Jules Verne: Die neuen Abenteuer des Phileas Fogg – Eine große Abenteuerwelt zwischen Verne-Hommage, Crossover und viktorianischem Serienkosmos

  • Jules Verne: Die neuen Abenteuer des Phileas Fogg – Eine große Abenteuerwelt zwischen Verne-Hommage, Crossover und viktorianischem Serienkosmos

    Zwischen Weltreise, Klassikerfortsetzung und moderner Maritim-Hörspielreihe – Serienhintergrund

    Jules Verne: Die neuen Abenteuer des Phileas Fogg ist eine deutsche Abenteuer-Hörspielserie von Maritim, die seit 2015 erscheint. Die Reihe nimmt Phileas Fogg, Aouda und Passepartout aus Jules Vernes Roman In 80 Tagen um die Welt als Ausgangspunkt und schickt sie nach ihrer berühmten Weltreise in neue Abenteuer. Dabei versteht sich die Serie nicht als reine Nacherzählung eines einzelnen Jules-Verne-Romans, sondern als fortlaufende Hommage an Vernes Werk und an die große Abenteuerliteratur des 19. Jahrhunderts.

    Der Grundgedanke der Reihe ist besonders reizvoll: Was wäre, wenn Phileas Fogg nach seiner Reise um die Erde nicht zur Ruhe gekommen wäre, sondern immer wieder in neue fantastische, gefährliche und geheimnisvolle Unternehmungen hineingezogen worden wäre? Genau daraus entsteht der besondere Seriencharakter. Fogg begegnet nicht nur Motiven aus Jules Vernes Büchern, sondern auch Figuren, Schauplätzen und Ideen, die aus anderen literarischen Abenteuer-, Kriminal-, Grusel- und Phantastikwelten stammen.

    Die Serie beginnt mit Entführung auf hoher See. Nur kurze Zeit nach seiner Reise in 80 Tagen um die Welt erhält Phileas Fogg Besuch von Louise Aronnax, der Tochter des verschwundenen Meeresforschers Professor Pierre Aronnax. Gemeinsam mit seiner Frau Aouda und seinem Diener Passepartout macht Fogg sich auf die Suche nach dem Professor und gerät damit in ein Abenteuer, das unmittelbar Motive aus 20.000 Meilen unter dem Meer aufgreift. Kapitän Nemo, die Nautilus und die geheimnisvollen Ereignisse auf hoher See werden so zum Einstieg in eine wesentlich größere Serienwelt.

    Besonders auffällig ist, dass die Reihe mit der Zeit immer stärker zu einem großen Crossover-Kosmos ausgebaut wurde. Neben Phileas Fogg und Figuren aus Jules Vernes Werk treten auch andere bekannte literarische Gestalten auf, darunter Sherlock Holmes, Mycroft Holmes, Oscar Wilde, Professor Challenger, Victor Frankenstein, Dr. Jekyll und Mr. Hyde, Tarzan und weitere Figuren aus der Abenteuer- und Phantastikliteratur. Dadurch wirkt die Serie nicht wie eine gewöhnliche Jules-Verne-Adaption, sondern wie ein weit verzweigtes viktorianisches Abenteueruniversum.

    Die Maritim-Reihe – Folgenliste

    Zur Reihe gehören unter anderem:

    1. Entführung auf hoher See

    2. Der Schatz von Atlantis

    3. Krieg in den Wolken

    4. Der Elefant aus Stahl

    5. Das Geheimnis der Eissphinx

    6. Der Leuchtturm am Ende der Welt

    7. Die Stadt unter der Erde

    8. Im Angesicht der Bestien

    9. Im Reich des Zaren

    10. Der Herrscher der Meere

    11. Die Jagd nach Kapitän Grant

    12. Entscheidung in den Karpaten

    13. Der Untergang der Welt

    14. Der Goldvulkan

    15..Die schwimmende Stadt

    16. Gefahr für die Propellerinsel

    17. Wie alles begann

    18. Hetzjagd durch Asien

    19. Duell im Wilden Westen

    20. Wettlauf mit der Zeit

    21. Die sieben Seelen des Anubis

    22. Die Gasse der flüsternden Schatten

    23. Verschwörung auf dem Atlantik

    24. Die geheimnisvolle Insel

    25. Diamantenjäger

    26. Die Küste der Skelette

    27. Der Fluch der Harpyie

    28..Herrscher der Lüfte

    29. Die Verschwörung

    30. Der Schatz der Verdammten

    31. Gefährliche Wiederkehr

    32. Abrechnung

    33. Von der Erde zum Mond

    34. Irrfahrt ins Ungewisse

    35. Roburs Rache

    36. Der letzte Tag auf Erden

    37. Die Stunde Null

    38. Von Feinden umgeben

    39. Die Afrika-Verschwörung

    40. Im Land der tausend Gefahren

    41. Aufbruch

    42. Gefährliche Suche

    43. Afrika in Gefahr

    44. Giganten

    45. Das Erbe der Isais

    46. Der Verdammte von Nepal

    47. Der schwarze Spiegel

    48. Im Auge des Kristalls

    49. Dunkle Vorzeichen

    50. Götterdämmerung

    51. Der Blaue Lotus

    52. Im Tal der Inkas

    Schon diese Titelliste zeigt sehr deutlich, wie breit die Reihe angelegt ist. Sie führt auf hohe See, nach Atlantis, in die Lüfte, in unterirdische Städte, in Eiswelten, nach Russland, in die Karpaten, auf schwimmende Städte, zur Propellerinsel, nach Asien, in den Wilden Westen, auf geheimnisvolle Inseln, nach Afrika und in immer neue Abenteuerlandschaften. Die Serie bleibt also nicht bei einer einzigen Jules-Verne-Vorlage stehen, sondern nutzt Vernes Ideenwelt als Ausgangspunkt für eine große fortlaufende Abenteuerchronik.

    Auffällig ist außerdem, dass viele Titel direkt auf bekannte Werke Jules Vernes anspielen. Der Herrscher der Meere verweist auf Kapitän Nemo und die Nautilus, Die Jagd nach Kapitän Grant auf Die Kinder des Kapitän Grant, Der Leuchtturm am Ende der Welt auf den gleichnamigen Roman, Die Stadt unter der Erde auf Die Reise zum Mittelpunkt der Erde beziehungsweise verwandte Verne-Motive, Der Goldvulkan auf Vernes Abenteuerroman Der Goldvulkan, Die schwimmende Stadt auf das gleichnamige Werk und Gefahr für die Propellerinsel auf Die Propellerinsel. Die Serie nutzt diese Stoffe jedoch nicht immer als klassische Eins-zu-eins-Adaption, sondern kombiniert, erweitert und verknüpft sie mit eigenen Handlungsbögen.

    Phileas Fogg, Aouda und Passepartout – Figuren und Welt der Serie

    Im Mittelpunkt steht Phileas Fogg, der berühmte Gentleman aus In 80 Tagen um die Welt. In der Maritim-Reihe ist er längst kein Mann mehr, der sich nur durch eine Wette zu einer Reise überreden lässt. Seine Weltreise hat ihm Ruhm und Anerkennung eingebracht, aber auch gezeigt, dass hinter der bekannten Welt noch viele unbekannte Gefahren, Rätsel und Wunder warten. Fogg bleibt dabei der kühle, kontrollierte, pflichtbewusste Gentleman, der auch in extremen Situationen Haltung bewahrt.

    Aouda Fogg ist in der Serie deutlich mehr als nur eine Begleiterin. Als Ehefrau von Phileas Fogg reist sie mit ihm durch viele Abenteuer und wird selbst zu einer wichtigen Figur innerhalb der Handlung. Sie bringt emotionale Nähe, Haltung und eigene Entschlossenheit in die Geschichten. Gerade durch Aouda wird Fogg nicht nur als distanzierter Abenteurer gezeigt, sondern auch als Mensch mit Bindungen, Verantwortung und persönlicher Verletzlichkeit.

