der Roman erschien ursprünglich 1998 und erzählt von dem Schriftsteller Mike Noonan, der nach dem Tod seiner Frau in eine schwere Krise gerät und in sein Ferienhaus in Maine zurückkehrt. Dort wird aus Trauer zunehmend eine Geistergeschichte, die tief in der Vergangenheit des Ortes verwurzelt ist.

    Auch „Sara“ erhält nun eine deutsche Nathan-Fassung. Damit wird eine weitere größere Lücke innerhalb des King-Hörbuchkatalogs geschlossen. Gerade die Auswahl dieses Romans zeigt, dass inzwischen keineswegs nur die allerberühmtesten Titel nachgeholt werden. Stück für Stück arbeitet man sich tiefer in Kings Bibliografie hinein.

    Andere als diese Welten – Der nächste große King wartet bereits

    Am 12. Oktober 2026 soll „Andere als diese Welten“ folgen. Der Roman wird unter den Namen Stephen King und Peter Straub veröffentlicht und führt Jack Sawyers Geschichte weiter. Gleichzeitig verbindet er die Welt von „Der Talisman“ ausdrücklich mit Mittwelt und damit mit Kings großer „Dunkler Turm“-Mythologie.

    David Nathan liest auch diesen Roman. Damit entsteht 2026 innerhalb weniger Monate eine bemerkenswerte kleine Reihe: „Das schwarze Haus“, „Sara“ und „Andere als diese Welten“. Mehr als zwanzig Jahre nach „The Green Mile“ ist also keineswegs absehbar, dass die Verbindung zwischen King und Nathan endet. Im Gegenteil. Sie wächst weiter.

    Ungekürzt – Das entscheidende Wort dieser Hörbuchgeschichte

    Vielleicht gibt es ein Wort, das die Entwicklung der King-/Nathan-Hörbücher besser beschreibt als jedes andere: ungekürzt. Bei Stephen King ist das besonders wichtig. King schreibt nicht wie ein Autor, der möglichst schnell von Handlungspunkt A zu Handlungspunkt B gelangen möchte. Er erzählt Nebenhandlungen, gibt Figuren Biografien, die manchmal nur wenige Kapitel später sterben, beschreibt Kleinstädte, Kindheitserinnerungen, Ehen, Freundschaften, Ängste und alltägliche Gespräche.

    Bei einer stark gekürzten Hörbuchfassung muss vieles davon verschwinden. Die Nathan-Ausgaben verfolgen weitgehend das gegenteilige Prinzip. „Die Arena“ braucht mehr als 41 Stunden? Dann dauert das Hörbuch eben so lange. „Es“ benötigt 52? Dann bekommt Derry 52 Stunden. „The Stand“ kommt auf mehr als 54? Dann reist man eben 54 Stunden durch Kings verwüstetes Amerika.

    Dadurch verändert sich die Funktion des Hörbuchs. Es ist nicht mehr die gekürzte Alternative zum Roman. Es ist der Roman – nur gelesen.

    David Nathan – Von Johnny Depp und Christian Bale zu Stephen King

    David Nathan wurde 1971 in Berlin geboren und gehört seit Jahrzehnten zu den bekanntesten deutschen Synchronsprechern. Besonders stark wird seine Stimme mit Johnny Depp und Christian Bale verbunden. Daneben entwickelte er sich zu einem der gefragtesten deutschen Hörbuchsprecher, insbesondere im Bereich Thriller und Horror.

    Genau diese Synchronkarriere macht die King-Verbindung zunächst beinahe überraschend. Viele Hörer kennen Nathans Stimme bereits, bevor sie das erste King-Hörbuch starten. Doch nach 20, 30 oder 50 Stunden verändert sich diese Wahrnehmung. Dann ist Nathan nicht mehr automatisch Johnny Depp. Er ist Paul Edgecombe, Edgar Freemantle, Bill Hodges, Jake Epping, Jack Sawyer, Billy Summers oder einfach der Erzähler, der durch Derry, Castle Rock und die unzähligen anderen Orte führt.

