Vor einer Weile habe ich die eigenen Hörpsielserien von Moriaty und Frankenstein entdeckt und fühlte beim Hören eine Störung. Besonders bei Moriaty, den ich jahrzehntelang ausschließlich als das EvilMind und den großen Gegner von SH wahrgenommen habe. Ich würde gerne wissen, was ihr spannend an der Serie findet und ob ihr auch ein Störgefühl wahrnehmt?
Moriaty - Wenn Gegner, Freunde werden sollen
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Anfangs war das für mich tatsächlich auch etwas ungewohnt. Moriarty war für mich über viele Jahre hinweg einfach der große Gegenspieler von Sherlock Holmes – das geniale, gefährliche Gegenstück, das im Hintergrund die Fäden zieht. Ihn plötzlich als zentrale Figur einer eigenen Serie zu erleben, hat dieses festgefahrene Bild natürlich erst einmal ordentlich durcheinandergebracht.
Im weiteren Verlauf habe ich aber wirklich Gefallen daran gefunden. Ich glaube, man muss sich einfach darauf einlassen, dass die Serie keine werkgetreue Fortsetzung des klassischen Holmes-Kosmos sein möchte, sondern sich ganz bewusst eine freie Interpretation der Figur erlaubt. Genau darin liegt für mich inzwischen auch ihr Reiz.
Moriarty wird hier nicht einfach zum Helden umgeschrieben, sondern bekommt mehr Raum, mehr Facetten und eine eigene Perspektive. Dadurch verschwindet das Bild des klassischen Gegners nicht, es wird lediglich erweitert. Für mich funktioniert das deshalb inzwischen erstaunlich gut.
Das anfängliche Störgefühl war also durchaus da, aber es hat sich mit jeder Folge mehr gelegt. Heute sehe ich die Serie als eigenständige Variante, die sich Freiheiten nimmt und gerade dadurch etwas Neues aus einer sehr bekannten Figur herausholt.
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Ich hab letztes Jahr drei (waren es glaub ich) Folgen von Moriaty gehört, weil ich Antagonisten,sprich Hauptfiguren, mit dunklem Mindset, einfach ultra gerne mag.
Auch die Titel von Moriaty klangen für mich vielversprechend! Mir persönlich waren die Stories jedoch nicht spannend genug, haben mich also nicht abgeholt, und Andreas Fröhlichs angenehme Stimme, klang mir nicht böse oder zumindest nicht kriminell genug, als dass es mich bei der Stange gehalten hätte.
Ich fand's dann schade, aber ich hab eben das Geld in andere Hörspiele investiert.
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Ich finde dass das Potenzial von Moriarty in den Originalen von Doyle nicht ausgeschöpft wurde, er kommt quasi nur in "das letzte Problem" vor, wo er einfach als Holmes, aber böse dargestellt wird. Er hat aber nicht wirklich eine eigene Persönlichkeit und das finde ich persönlich sehr schade.
In der Maritim Serie wird es dann umgedreht. Sherlock Holmes, von dem man alles aus den Originalen weiß, wird eine Nebenfigur, während Moriarty eine wirkliche Vergangenheit bekommt und er so eine eigene Persönlichkeit entwickelt.
Was ich im Zusammenhang mit dem Maritim Kosmos sehr mag, ist das er sich anfangs nicht auf eine der zwei Seiten stellt, sondern seine eigene Partei bildet, und so erstmal undurchsichtig bleibt. Zum Zeitpunkt von Folge 16 hatte ich dass ewige Spiel "Dracula und der Zirkel greifen England an, Sondermittler wehren die Bedrohung ab, niemand kommt zu schaden" wirklich satt und die Tatsache, dass Dracula eingesperrt wurde und Moriarty Zirkelanführer wurde, fand ich sehr schön, denn Moriarty ist nicht verbissen darauf England zu erobern (ich habe Draculas Motivation dahinter auch nie ganz verstanden) sondern er wendet sich seinen eigenen Zielen zu wie dass erreichen der Unsterblichkeit, wozu Frankenstein natürlich auch sehr gut passt.
Die Moriarty Serie ist also keine Werkgetreue Fortsetzung, aber er wird zumindest wie ein vollständiger Charakter behandelt, was mir in den Originalen gefehlt hat. Mit der Stimme von Andreas Fröhlich hat er etwas freundliches, aber auch verschlagenes an sich, wodurch Fröhlich für mich die perfekte Bestzung ist. -
Ich hab ein richtiges Störgefühl bei Charles Kindingers Moriarty bekommen. Das hat erstmal nichts mit der Zirkel Parallelwelt zu tun und hat ein paar richtig gute eigene Ideen die einen an den klassischen Holmes Romanen zweifeln lassen.
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Ich finde dass das Potenzial von Moriarty in den Originalen von Doyle nicht ausgeschöpft wurde, er kommt quasi nur in "das letzte Problem" vor, wo er einfach als Holmes, aber böse dargestellt wird. Er hat aber nicht wirklich eine eigene Persönlichkeit und das finde ich persönlich sehr schade.
In der Maritim Serie wird es dann umgedreht. Sherlock Holmes, von dem man alles aus den Originalen weiß, wird eine Nebenfigur, während Moriarty eine wirkliche Vergangenheit bekommt und er so eine eigene Persönlichkeit entwickelt.
Was ich im Zusammenhang mit dem Maritim Kosmos sehr mag, ist das er sich anfangs nicht auf eine der zwei Seiten stellt, sondern seine eigene Partei bildet, und so erstmal undurchsichtig bleibt. Zum Zeitpunkt von Folge 16 hatte ich dass ewige Spiel "Dracula und der Zirkel greifen England an, Sondermittler wehren die Bedrohung ab, niemand kommt zu schaden" wirklich satt und die Tatsache, dass Dracula eingesperrt wurde und Moriarty Zirkelanführer wurde, fand ich sehr schön, denn Moriarty ist nicht verbissen darauf England zu erobern (ich habe Draculas Motivation dahinter auch nie ganz verstanden) sondern er wendet sich seinen eigenen Zielen zu wie dass erreichen der Unsterblichkeit, wozu Frankenstein natürlich auch sehr gut passt.
Die Moriarty Serie ist also keine Werkgetreue Fortsetzung, aber er wird zumindest wie ein vollständiger Charakter behandelt, was mir in den Originalen gefehlt hat. Mit der Stimme von Andreas Fröhlich hat er etwas freundliches, aber auch verschlagenes an sich, wodurch Fröhlich für mich die perfekte Bestzung ist.Ein sehr interessanter Input. Danke

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