    Passepartout bleibt der treue Diener und Gefährte Foggs, aber auch er wird innerhalb der Serie stärker in die Abenteuer eingebunden. Seine Rolle ist nicht nur komisch oder dienend, sondern oft handlungsrelevant. Er ist beweglich, praktisch, mutig und immer wieder direkt in gefährliche Situationen verwickelt. Gerade die Dynamik zwischen Fogg, Aouda und Passepartout bildet den vertrauten Kern der Serie.

    Eine besondere Rolle nimmt Jules Verne selbst ein. In der Serie fungiert er als Erzählerfigur. Dadurch erhält die Reihe eine interessante Rahmenwirkung: Der Autor, dessen Werke die Grundlage und Inspiration liefern, führt gewissermaßen selbst durch die neuen Abenteuer seiner literarischen Schöpfungen und verwandten Figuren. Das verleiht der Serie einen sehr eigenen Ton zwischen klassischer Erzähltradition und moderner Hörspielinszenierung.

    Daneben treten zahlreiche Figuren aus Vernes Werk und anderen literarischen Welten auf. Professor Pierre Aronnax, Kapitän Nemo, Robur, Professor Challenger, Victor Frankenstein, Dr. Jekyll und Mr. Hyde, Sherlock Holmes, Mycroft Holmes, Oscar Wilde und Tarzan gehören zu jenen Gestalten, die den Serienkosmos erweitern. Dadurch entsteht eine Welt, in der viele große Abenteuerstoffe des 19. Jahrhunderts nebeneinander existieren und miteinander verbunden werden.

    Gerade diese Figurenmischung ist ein entscheidendes Merkmal der Serie. Die neuen Abenteuer des Phileas Fogg erzählt nicht nur neue Reisen eines einzelnen Helden, sondern entwirft eine Art literarisches Abenteuer-Multiversum, in dem Erfinder, Forscher, Detektive, Gentlemen, Monster, Schurken und Entdecker aufeinandertreffen.

  • Christian Brückner, Sascha Draeger und Annina Braunmiller-Jest – Das Sprecherensemble

    Die Hauptrollen der Serie sind stark besetzt. Christian Brückner spricht Jules Verne und übernimmt damit die Erzählerrolle. Seine Stimme verleiht der Reihe von Anfang an Würde, literarischen Glanz und eine gewisse klassische Erzählatmosphäre. Gerade weil Brückners Stimme so markant ist, erhält die Serie durch ihn einen besonderen Rahmen. Er klingt nicht wie ein neutraler Erzähler, sondern wie eine Stimme, die unmittelbar mit Literatur, Abenteuer und großer Erzähltradition verbunden ist.

    Phileas Fogg wird von Sascha Draeger gesprochen. Diese Besetzung ist interessant, weil Draeger vielen Hörspielfans natürlich aus anderen großen Serien vertraut ist. Hier verleiht er Fogg eine kontrollierte, klare und dennoch lebendige Präsenz. Sein Fogg ist kein überdrehter Abenteurer, sondern ein Mann der Disziplin, der Vernunft und der Haltung. Gerade dadurch passt seine Stimme gut zu dem englischen Gentleman, der auch in den absurdesten Situationen nicht vollständig die Fassung verliert.

    Aouda Fogg wird von Annina Braunmiller-Jest gesprochen. Sie gibt der Figur Wärme, Eigenständigkeit und emotionale Stärke. Aouda wirkt in der Serie nicht wie eine Nebenfigur, die nur mitreist, sondern wie ein fester Bestandteil des Abenteurertrios. Ihre Stimme bringt eine persönliche Ebene in die Geschichten, die wichtig ist, weil die Serie sonst sehr stark von Ereignissen, Schauplätzen und großen Gefahren getragen wird.