    Warum David Nathan so gut zu Stephen King passt

    Der vielleicht wichtigste Grund für die Wirkung liegt gerade darin, dass David Nathan nicht permanent gruselig liest. Stephen Kings Geschichten beginnen häufig im vollkommen normalen Leben. Eine Familie zieht um. Ein Schriftsteller fährt mit dem Auto. Kinder treffen sich. Ein Mann geht zur Arbeit. Ein Laden eröffnet. Jemand findet ein altes Auto.

    Wenn bereits diese Szenen mit maximaler Bedrohlichkeit gelesen würden, könnte das Grauen später kaum noch wachsen. Nathan lässt den Alltag deshalb Alltag sein. Er kann trocken und beiläufig erzählen. Humor funktioniert ebenso wie Melancholie. Erst wenn Kings Welt langsam kippt, kann auch seine Stimme dunkler und härter werden. Der Horror wird nicht angekündigt. Er kommt.

    Gerade das passt erstaunlich gut zu einem Autor, bei dem das Übernatürliche häufig nicht aus einer vollkommen fremden Welt hereinbricht, sondern mitten aus einer vertrauten Wirklichkeit wächst.

    Eine Stimme, viele Figuren – Die eigentliche Schwierigkeit

    Besonders beeindruckend wird diese Arbeit bei den großen Ensembles. „The Stand“ hat eine enorme Zahl wichtiger Figuren. „Es“ wechselt zwischen Kindern und Erwachsenen. „Die Arena“ erzählt praktisch eine komplette Kleinstadt. „In einer kleinen Stadt“ lebt davon, dass Leland Gaunt zahlreiche Einwohner Castle Rocks gegeneinander ausspielt.

    Ein Sprecher muss all diese Menschen unterscheidbar machen, ohne permanent hörbar vorzuführen, wie viele Stimmen er beherrscht. Nathan verändert Rhythmus, Lautstärke, Haltung und Tonlage. Manche Figuren sprechen rauer, andere vorsichtiger, aggressiver oder schneller. Aber er bleibt innerhalb einer Lesung. Das ist entscheidend. Ein Hörbuch soll kein Hörspiel imitieren. Gerade deshalb können diese Produktionen über Dutzende Stunden funktionieren.

    Nicht jeder King ist David Nathan – Andere Stimmen gehören ebenfalls dazu

    So eng Nathan inzwischen mit Stephen King verbunden ist, eine vollständige deutsche King-Werkausgabe mit nur einem Sprecher existiert nicht. Das zeigt bereits „Shining“. Die ungekürzte deutsche Fassung wird von Dietmar Wunder gelesen, während David Nathan später die Fortsetzung „Doctor Sleep“ übernimmt. „Dolores“ und „Das Spiel – Gerald's Game“ liegen wiederum mit Anna Thalbach vor. Hinzu kommen ältere Hörbuchproduktionen, bei denen unter anderem Joachim Kerzel, Jürgen Kluckert und weitere Sprecher mit Kings Büchern verbunden waren.

    Gerade deshalb sollte man die Nathan-Veröffentlichungen nicht als offiziell geplante Komplettausgabe verstehen. Es ist etwas anderes: eine über mehr als zwanzig Jahre gewachsene Sammlung, die inzwischen einen außergewöhnlich großen Teil des Werkes umfasst.

    CD, MP3-CD, Download und Streaming – Zwei Jahrzehnte Mediengeschichte

    Die Entwicklung erzählt nebenbei auch die Geschichte des Hörbuchmarktes. „The Green Mile“ erschien 2005 auf zwölf klassischen Audio-CDs. Bei einem Hörbuch von mehr als 50 Stunden wäre eine solche Veröffentlichung ausgesprochen umfangreich geworden. Download und später Streaming veränderten diese Grenzen. Plötzlich spielt es für das Regal keine Rolle mehr, ob ein Hörbuch drei oder 54 Stunden dauert.

    Damit wurden gerade bei einem Autor wie Stephen King ungekürzte Ausgaben wesentlich attraktiver. Seine oft enorm umfangreichen Romane mussten nicht mehr auf eine wirtschaftlich noch vertretbare Anzahl von CDs zusammengeschnitten werden. Gleichzeitig verschwand das physische Hörbuch nicht vollständig. Viele Produktionen erschienen zusätzlich auf MP3-CD. Damit durchläuft die King-/Nathan-Geschichte inzwischen mehrere Mediengenerationen – von der großen CD-Box bis zur Datei auf dem Smartphone.

