Talk-Mitmach-Adventskalender 2025

  • Auf die Frage, welches Hörspiel mir zuverlässig Winter- oder Weihnachtsgefühl in die Ohren zaubert, dann gibt es für mich eigentlich keinen Moment des Zögerns: „Fröhliche Weihnachten, Mr. Scrooge!“ von Titania Medien ist mein unangefochtener Favorit. Es ist das Hörspiel, das für mich den inneren Schalter umlegt – von Alltag auf Vorweihnachtszeit, von gedanklichem Grau zu warmem Lichterglanz.

    Schon die ersten Töne, die ersten atmosphärischen Geräusche dieses viktorianischen Londons, holen mich so unmittelbar ab, dass ich fast glaube, die kalte Abendluft zu spüren. Dieses Geräusch von Pferdekutschen, das ferne Läuten einer Glocke, das Rascheln von schwerem Stoff, wenn jemand durch den Schnee stapft – all das bildet eine Klangwelt, die so dicht und greifbar ist, dass man automatisch tiefer in den Sessel rutscht.

    Und dann kommt Christian Rode. Wie er Scrooge spielt – mit dieser mürrischen, scharfkantigen Art, aber gleichzeitig so lebendig und vielschichtig – das ist für mich bis heute unerreicht. Rode bringt eine Wärme mit, die Scrooge selbst noch gar nicht besitzt, aber die in seiner Stimme irgendwo verborgen liegt. Eine Ahnung davon, dass da ein Mensch ist, der einmal gelernt hat zu fühlen und der das nun wieder lernen muss. Gerade das macht diese Wandlung so glaubwürdig, so berührend.

    Das Ensemble drumherum ist ein Geschenk für jeden, der Hörspiele liebt. Friedrich Schoenfelder, Peer Augustinski, Daniela Hoffmann, Regina Lemnitz – das ist ein Cast, bei dem man eigentlich schon vor dem Hören weiß: Das wird etwas Besonderes. Und genau so ist es auch. Die Geisterauftritte sind grandios inszeniert, mit einer Mischung aus Ehrfurcht und Magie, wie ich sie mir atmosphärisch perfekter kaum vorstellen könnte. Besonders die vergangene Weihnacht hat für mich etwas Nostalgisches, Sanftes – während die zukünftige Weihnacht jedes Mal einen kleinen Schauer über den Rücken jagt.

    Was dieses Hörspiel aber wirklich für mich ausmacht, ist seine innere Wärme. Es ist nicht nur die Geschichte, die wir alle kennen, sondern die Art, wie Titania Medien sie erzählt. Diese Mischung aus opulenter, detailverliebter Klangkulisse und emotionaler Tiefe macht das Hörspiel zu etwas, das für mich jedes Jahr dazugehört wie Lichterketten, Adventskranz oder der erste Schnee. Es bringt mich in eine Stimmung, die ich schwer beschreiben kann – eine Mischung aus Melancholie, Hoffnung, Einkehr und Freude.

    Es ist eines der wenigen Hörspiele, bei dem ich jedes Mal das Gefühl habe, wieder ein Stück Kindheit zurückzubekommen. Dieses Staunen, dieses Gefühl des Besonderen, das wir heute nicht mehr so selbstverständlich empfinden. Und genau deshalb höre ich es jedes Jahr wieder – manchmal sogar mehrmals.

    Für mich ist „Fröhliche Weihnachten, Mr. Scrooge!“ ein weihnachtliches Ritual. Ein Moment, der mich zwingt, langsamer zu werden, loszulassen und mich einfach für zwei Stunden in diese wundervolle, stimmungsvolle Welt fallen zu lassen.

    Wenn Winter und Weihnachten in Hörform existieren – dann ganz sicher so.

  • Für mich ist das Benjamin Blümchen "Der Weihnachtsabend". Wie Edgar Ott da mit warmer Stimme die Weihnachtsgeschichte vorliest, alle miteinander Weihnachtslieder singen.. Man hört den Kerzenschein und den Pläzchenduft durch die Kassette durch. Wenn ich das höre fühl ich mich immer ganz muckelig ❤️


  • In einigen Reihen gibt es mittlerweile Weihnachts Specials oder Adventskalender, bzw. Weihnachtsfolgen. Aber am meisten freue ich mich immer über das Sherlock Holmes X-Mas Special, von denen mittlerweile einige erschienen sind.

