Hallo zusammen, ich habe vor wenigen Wochen ein Bibi Blocksberg-Hörspiel geschrieben und das Skript an KIDDINX geschickt. Leider kann ich euch hier nicht das ganze Skript zeigen, weil maximal nur 10000 Zeichen in einem Beitrag Platz haben. Aber eines kann ich sagen: Die Folge heißt Zurück in München und vielleicht erscheint sie nächstes Jahr.
Mein Bibi Blocksberg-Hörspielskript
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und weiterhin viel Erfolg beim Schreiben ✊✊✊ -
Vielen lieben Dank.
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Wurde das Skript von Kiddinx denn angenommen für eine Umsetzung?
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Ich habe leider noch keine Antwort bekommen.
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Wartet, ich habe eine Idee. Ich zeige euch das Skript in Teilen. Also, pro Beitrag vielleicht eine Szene. Das probier ich mal. Also:
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SZENE 1
WOHNZIMMER DER BLOCKSBERGSATMO: Ruhiger Vormittag im Wohnzimmer.
BIBI:
Oh Mann, sind das langweilige
Ferien! Alle meine Freunde
sind verreist! Marita ist dieses Jahr zu
ihrer Oma nach Tirol
gereist! Florian ist mit seinen Eltern in
Belgien! Und Moni ist
sogar auf einer Safari in Kenia! Nur ich, ich
muss zu Hause
bleiben!BERNHARD:
Tja, Bibi, tut mir leid, aber
wir können nichts
dafür! Wir können uns dieses Jahr eben keinen
großen Urlaub
leisten!BARBARA:
Genau, wir müssen sparen! Du
weißt ja, wie viel die
neue Heizung gekostet hat!BIBI:
Ja, Mami, aber trotzdem langweile
ich mich! Ohne meine
Freunde macht es einfach keinen Spaß, in
Neustadt zu bummeln oder
im Schwimmbad zu spielen!SFX: Türklingeln
BERNHARD:
Ich geh schon! Oh, ein Brief!
Von meiner Schwester
Luisa!BIBI:
Von Tante Luisa? Wie nett, dass
sie uns mal schreibt!ERZÄHLER:
Oh, ein Brief von Tante
Luisa? Das klingt ja
spannend! Was sie wohl von den Blocksbergs will?
Aber, Hallo
erstmal, ihr Lieben, schön, dass ihr wieder mit dabei
seid!
Erinnert ihr euch noch an Bibis Tante Luisa? Sie ist
Bernhards
Schwester und 20 Jahre älter als er. Sie wohnt in
München und Bibi
war schon mal bei ihr zu Besuch. Damals war
Tante Luisa nicht
besonders freundlich. Bibi wollte unbedingt
wissen, wieso, und dabei
hat sie herausgefunden, dass Tante Luisa
unglücklich war, weil sie
um ihren Verlobten Friedrich Bergmann
trauerte, der vor 30 Jahren bei
einem Schiffsunglück verloren
ging. Aber dann fand Bibi heraus, dass
Friedrich noch lebte und
sich in Hamburg niedergelassen hatte. Sie
erreichte mit Hilfe von
Karla Kolumna, dass Friedrich nach München
kam und Luisa
wiedersehen konnte. Und danach haben Luisa und
Friedrich auf ihre
alten Tage nachträglich geheiratet. Tja, und
jetzt schreibt sie
mal an die Blocksbergs? Bin mal gespannt, was sie
will.SFX: Briefumschlag wird geöffnet.
BERNHARD:
Bibi, der Brief ist für
dich!BIBI:
Für mich? Gib mal her, Papi!SFX: Papier raschelt.
