Mein Bibi Blocksberg-Hörspielskript

  • Hallo zusammen, ich habe vor wenigen Wochen ein Bibi Blocksberg-Hörspiel geschrieben und das Skript an KIDDINX geschickt. Leider kann ich euch hier nicht das ganze Skript zeigen, weil maximal nur 10000 Zeichen in einem Beitrag Platz haben. Aber eines kann ich sagen: Die Folge heißt Zurück in München und vielleicht erscheint sie nächstes Jahr.

  • #welcome# und weiterhin viel Erfolg beim Schreiben ✊✊✊

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Wartet, ich habe eine Idee. Ich zeige euch das Skript in Teilen. Also, pro Beitrag vielleicht eine Szene. Das probier ich mal. Also:

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    SZENE 1
    WOHNZIMMER DER BLOCKSBERGS

    ATMO: Ruhiger Vormittag im Wohnzimmer.

    BIBI:
    Oh Mann, sind das langweilige
    Ferien! Alle meine Freunde
    sind verreist! Marita ist dieses Jahr zu
    ihrer Oma nach Tirol
    gereist! Florian ist mit seinen Eltern in
    Belgien! Und Moni ist
    sogar auf einer Safari in Kenia! Nur ich, ich
    muss zu Hause
    bleiben!

    BERNHARD:
    Tja, Bibi, tut mir leid, aber
    wir können nichts
    dafür! Wir können uns dieses Jahr eben keinen
    großen Urlaub
    leisten!

    BARBARA:
    Genau, wir müssen sparen! Du
    weißt ja, wie viel die
    neue Heizung gekostet hat!

    BIBI:
    Ja, Mami, aber trotzdem langweile
    ich mich! Ohne meine
    Freunde macht es einfach keinen Spaß, in
    Neustadt zu bummeln oder
    im Schwimmbad zu spielen!

    SFX: Türklingeln

    BERNHARD:
    Ich geh schon! Oh, ein Brief!
    Von meiner Schwester
    Luisa!

    BIBI:
    Von Tante Luisa? Wie nett, dass
    sie uns mal schreibt!

    ERZÄHLER:
    Oh, ein Brief von Tante
    Luisa? Das klingt ja
    spannend! Was sie wohl von den Blocksbergs will?
    Aber, Hallo
    erstmal, ihr Lieben, schön, dass ihr wieder mit dabei
    seid!
    Erinnert ihr euch noch an Bibis Tante Luisa? Sie ist
    Bernhards
    Schwester und 20 Jahre älter als er. Sie wohnt in
    München und Bibi
    war schon mal bei ihr zu Besuch. Damals war
    Tante Luisa nicht
    besonders freundlich. Bibi wollte unbedingt
    wissen, wieso, und dabei
    hat sie herausgefunden, dass Tante Luisa
    unglücklich war, weil sie
    um ihren Verlobten Friedrich Bergmann
    trauerte, der vor 30 Jahren bei
    einem Schiffsunglück verloren
    ging. Aber dann fand Bibi heraus, dass
    Friedrich noch lebte und
    sich in Hamburg niedergelassen hatte. Sie
    erreichte mit Hilfe von
    Karla Kolumna, dass Friedrich nach München
    kam und Luisa
    wiedersehen konnte. Und danach haben Luisa und
    Friedrich auf ihre
    alten Tage nachträglich geheiratet. Tja, und
    jetzt schreibt sie
    mal an die Blocksbergs? Bin mal gespannt, was sie
    will.

    SFX: Briefumschlag wird geöffnet.

    BERNHARD:
    Bibi, der Brief ist für
    dich!

    BIBI:
    Für mich? Gib mal her, Papi!

    SFX: Papier raschelt.

    BIBI:
    Liebe Bibi, wie geht es dir und deinen Eltern? Ich hoffe, du
    genießt
    deine Sommerferien. Hör mal, Onkel Friedrich und ich
    haben eine
    Überraschung für dich. Wir wohnen nicht mehr in
    meiner Wohnung in
    der Clemensstraße, sondern haben uns ein
    kleines Häuschen mit
    Garten gekauft. Wir wollten dich einladen,
    damit du das Haus mal
    selbst sehen kannst und weil wir dachten,
    dass du uns bestimmt mal
    wiedersehen willst! Micha, mein alter
    Nachbarsjunge, will dich auch
    unbedingt mal wiedersehen. Daher
    erlaube ich dir, dass du ihn
    besuchen darfst. Wir freuen uns auf
    dich! Liebe Grüße, deine Tante
    Luisa.