    Neue Romane und alte Klassiker – Zwei Richtungen gleichzeitig

    Das eigentlich Faszinierende am heutigen Katalog ist, dass er in zwei Richtungen wächst. Auf der einen Seite kommen neue Bücher hinzu: „Das Institut“, „Billy Summers“, „Fairy Tale“, „Holly“, „Ihr wollt es dunkler“, „Kein Zurück“ und „Andere als diese Welten“.

    Gleichzeitig wächst die Bibliothek rückwärts. „Cujo“, „Der Buick“, „Tommyknockers“, „Feuerkind“, „Regulator“, „Colorado Kid“, „Desperation“, „Dead Zone“, „Sprengstoff“, „Vier nach Mitternacht“, „Stark“, „Das schwarze Haus“ und „Sara“ holen ältere Phasen von Kings Werk nach.

    Dadurch treffen innerhalb weniger Veröffentlichungsjahre völlig unterschiedliche Jahrzehnte seiner Karriere aufeinander. Ein gerade erst geschriebener Roman kann neben einem Buch erscheinen, das seit 30 oder 40 Jahren im Regal steht. Und David Nathan verbindet beide.

  • Mehr als fünfzig Hörbücher – Aber keine eigentliche Serie

    Natürlich muss man bei der genauen Zahl vorsichtig sein. Je nachdem, wie einzelne Novellen, Sammlungen, spätere Digitalausgaben und Wiederveröffentlichungen gezählt werden, können Datenbanken zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. „The Green Mile“ ist dafür ein gutes Beispiel. Die Nathan-Aufnahme stammt von 2005, die spätere digitale Ausgabe trägt dagegen ein anderes Veröffentlichungsjahr. Würde man jede technische Neuauflage separat zählen, würde dieselbe Lesung mehrfach auftauchen.

    Die Übersicht zählt deshalb eigenständige Nathan-Lesungen beziehungsweise Sammlungen und nicht jede spätere Ausgabe. So ergibt sich bis zu den bereits angekündigten Veröffentlichungen im Oktober 2026 eine Sammlung von rund 55 Titeln.

    Aber wichtiger als die exakte Zahl ist ohnehin die Dimension: mehr als zwanzig Jahre, Dutzende Bücher, Hunderte Stunden Stephen King und immer wieder dieselbe Stimme.

    Stephen King & David Nathan - John Coffey bis Jack Sawyer

    2005 erschien „The Green Mile“ mit David Nathan auf zwölf CDs. Damals war es ein Hörbuch. Nicht der Auftakt einer angekündigten Reihe, nicht Folge 1 einer Stephen-King-Sammlung, sondern einfach eine ungekürzte Lesung eines Romans.

    Dann kam „Puls“. Danach „Qual“ und „Wahn“. 2010 dauerte „Die Arena“ plötzlich mehr als 41 Stunden. 2011 führte Nathan mehr als 52 Stunden lang durch Derry und „Es“. 2012 folgten innerhalb eines Jahres gleich mehrere weitere Veröffentlichungen, darunter „Der Anschlag“, „Der Talisman“ und das mehr als 54 Stunden lange „The Stand“.

    Irgendwann hatte sich etwas verändert. David Nathan las nicht mehr nur Stephen King. Er war für viele deutsche Hörer zu Stephen Kings Stimme geworden.

    Er erzählte von Pennywise und John Coffey, von Annie Wilkes und Christine, von Randall Flagg, Leland Gaunt, Louis Creed, Bill Hodges, Holly Gibney, Jack Sawyer, Billy Summers und all den anderen Figuren, die im Laufe der Jahrzehnte aus Kings Fantasie entstanden sind. Dabei liest Nathan keineswegs nur Horror. Er liest Zeitreisen und Kriminalromane, Fantasy und Dystopien, Coming-of-Age und Endzeit, Kurzgeschichten und Romane mit mehr als tausend Seiten. Er liest King als Stephen King und als Richard Bachman, gemeinsam mit Peter Straub oder Owen King entstandene Geschichten und inzwischen sogar das Buch, in dem Stephen King über Stephen King und das Schreiben erzählt.