    Neben diesen drei zentralen Stimmen treten zahlreiche bekannte Sprecherinnen und Sprecher der deutschen Hörspiel- und Synchronlandschaft auf. In den verschiedenen Folgen sind unter anderem Marius Clarén, Sascha Rotermund, Holger Mahlich, Thomas Karallus, Wolf Frass, Douglas Welbat, Torsten Sense, Jaron Löwenberg, Torsten Michaelis, Dietmar Wunder, Till Hagen, Michael Grimm, Lutz Riedel und viele weitere Stimmen zu hören.

    Gerade diese Besetzung passt zum großen Anspruch der Reihe. Die Welt von Phileas Fogg wird nicht klein oder kammerspielartig erzählt, sondern mit einem großen Ensemble bevölkert. Jede neue Reise bringt neue Gegenspieler, Verbündete, Forscher, Abenteurer, Seeleute, Offiziere, Wissenschaftler, Detektive, Verbrecher oder geheimnisvolle Gestalten mit sich. Dadurch entsteht ein Hörspielkosmos, der akustisch ständig wächst.

    Besonders reizvoll ist dabei, dass viele Sprecher bekannte literarische oder fantastische Figuren verkörpern. Wenn Kapitän Nemo, Professor Challenger, Frankenstein, Sherlock Holmes oder Oscar Wilde auftreten, braucht jede dieser Figuren eine eigene stimmliche Identität. Die Reihe lebt also nicht nur von den Hauptrollen, sondern auch von den vielen markanten Neben- und Gastrollen.

    Markus Topf, Dominik Ahrens, Marc Freund und Maritim – Die Macher hinter der Reihe

    Die Reihe erschien bei Maritim und wurde in den ersten Folgen besonders mit Markus Topf als Autor verbunden. Später treten auch Dominik Ahrens und Marc Freund als Autoren beziehungsweise Bearbeiter innerhalb der Reihe hervor. Gerade diese wechselnde Autorenschaft zeigt, dass Die neuen Abenteuer des Phileas Fogg als langfristig angelegte Serienwelt funktioniert, in der verschiedene Autoren auf derselben Grundidee weiterarbeiten.

    Das Konzept der Reihe basiert auf Motiven von Jules Verne, ist aber keine reine Werktreue-Edition. Die Hörspiele nehmen bekannte Romane, Figuren und Ideen als Ausgangspunkt und entwickeln daraus neue Abenteuer, Crossover und fortlaufende Handlungsstränge. Dadurch entsteht eine Mischung aus literarischer Hommage, Pastiche und eigenständiger Fortsetzung.

    Maritim positionierte die Reihe als hochwertige Abenteuerhörspielserie. Neben den Stimmen spielen Musik, Geräusche und Sounddesign eine wichtige Rolle. Für die musikalische Gestaltung werden unter anderem Alexander Schiborr, Michael Donner, Manuela Trutte und WinterZeit genannt. Die Musik unterstützt den klassischen Abenteuercharakter der Serie, wechselt aber je nach Schauplatz und Tonfall zwischen Seefahrerromantik, Spannung, Mystery, Exotik, Action und dramatischer Zuspitzung.

    Die Serie erschien zunächst als CD-Reihe und wurde parallel beziehungsweise später auch digital auf Plattformen wie Audible, Spotify, Apple Music und weiteren Streamingdiensten verfügbar. Dadurch konnte sich die Reihe sowohl an klassische Hörspielsammler als auch an ein digitales Publikum richten.

    Produktionstechnisch ist die Reihe als vollwertiges Hörspiel angelegt. Sie arbeitet mit Rollenbesetzung, Dialogen, Erzähler, Musik, Geräuschen und dramatischer Szenenführung. Es handelt sich nicht um eine reine Lesung. Die Folgen sind als inszenierte Abenteuerstücke gebaut, die stark auf Atmosphäre, Ortswechsel und dramatische Zuspitzung setzen.