    Oh, wow, eine Einladung! Mami, Papi, Tante Luisa hat mich
    nach
    München eingeladen! Ich darf doch, oder? Och bitte!

    BARBARA:
    Naja, ich weiß nicht so
    recht, Bibilein! So ganz
    alleine nach München!

    BERNHARD:
    Aber, Barbara, wir haben Bibi
    doch damals auch
    alleine fahren lassen! Sie wird das schon schaffen!

    BIBI:
    Genau, Papi! Also, darf ich?

    BARBARA:
    Na gut, meinetwegen! Du bist
    ja schon alt genug! Aber,
    Bibi, lass Tante Luisa unter keinen
    Umständen erfahren, dass wir
    Hexen sind!

    BIBI:
    Wieso eigentlich, Mami?

    BARBARA:
    Naja, Bernhard hat es ihr
    nicht mal verraten, als wir
    geheiratet haben!

    BIBI:
    Ach was, sie würde es uns
    bestimmt nicht übel nehmen!
    Aber wenn ihr darauf besteht, dann sag
    ich es ihr und Onkel
    Friedrich erstmal nicht!

    ERZÄHLER:
    Aha, Tante Luisa hat Bibi
    also nach München
    eingeladen! Das ist ja eine Überraschung und
    genau das Richtige
    für Bibi. Bernhard ruft Tante Luisa an und
    schlägt vor, dass
    Bibi am nächsten Mittwoch kommt. Und so geschieht
    es auch. Bibi
    ist die ganzen nächsten Tage damit beschäftigt, ihre
    Koffer zu
    packen. Und am nächsten Mittwoch ist es soweit. Barbara
    und
    Bernhard bringen ihre Tochter zum Bahnhof. Dort warten sie auf
    den
    Zug nach München. Oh, da kommt ja noch jemand.

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    SZENE 2
    BAHNHOF NEUSTADT

    ATMO: Bahnhofsatmosphäre, Reisende, entfernte
    Lautsprecherdurchsagen.

    OMA GRETE:
    Hallo, Bibi, Barbara,
    Bernhard!

    BIBI:
    Oma Grete!

    BARBARA:
    Mutter, was willst du denn
    hier?

    OMA GRETE:
    Ich wollte mich noch von
    Bibi verabschieden, bevor
    sie nach München fährt!

    BIBI:
    Das ist aber lieb von dir, Oma!

    OMA GRETE:
    Hach, ich würde so auch
    gerne nach Bayern! Als ich
    so alt war wie du, habe ich am Starnberger
    See Segeln gelernt!

    BIBI:
    Wirklich?

    OMA GRETE:
    Ja, und ich hatte großen
    Spaß dabei! Hach, ich war
    schon so lange nicht mehr dort! Aber
    leider habe ich so viel zu
    tun und kann nicht mitkommen!

    ATMO: Schritte auf dem Bahnsteig.

    MALICIA:
    Na sowas, wen haben wir denn
    da? Bibi, was machst du
    denn hier?

    BIBI:
    Malicia, was machst du denn hier
    am Neustädter Bahnhof?

    MALICIA:
    Ich, äh, ich, äh, verreise!
    Nach, äh, London! Und
    du?

    BIBI:
    Ich fahre nach München zu meiner
    Tante Luisa!

    BARBARA:
    Hast du dein letztes Hexverbot
    verbüßt, Malicia?

    MALICIA:
    Oh ja! Aber das war auch eine
    ziemlich harte Strafe
    nach der Sache mit den
    Runzelwurzel-Schweinchen!

    BIBI:
    Das geschah dir aber ganz recht!

    CURIOSUS:
    Recht, recht!

    SFX: Zug nähert sich.

    BAHNHOFDURCHSAGE:
    Achtung, Achtung,
    der Intercity 3 nach
    München fährt ein! Wir bitten alle Fahrgäste
    einzusteigen!

    SFX: Bremsender Zug.

    BIBI:
    (erschrickt)
    Auweia! Ich muss
    los! Also, dann, Tschüss,
    Mami! (Kuss) Tschüss, Papi!

    BARBARA UND BERNHARD:
    Tschüss, Bibi!

    OMA GRETE:
    Mach's gut, Bibilein! Und
    viel Spaß in München!

    BIBI:
    Danke!

    ERZÄHLER:
    Da kommt der Zug auch schon.
    Bibi winkt ihren Eltern
    und Oma Grete nochmal zu und steigt in den
    Zug.

    SFX: Zugtür schließt sich.