BIBI:
Liebe Bibi, wie geht es dir und deinen Eltern? Ich hoffe, du
genießt
deine Sommerferien. Hör mal, Onkel Friedrich und ich
haben eine
Überraschung für dich. Wir wohnen nicht mehr in
meiner Wohnung in
der Clemensstraße, sondern haben uns ein
kleines Häuschen mit
Garten gekauft. Wir wollten dich einladen,
damit du das Haus mal
selbst sehen kannst und weil wir dachten,
dass du uns bestimmt mal
wiedersehen willst! Micha, mein alter
Nachbarsjunge, will dich auch
unbedingt mal wiedersehen. Daher
erlaube ich dir, dass du ihn
besuchen darfst. Wir freuen uns auf
dich! Liebe Grüße, deine Tante
Luisa.Oh, wow, eine Einladung! Mami, Papi, Tante Luisa hat mich
nach
München eingeladen! Ich darf doch, oder? Och bitte!BARBARA:
Naja, ich weiß nicht so
recht, Bibilein! So ganz
alleine nach München!BERNHARD:
Aber, Barbara, wir haben Bibi
doch damals auch
alleine fahren lassen! Sie wird das schon schaffen!BIBI:
Genau, Papi! Also, darf ich?BARBARA:
Na gut, meinetwegen! Du bist
ja schon alt genug! Aber,
Bibi, lass Tante Luisa unter keinen
Umständen erfahren, dass wir
Hexen sind!BIBI:
Wieso eigentlich, Mami?BARBARA:
Naja, Bernhard hat es ihr
nicht mal verraten, als wir
geheiratet haben!BIBI:
Ach was, sie würde es uns
bestimmt nicht übel nehmen!
Aber wenn ihr darauf besteht, dann sag
ich es ihr und Onkel
Friedrich erstmal nicht!ERZÄHLER:
Aha, Tante Luisa hat Bibi
also nach München
eingeladen! Das ist ja eine Überraschung und
genau das Richtige
für Bibi. Bernhard ruft Tante Luisa an und
schlägt vor, dass
Bibi am nächsten Mittwoch kommt. Und so geschieht
es auch. Bibi
ist die ganzen nächsten Tage damit beschäftigt, ihre
Koffer zu
packen. Und am nächsten Mittwoch ist es soweit. Barbara
und
Bernhard bringen ihre Tochter zum Bahnhof. Dort warten sie auf
den
Zug nach München. Oh, da kommt ja noch jemand. -
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SZENE 2
BAHNHOF NEUSTADTATMO: Bahnhofsatmosphäre, Reisende, entfernte
Lautsprecherdurchsagen.OMA GRETE:
Hallo, Bibi, Barbara,
Bernhard!BIBI:
Oma Grete!BARBARA:
Mutter, was willst du denn
hier?OMA GRETE:
Ich wollte mich noch von
Bibi verabschieden, bevor
sie nach München fährt!BIBI:
Das ist aber lieb von dir, Oma!OMA GRETE:
Hach, ich würde so auch
gerne nach Bayern! Als ich
so alt war wie du, habe ich am Starnberger
See Segeln gelernt!BIBI:
Wirklich?OMA GRETE:
Ja, und ich hatte großen
Spaß dabei! Hach, ich war
schon so lange nicht mehr dort! Aber
leider habe ich so viel zu
tun und kann nicht mitkommen!ATMO: Schritte auf dem Bahnsteig.
MALICIA:
Na sowas, wen haben wir denn
da? Bibi, was machst du
denn hier?BIBI:
Malicia, was machst du denn hier
am Neustädter Bahnhof?MALICIA:
Ich, äh, ich, äh, verreise!
Nach, äh, London! Und
du?BIBI:
Ich fahre nach München zu meiner
Tante Luisa!BARBARA:
Hast du dein letztes Hexverbot
verbüßt, Malicia?MALICIA:
Oh ja! Aber das war auch eine
ziemlich harte Strafe
nach der Sache mit den
Runzelwurzel-Schweinchen!BIBI:
Das geschah dir aber ganz recht!CURIOSUS:
Recht, recht!SFX: Zug nähert sich.
BAHNHOFDURCHSAGE:
Achtung, Achtung,
der Intercity 3 nach
München fährt ein! Wir bitten alle Fahrgäste
einzusteigen!SFX: Bremsender Zug.
BIBI:
(erschrickt)
Auweia! Ich muss
los! Also, dann, Tschüss,
Mami! (Kuss) Tschüss, Papi!BARBARA UND BERNHARD:
Tschüss, Bibi!OMA GRETE:
Mach's gut, Bibilein! Und
viel Spaß in München!BIBI:
Danke!ERZÄHLER:
Da kommt der Zug auch schon.
Bibi winkt ihren Eltern
und Oma Grete nochmal zu und steigt in den
Zug.SFX: Zugtür schließt sich.