    Abenteuer, Crossover und literarische Weltverknüpfung – Dramaturgie der Reihe

    Die Dramaturgie von Die neuen Abenteuer des Phileas Fogg lebt von zwei großen Bewegungen. Einerseits gibt es einzelne Abenteuer, die jeweils einen eigenen Schauplatz, eine eigene Bedrohung und ein eigenes literarisches Motiv besitzen. Andererseits wächst im Hintergrund ein immer größerer Serienkosmos, in dem Figuren und Konflikte wiederkehren.

    Der Auftakt führt Fogg, Aouda und Passepartout auf die Spuren von Professor Aronnax und der Nautilus. Damit ist sofort klar, dass diese Reihe Jules Verne nicht isoliert betrachtet. In 80 Tagen um die Welt und 20.000 Meilen unter dem Meer werden in derselben Welt zusammengeführt. Später kommen weitere Verne-Stoffe hinzu, darunter Motive aus Die Kinder des Kapitän Grant, Der Leuchtturm am Ende der Welt, Der Goldvulkan, Die geheimnisvolle Insel, Die Propellerinsel und anderen Werken.

    Mit der Zeit wird die Reihe aber noch größer. Sie öffnet sich auch für Figuren aus anderen literarischen Traditionen. Sherlock Holmes, Mycroft Holmes und Oscar Wilde verbinden die Reihe mit dem viktorianischen Kriminal- und Ermittlerkosmos. Victor Frankenstein und Dr. Jekyll/Mr. Hyde bringen Grusel, Wissenschaftshorror und moralische Grenzüberschreitungen hinein. Professor Challenger und Tarzan erweitern den Kosmos um Abenteuerliteratur, Expeditionen, Urwald, verlorene Welten und exotische Gefahren.

    Dadurch entsteht eine Serienwelt, die fast wie ein literarisches 19.-Jahrhundert-Universum funktioniert. Wissenschaft, Technik, Okkultismus, Kolonialabenteuer, Kriminalfall, Seefahrt, Expedition und phantastische Bedrohung liegen eng beieinander. Genau das macht den Reiz aus. Fogg ist nicht nur Reisender, sondern bewegt sich durch eine Welt, in der die großen Abenteuerfiguren der Literatur aufeinandertreffen.

    Gleichzeitig bleibt die Reihe stark episodisch. Jede Folge besitzt einen eigenen Titel, ein eigenes Abenteuer und meist auch einen klaren Schauplatz. Dennoch entfalten sich über mehrere Folgen hinweg größere Handlungsbögen. Gerade spätere Folgen arbeiten stärker mit fortlaufenden Konflikten, Figurenkonstellationen und Crossover-Ereignissen. Dadurch wird die Serie mit zunehmender Laufzeit komplexer.

  • Zwischen Jules Verne, Sherlock Holmes, Frankenstein und Tarzan – Die literarische Mischung

    Ein besonders auffälliges Merkmal der Reihe ist ihre literarische Offenheit. Der Name Jules Verne steht zwar über der Serie, aber die Hörspiele greifen weit über Verne hinaus. Dadurch entsteht eine Mischung, die man als Abenteuer-Pulp, viktorianisches Crossover und literarische Hommage beschreiben kann.

    Jules Vernes Werk bildet den Kern. Es liefert die Grundstimmung aus Erfindungen, Reisen, wissenschaftlichen Abenteuern, exotischen Schauplätzen, Unterseebooten, Vulkanen, Inseln, Expeditionen und technischen Visionen. Phileas Fogg, Kapitän Nemo, Professor Aronnax und andere Verne-Figuren sind die tragenden Säulen dieser Welt.

    Sherlock Holmes und Mycroft Holmes erweitern die Reihe um kriminalistische Elemente. Wenn diese Figuren auftreten, verschiebt sich der Ton stärker in Richtung Ermittlung, Verschwörung und politisches Geheimnis. Oscar Wilde bringt zusätzlich eine literarisch schillernde, geistreichere Ebene in die Geschichten.