    Aber ich wundere mich, dass Malicia auf einmal so freundlich
    ist.
    Dabei hat sie doch gerade erst eine gemeine Schandtat
    gemacht,
    nämlich ein Runzelwurzel-Suchschwein entführt. Aber was
    ist denn
    jetzt? Kaum sind Bibis Eltern und Oma Grete weg, bekommt
    Malicia so
    ein seltsames Leuchten in den Augen.

    MALICIA:
    (Böses Lachen)
    Bibi
    Blocksberg fährt also nach
    München! Na, da fliege ich ihr doch
    hinterher!

    CURIOSUS:
    Hinterher, Hinterher!

    MALICIA:
    Eene Meene grünes Moos,
    Toxikata fliege los! Hex-Hex!

    SFX: Hexgeräusch.

    SFX: Besen hebt ab.

    MALICIA:
    (Böses Lachen)

    SFX: Besenflug entfernt sich.

    ERZÄHLER:
    Ich hab's ja gewusst, dass
    da irgendwas faul ist!
    Malicia hat nur so getan, als wäre sie
    freundlich. In
    Wirklichkeit will sie Bibi eins auswischen, offenbar
    als Rache für
    ihr letztes Hexverbot. Na, da bin ich ja mal gespannt.
    Bibi ahnt
    davon nichts. Sie sitzt ganz entspannt in ihrem
    Eisenbahnabteil.

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    SZENE 3
    IM INTERCITY NACH MÜNCHEN

    ATMO: Gleichmäßige Fahrgeräusche des Zuges.

    BIBI:
    Puh, ist diese Zugfahrt
    langweilig! Aber naja, ich freu
    mich trotzdem auf München und Tante
    Luisa und Onkel Friedrich!
    Oh, so langsam krieg ich Hunger! Also, ab
    in den Speisewagen!

    ERZÄHLER:
    Bibi verlässt ihr Abteil
    und geht Richtung
    Speisewagen. Dort bestellt sie sich eine Portion
    Pommes Frites mit
    Ketchup und zu trinken eine Cola. Während Bibi auf
    ihr Essen
    wartet, könnte ich doch inzwischen sehen, was Malicia so
    macht.
    Aha, sie sitzt auf ihrem Besen und ist gerade in
    München
    eingetroffen. Was sie wohl vorhat?

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    SZENE 4
    MÜNCHEN, IN DER LUFT ÜBER DER INNENSTADT

    ATMO: Leichter Wind.

    SFX: Besenflug.

    MALICIA:
    Sieh mal, Curiosus, wir sind
    da! Jetzt werde ich in
    München erstmal für Chaos sorgen!

    CURIOSUS:
    Chaos, Chaos!

    MALICIA:
    Da vorne sehe ich schon einige
    Sehenswürdigkeiten!
    Mal sehen, was haben wir denn da? Das Rathaus,
    die Frauenkirche
    und den alten Peter! (Böses Lachen) Als erstes
    werde ich die
    Frauenkirche verhexen!

    SFX: Besen landet

    MALICIA:
    Und jetzt werde ich hexen!
    Mhm, was hexe ich denn? Ah,
    ich hab's! Eene Meene Autostau, die
    Kirche leuchtet jetzt ganz
    blau! Hex-Hex!

    SFX: Hexgeräusch.

    TOURIST:
    Jo mei, des gibt’s doch net!
    Warum leuchtet die
    Kirch'n denn jetz' blau?

    SFX: Lautes Gemurmel

    MALICIA:
    (Böses Lachen) Bibi
    Blocksberg wird sicher auch bald
    in München eintreffen! Und dann
    werde ich sie erwarten! (Böses
    Lachen)

    ERZÄHLER:
    Ach du Schreck! Da hat
    Malicia doch tatsächlich die
    berühmte Münchner Frauenkirche
    verhext! Die Touristen sind ganz
    verwirrt wegen der blau leuchtenden
    Kirche. Na, hoffentlich trifft
    Bibi bald in München ein und kann
    Malicia erwischen, bevor die
    noch mehr Chaos in München macht. Wo
    ist sie denn? Ah, sie kriegt
    im Speisewagen gerade ihr Essen.

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    SZENE 5
    SPEISEWAGEN DES INTERCITY

    ATMO: Leises Geschirrklappern, Fahrgeräusche des Zuges.

    KELLNER:
    Hier bitte, junge Dame! Guten
    Appetit!

    SFX: Teller wird abgestellt.

