Statt Verbot: Hörspiele fördern statt Social Media verbieten?

  • Hallo zusammen, angesichts der aktuellen Verbotsdebatte (SPD/CDU) wollte ich mal dieses Plädoyer der Initiative ‚Die Hörspieler‘ teilen und zur Diskussion stellen – was haltet ihr davon?

    Statt reiner Verbote für Social Media bei unter 14-Jährigen wird dafür geworben, Hörspiele viel stärker als positive, fördernde Alternative zu pushen. Eine faire mediale Sichtbarkeit (mehr Berichte in Radio, TV, Zeitungen über spannende Produktionen) würde schon ausreichen, um die Vielfalt von Hörspielen bekannter zu machen – aber ohne staatliche Quoten oder Bevormundung.

    Der vollständige Text des Plädoyers steht hier: https://xn--hrspieler-07a.de/index.html#verbotsdebatte

    Seht ihr Hörspiele als echten Gegenpol zu TikTok & Co.? Oder ist das zu idealistisch?

  • Social Media wird ja ganz anders konsumiert wie Hörspiele. Zu dem Thema geben ein Freund und ich regelmäßig Seminare für Eltern an Schulen. sensibilisierung der eltern zum thema Medien, gemeinsam statt verbote und kindersicherheit im Internet.

    Ich denke es wäre keine Alternative zu den Socials, aber eine Alternative zu einigen anderen Medien.

    Eine faire mediale Sichtbarkeit (mehr Berichte in Radio, TV, Zeitungen über spannende Produktionen) würde schon ausreichen, um die Vielfalt von Hörspielen bekannter zu machen

    Hier sind die Macher, Verlage usw. verantwortlich. Stichwort freie Marktwirtschaft, jeder muss sein Produkt selbst bewerben. Also sich selbst darum kümmern in die Medien zu kommen. Die Meiden also Presse etc. Können ja auch selbst entscheiden was sie zeigen und worüber berichtet wird. Gefördert kann das nur werden, wenn wir wieder einen Versuch als Verbund starten - ähnlich der Hörspiel-Gemeinschaft, dafür muss aber auch der Wille da sein zusammen das Ziel zu erreichen.

  • Ich sehe Verbote ebenfalls skeptisch und als allerletzten Schritt wenn alles andere versagt. Ich finde es pädagogischer auch deutlich wertvoller anderes Freizeitverhalten zu pushen und attraktiver zu machen. Hier ist mein erster Gedanke natürlich das Ausüben eines Sportes. Selbstverständlich wäre auch Hörspielhören eine schöne Alternative als ständig aufs Smartphone zu schauen. Die Kunst ist es jedoch den Jugendlichen zu erreichen.

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • https://xn--hrspieler-07a.de/index.html#verbotsdebatte

    Seht ihr Hörspiele als echten Gegenpol zu TikTok & Co.? Oder ist das zu idealistisch?

    Letztendlich ist doch auch der Hörspieltalk eine Art von Social Media - und zwar eine recht angenehme. Auch bei YouTube und selbst bei TikTok findet man durchaus Hörspielaktivitäten, die potentiell wertvoller für Jugendliche sein können als Katzenvideos und Schminktipps. Man sollte angesichts der scheinbaren Übermacht von Oberflächlichkeit und Einfalt trotzdem nicht die Flinte ins Korn werfen.

