Statt Verbot: Hörspiele fördern statt Social Media verbieten?

  • Wie geschrieben Social Media ist zumeist vom Anbieter selbst erst ab 13 oder 14 zulässig und erlaubt.

    Stimmt schon, aber so lange man sich anonym und mit beliebiger Altersangabe anmelden kann, nützt dies nichts. Dies schützt nur die Anbieter, die später sagen können, dass sie von nichts wußten und es eigentlich laut AGB verboten war. Klar, da könnte man dann natürlich die Eltern in die Verantwortung nehmen, aber die kommen doch oft mit der immer schneller anrollenden Technik meist nicht mehr mit. Da sind die Kinder oft schlauer und wissen längst, wie man solche „Hürden“ umgeht.

  • Da sind die Kinder oft schlauer und wissen längst, wie man solche „Hürden“ umgeht.

    Auf jeden Fall! Wir waren unseren Eltern ja auch immer einen Schritt, wenn nicht sogar zwei voraus. 😅

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Und wenn dann nur sehr halbherzig und leicht zu umgehen

    Ich bin 18. Haha. Also Ja, vor langer Zeit mal gewesen. Gilt immer noch :)

    In der Diskussion wurde schon erwähnt, dass die Anbieter viel stärker in die Pflicht genommen werden sollten. Das ist auch meine Meinung. Man macht sich das bei Süchten (egal, wie man die nachvollziehen kann oder nicht) immer sehr einfach: die Menschen sollen "verantwortungsvoll trinken" oder sich zum Rauchen in irgendwelche Ecken stellen. Bei Süßkram ist man durch die Lebensmittelampel auch wieder der Dumme: man hätte ja wissen können, dass das nicht gesund ist. Und bei Social Media (nix mit sozial, das ist eine falsche Übersetzung) wird erwartet, dass man sich zusammenreißt, während alles blinkt und blubbert, man permanent drin gehalten wird, sich immer das nächste Video lädt, wenn immer mehr Sachen zum Verweilen auffordern. > Das ist wie die Aufteilung im Supermarkt: bis zur Kasse läuft man eine ganze Runde, immer schön an der Nase geführt, so dass man alle Produkte sieht und dann doch wieder was kauft. > Da sind also die Anbieter bewusst dran, die machen die Leute süchtig.

    Bei Kindern (Lernen, Bildung) verfängt das deutlich mehr, vor allem aber auch weil die Erwachsenen sich drauf zurückziehen "ach davon hab ich keine Ahnung, ich bin schon älter" - obwohl sie sehen können, was das ist, wie diese Plattformen verfangen. Da hätten Lehrer, Eltern die Pflicht. Aber die Hälfte davon weiß doch nicht mal wie man E-Mails richtig verschickt, vom Rest zu schweigen.

    Und zum Thema "ich versteh die Sucht da nicht", "scheint wohl jüngere mehr zu treffen": Auch Leute über 70 können wie die Guppys sein, Statusse posten und dann gierig warten, dass auch alle schauen - völlig süchtig.

  • Und zum Thema "ich versteh die Sucht da nicht", "scheint wohl jüngere mehr zu treffen": Auch Leute über 70 können wie die Guppys sein, Statusse posten und dann gierig warten, dass auch alle schauen - völlig süchtig.

    Na ja, wenn Renter wirklich süchtig nach sozialen Medien werden sollten, was ich ehrlich gesagt noch nicht glaube, dann ist es aber immer noch ein sehr großer Unterschied zum Kind oder Jugendlichen, die durch die Sucht möglicherweIse Lerndefizite bekommen. Außerdem geht es nicht nur um die Sucht, sondern auch um die Gefahr vor Inhalten, die Kinder und Jugendliche bei den sozialen Medien ausgesetzt sind. Was sich dagegen der Erwachsene reinzieht, dies hat er selber zu verantworten.

  • Na ja, wenn Renter wirklich süchtig nach sozialen Medien werden sollten, was ich ehrlich gesagt noch nicht glaube, dann ist es aber immer noch ein sehr großer Unterschied zum Kind oder Jugendlichen, die durch die Sucht möglicherweIse Lerndefizite bekommen. Außerdem geht es nicht nur um die Sucht, sondern auch um die Gefahr vor Inhalten, die Kinder und Jugendliche bei den sozialen Medien ausgesetzt sind. Was sich dagegen der Erwachsene reinzieht, dies hat er selber zu verantworten.