    BIBI:
    Danke! Mann, der Kellner ist ja
    auch viel freundlicher
    als der damals! Den Kellner damals hab ich ja
    sogar verhext, weil
    ich so sauer war, dass ich nach München musste!
    Mhm, die Pommes
    schmecken ganz ausgezeichnet! Aber jetzt muss ich
    wieder in mein
    Abteil! Aber vielleicht sollte ich mir noch eine
    Flasche Wasser
    oder Limo bestellen, die Fahrt dauert ja noch eine
    Weile! Ähm,
    hallo?

    KELLNER:
    Ja, bitte?

    BIBI:
    Ähm, könnte ich bitte noch eine
    Flasche Orangenlimonade
    haben? Die Fahrt dauert ja noch lang!

    KELLNER:
    Aber selbstverständlich, hier
    bitte!

    SFX: Flasche wird auf den Tisch gestellt.

    BIBI:
    Danke schön!

    ERZÄHLER:
    Bibi geht mit ihrer
    Limonadenflasche wieder in ihr
    Abteil zurück. Dort setzt sie sich
    hin, trinkt Limonade und liest
    in ihrem Buch.

    ATMO: Fahrgeräusche des Zuges.

    DURCHSAGE:
    Liebe Fahrgäste, wir fahren
    in wenigen Minuten in
    München ein! Wir hoffen, sie haben die Fahrt
    genossen! Wir
    wünschen ihnen einen angenehmen Aufenthalt und bis zum
    nächsten
    Mal!

    BIBI:
    Oh, wir sind schon da? Das ging
    aber schnell!

    ERZÄHLER:
    Und da hält der Zug auch
    schon auf dem Münchner
    Hauptbahnhof. Bibi steigt aus und guckt sich
    auf dem Bahnsteig um.
    Ah, da hinten, dort sind Tante Luisa und Onkel Friedrich
    mit ihrem
    Dackel Waldi.

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    SZENE 6
    MÜNCHNER HAUPTBAHNHOF

    ATMO: Bahnhofsatmosphäre, Reisende, Lautsprecherdurchsagen.

    LUISA:
    Wo ist sie denn, Friedrich? Sie
    hat gesagt, dass sie
    pünktlich um 12 hier ist!

    FRIEDRICH:
    Ich weiß auch nich, Luisa!
    Ah, da hinten, da is
    sie!

    LUISA:
    Bibi? Bibilein? Huhu, hier sind
    wir!

    BIBI:
    Tante Luisa, Onkel Friedrich!

    LUISA:
    Hach, ist das schön, dich
    wiederzusehen, Bibi!

    BIBI:
    Ich freu mich auch, Tante Luisa!

    FRIEDRICH:
    Guten Tach, Bibi!

    BIBI:
    Hallo, Onkel Friedrich! Hast du
    dich gut in München
    eingelebt?

    FRIEDRICH:
    Aber klar, Bibi! War nich
    leicht für einen Seemann
    wie mich, aber ich hab's geschafft! Und das
    bayerische Essen ist
    genauso lecker wie das Essen in Hamburch!

    SFX: Waldi bellt.

    BIBI:
    Oh, dich hab ich ja ganz
    vergessen! Hallo, Waldi!

    LUISA:
    Waldi freut sich ja richtig,
    dich zu sehen, Bibi! Damals
    hat er dich aber angeknurrt!

    BIBI:
    Oh ja, daran erinnere ich mich!
    Aber du warst damals auch
    ganz schön unfreundlich, Tante Luisa!

    LUISA:
    Ja, aber das war doch nur, weil
    ich so um Friedrich
    getrauert habe! Aber es war sehr schön, dass du
    ihn nach all
    diesen Jahren wiedergefunden hast! So, und jetzt fahren
    wir nach
    Hause!

    SFX: Waldi bellt.

    ERZÄHLER:
    Bibi geht mit Tante Luisa,
    Onkel Friedrich und Waldi
    zum Taxistand. Sie steigen in ein freies
    Taxi und fahren los. Da
    denkt sich Bibi, dass sie Tante Luisa am
    besten jetzt beichten
    will, dass sie eine Hexe ist.

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    SZENE 7
    IM TAXI NACH BOGENHAUSEN

    ATMO: Fahrgeräusche eines Taxis, Münchner Straßenverkehr.

    BIBI:
    Ähm, Tante Luisa?

    LUISA:
    Ja, Bibi?

    BIBI:
    Ich, ähm, muss dir etwas
    beichten! Etwas, was mein Papi
    lange vor dir geheim gehalten hat!

    LUISA:
    So, was denn?

    BIBI:
    Ich, äh, bin eine Hexe! Und Mami
    auch!

    LUISA:
    (erschrickt) Was? Wieso hat mir
    Bernhard nie verraten,
    dass er eine Hexe geheiratet hat?