Aber ich wundere mich, dass Malicia auf einmal so freundlich
ist.
Dabei hat sie doch gerade erst eine gemeine Schandtat
gemacht,
nämlich ein Runzelwurzel-Suchschwein entführt. Aber was
ist denn
jetzt? Kaum sind Bibis Eltern und Oma Grete weg, bekommt
Malicia so
ein seltsames Leuchten in den Augen.MALICIA:
(Böses Lachen)
Bibi
Blocksberg fährt also nach
München! Na, da fliege ich ihr doch
hinterher!CURIOSUS:
Hinterher, Hinterher!MALICIA:
Eene Meene grünes Moos,
Toxikata fliege los! Hex-Hex!SFX: Hexgeräusch.
SFX: Besen hebt ab.
MALICIA:
(Böses Lachen)SFX: Besenflug entfernt sich.
ERZÄHLER:
Ich hab's ja gewusst, dass
da irgendwas faul ist!
Malicia hat nur so getan, als wäre sie
freundlich. In
Wirklichkeit will sie Bibi eins auswischen, offenbar
als Rache für
ihr letztes Hexverbot. Na, da bin ich ja mal gespannt.
Bibi ahnt
davon nichts. Sie sitzt ganz entspannt in ihrem
Eisenbahnabteil. -
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SZENE 3
IM INTERCITY NACH MÜNCHENATMO: Gleichmäßige Fahrgeräusche des Zuges.
BIBI:
Puh, ist diese Zugfahrt
langweilig! Aber naja, ich freu
mich trotzdem auf München und Tante
Luisa und Onkel Friedrich!
Oh, so langsam krieg ich Hunger! Also, ab
in den Speisewagen!ERZÄHLER:
Bibi verlässt ihr Abteil
und geht Richtung
Speisewagen. Dort bestellt sie sich eine Portion
Pommes Frites mit
Ketchup und zu trinken eine Cola. Während Bibi auf
ihr Essen
wartet, könnte ich doch inzwischen sehen, was Malicia so
macht.
Aha, sie sitzt auf ihrem Besen und ist gerade in
München
eingetroffen. Was sie wohl vorhat?========================================
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SZENE 4
MÜNCHEN, IN DER LUFT ÜBER DER INNENSTADTATMO: Leichter Wind.
SFX: Besenflug.
MALICIA:
Sieh mal, Curiosus, wir sind
da! Jetzt werde ich in
München erstmal für Chaos sorgen!CURIOSUS:
Chaos, Chaos!MALICIA:
Da vorne sehe ich schon einige
Sehenswürdigkeiten!
Mal sehen, was haben wir denn da? Das Rathaus,
die Frauenkirche
und den alten Peter! (Böses Lachen) Als erstes
werde ich die
Frauenkirche verhexen!SFX: Besen landet
MALICIA:
Und jetzt werde ich hexen!
Mhm, was hexe ich denn? Ah,
ich hab's! Eene Meene Autostau, die
Kirche leuchtet jetzt ganz
blau! Hex-Hex!SFX: Hexgeräusch.
TOURIST:
Jo mei, des gibt’s doch net!
Warum leuchtet die
Kirch'n denn jetz' blau?SFX: Lautes Gemurmel
MALICIA:
(Böses Lachen) Bibi
Blocksberg wird sicher auch bald
in München eintreffen! Und dann
werde ich sie erwarten! (Böses
Lachen)ERZÄHLER:
Ach du Schreck! Da hat
Malicia doch tatsächlich die
berühmte Münchner Frauenkirche
verhext! Die Touristen sind ganz
verwirrt wegen der blau leuchtenden
Kirche. Na, hoffentlich trifft
Bibi bald in München ein und kann
Malicia erwischen, bevor die
noch mehr Chaos in München macht. Wo
ist sie denn? Ah, sie kriegt
im Speisewagen gerade ihr Essen. -
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SZENE 5
SPEISEWAGEN DES INTERCITYATMO: Leises Geschirrklappern, Fahrgeräusche des Zuges.
KELLNER:
Hier bitte, junge Dame! Guten
Appetit!SFX: Teller wird abgestellt.