  • Das ist ein hehrer Gedanke.Das Problem sehe ich in den „Führungskräften“ die jetzt jungen Menschen Rüstzeug mitgeben.Eltern die teilweise selbst stundenlang am Handy sitzen oder beide arbeiten und so wenig Zeit haben.Die Lehrkräfte,habe 2 in der Verwandschaft,können das auch nicht ausreichend leisten.Ja,auch früher hatten Eltern teilweise wenig Zeit,aber da gab es zb noch Großeltern die teilweise mit im Haus lebten.Wenn ich,wir,alleine waren haben wir gespielt,Hörspiele gehört oder Sport getrieben.Es gab (Gott sei Dank),kein Internet geschweige soziale Medien.Wir haben uns in der Clique oder im Verein selbst ein Stück weit sozialisiert.Auxh da wurde mal über das Ziel hinaus gegangen aber das wurde geregelt.Es gab keine Plattform die dir ständig Schönheitsideale,politische Hetze oder pornographie im Sekundentakt um die Ohren gehauen hat.Wir konnten uns entwickeln,mit allen Fehlern,und haben auch gelernt sich einer Sache länger und mit Ausdauer zu widmen.Die Gesellschaft hat sich da natürlich komplett verändert,obbgut oder schlecht muss jeder für sich werten.Und nochmal,manche Dinge sollten für Kinder nicht einfach frei zugänglich gemacht werden,und dazu stehe ich.Das können sie noch gar nicht verarbeiten und einordnen.

  • Ob Hörspiele geeignet sind, weiß ich nicht. Ich finde nur, dass die Plattformen und ihre Algorithmen vielleicht eher unter die Lupe genommen werden sollten. Wenn man 30 Minuten durch irgendwelche Kurzvideos scrollt, weil man ein Video ansehen wollte, dann ist doch irgendwas manipuliert. Ich als Erwachsener kann da vielleicht gegensteuern, v.a. weil es einen irgendwann langweilt: aber ob das Jugendliche können? Und dann ist die Frage: was gibt es denn noch außer Internet? Es ist verdammt wenig, zumindest wofür man nicht viel Geld braucht. Na ja.

  • Letztendlich ist doch auch der Hörspieltalk eine Art von Social Media - und zwar eine recht angenehme. Auch bei YouTube und selbst bei TikTok findet man durchaus Hörspielaktivitäten, die potentiell wertvoller für Jugendliche sein können als Katzenvideos und Schminktipps. Man sollte angesichts der scheinbaren Übermacht von Oberflächlichkeit und Einfalt trotzdem nicht die Flinte ins Korn werfen.

    Ja, aber der ist begrenzt. Irgendwann ist das Thema im Hörspieltalk auch durch, selbst wenn es Tage oder Wochen dauert. Die große Videoplattform bietet dir praktisch unendlich viele Videos, immer mehr, immer mehr. Wenn man diese gezielt nutzt, geht es, aber kann man das als Jugendlicher? Einige vielleicht, nicht alle. (Und auch die Erwachsenen nicht)

  • Ich sehe den Hörspieltalk ebenfalls als eine Social Media Plattform. Und ich sehe wenig Sinn darin den Zugang für Jugendliche zu verbieten.

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Hörspiele sind eine messbare Nische, Social Media im Generellen ein Behemoth an Datenkultur. Durch Smartphones auch den Minderjährigen Salon- und Gruppenfähig, Gen-Z mag Experimente und Grenzgänge. Lässt sich nicht mehr aufhalten Verbote fördern die Neugier

    Nette Idee, bleibt Utopie

  • Ich bin generell gegen Verbote!

    Ich sehe hier in erster Linie eher die Eltern in der Pflicht. Und normalerweise kriegen die das auch geregelt. Bei uns und in unserem familiären Umfeld hat es jedenfalls funktioniert.

    Und wenn schon eine Regulierung, dann sollte man eher den Plattformbetreibern auf die Finger schauen.

    Aber ein Social Media Verbot für unter 14-Jährige sollte es bitte nicht geben.

    Es wird schon genug reguliert.

  • Und wenn schon eine Regulierung, dann sollte man eher den Plattformbetreibern auf die Finger schauen.

    Es wird schon genug reguliert

    Ja was denn jetzt 😉?Es wird sicher viel reguliert,aber bei so etwas wichtigem wie Kindeswohl im Netz seh ich da nichts.Und die Betreiber darf und sollte man gerne mehr in die Verantwortung nehmen.Und nochmal,die Eltern die jetzt und in Zukunft kommen,sind noch viel mehr damit als Kinder in Berührung gekommen,da ist das Problem gar nicht so auf dem Schirm,die finden das eher normal.