    BIBI:
    Nun ja, wahrscheinlich dachte er,
    du würdest das nicht
    gut finden!

    LUISA:
    Na gut, ich verzeihe ihm, weil
    er mein Bruder ist! Aber,
    sag mal, jetzt, wo ich das weiß, könntest
    du mir was vorhexen?

    BIBI:
    Aber klar! Eene Meene Limostand,
    ein Blumenstrauß in
    deine Hand! Hex-Hex!

    SFX: Hexgeräusch.

    LUISA:
    Na sowas! Diese Blumen duften
    aber fein! Das ist ja eine
    nette Hexerei!

    FRIEDRICH:
    Na sowas! Ich dachte immer,
    Hexen gäb's nur im
    Märchen!

    BIBI:
    (lacht) Nein, es gibt sie
    wirklich! Aber nicht nur ich
    und meine Mami sind Hexen, meine Oma
    Grete auch! Und dann gibt es
    bei mir zu Hause noch viele andere Jung-
    und Althexen! Ich habe
    mit meiner Hexerei schon viele verrückte
    Abenteuer erlebt!

    ERZÄHLER:
    Tante Luisa und Onkel
    Friedrich machen große Augen.
    Dass sie eine kleine Hexe als Nichte
    haben, hätten sie nie für
    möglich gehalten. Die Taxifahrt verläuft
    jedenfalls ganz ruhig.
    Nach einer Weile halten sie vor einem Häuschen
    im Münchner
    Stadtteil Bogenhausen.

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    SZENE 8
    VOR DEM HAUS VON LUISA UND FRIEDRICH

    ATMO: Ruhige Wohnstraße.

    BIBI:
    Wow, das ist aber ein schönes
    Haus!

    LUISA:
    (Lachen) Danke, Bibi!

    FRIEDRICH:
    Und einen schönen Garten
    haben wir auch! Mit viel
    Auslauf für Waldi!

    LUISA:
    Komm am besten gleich mit rein,
    Bibi! Es gibt Kaffee und
    Kuchen!

    BIBI:
    Oh ja, gerne!

    ATMO: Schritte auf dem Gehweg.

    MICHA:
    Hallo, Frau Bergmann, hallo,
    Herr Bergmann!

    LUISA:
    Micha, was machst du denn hier?

    MICHA:
    Ich war mit meinem Hund Rolf
    gerade in der Nähe und
    wollte... Oh, wen haben wir denn da? Bibi,
    bist du das?

    BIBI:
    Micha!

    MICHA:
    Bibi! Ach, ist das schön, dich
    wiederzusehen!

    BIBI:
    Ich freu mich auch, Micha! Hallo,
    Rolf!

    SFX: Rolf bellt.

    ERZÄHLER:
    Ja, das ist Micha, der
    ehemalige Nachbarsjunge von
    Tante Luisa. Erinnert ihr euch noch an
    ihn? Er hat Bibi damals
    unterstützt und ihr die Stadt gezeigt.
    Damals hatte er aber auch
    ziemlich Angst vor Tante Luisa, weil sie so
    unfreundlich war. Aber
    dann hat er sich doch mit ihr angefreundet.
    Und jetzt lädt Tante
    Luisa Micha ein, mit reinzukommen.

    LUISA:
    Möchtest du nicht auch mit
    reinkommen, Micha? Auf ein
    Stück Kuchen?

    MICHA:
    Gerne, Frau Bergmann! Ach, Bibi,
    es ist im Moment tote
    Hose bei uns zu Hause! Wir können keinen
    großen Urlaub machen,
    weil wir sparen müssen!

    BIBI:
    (lacht) Genau wie bei uns! Da kam
    mir die Einladung von
    Tante Luisa nach München gerade recht! Wir
    könnten doch wieder
    in den Englischen Garten gehen zum Chinesischen
    Turm!

    MICHA:
    Ja, oder zum Marienplatz!

    BIBI:
    Oh ja, dürfen wir, Tante Luisa?

    LUISA:
    Na klar, Bibi, aber erstmal
    solltet ihr euch stärken!

  • ========================================
    SZENE 9
    KÜCHE BEI LUISA UND FRIEDRICH

    ATMO: Gemütliche Küchenatmosphäre.

    ERZÄHLER:
    In der Küche setzen sich
    alle an den gemütlichen
    Tisch. Tante Luisa hat Haselnusskuchen
    gebacken. Dazu gibt es
    frische Schlagsahne, mhm! Bibi langt
    ordentlich zu, denn Reisen
    macht schließlich hungrig. Während des
    Essens erzählt Bibi
    Neuigkeiten aus Neustadt und Luisa und Friedrich
    erzählen, was
    sie in München so gemacht haben, seit sie verheiratet
    sind.

