• Manchmal fällt der Begriff Mainstreamhörer. Doch was oder wer ist das konkret? Würdet ihr euch als einen solchen bezeichnen? Und was ist überhaupt der Mainstream im Hörspielbereich überhaupt?

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Ich finde den Begriff „Mainstreamhörer“ im Hörspielbereich gar nicht so leicht zu greifen. Vermutlich versteht darunter jeder etwas anderes.

    Wenn man den Begriff überhaupt verwenden möchte, würde ich damit zunächst Hörer verbinden, die sich hauptsächlich an den großen, bekannten Serien orientieren. Also an Reihen wie Die drei ???, TKKG, John Sinclair, Bibi Blocksberg, Benjamin Blümchen oder vielleicht auch Sherlock Holmes. Das sind Produktionen, die eine große Bekanntheit besitzen, regelmäßig erscheinen und weit über die eigentliche Hörspielszene hinaus wahrgenommen werden.

    Aber ist man deshalb automatisch ein Mainstreamhörer, nur weil man solche Serien gerne hört? Das würde ich verneinen. Viele von uns hören schließlich sowohl die großen Klassiker als auch kleinere Produktionen, ungewöhnliche Stoffe oder Reihen von Labels, die außerhalb der Hörspielszene kaum jemand kennt.

    Ich selbst würde mich deshalb nicht ausschließlich als Mainstreamhörer bezeichnen. Natürlich höre ich viele bekannte Serien und bin einigen davon seit Jahrzehnten treu. Gleichzeitig interessieren mich aber auch kleine Labels, ältere Reihen, ungewöhnliche Einzelproduktionen und Stoffe, die vielleicht nur eine sehr begrenzte Hörerschaft erreichen.

    Für mich sagt der Begriff daher weniger über die Qualität oder den persönlichen Geschmack aus, sondern eher darüber, wie breit jemand hört. Wer ausschließlich die großen Namen kennt, bewegt sich vielleicht stärker im Mainstream. Wer darüber hinaus neugierig bleibt und auch abseits der bekannten Marken sucht, verlässt ihn wieder.

    Am Ende finde ich die Bezeichnung aber etwas künstlich. Entscheidend ist doch, ob ein Hörspiel gefällt. Ob es von einem großen Label stammt, millionenfach gestreamt wird oder nur eine kleine Fangemeinde besitzt, spielt für mich beim Hören keine Rolle.

  • Mainstream ist für mich, was sehr viele oder die meisten konsumieren. Im Hörspielbereich sicher der Krimi was das Genre angeht und ansonsten im kommerziellen schon die klassischen Kinderserien von damals und die Sherlocks in der aktuellen Zeit. Insgesamt ist beim Medium Audio aber das Hörspiel wahrscheinlich gar kein Mainstream. Musik, Podcasts und Hörbücher sind da sicher dominanter. Zumindest bei den Erwachsenen.

    Ich konsumiere sowohl Hörspiele aus dem Mainstream, als auch jenseits davon. Mit meinem Lieblingsgenre „SciFi“ bin ich wahrscheinlich auch nicht mehr unbedingt immer im Mainstream Bereich.

  • Ich weiß nicht, dann bin ich wohl auch eher kein Mainstream-Hörer... oder doch...😃

    Zu Mainstream würden mir dann auch in erster Linie Serien oder Reihen, wie »Drei ???«, »TKKG«, »Gruselserie«, »Sherlock Holmes«, »Edgar Wallace« oder auch das »Gruselkabinett« einfallen.

    Nur wäre dieser Mainstream dann irgendwie gleichzeitig auch old-school, da ja besonders die erstgenannten schon seit Ewigkeiten existieren... und gerade diese mag ich ja besonders.

    Neues ist mir nicht unbedingt ein Graus, aber die neueren Sachen haben es bei mir schon sehr, sehr schwer, da bei mir der Kindheitsbonus eine enorme Rolle spielt.