    Victor Frankenstein und Dr. Jekyll/Mr. Hyde führen dunklere, wissenschaftlich-gruselige Motive ein. Hier geht es nicht nur um Abenteuer, sondern auch um Experimente, Monster, Identität, Schuld und die gefährliche Seite menschlichen Wissensdrangs. Damit passt diese Ebene erstaunlich gut zu Jules Verne, weil auch Verne immer wieder von Wissenschaft, Technik und den Grenzen menschlicher Erkenntnis erzählt.

    Professor Challenger und Tarzan bringen wiederum Expeditions- und Dschungelabenteuer in die Reihe. Dadurch kann die Serie nach Afrika, in verlorene Welten und in Szenarien ausbrechen, die eher nach Abenteuerroman und Pulp klingen als nach klassischer Verne-Adaption.

    Diese Mischung macht die Reihe sehr eigenständig. Wer reine Jules-Verne-Werktreue erwartet, findet hier eher eine freie Fortführung und Verknüpfung. Wer aber Freude an literarischen Crossovern und klassischen Abenteuerstoffen hat, bekommt eine sehr breite Hörspielwelt.

    Mark Freier, klassische Abenteueroptik und Serienwiedererkennung – Cover und Erscheinungsbild

    Die Cover der Reihe sind ein wichtiger Teil des Erscheinungsbildes. Für das Titelbild der ersten Folge wird Mark Freier genannt. Seine Gestaltung prägte den Auftakt optisch mit einem modernen, aber deutlich klassischen Abenteuergefühl. Die Cover arbeiten mit Motiven, die sofort in die jeweilige Folge hineinführen: Schiffe, Meer, technische Apparaturen, exotische Orte, gefährliche Landschaften, geheimnisvolle Figuren oder fantastische Bedrohungen.

    Das Erscheinungsbild der Serie ist klar auf Abenteuer ausgerichtet. Die Cover sollen nicht wie nüchterne Literaturklassiker wirken, sondern wie moderne Hörspielabenteuer mit klassischem Hintergrund. Dadurch entsteht eine Verbindung aus Verne-Nostalgie und zeitgemäßer Serienoptik.

    Die Gestaltung folgt dem Prinzip, jede Folge als eigenes Abenteuer sichtbar zu machen, zugleich aber den Wiedererkennungswert der Reihe zu bewahren. Der Name Jules Verne, der Reihentitel Die neuen Abenteuer des Phileas Fogg und die jeweilige Folgennummer beziehungsweise der Folgentitel sorgen dafür, dass die Veröffentlichungen als zusammengehörige Serie erkennbar bleiben.

    Besonders reizvoll ist, dass die Cover häufig den jeweiligen Ton der Folge widerspiegeln. Seefahrtsabenteuer wirken anders als Eis- oder Wüstengeschichten, technische Motive anders als Mystery- oder Gruselmotive. Gerade weil die Reihe so viele Schauplätze und literarische Einflüsse nutzt, müssen die Cover immer wieder neue Atmosphären zeigen, ohne den Seriencharakter zu verlieren.

    Mit den späteren digitalen Veröffentlichungen wurde die Coverwirkung zusätzlich wichtig, weil die Titel auf Streamingplattformen und in Hörbuch-Apps sofort visuell erkennbar sein müssen. Die Reihe besitzt dadurch nicht nur als CD-Serie, sondern auch im digitalen Raum ein starkes Sammlungs- und Seriengesicht.

    Von der Jules-Verne-Hommage zum großen Maritim-Kosmos – Bedeutung der Reihe

    Jules Verne: Die neuen Abenteuer des Phileas Fogg nimmt innerhalb der modernen deutschen Hörspiellandschaft eine besondere Stellung ein. Die Serie verbindet klassische Abenteuerliteratur mit einem modernen Serienkonzept und nutzt Phileas Fogg als zentrale Figur, um viele literarische Welten miteinander zu verknüpfen.

    Gerade diese Idee unterscheidet die Reihe von einfachen Klassikervertonungen. Sie erzählt nicht einfach In 80 Tagen um die Welt neu, sondern fragt, was nach diesem berühmten Abenteuer geschehen könnte. Dadurch wird Phileas Fogg aus seiner ursprünglichen Romanhandlung herausgelöst und zu einem dauerhaften Serienhelden.

