Fragen an unsere Autoren hinter den Geschichten

  • Wollen wir wirklich diese geschliffenen Dialoge ohne Ecken und Kanten?

    Genauso wie die KI Stimmen immer besser imitieren kann, wird sie zukünftig auch „Ecken und Kanten“ verschiedener Autoren imitieren können. Ich könnte mir schon vorstellen, dass bald Autoren ihre persönlichen KI aufsetzen und dann vielleicht nur noch mit Ideen füttern und raus kommt ein Werk, was dann vom Stil auch direkt vom Autor sein könnte.

  • Kann eine KI das wirklich Leisten und ein flüssiges Hörspielskript erstellen?

    Das sagt die KI (Gemini) dazu…

    Quote

    Ja, eine KI kann hervorragend Hörspielskripte erstellen. Mit Modellen wie ChatGPT, Claude oder Gemini lassen sich mühelos vollständige Dialoge, Regieanweisungen und Handlungsstränge generieren. Durch präzise Vorgaben (Prompts) können Sie das Skript gezielt steuern.

    In 4 Schritten zum KI-Hörspielskript:

    1. Die Grundidee definieren: Beschreiben Sie der KI das Genre (z. B. Krimi, Sci-Fi), die Zielgruppe und das grobe Thema.
    2. Charaktere festlegen: Geben Sie der KI genaue Beschreibungen der Figuren (Alter, Charakter, Sprechweise).
    3. Struktur vorgeben: Bitten Sie die KI, eine Szenenübersicht (Storyboard) zu erstellen, bevor die Dialoge geschrieben werden.
    4. Format festlegen: Weisen Sie die KI an, das Skript in einem klassischen Hörspielformat (Sprechername gefolgt vom Text, inklusive Geräuschanweisungen in Klammern) zu verfassen.

    Tipp: Oft sind die Dialoge der KI im ersten Anlauf etwas generistisch. Fordern Sie die KI auf, die Sprache natürlicher zu gestalten, Sprechpausen einzubauen oder spezifische Dialekte zu verwenden.

  • Genauso wie die KI Stimmen immer besser imitieren kann, wird sie zukünftig auch „Ecken und Kanten“ verschiedener Autoren imitieren können. Ich könnte mir schon vorstellen, dass bald Autoren ihre persönlichen KI aufsetzen und dann vielleicht nur noch mit Ideen füttern und raus kommt ein Werk, was dann vom Stil auch direkt vom Autor sein könnte.

    Möglich, aber ist das nicht traurig?

  • Das sagt die KI (Gemini) dazu…

    Ehrlich gesagt hätte ich so eine Antwort von der KI irgendwie gar nicht erwartet 😄

    Aber genau bei dem letzten Absatz liegt für mich der Knackpunkt. Wenn ich die Dialoge natürlicher machen, Formulierungen anpassen, Charaktere schärfen und am Ende alles umfangreich nacharbeiten muss, dann kann ich das Skript eigentlich auch direkt selbst schreiben.

    Für Recherche oder als Ideengeber mag das durchaus hilfreich sein. Aber gerade Dialoge, Figuren und der eigene Stil sind doch am Ende das, was einen Autor ausmacht.

  • Aber genau bei dem letzten Absatz liegt für mich der Knackpunkt. Wenn ich die Dialoge natürlicher machen, Formulierungen anpassen, Charaktere schärfen und am Ende alles umfangreich nacharbeiten muss, dann kann ich das Skript eigentlich auch direkt selbst schreiben.

    Findest du? Die KI ist ein super Hilfsmittel, aber man muß sie auch per Prompt bedienen. Ist ein bißchen so wie beim Ghostwriter, dem du auch ausführlich mitteilen müsstest wie dein Roman werden soll. Ist doch aber dennoch eine super Unterstützung, weil Ideen haben, bedeutet nicht automatisch, sie auch als Hörspielskript umsetzen zu können. Ähnliches passiert momentan beim Programmieren von Apps. Wenn man Ideen hat, aber selber nicht programmieren kann, übernimmt dies die KI für dich.

  • KI kann ein geiles Tool sein, aber für Ideen oder Dialoge würde ich sie nicht nutzen. Sonst könnte ich mir am Ende nicht selbst auf die Schulter klopfen, weil es dann nicht wirklich meines wäre. Auch nicht für Recherche, denn dann wäre KI zumindest helfend Teil der Entstehung gewesen. Wer meine Social-Media-Kanäle kennt, weiß, dass ich besonders bei Wolfy 2 sehr auf „Null KI“ achte. Vom Buch über die Sprecher bis hin zu Grafik und Werbung, alles ohne KI. Sogar mit Anti-KI Reels.

    Für künftige Projekte kann ich allerdings nicht ausschließen, KI unterstützend zu nutzen, etwa für Recherche, Brainstorming oder zum Ausbau von Ideen, wenn man mal nicht weiterkommt. Aktuell besteht dafür von meiner Seite aber kein Bedarf.

    Ich denke auch, dass eher die großen Firmen irgendwann verstärkt auf KI setzen werden als die kleineren. Das wird dann aber vermutlich eher wirtschaftliche als künstlerische Gründe haben.

  • Als „traurig“ würde ich es jetzt nicht unbedingt beschreiben. Mir fällt jetzt aber nicht unbedingt ein passendes Wort ein. Aber die Arbeit des Autors wird auf jeden Fall eine andere sein. Diese ist ja heute schon anders als vor 50 Jahren als man zur Recherche Bibliotheken aufsuchen, Bücher durchforsten, Zeitungen lesen und durchstöbern musste, heute geht alles schnell auf Knopfdruck. Ich kann mir vorstellen dass Autoren vor vor 100 Jahren, die noch handschriftlich oder mit Schreibmaschinen gearbeitet haben, die Tätigkeit eines Autoren von heute auch nicht mehr gefallen würde. Wenn ich denke wie ich meine Diplomarbeit geschrieben habe und wie viele Stunden ich im Bibliotheken dafür verbracht habe und Pia heute ihre wissenschaftliche Arbeit für die Matura schreibt, alles ganz anders.

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Meine Antwort zum Thema KI: Für meine Dialoge nutze ich keine KI. Ich finde KI-Dialoge sind oft immer noch raushörbar und generisch.

    KI ist aber ein Werkzeug, mit ich in meiner Freizeit Spaß habe, mit dem ich spaßige Witz-Songs erstelle oder alternative Cover.

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