• Die ältere Generation der Hörspielhörer und -Sammler wird es noch gut vor Ohren und Augen haben. Der gefürchtete Seitenwechsel bei Hörspielkassetten oder Schallplatten. Wie habt ihr diesen in eurer Kindheit erlebt?

    Ein Rausreissen aus der Handlung, eine Verschnaufpause, die man gut brauchen konnte, ein Ärgernis, weil man damit aus dem Schlaf gerissen wurde, ein perfekter Moment um sich anderen Dingen zu widmen oder ein Cliffhanger, der einem so richtig heiß machte auf Seite 2?

    Und wie steht ihr heute zum Seitenwechsel? Ein liebgewordenes Relikt aus einer besseren Hörspielzeit? Eine Sache, die es durch Streaming, Download oder CD Gott sei Dank nicht mehr gibt? Oder trauert ihr dem Ganzen schon ein wenig nach?

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Der Entschleunigung von Früher allgemein trauere ich ein wenig nach. Ich brauche keine Serien mit tausend Folgen im Stream, lieber mehrere kleinere schöne Serien. Aber dies ist ein anderes Thema.

    Was den Seitenwechsel bei der Kassette angeht, der hat mir nie was ausgemacht. Zum Einschlafen, vorausgesetzt der Rekorder war beim Tastenraussprung leise, war er sogar sehr praktisch. Von der Zeit einfach praktisch. Auch heute noch stelle ich beim Hören vom Download und Stream den Sleeptimer auf ca. 20-30 Minuten auf stop.

    Schallplatte und CD fand ich zum Einschlafen unpraktischer.

  • Als Kind habe ich mir da eigentlich überhaupt keine Gedanken gemacht. Ich kannte ja quasi nur Kassetten, die man eben umdrehen musste.

    Beim Einschlafen hatte die A-Seite genau die richtige Länge. War sie zuende, war ich auch schon im Land der Träume. Das Klacken des Rekorders habe ich dann auch nicht mehr gehört, dank tiefen Schlafs. Da ich allerdings die Angewohnheit hatte und habe, Hörspiele zum Einschlafen immer von Anfang an zu hören, musste ich öfters zurückspulen.

    Bei allen anderen Aktivitäten gehörte das Umdrehen der Kassette einfach dazu. Ich kannte damals auch bei jedem Hörspiel den Punkt, an dem die A-Seite endete und es auf der B-Seite weiterging. Heute aber kann ich mich schon nicht mehr daran erinnern, wenn ich ältere Hörspiele auf CD oder im Stream höre.

    Mein letzter Walkman damals hatte dann aber schon Auto-Reverse. Da war es praktisch, dass ich dann zumindest unterwegs die Kassetten nicht mehr aktiv umdrehen musste.

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    Ich bin heute so farbenfroh, ich habe fünf verschiedene Schwarztöne an.

  • Das kenne ich natürlich auch noch sehr gut 😊

    Als Kind war das für mich ehrlich gesagt alles dabei: Manchmal ein nerviger Bruch, wenn man gerade total drin war – manchmal aber auch genau dieser kleine Cliffhanger, der die Spannung nochmal erhöht hat. Und ja, es gab auch Momente, wo man aus dem Halbschlaf gerissen wurde, wenn die Kassette einfach durchgelaufen ist 😄

    Heute vermisse ich es nicht wirklich. Ich höre ja weiterhin über physische Medien, aber ohne diesen erzwungenen Seitenwechsel.

    Trotzdem hat das Ganze für mich einen gewissen nostalgischen Charme – das gehört einfach zur damaligen Hörspielzeit dazu.

  • Für mich war damals der Seitenwechsel etwas ganz Normales, überhaupt nicht störendere. Man kannte es ja auch nicht anders. Mit den neuen Kassettenrecordern, die automatisch die Seite wechselten kam auch ein neues Zeitalter ins Kinderzimmer. Und wie bei allem Modernen gewöhnte man sich rasch an den Standart. Heute empfinde ich es schon als Störend wenn ich Hörspiele höre, die ich nicht so im Ohr habe. Phantomsee, Dracula & Frankenstein & Co, die ich 100 Mal gehört habe, da hat sich der Seitenwechsel quasi in mein Gehirn eingebrannt. Auch wenn es keinen Wechsel durch Streaming gibt, weiß ich sofort wo die Seite früher gewechselt hat 😅

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Umdrehen bei Kasseten gehört für mich einfach dazu , auch heute noch, habe meine Abspielgeräte immer nah neben mir damit ich nicht aufstehen muss😅

    Beim Hören im Stream von Kindheitshörspielen weis ich immer noch die Stellen, wo man früher umdrehen musste😅

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