Mydworth - Ein Fall für Lord und Lady Mortimer -01- Bei Ankunft Mord

  • Inhaltsangabe:

    England, 1929: Mydworth - ein kleiner verschlafener Ort im ländlichen Sussex. Hier geschieht selten etwas Aufregendes ... Aber das ändert sich, als der junge Adlige Sir Harry Mortimer zusammen mit seiner amerikanischen Frau Kat in seinen Heimatort zurückkehrt. Bei einer glanzvollen Party auf Mydworth Manor werden kostbare Juwelen gestohlen. Einer der Täter wird auf der Flucht erschossen, der andere entkommt. Lady Lavinia, Hausherrin und Harrys Tante, bittet ihren Neffen um diskrete Hilfe. Und da die örtliche Polizei überfordert ist, beginnen Kat und Harry auf eigene Faust zu ermitteln...

    Die beliebte Cosy-Crime-Serie jetzt endlich auch als Hörspiel - mit Torben Liebrecht als Harry Mortimer und Josefine Preuß als Kat.

    Soll am 1.10 erschienen.

    DerPoldi
    October 3, 2026 at 10:51 AM
  • Mydworth - Folge 1 Bei Ankunft Mord

    Der Titel ist Programm !

    Das Hörspiel beginnt sofort mit einem klassischen Krimi-Motiv und auch Lord und Lady Mortimer haben kaum englischen Boden betreten, als sie in die Geschehnisse verwickelt werden.

    Mir hat diese charmant-unterhaltende 1.Folge sehr gut gefallen. Sprecher, Atmosphäre, Geräusche, die jazzige Musik, alles fügt sich zu einem kurzweiligen Abenteuer, das ruhig und stilsicher erzählt wird, jedoch ohne Längen und mit vielen Standortwechseln.

    Mir gefällt auch die Chemie zwischen dem Paar: Hier der stets beherrschte englische Lord und dort die wortgewandte, bodenständige Amerikanerin. Und es wird definitiv mehr geküsst und gekuschelt als in anderen nostalgischen Krimis ( also, die ich so höre). Cosy, halt.

    Für mich ein rundum gelungener Start in eine neue klassisch-historische Krimireihe :)

  • Adlige Rezension:

    DerPoldi
    October 3, 2026 at 10:51 AM

  • Ich habe heute endlich fertig gehört. Am Abend war ich immer sofort weg. Ein sehr charmantes Teil mit zwei Sympathieträgern. Erinnert mich an Paul Temple. Tolle Musik, tolle Sprecher und die Geschichte ist durchaus unterhaltsam und kniffelig. Ich freue mich auf Folge 2 #jaja#

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Ich habe mir zur Vorbereitung die Auftaktepisoden der beiden Krimiserien von Neil Richards und Matthew Costello, Cherringham und Mydworth, zu Gemüte geführt. Während Cherringham in der Gegenwart spielt und eine englische Webdesignerin mit einem amerikanischen Polizisten im Ruhestand zusammenführt, erleben wir bei Mydworth ebenfalls ein amerikanisch-englisches Gespann: eine Amerikanerin aus der Bronx mit weltweiter Abentuer-Erfahrung und ihren englischen adeligen Ehemann, ebenfalls ein Abenteurer.

    Cozy-Krimis gibt es wie Sand am Meer. Diese beiden Reihen sind aber doch etwas Besonderes. Nicht nur, dass sie bei einem deutschen Verlag auf Deutsch und Englisch erscheinen, sondern insbesondere, dass es sich dabei nicht um ausgewachsene Romane, sondern um Novellen handelt: kurze, flott erzählte Geschichten mit einem Umfang von meist nur 120 bis 160 Seiten.

    Das Hörspiel hält sich sehr genau an die Vorlage. Man könnte sogar die Frage stellen, ob es dafür wirklich 76 Minuten gebraucht hätte und ob der Geschichte nicht eine gewisse Straffung gutgetan hätte. Wir wollen uns aber nicht beschweren, denn allzu große Längen gibt es nicht. Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen: Atmosphäre, Musik, die beiden Helden und der leichte Tonfall – das ist alles wunderbar und wird mich auf jeden Fall dazu bringen, diese Reihe weiterzuverfolgen, sofern sie fortgesetzt wird.

    Der Fall ist eher seicht, ja. Aber das ist bei diesen Krimireihen kein Bug, sondern ein Feature. Die Geschichten sollen bewusst leicht und unterhaltsam sein, etwas zum Wegsnacken.

    Was mir allerdings gar nicht gefallen hat: Bei dem Hörspiel-Script ist durchaus noch Luft nach oben. Dieses Hörspiel dürfte gerne noch ein bisschen mehr Hörspiel sein. Viele Szenen werden nicht wirklich szenisch aufgelöst, wie man es in einem Hörspiel macht. Stattdessen muss insbesondere die Hauptdarstellerin große Mengen an Info-Dumps aus dem Skript nebenbei im Dialog vorlesen, die sie der Hörerschaft dann um die Ohren hauen muss. Gerade am Anfang fand ich das eher nervig und alles andere als elegant. Ja, da müssen Figuren und Setting eingeführt werden, das geht aber auch deutlich weniger vordergründig; die Plumpheit hier ist echt ein Ärgernis.

    Abschließend aber zum Besten an diesem Hörspiel: den beiden Hauptdarstellern. Torben Liebrecht ist binnen kürzester Zeit zu meinem Lieblingssprecher für Sherlock Holmes aufgestiegen, er macht das auch hier ganz toll, und die wunderbare Josephine Preuß ist ohnehin eigentlich immer großartig. Die beiden machen wirklich viel Spaß.

    Mit diesen kleinen Einschränkungen bin ich also sehr glücklich mit dem Hörspiel und werde definitiv weitere Folgen hören. Ich werde künftig wohl aber nicht mehr unbedingt parallel lesen und hören, sondern mich vermutlich auf die Hörspiele beschränken. So sie denn fortgesetzt werden. Bisher gibt es 19 von diesen Novellen-Bänden. Bei der anderen Serie, Cherringham, sogar 50 Novellen-Bände und zwei ausgewachsene Romane, die läuft aber auch schon deutlich länger.

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