BIBI:
Danke! Mann, der Kellner ist ja
auch viel freundlicher
als der damals! Den Kellner damals hab ich ja
sogar verhext, weil
ich so sauer war, dass ich nach München musste!
Mhm, die Pommes
schmecken ganz ausgezeichnet! Aber jetzt muss ich
wieder in mein
Abteil! Aber vielleicht sollte ich mir noch eine
Flasche Wasser
oder Limo bestellen, die Fahrt dauert ja noch eine
Weile! Ähm,
hallo?KELLNER:
Ja, bitte?BIBI:
Ähm, könnte ich bitte noch eine
Flasche Orangenlimonade
haben? Die Fahrt dauert ja noch lang!KELLNER:
Aber selbstverständlich, hier
bitte!SFX: Flasche wird auf den Tisch gestellt.
BIBI:
Danke schön!ERZÄHLER:
Bibi geht mit ihrer
Limonadenflasche wieder in ihr
Abteil zurück. Dort setzt sie sich
hin, trinkt Limonade und liest
in ihrem Buch.ATMO: Fahrgeräusche des Zuges.
DURCHSAGE:
Liebe Fahrgäste, wir fahren
in wenigen Minuten in
München ein! Wir hoffen, sie haben die Fahrt
genossen! Wir
wünschen ihnen einen angenehmen Aufenthalt und bis zum
nächsten
Mal!BIBI:
Oh, wir sind schon da? Das ging
aber schnell!ERZÄHLER:
Und da hält der Zug auch
schon auf dem Münchner
Hauptbahnhof. Bibi steigt aus und guckt sich
auf dem Bahnsteig um.
Ah, da hinten, dort sind Tante Luisa und Onkel Friedrich
mit ihrem
Dackel Waldi. -
Ich meine mich zu erinnern, dass sie unaufgefordert eingesandte Skripte nicht lesen.
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SZENE 6
MÜNCHNER HAUPTBAHNHOFATMO: Bahnhofsatmosphäre, Reisende, Lautsprecherdurchsagen.
LUISA:
Wo ist sie denn, Friedrich? Sie
hat gesagt, dass sie
pünktlich um 12 hier ist!FRIEDRICH:
Ich weiß auch nich, Luisa!
Ah, da hinten, da is
sie!LUISA:
Bibi? Bibilein? Huhu, hier sind
wir!BIBI:
Tante Luisa, Onkel Friedrich!LUISA:
Hach, ist das schön, dich
wiederzusehen, Bibi!BIBI:
Ich freu mich auch, Tante Luisa!FRIEDRICH:
Guten Tach, Bibi!BIBI:
Hallo, Onkel Friedrich! Hast du
dich gut in München
eingelebt?FRIEDRICH:
Aber klar, Bibi! War nich
leicht für einen Seemann
wie mich, aber ich hab's geschafft! Und das
bayerische Essen ist
genauso lecker wie das Essen in Hamburch!SFX: Waldi bellt.
BIBI:
Oh, dich hab ich ja ganz
vergessen! Hallo, Waldi!LUISA:
Waldi freut sich ja richtig,
dich zu sehen, Bibi! Damals
hat er dich aber angeknurrt!BIBI:
Oh ja, daran erinnere ich mich!
Aber du warst damals auch
ganz schön unfreundlich, Tante Luisa!LUISA:
Ja, aber das war doch nur, weil
ich so um Friedrich
getrauert habe! Aber es war sehr schön, dass du
ihn nach all
diesen Jahren wiedergefunden hast! So, und jetzt fahren
wir nach
Hause!SFX: Waldi bellt.
ERZÄHLER:
Bibi geht mit Tante Luisa,
Onkel Friedrich und Waldi
zum Taxistand. Sie steigen in ein freies
Taxi und fahren los. Da
denkt sich Bibi, dass sie Tante Luisa am
besten jetzt beichten
will, dass sie eine Hexe ist. -
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SZENE 7
IM TAXI NACH BOGENHAUSENATMO: Fahrgeräusche eines Taxis, Münchner Straßenverkehr.
