Label gehen verschiedene Wege, um mit dem Einbruch der Einnahmen aus dem kommerziellen Hörspiel umzugehen. Ein Weg ist die Verschlankung der Produktion, bei der z.B. Sprecher für fünf Stunden gebucht werden und dann zwanzig Rollen in verschiedenen Hörspielen einsprechen. Manchmal im Studio mit Regie, aber oft genug inzwischen auch ohne; da heißt es dann gerne mal "sprich das mal ein und schicke uns die Files".
Nun sind Skripts auch gerne mal als wirklicher Dialog geschrieben. Das heißt, dass der eine Satz in Betonung und Inflektion sich auf den vorangegangenen Satz der anderen Rolle bezieht. Achtet Regie- oder Sprecherinstanz nicht auf den Kontext und stellt ggf. Rückfragen, dann kommen auch solche Sätze dabei heraus (Betonung unterstrichen):
- "Haben Sie für mich mal eine Minute Zeit?"
- "Für Sie habe ich auch eine Viertelstunde."
Wenn Euch so etwas begegnet, wie sehr stört Euch das? Oder ist das Teil der Gleichung "versendet sich, nicht so wichtig, dafür habe ich ja fast nichts bezahlt"?