    Die Geschichte um den blauen Karfunkel ist hinreichend bekannt, es handelt sich um eine Kurzgeschichte aus dem Original Kanon die 1892 im Strand Magazine veröffentlicht wurde. Schon das Original spielt in der Weihnachtszeit und es handelt von einer Weihnachtsgans und eben einem gestohlenen, blauen Edelstein, der der Gräfin von Morcar aus ihrem Hotelzimmer gestohlen wurde.

    Mein Name ist Dorian Hunter, und ich bin der Sohn des Teufels. Ich war der Sohn des Teufels, denn ich habe ihn getötet! :evil:

  • Gerade die Adventskalender Hörspiele von TKKG und den drei ??? sind für mich DIE Weihnachtshörspiele, gehören fest dazu. Damit wird bei mir meist die Weihnachtszeit ohrentechnisch eingeläutet. Stellvertretend habe ich hier die drei ??? Folge „Böser die Glocken nie klingen“ raugesucht.

  • Mein absolutes Lieblingshörspiel, ich habe noch nie etwas schöneres gehört. Ich finde kaum Superlative dafür, aber es erreicht mich auf ganz besondere Weise und berührt mich jedesmal aufs Neue. Das ist Weihnachtsstimmung pur. DerPoldi hat alles wundervoll beschrieben und das kann ichvzu 100% unterschreiben. Und was ich richtig gut finde, es ist kein Hörspiel was ich aus Kinder oder Jugendtage kenne, sondern als Erwachsener.

  • #baum#Türchen 4#baum#

    #clausi##flocke#Winterzauber#flocke##clausi#

    Kein Weihnachtsfeeling, aber jede Menge Winteratmosphäre birgt der Totenbeschwörer von Kultlabel TSB für mich. Wenn der Wind um die Grabsteine pfeift, wenn die Schneekristalle unter den Füßen knirscht und man alleine beim Zuhören schon kalte Füße bekommt und man sich in das Bett kuscheln möchte, weil man das Gefühl hat es ist eisig und kalt, dann ist der Totenbeschwörer unterwegs. 👍❄️

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Türchen 4



    Da es ja Winterzauber heisst, nicht Weihnachtszauner, ist es bei mir Bibi und Tina verloren im.Schnee liebe diese Folge und hat für mich tolles Winterfeeling.

    Diese Folge ist einfach toll, die ganze Zeit gibt es Schnee und tolle Winteratmosphäre
    Außerdem toll, dass Bibi, Tina, Alex und Mikosch der Nachbarschaft helfen und das
    mit dem Skijöring ist mal was anderes. und was, was Bibi nicht direkt mal einfach so kann 😉 Meine Lieblingszene ist die mit Alex und Mikosch im Iglo, wo sie von Bibi und Tina
    gesucht werden.

  • Bei der Frage, bei welchem Hörspiel ich am liebsten einschlafe, muss ich keine Sekunde überlegen: Benjamin Blümchen als Bäcker.

    Das ist für mich nicht einfach nur eine Geschichte auf Kassette, das ist ein Stück Kindheit, ein akustisches Zuhause.

    Es war mein allererstes Hörspiel überhaupt. Diese gelbe KIOSK-Kassette mit dem roten Rand und Benjamin in Bäckerkluft, wie er den Teig mit seinen Elefantenfüßen knetet und Otto daneben steht – allein das Cover hat sich so tief in mein Gedächtnis eingebrannt, dass ich es innerlich abrufen kann wie ein Fotoalbum. Wenn ich heute nur daran denke, habe ich sofort dieses warme Gefühl im Bauch, als würde jemand eine Decke über mich legen.

    Damals war es das größte, eine eigene Hörspielkassette zu haben. Kein Streaming, keine Playlists, sondern dieses leise Klick, wenn der Kassettenrekorder die „Play“-Taste einrastet, das kurze Surren, und dann beginnt Joachim Nottke mit seiner Erzählerstimme. Schon die ersten Takte des Titellieds reichen, um mich komplett runterzufahren. Ich könnte fast sagen: Meine innere Entspannungs-Taste trägt die Aufschrift „Benjamin als Bäcker“.