BIBI:
Ähm, Tante Luisa?LUISA:
Ja, Bibi?BIBI:
Ich, ähm, muss dir etwas
beichten! Etwas, was mein Papi
lange vor dir geheim gehalten hat!LUISA:
So, was denn?BIBI:
Ich, äh, bin eine Hexe! Und Mami
auch!LUISA:
(erschrickt) Was? Wieso hat mir
Bernhard nie verraten,
dass er eine Hexe geheiratet hat?BIBI:
Nun ja, wahrscheinlich dachte er,
du würdest das nicht
gut finden!LUISA:
Na gut, ich verzeihe ihm, weil
er mein Bruder ist! Aber,
sag mal, jetzt, wo ich das weiß, könntest
du mir was vorhexen?BIBI:
Aber klar! Eene Meene Limostand,
ein Blumenstrauß in
deine Hand! Hex-Hex!SFX: Hexgeräusch.
LUISA:
Na sowas! Diese Blumen duften
aber fein! Das ist ja eine
nette Hexerei!FRIEDRICH:
Na sowas! Ich dachte immer,
Hexen gäb's nur im
Märchen!BIBI:
(lacht) Nein, es gibt sie
wirklich! Aber nicht nur ich
und meine Mami sind Hexen, meine Oma
Grete auch! Und dann gibt es
bei mir zu Hause noch viele andere Jung-
und Althexen! Ich habe
mit meiner Hexerei schon viele verrückte
Abenteuer erlebt!ERZÄHLER:
Tante Luisa und Onkel
Friedrich machen große Augen.
Dass sie eine kleine Hexe als Nichte
haben, hätten sie nie für
möglich gehalten. Die Taxifahrt verläuft
jedenfalls ganz ruhig.
Nach einer Weile halten sie vor einem Häuschen
im Münchner
Stadtteil Bogenhausen. -
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SZENE 8
VOR DEM HAUS VON LUISA UND FRIEDRICHATMO: Ruhige Wohnstraße.
BIBI:
Wow, das ist aber ein schönes
Haus!LUISA:
(Lachen) Danke, Bibi!FRIEDRICH:
Und einen schönen Garten
haben wir auch! Mit viel
Auslauf für Waldi!LUISA:
Komm am besten gleich mit rein,
Bibi! Es gibt Kaffee und
Kuchen!BIBI:
Oh ja, gerne!ATMO: Schritte auf dem Gehweg.
MICHA:
Hallo, Frau Bergmann, hallo,
Herr Bergmann!LUISA:
Micha, was machst du denn hier?MICHA:
Ich war mit meinem Hund Rolf
gerade in der Nähe und
wollte... Oh, wen haben wir denn da? Bibi,
bist du das?BIBI:
Micha!MICHA:
Bibi! Ach, ist das schön, dich
wiederzusehen!BIBI:
Ich freu mich auch, Micha! Hallo,
Rolf!SFX: Rolf bellt.
ERZÄHLER:
Ja, das ist Micha, der
ehemalige Nachbarsjunge von
Tante Luisa. Erinnert ihr euch noch an
ihn? Er hat Bibi damals
unterstützt und ihr die Stadt gezeigt.
Damals hatte er aber auch
ziemlich Angst vor Tante Luisa, weil sie so
unfreundlich war. Aber
dann hat er sich doch mit ihr angefreundet.
Und jetzt lädt Tante
Luisa Micha ein, mit reinzukommen.LUISA:
Möchtest du nicht auch mit
reinkommen, Micha? Auf ein
Stück Kuchen?MICHA:
Gerne, Frau Bergmann! Ach, Bibi,
es ist im Moment tote
Hose bei uns zu Hause! Wir können keinen
großen Urlaub machen,
weil wir sparen müssen!BIBI:
(lacht) Genau wie bei uns! Da kam
mir die Einladung von
Tante Luisa nach München gerade recht! Wir
könnten doch wieder
in den Englischen Garten gehen zum Chinesischen
Turm!MICHA:
Ja, oder zum Marienplatz!BIBI:
Oh ja, dürfen wir, Tante Luisa?LUISA:
Na klar, Bibi, aber erstmal
solltet ihr euch stärken! -
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SZENE 9
KÜCHE BEI LUISA UND FRIEDRICHATMO: Gemütliche Küchenatmosphäre.
