Fragen an unsere Autoren hinter den Geschichten

  • Tolkien  gruenspatz  Tobi Jawtusch  Martin Seebeck  Chris2710  Schamane  Soundjob  Marcus Meisenberg

    Gibt es eigentlich eine Geschichte, bei der ihr euch schon einmal gedacht habt: „Verdammt, schade, dass mir diese Idee nicht selbst eingefallen ist“? Und was genau begeistert euch daran so sehr?

    Also direkt gedacht, habe ich das noch nie. Es kommt aber immer mal vor, dass Hörspiele von Kollegen erscheinen und ich mir denke "Mist, die Prämisse in ihrer grundlegenden Form hatte ich auch noch im Notizblock". Da wird dann ein Strich durch gemacht und weiter überlegt. Ich glaube ganz oberflächlich betrachtet würde sich jeder Autor freuen, wenn er einen "nationalen Hit" landet, der über Jahre geht und erfolgreich steil geht. So ein "Bibi Blocksberg" oder "Die Drei ???" gibt es halt nicht soooo oft. ;)

  • Gibt es eigentlich eine Geschichte, bei der ihr euch schon einmal gedacht habt: „Verdammt, schade, dass mir diese Idee nicht selbst eingefallen ist“? Und was genau begeistert euch daran so sehr?

    Nein, so ein Gedanke hat mich noch nie geplagt. ^^

    Begeistert hat mich natürlich schon einiges, zB MONSTER 1983, GHOSTBOX, HARRY POTTER, DER RING DER NIBELUNGEN, GREUL, THE CRUISE...

    Aber das waren einfach Wow-Momente, ohne Konkurrenzneid oder Ärger, zu spät auf eine Idee gekommen zu sein. Es gibt ja immer neue Ideen, auf die man sich stürzen kann.

    Ich freue mich lieber für die Kollegen, wenn sie was Tolles aus dem Hut zaubern.


    Eins und eins ist zwei - von London bis Shanghai!

    Edited 3 times, last by gruenspatz (May 14, 2026 at 10:30 PM).

  • Gibt es eigentlich eine Geschichte, bei der ihr euch schon einmal gedacht habt: „Verdammt, schade, dass mir diese Idee nicht selbst eingefallen ist“? Und was genau begeistert euch daran so sehr?

    Ja, auf jeden Fall denke ich manchmal "schade, dass mir die Idee nicht gekommen ist". Vor allem wenn ich eine ungewöhnliche Geschichte lese oder einen Film sehe, der mich wirklich überrascht. Also, ich bin begeistert von einer Idee, wenn sie wirklich etwas neues erzählt, eben "überrascht".

  • Ich glaube ganz oberflächlich betrachtet würde sich jeder Autor freuen, wenn er einen "nationalen Hit" landet, der über Jahre geht und erfolgreich steil geht. So ein "Bibi Blocksberg" oder "Die Drei ???" gibt es halt nicht soooo oft. ;)

    Das ist nur allzu menschlich. Die Idee alleine reicht dazu nicht. Man muss auch das Glück dazu haben, diese Idee zur richtigen Zeit zu haben um damit den Zeitgeistnerv des Konsumenten zu treffen und auch noch das Glück haben den passenden starken Partner mit seiner Idee zu begeistern, der dies auch perfekt umsetzen kann. Das kommt schon einem hohen Lottogewinn gleich.

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • "Das Leben des Brian" wäre so eine Geschichte gewesen, von der ich mir vlt. wünschte, dass sie mir selbst eingefallen wäre. ^^
    (Ich denke, muss man auch nicht weiter erklären).

    Aber ich bin auch so sehr zufrieden und glücklich mit allem, was ich so erleben durfte (vor allem in den 70/80er Jahren aufgewachsen zu sein) und was mir im Leben so alles begegnet und geglückt ist. Das Schicksal hat es oft gut mit mir gemeint.
    Mein großer "Lottogewinn" ist meine Frau, was so ziemlich alles in den Schatten stellte und mehr braucht es nicht !
    (Manchmal hetzen wir einem Glück so blindlings bestrebt hinterher, dass wir kaum mehr sehen, was uns eigentlich alles an Glück unmittelbar umgibt).