    Natürlich ist das nur episodisch, aber ich habe wirklich mal vernommen, wie eine Bekannte einer Familienangehörigen nach jedem Tag im Urlaub wie vernagelt teils Stunden an kleinen Statusbildchen rumgearbeitet hat um sie dann irgendwo zu posten und dann zudem noch stundenlang zu warten, dass auch alle Familienangehörigen/ Freunde was dazu schreiben, reagieren etc.

    Klar, bei Kindern gibt's Lerndefizite. Aber ehrlich, Schule ist nicht mal effizient, wenn in jeder Stunde richtiger Unterricht wäre. Da gibt es von sich aus Defizite. Und durch viel Ausfall und sinnlose Videoschaustunden ist es noch ineffizienter. Da müsste man viel mehr ansetzen...

  • Natürlich ist das nur episodisch, aber ich habe wirklich mal vernommen, wie eine Bekannte einer Familienangehörigen nach jedem Tag im Urlaub wie vernagelt teils Stunden an kleinen Statusbildchen rumgearbeitet hat um sie dann irgendwo zu posten und dann zudem noch stundenlang zu warten, dass auch alle Familienangehörigen/ Freunde was dazu schreiben, reagieren etc.

    Au weia, die Beste hat damit aber viel wertvolle und gute Lebenszeit verschwendet.

    Vielleicht ist sie noch jung?

    Wir haben früher auch immer Karten geschrieben, hinterher halt Bilder per Handy geschickt... bis man irgendwann mal merkte, dass da doch sehr viel Zeit drauf geht... und man sehr wenig dafür zurück bekommt.

    Seit ein paar Urlauben mache ich das gar nicht mehr. Da höre ich dann wirklich lieber ein gutes Hörspiel. Das tut gut

  • Au weia, die Beste hat damit aber viel wertvolle und gute Lebenszeit verschwendet.

    Vielleicht ist sie noch jung?

    Wir haben früher auch immer Karten geschrieben, hinterher halt Bilder per Handy geschickt... bis man irgendwann mal merkte, dass da doch sehr viel Zeit drauf geht... und man sehr wenig dafür zurück bekommt.

    Seit ein paar Urlauben mache ich das gar nicht mehr. Da höre ich dann wirklich lieber ein gutes Hörspiel. Das tut gut

    Mir ist das mit der Posterei vor knapp 10 Jahren aufgefallen. Ich war in Portugal, in der Nähe von Lissabon. Ich postete ein paar Bildchen von Lissabon und als Kommentare kam dann: oh, schau mal zu diesem und jenem Ort. Ich hab dann die Hashtags durchgeschaut und dachte: oh das muss ich sehen. Und hab einen Tag drauf verschwendet, genau an diese Küste zu fahren um dort diese Fotos zu machen. Erst beim Bearbeiten und Hochladen der Fotos habe ich kapiert, wo ich war. Als ich dort fotografiert habe, war ich nur mit dem Gedanken erfüllt: das muss gut aussehen, auch irgendwelche spektakulären Wellen wie bei den anderen Postings von anderen Leuten - Da hab ich mir gesagt: ist das mein Urlaub oder muss ich hier für irgendwen Fotos machen? Ich hab mich gefühlt, als ob ich auf Arbeit bin und eine Sache erledigen muss. Aber erholt habe ich mich nicht. Da habe ich das erste Mal überlegt, social Media wegzulassen.

    Im letzten Jahr war ich am Preikestolen (dieser Felsen, jaja) Da sind Leute hochgerammelt, nur um Fotos zu machen, haben teils 1 Stunde gewartet. Ich nicht, ich hab dann ein paar Fotos für mich gemacht und fertig. War viel schöner, alles ohne diesen Quark von Druck aus den Social Media.

    Dass man sich da so manipulieren lässt von Postings, Social Media etc...

  • Als ich 2000 am Preikestolen war, gabs kein Social Media 😅 Aber ich musste trotzdem fotografieren fürs Fotoalbum und Filmen für meinen Urlaubsfilm. Und ganz ehrlich ich bin froh drüber. Einmal im Jahr schau ich mir Film und Album an 🤩

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Als ich 2000 am Preikestolen war, gabs kein Social Media 😅 Aber ich musste trotzdem fotografieren fürs Fotoalbum und Filmen für meinen Urlaubsfilm. Und ganz ehrlich ich bin froh drüber. Einmal im Jahr schau ich mir Film und Album an 🤩

    Aber du musstest mit Sicherheit nicht fast bis an den Rand klettern um noch Herzchen-Selfies zu machen etc. Na egal - aber es sind meiner Meinung nach diese Social Media Mechanismen über die man zumindest reden sollte...