ERZÄHLER:
In der Küche setzen sich
alle an den gemütlichen
Tisch. Tante Luisa hat Haselnusskuchen
gebacken. Dazu gibt es
frische Schlagsahne, mhm! Bibi langt
ordentlich zu, denn Reisen
macht schließlich hungrig. Während des
Essens erzählt Bibi
Neuigkeiten aus Neustadt und Luisa und Friedrich
erzählen, was
sie in München so gemacht haben, seit sie verheiratet
sind.SFX: Geschirrklappern.
BIBI:
Ach ja, und ich soll besonders
schön von Mami und Papi
grüßen! Und nochmals danke, dass ihr mich
eingeladen habt!FRIEDRICH:
Gern geschehen, Bibi! Wir
wollten dich nach langer
Zeit endlich mal wiedersehen, weil wir es
dir zu verdanken haben,
dass ich und Luisa wieder zusammengefunden
haben! Noch etwas
Kakao?BIBI:
Gern, Onkel Friedrich!MICHA:
Ich auch bitte!ERZÄHLER:
Tja, wenn Bibi wüsste,
dass
Malicia ihr nach München hinterhergeflogen ist. Was macht
Malicia
eigentlich gerade? Das muss ich schnell nachsehen. Oh, ich
sehe, sie
ist gar nicht mehr bei der Frauenkirche. Jetzt ist sie
beim
Chinesischen Turm im Englischen Garten. Oh nein, ich bin mir
sicher,
dass sie wieder irgendwas Fieses hext. -
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SZENE 10
CHINESISCHER TURM, ENGLISCHER GARTENATMO: Biergartenatmosphäre, Vogelgezwitscher, Stimmengewirr.
MALICIA:
Zu dumm, dass der Spruch mit
dem Blauleuchten nur eine
halbe Stunde hält! Aber das ist egal!
Jetzt werde ich im
Englischen Garten etwas verhexen!CURIOSUS:
Verhexen, Verhexen!MALICIA:
Aber erstmal brauche ich was
zu essen und zu trinken!
Ähm, hallo?BAYERISCHER KELLNER:
Jo, bittschön?MALICIA:
Ähm, ich hätte zu trinken
gerne eine
Johannisbeerlimonade! Und zu essen, ähm, tja, ich weiß
nicht!
Was gibt es hier so?BAYERISCHER KELLNER:
Jo, wir hoben olle
möglichen bayerischen
Spezialitäten! Weißwürste, Brezn,
Leberknödel...MALICIA:
Ja, dann möchte ich eine
Brezel! Und zwar schnell,
wenn es geht!BAYERISCHER KELLNER:
Jawohl!ERZÄHLER:
Während Malicia auf ihre
Brezel und ihre Limonade
wartet, überlegt sie, was sie jetzt so
hexen könnte. Als sie die
Brezel und die Limonade bekommt, kommt ihr
ein Gedanke. Ihre Augen
leuchten ganz böse.SFX: Glas und Teller werden abgestellt.
MALICIA:
Jetzt weiß ich, was ich
mache! Ich werde den ganzen
englischen Garten verhexen!CURIOSUS:
Verhexen, verhexen!MALICIA:
Genau, Curiosus! Na, dann
wollen wir doch mal sehen,
was es hier so alles gibt!ERZÄHLER:
Malicia blättert in einer
Broschüre des Englischen
Gartens, in dem alle Sehenswürdigkeiten
stehen, die es dort gibt.
Der Chinesische Turm, der Monopteros, das
japanische Teehaus und
so weiter. Was sie wohl als erstes verhext?SFX: Papier raschelt.
MALICIA:
Ah, jetzt weiß ich es! Ich
werde als erstes den
Monopteros verhexen! Also nichts wie hin! Äh,
entschuldigen sie,
wissen sie, wo der Monopteros ist?TOURIST 2:
Jo, der is auf dem Hügel in
der Nähe vom Eisbach!
Net zu verfehlen!MALICIA:
Ah ja, danke!TOURIST 2:
Nichts zu danken!MALICIA:
So weit möchte ich nicht
laufen, also fliege ich
lieber! Komm, Toxikata! Eene Meene grünes
Moos, Toxikata fliege
los! Hex-Hex!SFX: Hexgeräusch.
SFX: Besen hebt ab.