    Besonders spannend ist aber, was in den letzten Jahren hinzugekommen ist. Der Katalog wächst nicht nur durch neue Romane weiter. Immer mehr ältere Bücher erhalten ihre erste vollständige deutsche Hörbuchfassung. „Colorado Kid“, „Dead Zone“, „Sprengstoff“, „Das schwarze Haus“ und nun „Sara“ zeigen, dass diese akustische Bibliothek noch längst nicht abgeschlossen sein muss.

    Natürlich gibt es weiterhin King-Hörbücher mit anderen Stimmen. Dietmar Wunder liest „Shining“, Anna Thalbach „Dolores“ und „Das Spiel“, und ältere Generationen verbinden Stephen King teilweise mit ganz anderen Sprechern. Aber keine dieser Feststellungen ändert daran etwas, wie außergewöhnlich umfangreich die Verbindung zwischen King und Nathan inzwischen geworden ist.

    Von einer zwölf CDs umfassenden Produktion im Jahr 2005 bis zu neuen Hörbüchern im Herbst 2026. Von „The Green Mile“ bis „Andere als diese Welten“. Von 14 Stunden bis zu mehr als 54 Stunden. Von aktuellen Bestsellern bis zu Romanen, die Jahrzehnte auf ihre erste deutsche Hörbuchfassung warten mussten.

    Und vielleicht liegt genau darin das Besondere dieser inzwischen mehr als zwanzigjährigen Geschichte. Es gab keinen großen Masterplan und keine fortlaufenden Nummern auf den Covern. Die Sammlung ist einfach immer weitergewachsen – Roman für Roman, Klassiker für Klassiker, Jahr für Jahr.

    Bis irgendwann etwas entstanden war, das nie ausdrücklich als Reihe bezeichnet wurde und sich trotzdem längst wie eine anhört.

    Man startet ein neues Stephen-King-Hörbuch. David Nathan beginnt zu lesen. Und nach wenigen Sätzen ist man wieder dort: in Maine, in Derry, in Castle Rock oder in irgendeiner anderen jener Welten, in denen zunächst alles vollkommen normal aussieht.

    Bis es das plötzlich nicht mehr ist.

  • Bei mir steht jetzt "Revival" an, was ich noch gar nicht kenne, also auch nicht als Buch.

    Ich liebe David Nathans Interpretationen, halte mich aber genau deswegen bei Neuerscheinungen inzwischen zurück. Auch die alten Sachen stehen nicht allzu oft bei mir auf dem Programm. Ich habe immer Angst, dass ich ihn irgendwann einmal zuviel höre und seiner überdrüssig werde.

    So wie bei richtig guter Schokolade 😉

  • Den Vergleich mit der guten Schokolade finde ich ziemlich passend. 😄 Bei David Nathan könnte ich mir allerdings nur schwer vorstellen, dass ich mich irgendwann satthöre. Gerade bei King gehört seine Stimme für mich inzwischen einfach dazu.

    „Revival“ komplett ohne Vorkenntnisse vor sich zu haben, ist natürlich auch nicht schlecht. Da bin ich gespannt, wie es dir gefällt.

  • [...]

    „Revival“ komplett ohne Vorkenntnisse vor sich zu haben, ist natürlich auch nicht schlecht. Da bin ich gespannt, wie es dir gefällt.

    Ich habe am Sonntag nach einigen Stunden Potter mit Revival angefangen und wollte eigentlich jetzt am Samstag damit weitermachen. Aber wie das so ist, wenn David Nathan etwas vorliest ... Ich bin also schon fertig. 😄

    Schon vor dem Kauf hatte ich mich gewundert, warum ich diese Geschichte noch nicht kenne, denn eigentlich habe ich alles gelesen oder doch wenigstens gehört, was von King auf dem deutschen Markt zu kriegen war bzw. ist. Allerdings hatte ich nach dem Dunklen-Turm-Zyklus erst mal keine Lust mehr auf meinen - bis dahin - Lieblingsautor. Ich habe Jake und den Revolvermann geliebt, aber zum Ende hin hat das Lesen immer weniger Spaß gemacht. "Susannah" fand ich schon grenzwertig, aber bei "Der Turm" war der Ofen für mich aus. Den Band habe ich nur zu Ende gelesen, um es endlich hinter mich zu bringen.