    +Jeder Tag mehr ist auch ein Tag weniger-

  • "Das Leben des Brian" wäre so eine Geschichte gewesen, von der ich mir vlt. wünschte, dass sie mir selbst eingefallen wäre. ^^
    (Ich denke, muss man auch nicht weiter erklären).

    Aber ich bin auch so sehr zufrieden und glücklich mit allem, was ich so erleben durfte (vor allem in den 70/80er Jahren aufgewachsen zu sein) und was mir im Leben so alles begegnet und geglückt ist. Das Schicksal hat es oft gut mit mir gemeint.
    Mein großer "Lottogewinn" ist meine Frau, was so ziemlich alles in den Schatten stellte und mehr braucht es nicht !
    (Manchmal hetzen wir einem Glück so blindlings bestrebt hinterher, dass wir kaum mehr sehen, was uns eigentlich alles an Glück unmittelbar umgibt).

    Deinen Worten möchte ich mich zu 100% vollumfänglich anschließen, in jedem Aspekt.

    Was die Ideen anbelangt: Ich habe noch so viel im Kopf, dass ich mir Sorgen mache, dass alles in der mir (noch) zur Verfügung stehenden Zeit zu Papier bringen kann.

    http::olis-weite-welt-des-wahns-blogspot.com

    Es war mit Sicherheit nicht richtig - doch es war einzig und nicht artig!

  • Tolkien  gruenspatz  Tobi Jawtusch  Martin Seebeck  Chris2710  Schamane  Soundjob  Marcus Meisenberg

    Gibt es eigentlich eine Geschichte, bei der ihr euch schon einmal gedacht habt: „Verdammt, schade, dass mir diese Idee nicht selbst eingefallen ist“? Und was genau begeistert euch daran so sehr?

    Manchmal wünsche ich mir, früher geboren worden zu sein. Es gibt so viele Ideen und Geschichten, die schon erzählt wurden. Aber eine spezielle Idee? Da wüsste ich spontan nichts.

    Wie sieht so ein Script eigentlich aus?

    Nur der reine Sprechertext, oder auch Musik, Geräusche etc?

    Auch Geräusche und Musikeinsätze.

    "Was sagt man darüber, wie man Bücher schreibt? Man denkt sich etwas aus und zwingt sich, es aufzuschreiben."

    Ariadne Oliver, Poirot: Wiedersehen mit Mrs. Oliver

  • Kommt für mich auch gänzlich unerwartet.

    Man muss die Szenerie ja für alle anderen Beteiligten kenntlich machen. Der reine Dialog reicht da nicht. Geräusche, kurze Szenenbeschreibungen und auch ggf. Hinweise auf Einsatz von Musik. Ob das Label es dann auch so umsetzt, steht auf einem anderen Papier. ;) Empfand ich damals in den Anfängen auch komisch, mittlerweile ist es überhaupt nicht mehr kompliziert.

  • Mich würde ja interessieren, wie viele Hörspielskripte mittlerweile unter Zuhilfenahme von KI entstehen. Also natürlich nicht 1:1 übernommen, aber ich vermute schon, dass ein Großteil der Autoren bei der Ideenfindung auf eine KI zurückgreift. Ich weiß, gewagte These, aber ich kann mir (mittlerweile) einfach nicht vorstellen, dass die künstliche Intelligenz da komplett außen vor bleibt.

    Geben wir diese durchaus interessante Frage doch einmal an unsere Autoren weiter:

    Nutzt ihr KI als Unterstützung beim Schreiben eurer Skripte? Oder könnte euch das irgendwann vorstellen?

    Tolkien  gruenspatz  Tobi Jawtusch  Chris2710  Schamane  Soundjob  Marcus Meisenberg

  • Geben wir diese durchaus interessante Frage doch einmal an unsere Autoren weiter:

    Nutzt ihr KI als Unterstützung beim Schreiben eurer Skripte? Oder könnte euch das irgendwann vorstellen?