ERZÄHLER:
Und so fliegt Malicia auf
ihrem Besen Richtung
Monopteros. Oh, aber vielleicht sollte ich euch
mal erklären, was
der Monopteros überhaupt ist. Also, der
Monopteros ist ein altes
Bauwerk im Englischen Garten, das wie ein
griechischer Tempel
aussieht. Seinen Namen hat er, weil er nur eine
Säulenreihe hat,
denn das Wort Mono bedeutet im Griechischen Eine
oder allein.
Jedenfalls, Malicia landet gerade mit ihrem Besen auf
dem Hügel,
auf dem der Monopteros steht.SFX: Besen landet.
MALICIA:
So, jetzt werde ich den
Monopteros verhexen, aber wie?CURIOSUS:
Wie, wie?MALICIA:
Ah, jetzt weiß ich's! Ich
hexe ihn klein! So klein
wie ein Puppenhaus! (Böses Lachen) Eene
Meene graue Maus, du bist
so klein wie ein Puppenhaus! Hex-Hex!SFX: Hexgeräusch.
SFX: Magisches Schrumpfgeräusch.
CURIOSUS:
Hex-Hex, Hex-Hex!TOURIST 2:
Jo mei, wo is'n der
Monopteros hin?TOURISTIN:
Er is verschwunden!TOURIST 3:
Was is'n heit bloß in
München los? Erst leichte't
die Frauenkirchn blau und jetz' is der
Monopteros verschwunden!SFX: Lautes Gemurmel
MALICIA:
(Böses Lachen) So, und jetzt!
Eene Meene Gartenzwerg,
am Himmel ist ein Feuerwerk! Eene Meene
Hundebellen, der Eisbach
macht jetzt wilde Wellen! Hex-Hex!SFX: Hexgeräusch.
SFX: Lautes Feuerwerk in der Ferne.
SFX: Rauschender Eisbach.
SFX: Lautes Gemurmel
MALICIA:
(Böses Lachen) Und jetzt
Schluss für heute! Morgen
mache ich weiter! Ich werde mir jetzt ein
kleines gemütliches
Hotel suchen!ERZÄHLER:
Diese Malicia! Da steigt sie
auf ihren Besen
Toxikata und fliegt davon. Hoffentlich wird Bibi bald
darauf
aufmerksam, dass etwas nicht stimmt. Wo ist sie denn gerade? Ah, ich
sehe, sie ist mit Tante Luisa, Onkel Friedrich, Micha und den Hunden
gerade auf dem Weg zur U-Bahn. Bestimmt wollen
sie in die Stadt,
Sehenswürdigkeiten anschauen. Na, da bin ich mal
gespannt, wo sie
hinfahren. -
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SZENE 11
U-BAHN NACH DER INNENSTADTATMO: U-Bahn-Station, einfahrender Zug.
LUISA:
Als erstes fahren wir zum
Marienplatz! Ihr wisst schon,
dort, wo das Rathaus mit dem
Glockenspiel steht!BIBI:
Das hab ich doch damals verhext,
als du mir die Stadt
gezeigt hast, Micha!MICHA:
Ja, daran erinnere ich mich
noch! Du hast es verhext,
sodass es Hänschen Klein spielt!BIBI:
(Lachen) Aber diesmal hex ich
nichts! Diesmal schauen wir
es nur an und hören zu!LUISA:
Genau!FRIEDRICH:
Da is die U-Bahn! So,
Kinders, dann nix wie unter
die Erde!ERZÄHLER:
Und so gehen alle zur
U-Bahn-Station. Waldi guckt
allerdings ein bisschen ängstlich, weil
er U-Bahnen nicht so mag.
Aber Bibi beruhigt ihn und streichelt ihn. Als die U-Bahn zum
Marienplatz da ist, steigen sie ein. Nach ein paar
Stationen sind
sie bei der Haltestelle Marienplatz. Und kurz darauf
stehen sie
auch schon vor dem Rathaus mit dem Glockenspiel. -
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SZENE 12
MARIENPLATZATMO: Touristen, Innenstadtgeräusche.
SFX: Glockenspiel des Neuen Rathauses.