    Ja, ich hatte verstanden, dass und warum King eine schwere Krise durchlitt und er sich hier therapeutisch austoben musste. Wie er das gemacht hat, hat mir trotzdem nicht gefallen, ganz und gar nicht. Deswegen habe ich seine Bücher sehr lange Zeit nicht angefasst und zu großen Teilen sogar verschenkt. Erst "Die Arena" hat mich wieder gelockt. Dann kamen "Der Anschlag" und die Bill-Hodges-Romane.

    Während der Pandemie habe ich dann nachgeholt, was ich bis dahin verpasst hatte. Aber so, wie es nun aussah, eben doch nicht alles.

    Während ich David Nathan gelauscht habe, hatte ich - etwa bis zu der Zeit des Unfalls - immer wieder mal das Gefühl, die eine oder andere Szene eben doch schon zu kennen. Allerdings endeten die nie so wie erwartet, also erinnerten sie mich wohl eher an die Bruchstücke anderer Geschichten. Was mich aber viel mehr irritiert hat: Es fehlten die Überraschungen. Von King bin ich gewohnt, dass gerade dann, wenn seine Geschichten "vor sich hinplätschern" und man mehr oder weniger tiefste Entspannung erreicht hat, ein 'Vorschlaghammer' kommt. Mal nur ein kleiner, mal ein wesentlich größerer, aber hier hat mich nichts verblüfft, geschockt oder wenigstens erstaunt. Das kann natürlich auch daran liegen, dass ich nicht nur von King ganz andere Kost gewöhnt bin.

    Trotzdem habe ich, als Jamie mit seinen Nachforschungen anfing, selbst ein wenig recherchiert - mit dem Ergebnis, dass ich das Buch in den Schrank gestellt hätte, wenn es mir nicht so erstklassig vorgelesen worden wäre.

    "An Charles Jacobs dachte sie in diesem Moment sicher nicht im Entferntesten, und das war auch richtig so. Aus meinen Gedanken verschwand er jedoch nie, jedenfalls nicht vollständig." Jamie Morton

    Tja, was soll ich sagen - ich hatte Jacobs komplett vergessen. Die Recherche in meinem Mail-Archiv hat nämlich ergeben, dass ich das Hörbuch im April 2017 schon einmal gekauft und ganz sicher auch gehört habe. Nur hat die Geschichte offenbar keinen bleibenden Eindruck auf mich gemacht.
    Ich will jetzt nicht behaupten, dass ich sie langweilig finde (schon gar nicht, wenn David Nathan sie vorliest), aber sie gehört auch nicht zu denen, die ich auf jeden Fall empfehlen möchte.

  • Das ist ja wirklich herrlich. 😄 Du fragst dich die ganze Zeit, warum dir einzelne Szenen irgendwie bekannt vorkommen, und am Ende stellt sich heraus, dass du das Hörbuch 2017 tatsächlich schon einmal gehört hast. Dass davon so wenig hängen geblieben ist, spricht natürlich nicht unbedingt für „Revival“.

    Wobei ich dir bei David Nathan absolut zustimme. Der kann mir vermutlich auch das Telefonbuch vorlesen und ich würde dranbleiben. Gerade bei King ist er für mich einfach unschlagbar.

  • ich habe nur Brennen muss Salem von Jürgen Kluckert gelesen, gehört. Bei ihm denke ich aber immer an Benjamin Blümchen 😅habe erst vor kurzem angefangen intensiver Hörbücver zu hören. Ein paar habe ich bei Audible , wollte ich jetzt mal hören, habe erst andere gehört

    Hier würde ich mich aber über eine Neu Version mit David Nathan freuen, ist mein Lieblings Steven King Buch

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