  • Und nein ich hab keinen Verbotsfetisch.Wenn Anbieter Lösungen finden und anbieten,wenn Algorithmen transparent dargestellt werden,dann wäre mir das auch recht.Nur wie lange ist das alles schon ein Thema und was passiert seitens der Betreiber,genau nichts.Im Gegenteil,da hat doch Zuckerberg glaube ich irgendwas neues vorgestellt,und dort waren doch auch wieder riesige Probleme bezüglich Pornografie?(Achtung gefährliches Halbwissen meinerseits).

  • In Österreich startet ab Mittwoch ein interessanter Feldversuch. 65.000 Schüler/innen verzichten für 3 Wochen freiwillig auf ihr Smartphone. Meine Tochter hat sich dazu freiwillig gemeldet. Ich bin schon sehr gespannt darauf.

    Feldversuch in Österreich: Ist ein Leben ohne Smartphone möglich?
    Schüler versuchen drei Wochen lang auf soziale Medien zu verzichten. Der KURIER begleitet das Experiment.
    kurier.at

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Ja was denn jetzt 😉?Es wird sicher viel reguliert,aber bei so etwas wichtigem wie Kindeswohl im Netz seh ich da nichts.Und die Betreiber darf und sollte man gerne mehr in die Verantwortung nehmen.Und nochmal,die Eltern die jetzt und in Zukunft kommen,sind noch viel mehr damit als Kinder in Berührung gekommen,da ist das Problem gar nicht so auf dem Schirm,die finden das eher normal.

    Also ich bin gegen das Social Media Verbot und dafür, dass die Plattformbetreiber mehr in die Pflicht genommen werden. Da ist doch kein Widerspruch.

    Thema Eltern: Meinst Du etwa die Mütter (es könnten auch Väter sein), die mit der einen Hand den Kinderwagen schieben und mit der anderen das Smartphone halten. Das find ich auch fürchterlich, aber was will man dagegen machen?

    Würden da wirklich Verbote helfen?

    Und dienen diese Verbote dann ausschließlich den unter 14-Jährigen... oder vielleicht jemand anderen?

    Ich bin da misstrauisch.

    Man sollte es lassen, wie es ist.

    Ist ja nur meine Meinung. Die muss ja nicht gut oder richtig sein. Ich könnte mir vorstellen, dass nur wenige wirklich überblicken können, was ein Verbot so alles mit sich bringen würde...

    Das Thema ist schwierig.

  • In Österreich startet ab Mittwoch ein interessanter Feldversuch. 65.000 Schüler/innen verzichten für 3 Wochen freiwillig auf ihr Smartphone. Meine Tochter hat sich dazu freiwillig gemeldet. Ich bin schon sehr gespannt darauf.

    https://kurier.at/politik/inland…liche/403136454

    Da bin ich sehr gespannt... Du kannst ja dann mal berichten, wenn Du möchtest.

    Jedenfalls wissen die Teilnehmer aber, dass sie am 22.Tag wieder loslegen können...🤣

  • Ja, werde ich machen. Wird spannend. Und es war Pias Idee hier mitzumachen. Paradoxer Weise waren es die gescholtene Social Media, die auf diese Aktion aufmerksam gemacht hat ;) Aber nicht nur, es wurde flächendeckend über dieses Experiment berichtet, sie bekamen auch in der Schule Besuch vom Studienleiter, der über die Gefahren von Smartphone, Social Media und Internet berichtet. Ist schon ein tolles Experiment. Ob sich Erwachsene auch trauen würde teilzunehmen? Ich gebs zu, es würde mir zwar nicht schaden, aber ich traue es mir nicht. Hut ab und Respekt vor unserer Jugend 👍 Ich halte die heutige Generation insgesamt für nicht dümmer als meine Generation, eher sogar gscheiter 💪 Aber das ist eine rein empirische Aussage…

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Es sagt doch auch niemand das die heutige Generation dümmer ist! Aber der Zugang zu problematischen (um es sanft auszudrücken) Inhalten gehört doch dahingehend geregelt,das es Kinder nicht einfach möglich ist,ohne Kontrolle Zugriff zu erhalten.

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