  • Wir haben bereits Halbzeit!

    Drei Wochen ohne Smartphone: So geht's Schülern im Handy-Experiment
    Wie geht es den Schülern im Liesinger GRG23 zur Halbzeit des Handyverzichts? Der KURIER zieht eine Zwischenbilanz.
    kurier.at


    Pia wird mit ihrem Klapp-Handy nicht warm. Dreht es meistens ab. Dafür verwendet sie öfters als sonst ihren Lap Top, den sie für die Schule hat. Bildschirmzeit ist aber sehr niedrig, kein Social Media ist kein Problem. Mehr Problem hat der Papa. Der weiß jetzt nicht mehr immer wo die Tochter ist und die Kommunikation mit meinen Nachwuchsspieler/innen, die fast alle an dem Experiment teilnehmen, ist deutlich schwieriger geworden um Termine zu fixieren, Auswärtsfahrten zu organisieren, etc., da wird nun wieder vermehrt mehr über die Eltern ausgemacht.

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Mehr Problem hat der Papa. Der weiß jetzt nicht mehr immer wo die Tochter ist

    Ich habe es ja gesagt. Sicherlich ging es tausende Jahre zuvor auch ohne Handy und auch ich kenne die mündlichen Absprachen, Urvertrauen, analoge Strukturen der 90er oder 2000er Jahre, war ja auch mal jung.

    Doch ist die Welt ein Irrenhaus auch im kleinsten Straßenzug hochaggressiv und ohne Handy darf meine Tochter nicht raus

  • Heute Morgen bisschen mit meinem Nachbarn gequatscht.Er ist ein ganz netter Typ leider halt auch der Typ Opfer,der alle Arten von Videos,bevorzugt von FB,für bare Münze nimmt 🫣.Da musste ich mir wieder ein gefaktes Video anschauen,deren Inhalt sich schon letzte Woche als unwahr erwiesen hat.Aber nein,es wird ja alles verheimlicht hier und die wahre Wahrheit…Schade wie eigentlich ganz nette Menschen sich so verblöden lassen und ihre Lebenszeit für so einen Schund opfern.

  • Er ist ein ganz netter Typ leider halt auch der Typ Opfer,der alle Arten von Videos,bevorzugt von FB,für bare Münze nimmt 🫣.Da musste ich mir wieder ein gefaktes Video anschauen,deren Inhalt sich schon letzte Woche als unwahr erwiesen hat.

    Da habe ich manchmal das Gefühl, dass eigentlich die Erwachsenen eher eine Medienkompetenzschulung besuchen müssten, damit sie nicht mehr jeden Fake im Internet glauben. Die Jugend kann das meistens schon ganz gut unterscheiden, da sie damit ja aufwachsen.

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    Ich bin heute so farbenfroh, ich habe fünf verschiedene Schwarztöne an.

  • Snapchat ist aber auch so schon immer gefährlich gewesen, allein die Kacke mit dem Standort hat schon den ein oder anderen Stalker motiviert oder das sich die Plattform nie wirklich um das Problem mit sexuellen Inhalten gekümmert hat. Klar sollte man keine Nacktbilder von sich über nen Chat schicken, jedoch ist man als verliebte jugendliche Person in dem Moment nicht so schlau und schickt das im guten Glauben ab. Das Problem vor dem das ganze jetzt am meisten steht, diese Chats sind erstens nicht sicher genug, zweitens ist das Selbstlöschungsfeature echt ne Haftbarkeitslücke die ihres gleichen sucht und noch dazu nimmt Snapchat keine Altersprüfung oder Verifizierung von Profilen vor.

    Hab mal ne Sicherheitsschulung in ner Schule moderiert und hab auf die Gefahren von Snapchat hingewiesen, da hängt echt ein grausigen Rattenschwanz dran und ich bin einmal in dieses Rabbit Hole gestiegen um mich schlau zu machen. Am selben Abend kniete ich kotzend über dem Kübel wegen den Sachen die auf Snapchat so passieren.

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