    SFX: Geschirrklappern.

    BIBI:
    Ach ja, und ich soll besonders
    schön von Mami und Papi
    grüßen! Und nochmals danke, dass ihr mich
    eingeladen habt!

    FRIEDRICH:
    Gern geschehen, Bibi! Wir
    wollten dich nach langer
    Zeit endlich mal wiedersehen, weil wir es
    dir zu verdanken haben,
    dass ich und Luisa wieder zusammengefunden
    haben! Noch etwas
    Kakao?

    BIBI:
    Gern, Onkel Friedrich!

    MICHA:
    Ich auch bitte!

    ERZÄHLER:
    Tja, wenn Bibi wüsste,
    dass
    Malicia ihr nach München hinterhergeflogen ist. Was macht
    Malicia
    eigentlich gerade? Das muss ich schnell nachsehen. Oh, ich
    sehe, sie
    ist gar nicht mehr bei der Frauenkirche. Jetzt ist sie
    beim
    Chinesischen Turm im Englischen Garten. Oh nein, ich bin mir
    sicher,
    dass sie wieder irgendwas Fieses hext.

  • ========================================
    SZENE 10
    CHINESISCHER TURM, ENGLISCHER GARTEN

    ATMO: Biergartenatmosphäre, Vogelgezwitscher, Stimmengewirr.

    MALICIA:
    Zu dumm, dass der Spruch mit
    dem Blauleuchten nur eine
    halbe Stunde hält! Aber das ist egal!
    Jetzt werde ich im
    Englischen Garten etwas verhexen!

    CURIOSUS:
    Verhexen, Verhexen!

    MALICIA:
    Aber erstmal brauche ich was
    zu essen und zu trinken!
    Ähm, hallo?

    BAYERISCHER KELLNER:
    Jo, bittschön?

    MALICIA:
    Ähm, ich hätte zu trinken
    gerne eine
    Johannisbeerlimonade! Und zu essen, ähm, tja, ich weiß
    nicht!
    Was gibt es hier so?

    BAYERISCHER KELLNER:
    Jo, wir hoben olle
    möglichen bayerischen
    Spezialitäten! Weißwürste, Brezn,
    Leberknödel...

    MALICIA:
    Ja, dann möchte ich eine
    Brezel! Und zwar schnell,
    wenn es geht!

    BAYERISCHER KELLNER:
    Jawohl!

    ERZÄHLER:
    Während Malicia auf ihre
    Brezel und ihre Limonade
    wartet, überlegt sie, was sie jetzt so
    hexen könnte. Als sie die
    Brezel und die Limonade bekommt, kommt ihr
    ein Gedanke. Ihre Augen
    leuchten ganz böse.

    SFX: Glas und Teller werden abgestellt.

    MALICIA:
    Jetzt weiß ich, was ich
    mache! Ich werde den ganzen
    englischen Garten verhexen!

    CURIOSUS:
    Verhexen, verhexen!

    MALICIA:
    Genau, Curiosus! Na, dann
    wollen wir doch mal sehen,
    was es hier so alles gibt!

    ERZÄHLER:
    Malicia blättert in einer
    Broschüre des Englischen
    Gartens, in dem alle Sehenswürdigkeiten
    stehen, die es dort gibt.
    Der Chinesische Turm, der Monopteros, das
    japanische Teehaus und
    so weiter. Was sie wohl als erstes verhext?

    SFX: Papier raschelt.

    MALICIA:
    Ah, jetzt weiß ich es! Ich
    werde als erstes den
    Monopteros verhexen! Also nichts wie hin! Äh,
    entschuldigen sie,
    wissen sie, wo der Monopteros ist?

    TOURIST 2:
    Jo, der is auf dem Hügel in
    der Nähe vom Eisbach!
    Net zu verfehlen!

    MALICIA:
    Ah ja, danke!

    TOURIST 2:
    Nichts zu danken!

    MALICIA:
    So weit möchte ich nicht
    laufen, also fliege ich
    lieber! Komm, Toxikata! Eene Meene grünes
    Moos, Toxikata fliege
    los! Hex-Hex!

    SFX: Hexgeräusch.

    SFX: Besen hebt ab.