    Tolkien  gruenspatz  Tobi Jawtusch  Chris2710  Schamane  Soundjob  Marcus Meisenberg

    Definitiv nein. Ich nutze KI durchaus mal als Suchmaschine für bestimmte Recherche für Orte, Sachverhalte oder anderes, aber nie für ein Skript per se. Und ich kann es mir nicht vorstellen Dialoge von KI schreiben zu lassen oder gar Ideen ausspucken zu lassen, um daraus ein Skript zu verfassen. Denn ab dem Zeitpunkt kann ich meine Tätigkeit ja eigentlich an den Nagel hängen.

  • Recherche ist für mich noch einmal etwas völlig anderes als das eigentliche Schreiben.

    Gerade Ideen, Figuren und Dialoge sind doch am Ende genau das, was einen Autor ausmacht. Wenn man diesen Teil komplett an eine KI abgibt, geht für mich auch ein großer Teil der eigenen Handschrift verloren. Deshalb finde ich es nachvollziehbar, wenn Autoren bei der eigentlichen kreativen Arbeit lieber komplett auf ihre eigenen Ideen setzen.

    Ob man es tatsächlich merken würde wenn eine KI im Einsatz ist?

  • Nein, wie an anderer Stelle schonmal geschrieben, nutze ich keinerlei KI. Zur Recherche will ich das für die Zukunft nicht ausschließen, aber bisher nutze ich die gute alte Google-Suche, Google-Maps, Wikipedia und tatsächlich noch gedruckte Reiseführer für die Inseln, auf denen ich noch nicht persönlich war. Bei mir prangt also ein No KI Stempel auf dem Cover (bitte vorstellen)!

  • Danke, aber nein danke!

    In meinem Kopf schwirren so viele Ideen, dass ich die wahrscheinlich nie alle "zu Papier" bringen kann. Dialoge von KI? Ohje, das wäre das Armageddon für jedes Skript, schätze ich.

    Bislang nutze ich Wiki oder andere Google-Einträge, um hieb- und stichfeste Recherche zu betreiben, was historische Bezüge, Details zu Giftpflanzen, lokale Gegebenheiten etc angeht. Ob man da Dr. Google fragt oder die KI (die wahrscheinlich auch nichts anderes macht als 1. Google zu durchstöbern und danach 2. alles Gefundene durcheinander zu bringen) - ich schätze, das kann man so machen. Aber schreiben tut der Schreiberling. Ich kann mir auch beim besten Willen nicht vorstellen, dass man das nicht an der Qualität merken würde.

    BTW: Gibt es eigentlich schon Hörspiele, die von KI geschrieben wurden?


    Eins und eins ist zwei - von London bis Shanghai!

  • Ich könnte mir vorstellen, dass auch Autoren sich den neuen Möglichkeiten anpassen und Texte unter zu Hilfe nahmen von KI schreiben. Quasi als Gemeinschaftsarbeit. Ausschliesslich die KI schreiben lassen wiederum macht für einen Autoren keinen Sinn, für einen Verlag sehr wohl. Ich selbst habe noch nie eine KI verwendet um einen Text zu schreiben. Reizt mich auch nicht. Dazu schreibe ich selbst zu gerne. Aber ich kann mir durchaus vorstellen, hat man es einmal gemeinsam mit KI probiert, ergeben sich spannende Spielformen von denen man profitieren kann, zum Beispiel nicht auf das Geschriebene aber auch auf die Ideen einer KI zurück zugreifen. Zum heutigen Stand wird es keinen Autoren geben, der öffentlich sagen wird ich schreibe meine Texte mit KI. Dazu ist es noch zu verpönt. Aber es werden Zeiten kommen wo es Gang und Gäbe und keineswegs ein Makel sein könnte.

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Ich könnte mir vorstellen, dass auch Autoren sich den neuen Möglichkeiten anpassen und Texte unter zu Hilfe nahmen von KI schreiben.

    Das wird wohl so kommen, aber für mich schließe ich das aus. Ich habe ja einen Brotjob und schreibe nicht, um Geld zu verdienen, sondern nach wie vor weil es ein schönes Hobby von mir ist. Mir macht das schreiben einfach Spaß und das schon seit Kindertagen! Und wenn ich dann als Belohnung auch noch Zustimmung und Begeisterung von einigen Hörern bekomme, dann will ich das nicht noch mit einer KI teilen.

  • Sehe ich für mich auch so. Aber wenn man mit Hilfe einer KI ein neues kreatives Level erreichen kann?

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

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