BIBI:
Das Glockenspiel klingt genauso
schön wie damals!LUISA:
Ja, es ist sehr berühmt! Und es
stehen auch viele
Touristen davor!FRIEDRICH:
Direkt neben dem Rathaus
steht eine Eisdiele! Wie
wärs, Kinders, wollt ihr ein Eis?BIBI:
Ja gerne!MICHA:
Und ich auch!LUISA:
Dann nehm ich auch eins!FRIEDRICH:
Okay, dann kommt mal alle!ERZÄHLER:
Und so gehen sie zu der
kleinen Eisdiele neben dem
Rathaus und essen jeder ein kleines Eis.
Bibi nimmt Erdbeere,
Micha Schokolade und Tante Luisa Maracuja. Und
Onkel Friedrich
nimmt ein ganz besonderes Eis, nämlich eines mit
Weißwurstgeschmack.
Ja, ihr habt richtig gehört, so etwas gibt es,
zumindest hier in
München. Anschließend gehen sie weiter zur
Frauenkirche. -
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SZENE 13
FRAUENKIRCHEATMO: Innenstadt, Kirchenglocken in der Ferne.
MICHA:
Die Frauenkirche ist auch ein
sehr altes Bauwerk, Bibi!
Sie wurde 1468 von Jörg von Halspach
entworfen!BIBI:
Echt? Woher weißt du das, Micha?MICHA:
Aus dem Geschichtsunterricht in
der Schule! Allerdings
hat es lange gedauert, bis die Frauenkirche
fertig war! 1488 war
sie dann fertig gebaut und 1494 wurde sie
eingeweiht! Außerdem
gibt es in der Kirche was Besonderes, das will
ich dir zeigen!
Aber dafür müssen wir reingehen!BIBI:
Okay, dann machen wir das!ERZÄHLER:
Und so gehen alle mit den
Hunden in die
Frauenkirche. Dort zeigt Micha auf den Boden. Direkt
neben dem
Eingangsportal ist im Boden ein dunkler Fußabdruck mit
einem
Sporn an der Ferse zu sehen. Das ist der.... Aber das erzählt
bereits
Micha. -
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SZENE 14
IN DER FRAUENKIRCHEATMO: Gedämpfte Kirchenatmosphäre, leise Schritte, vereinzeltes
Murmeln.MICHA:
Das hier, Bibi, ist der
sogenannte Teufelstritt!BIBI:
(Lachen) Teufelstritt?MICHA:
Ja genau, um ihn ranken sich
viele verschiedene
Legenden! Eine davon berichtet, dass der Teufel
sich über den Bau
der Kirche geärgert hat und sie zerstören
wollte! Als er sich
auf der Baustelle umsah, entdeckte er keine
Fenster! Er dachte,
die Bauleute hätten sie vergessen! Vor
Schadenfreude stampfte er
auf und hinterließ dabei diesen
Fußabdruck!BIBI:
Coole Legende!MICHA:
Aber es kommt noch cooler! Als
er die Kirche von außen
sah, bemerkte er, dass sie doch Fenster
hatte! Da war die Kirche
aber schon geweiht und der Teufel konnte
nicht mehr hinein!LUISA:
Und meistens steckt in solchen
Geschichten auch ein
Körnchen Wahrheit! Wenn man an der Stelle des
Teufelstritts
steht, kann man die Fenster nämlich tatsächlich nicht
sehen!BIBI:
Tatsächlich! Die Fenster sind
nicht zu sehen, wenn man
an dieser Stelle steht!MICHA:
Sag ich doch, die Legende ist
wahr!FRIEDRICH:
Und was wollt ihr jetz'
machen, Kinders?BIBI:
Jetzt würde ich gern in den
Englischen Garten zum
Chinesischen Turm! Dort hab ich doch damals die
Hunde fliegen
lassen, weißt du noch, Micha?MICHA:
Ja, das war lustig!ERZÄHLER:
Tja, Bibi wird sich wundern,
wenn sie sieht, was im
Englischen Garten los ist. Denn dort ist
inzwischen ein riesiger
Tumult los. Polizisten laufen durch den
riesigen Park und
untersuchen, was das alles verursacht haben könnte.
Vor dem
Eingang haben sie sogar eine Absperrung gemacht. Als Bibi und
die
anderen ankommen, wundern sie sich natürlich darüber. -
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