    So wie ich hier im Talk lese, ist aber auch vieles Mainstream, was mir jetzt eher noch unbekannt ist... worauf ich vielleicht gar keine Lust habe, weil mir manche Konstellationen schon irgendwie nicht gefallen.

    Ich brauche beispielsweise eigentlich keine neuen Geschichten von Sherlock Holmes, weil mir die Klassiker bereits gut gefallen und sie eben von Arthur Conan Doyle sind. Ebenso verstehe ich nicht, warum Sir Baskerville ermitteln muss. Oder Irene Adler. Warum ist bei Mimi Rutherford Miss Marple auf dem Cover? Oder was hat Oscar Wilde mit Mycroft Holmes zu schaffen.

    Diese Serien würden mich nie reizen, obwohl sie wahrscheinlich sogar gut sind. Aber alles kann man sowieso nicht hören. Man muss halt eine Auswahl treffen.

    Und bei dem alten Zeug, z.B. auch die Fünf Freunde (1 bis 21) komme ich immer wieder ins Schwärmen. Da wird sich auch soviel nicht mehr ändern.

    Ich bin dann wohl eher ein Old-School-Hörer mit großer Tendenz zum alten Mainstream und einer gewissen Offenheit zu neuerem Material...🤭

  • Ich denke: Während der Begriff "Mainstream", obwohl er vielleicht etwas schwammig ist, auch relativ neutral und verständlich ist, klingt "Mainstreamhörer" fast schon überheblich oder sogar beleidigend – jedenfalls, wenn er über andere geäußert wird. Dabei ist es völlig legitim, sich seinen Zugang zu Hörspielen darüber zu suchen, was man als Kind kannte, was besonders populär ist, oder auch, was große, bekannte Namen zu bieten hat.

    Klar ist es besser, den vollen Durch- und Überblick zu haben über alles, was es in dem Bereich gibt, und so eine noch bessere Auswahl für den eigenen Geschmack zu finden. Aber wer hat das schon (hier vielleicht einige... :))? Ich selbst habe das Gefühl, bisher auch nur an der Oberfläche gekratzt zu haben. Aber wenn mir eine Serie gefällt, bleibe ich halt dran. Und dann habe ich erstmal genug zu hören, bis ich etwas Neues suche. In diesem Fall freue ich mich immer über Inspirationen aus dem Hörspieltalk. :thumbup:Ob es sich dann aber um Hörspiele der Kategorie "Mainstream" handelt oder nicht, ist mir erstmal egal. Ob man noch tiefer in die Materie einsteigen möchte, ist dann letztlich eine Zeitfrage...

    Ich freue mich auch immer, wenn ich weniger bekannte Hörspiele quasi als Perle entdecke, und gerade kleinere Produzenten unterstützt werden, die vielleicht mit viel Leidenschaft und wenig bis keinen finanziellen Interessen ihre Hörspiele anfertigen. Aber auch der "Pop"-Bereich hat seine Daseinsberechtigung.

  • Hat die Hörspielszene so viele Hörspielhörer, dass man überhaupt von einem Mainstream sprechen kann? Oder sind wir alle eher Nerds und Freaks? Die Gedanken kommen mir schon in den Sinn. Aber Ja, wenn ich an die Verkaufs- und Streamingszahlen denke, dann würde ich ??? und einige Kinderserien als Mainstream bezeichnen. Wobei im Erwachsenenbereich wären Sinclair, Sherlock Holmes, Midnight Tales, Gruselserie, Gruselkabinett, Margaret Rutherford wohl Mainstream, weil sie häufig im Stream gehört werden:

    hoerspiel
    June 26, 2023 at 5:32 PM


    Ob man Mainstream positiv oder negativ „bewertet“, ist wohl subjektiv. Fakt ist, dass Mainstream gleichzusetzen ist mit finanziellem Erfolg.

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Ich bin wohl beides - Mainstreamhörer, da ich ???, Sinclair usw. höre, aber auch Nerd, da ich auch viele Hörspiele abseits des Mainstreams konsumiere und auch sammle.

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

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