    ERZÄHLER:
    Und so fliegt Malicia auf
    ihrem Besen Richtung
    Monopteros. Oh, aber vielleicht sollte ich euch
    mal erklären, was
    der Monopteros überhaupt ist. Also, der
    Monopteros ist ein altes
    Bauwerk im Englischen Garten, das wie ein
    griechischer Tempel
    aussieht. Seinen Namen hat er, weil er nur eine
    Säulenreihe hat,
    denn das Wort Mono bedeutet im Griechischen Eine
    oder allein.
    Jedenfalls, Malicia landet gerade mit ihrem Besen auf
    dem Hügel,
    auf dem der Monopteros steht.

    SFX: Besen landet.

    MALICIA:
    So, jetzt werde ich den
    Monopteros verhexen, aber wie?

    CURIOSUS:
    Wie, wie?

    MALICIA:
    Ah, jetzt weiß ich's! Ich
    hexe ihn klein! So klein
    wie ein Puppenhaus! (Böses Lachen) Eene
    Meene graue Maus, du bist
    so klein wie ein Puppenhaus! Hex-Hex!

    SFX: Hexgeräusch.

    SFX: Magisches Schrumpfgeräusch.

    CURIOSUS:
    Hex-Hex, Hex-Hex!

    TOURIST 2:
    Jo mei, wo is'n der
    Monopteros hin?

    TOURISTIN:
    Er is verschwunden!

    TOURIST 3:
    Was is'n heit bloß in
    München los? Erst leichte't
    die Frauenkirchn blau und jetz' is der
    Monopteros verschwunden!

    SFX: Lautes Gemurmel

    MALICIA:
    (Böses Lachen) So, und jetzt!
    Eene Meene Gartenzwerg,
    am Himmel ist ein Feuerwerk! Eene Meene
    Hundebellen, der Eisbach
    macht jetzt wilde Wellen! Hex-Hex!

    SFX: Hexgeräusch.

    SFX: Lautes Feuerwerk in der Ferne.

    SFX: Rauschender Eisbach.

    SFX: Lautes Gemurmel

    MALICIA:
    (Böses Lachen) Und jetzt
    Schluss für heute! Morgen
    mache ich weiter! Ich werde mir jetzt ein
    kleines gemütliches
    Hotel suchen!

    ERZÄHLER:
    Diese Malicia! Da steigt sie
    auf ihren Besen
    Toxikata und fliegt davon. Hoffentlich wird Bibi bald
    darauf
    aufmerksam, dass etwas nicht stimmt. Wo ist sie denn gerade? Ah, ich
    sehe, sie ist mit Tante Luisa, Onkel Friedrich, Micha und den Hunden
    gerade auf dem Weg zur U-Bahn. Bestimmt wollen
    sie in die Stadt,
    Sehenswürdigkeiten anschauen. Na, da bin ich mal
    gespannt, wo sie
    hinfahren.

  • ========================================
    SZENE 11
    U-BAHN NACH DER INNENSTADT

    ATMO: U-Bahn-Station, einfahrender Zug.

    LUISA:
    Als erstes fahren wir zum
    Marienplatz! Ihr wisst schon,
    dort, wo das Rathaus mit dem
    Glockenspiel steht!

    BIBI:
    Das hab ich doch damals verhext,
    als du mir die Stadt
    gezeigt hast, Micha!

    MICHA:
    Ja, daran erinnere ich mich
    noch! Du hast es verhext,
    sodass es Hänschen Klein spielt!

    BIBI:
    (Lachen) Aber diesmal hex ich
    nichts! Diesmal schauen wir
    es nur an und hören zu!

    LUISA:
    Genau!

    FRIEDRICH:
    Da is die U-Bahn! So,
    Kinders, dann nix wie unter
    die Erde!

    ERZÄHLER:
    Und so gehen alle zur
    U-Bahn-Station. Waldi guckt
    allerdings ein bisschen ängstlich, weil
    er U-Bahnen nicht so mag.
    Aber Bibi beruhigt ihn und streichelt ihn. Als die U-Bahn zum
    Marienplatz da ist, steigen sie ein. Nach ein paar
    Stationen sind
    sie bei der Haltestelle Marienplatz. Und kurz darauf
    stehen sie
    auch schon vor dem Rathaus mit dem Glockenspiel.

  • ========================================
    SZENE 12
    MARIENPLATZ

    ATMO: Touristen, Innenstadtgeräusche.

    SFX: Glockenspiel des Neuen Rathauses.

    BIBI:
    Das Glockenspiel klingt genauso
    schön wie damals!

    LUISA:
    Ja, es ist sehr berühmt! Und es
    stehen auch viele
    Touristen davor!