    Gleichzeitig zeigt die Reihe, wie gut sich klassische Stoffe für moderne Hörspielserien eignen, wenn man sie nicht museal behandelt. Verne, Doyle, Shelley, Stevenson und andere literarische Einflüsse werden nicht nur zitiert, sondern in neue Abenteuer eingebunden. Dadurch entsteht ein Kosmos, der sich an bekannten Figuren orientiert, aber eigene Geschichten erzählt.

    Auch innerhalb des Maritim-Programms ist die Reihe wichtig. Sie gehört zu jenen Produktionen, die klassische Figuren und Stoffe in neuen Serienformaten fortführen. Zusammen mit anderen Maritim-Reihen entsteht dadurch ein Netzwerk aus historischen, literarischen und phantastischen Hörspielwelten.

    Für Hörer, die klassische Abenteuerstoffe mögen, ist die Serie besonders reizvoll, weil sie viele Motive aufgreift, die man aus der Literatur kennt: Weltreisen, Expeditionen, verschollene Forscher, geheimnisvolle Inseln, Unterseeboote, Erfindungen, Verschwörungen, Monster, Wissenschaftler, Detektive und gefährliche Reisen.

    Eine große Abenteuerbibliothek für die Ohren

    Jules Verne: Die neuen Abenteuer des Phileas Fogg ist eine der umfangreichsten und interessantesten modernen Abenteuerhörspielreihen im deutschen Markt. Die Serie nimmt Phileas Fogg, Aouda und Passepartout aus In 80 Tagen um die Welt und macht aus ihnen die Hauptfiguren eines weit verzweigten literarischen Abenteuerkosmos.

    Besonders stark ist die Verbindung aus klassischer Vorlage und freier Fortführung. Jules Verne bleibt der zentrale Bezugspunkt, doch die Reihe öffnet sich für viele weitere Figuren und Motive der Abenteuer-, Kriminal- und Phantastikliteratur. Kapitän Nemo, Professor Aronnax, Robur, Sherlock Holmes, Mycroft Holmes, Oscar Wilde, Victor Frankenstein, Dr. Jekyll, Professor Challenger und Tarzan erweitern die Welt von Phileas Fogg immer weiter.

    Akustisch wird die Reihe vor allem durch Christian Brückner als Jules Verne, Sascha Draeger als Phileas Fogg und Annina Braunmiller-Jest als Aouda geprägt. Dazu kommt ein großes Ensemble bekannter Sprecherinnen und Sprecher, das die vielen Gastfiguren, Gegenspieler und Abenteuergestalten lebendig macht.

    Produktionstechnisch verbindet Maritim klassische Hörspielarbeit mit moderner Serienstruktur. Musik, Geräusche, Dialoge und Erzähler schaffen eine dichte Abenteueratmosphäre, die von Seefahrt und Expedition bis Mystery, Science Fiction und Grusel reicht.

    Gerade deshalb wirkt Die neuen Abenteuer des Phileas Fogg wie eine große Abenteuerbibliothek für die Ohren. Jede Folge öffnet eine neue Tür: zur Nautilus, nach Atlantis, in die Lüfte, in Eiswelten, auf geheimnisvolle Inseln, in fremde Länder, in dunkle Labore oder in die Salons großer Detektive und Abenteurer. Die Serie ist keine bloße Rückkehr zu Jules Verne, sondern eine fortlaufende Einladung, seine Welt weiterzudenken.

  • 2. Der Schatz von Atlantis

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    3. Krieg in den Wolken

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    7. Die Stadt unter der Erde

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    8. Im Angesicht der Bestien

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    9 Im Reich des Zaren

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    13. Der Untergang der Welt

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    14. Der Goldvulkan

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    16. Gefahr für die Propellerinsel

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    17. Wie alles begann

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    18. Hetzjagd durch Asien

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