    FRIEDRICH:
    Direkt neben dem Rathaus
    steht eine Eisdiele! Wie
    wärs, Kinders, wollt ihr ein Eis?

    BIBI:
    Ja gerne!

    MICHA:
    Und ich auch!

    LUISA:
    Dann nehm ich auch eins!

    FRIEDRICH:
    Okay, dann kommt mal alle!

    ERZÄHLER:
    Und so gehen sie zu der
    kleinen Eisdiele neben dem
    Rathaus und essen jeder ein kleines Eis.
    Bibi nimmt Erdbeere,
    Micha Schokolade und Tante Luisa Maracuja. Und
    Onkel Friedrich
    nimmt ein ganz besonderes Eis, nämlich eines mit
    Weißwurstgeschmack.
    Ja, ihr habt richtig gehört, so etwas gibt es,
    zumindest hier in
    München. Anschließend gehen sie weiter zur
    Frauenkirche.

  • ========================================
    SZENE 13
    FRAUENKIRCHE

    ATMO: Innenstadt, Kirchenglocken in der Ferne.

    MICHA:
    Die Frauenkirche ist auch ein
    sehr altes Bauwerk, Bibi!
    Sie wurde 1468 von Jörg von Halspach
    entworfen!

    BIBI:
    Echt? Woher weißt du das, Micha?

    MICHA:
    Aus dem Geschichtsunterricht in
    der Schule! Allerdings
    hat es lange gedauert, bis die Frauenkirche
    fertig war! 1488 war
    sie dann fertig gebaut und 1494 wurde sie
    eingeweiht! Außerdem
    gibt es in der Kirche was Besonderes, das will
    ich dir zeigen!
    Aber dafür müssen wir reingehen!

    BIBI:
    Okay, dann machen wir das!

    ERZÄHLER:
    Und so gehen alle mit den
    Hunden in die
    Frauenkirche. Dort zeigt Micha auf den Boden. Direkt
    neben dem
    Eingangsportal ist im Boden ein dunkler Fußabdruck mit
    einem
    Sporn an der Ferse zu sehen. Das ist der.... Aber das erzählt
    bereits
    Micha.

  • ========================================
    SZENE 14
    IN DER FRAUENKIRCHE

    ATMO: Gedämpfte Kirchenatmosphäre, leise Schritte, vereinzeltes
    Murmeln.

    MICHA:
    Das hier, Bibi, ist der
    sogenannte Teufelstritt!

    BIBI:
    (Lachen) Teufelstritt?

    MICHA:
    Ja genau, um ihn ranken sich
    viele verschiedene
    Legenden! Eine davon berichtet, dass der Teufel
    sich über den Bau
    der Kirche geärgert hat und sie zerstören
    wollte! Als er sich
    auf der Baustelle umsah, entdeckte er keine
    Fenster! Er dachte,
    die Bauleute hätten sie vergessen! Vor
    Schadenfreude stampfte er
    auf und hinterließ dabei diesen
    Fußabdruck!

    BIBI:
    Coole Legende!

    MICHA:
    Aber es kommt noch cooler! Als
    er die Kirche von außen
    sah, bemerkte er, dass sie doch Fenster
    hatte! Da war die Kirche
    aber schon geweiht und der Teufel konnte
    nicht mehr hinein!

    LUISA:
    Und meistens steckt in solchen
    Geschichten auch ein
    Körnchen Wahrheit! Wenn man an der Stelle des
    Teufelstritts
    steht, kann man die Fenster nämlich tatsächlich nicht
    sehen!

    BIBI:
    Tatsächlich! Die Fenster sind
    nicht zu sehen, wenn man
    an dieser Stelle steht!

    MICHA:
    Sag ich doch, die Legende ist
    wahr!

    FRIEDRICH:
    Und was wollt ihr jetz'
    machen, Kinders?

    BIBI:
    Jetzt würde ich gern in den
    Englischen Garten zum
    Chinesischen Turm! Dort hab ich doch damals die
    Hunde fliegen
    lassen, weißt du noch, Micha?

    MICHA:
    Ja, das war lustig!

    ERZÄHLER:
    Tja, Bibi wird sich wundern,
    wenn sie sieht, was im
    Englischen Garten los ist. Denn dort ist
    inzwischen ein riesiger
    Tumult los. Polizisten laufen durch den
    riesigen Park und
    untersuchen, was das alles verursacht haben könnte.
    Vor dem
    Eingang haben sie sogar eine Absperrung gemacht. Als Bibi und
    die
    anderen ankommen, wundern sie sich natürlich darüber.

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