    Ich kenne diese Folge tatsächlich komplett auswendig – und das meine ich nicht als Übertreibung. Ich kann sämtlich Dialoge mitsprechen, von Herrn Tierliebs morgendlicher Brötchen-Enttäuschung über Karla Kolumnas Auftritt bis hin zu den Szenen in der Backstube mit Manni und dem Bäcker. Jede kleine Bemerkung, jeder Seufzer, jede Hintergrundkulisse – all das hat sich über unzählige Wiederholungen in mein Gedächtnis eingebrannt. Ich weiß nicht, wie oft ich diese Kassette gehört habe, aber es müssen Hunderte Male gewesen sein.

    Gerade zum Einschlafen ist diese Folge für mich perfekt. Die Handlung ist ruhig, freundlich und voller vertrauter Abläufe: der Zoo am Morgen, die Sorge um die frischen Brötchen, der Besuch in der Bäckerei, das Kneten, Formen und Backen. Es gibt keine wirkliche Bedrohung, keinen lauten Schreckmoment – nur ein paar kleine Aufregungen, die aber sofort wieder aufgefangen werden von dieser typisch warmen Benjamin-Atmosphäre. Es ist, als würde man in einer Hörspielküche sitzen, in der es nach frischem Gebäck duftet, während draußen noch der frühe Morgen dämmert.

    Wenn ich die Folge zum Einschlafen höre, ist das wie eine kleine Zeitreise. Plötzlich liege ich wieder im Kinderzimmer, das Licht ist schon aus, nur der Rekorder leuchtet noch schwach. Von irgendwo her dringt das Klappern aus der Bäckerei, Benjamin lacht, Otto stellt Fragen – und ich sinke von Szene zu Szene immer tiefer in den Schlaf. Es ist ein kontrolliertes Loslassen: Ich kenne jede Wendung, weiß genau, was als Nächstes passiert. Nichts kann mich überraschen oder aufschrecken. Genau das macht es so beruhigend.

    Dieses Hörspiel ist für mich aber auch mehr als nur „zum Einschlafen geeignet“. Es steht für einen ganz bestimmten Trost. Wenn der Tag anstrengend war, wenn zu viel im Kopf los ist, hole ich mir mit „Benjamin als Bäcker“ dieses Gefühl zurück, dass die Welt überschaubar ist. Da ist der Zoo, da sind vertraute Stimmen, da ist ein Problem, das innerhalb von 45 Minuten gelöst wird – mit Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und einer großen Portion Zuckerteig.

    Vielleicht ist es genau das: In dieser Folge ist die Welt noch in Ordnung. Der Bäckerjunge hat Mist gebaut, ja, aber es ist kein echtes Drama. Benjamin und Otto packen an, helfen, übernehmen Verantwortung, und am Ende sind alle satt, zufrieden und ein bisschen klüger. Dieses einfache, aber warme Grundgefühl trägt mich bis heute. Es ist wie eine Hörspiel-Version von „Alles wird gut“.

    Dass ich die Geschichte vollständig mitsprechen kann, macht sie noch einmal besonderer. Manchmal ertappe ich mich dabei, wie ich bestimmte Sätze im Kopf synchron mitspreche, noch bevor sie kommen. Das ist wie eine geheime Sprache zwischen mir und dieser Kassette. Jeder andere hört „nur“ ein Kinderhörspiel – ich höre ein Stück Lebensgeschichte.

    Es ist mein persönlicher Heimathafen im Kopfhörer, mein warmes Licht im Dunkeln und die eine Geschichte, die mich seit frühester Kindheit begleitet. Wenn andere eine Decke oder ein bestimmtes Kissen brauchen, um richtig zur Ruhe zu kommen, dann brauche ich nur eines: Benjamin in der Backstube, den Ofen im Hintergrund – und das leise Summen des Rekorders, der mich zurückbringt an den Ort, an dem alles gut ist.

  • Mein Archiv versammelt viele Hörspiele, die ich sehr gerne zum Einschlafen höre. Sehr oft greife ich da zu Klassikern. Wenn mich aber jemand fragt, welche da ganz vorne stehen, dann würde ich definitiv die vier Folgen aus der Balduin Pfiff Serie von Maritim nennen, eine Serie die bei mir bestes Wohlfühlfeeling auslöst. Ein wahrer Gaumenschmaus für meine Ohren dem lustigen kleinen Detektiv bei seinen Ermittlungen zu folgen. Rausgepickt habe ich hier „Das Geheimnis der Spieluhr“.

  • #baum#Türchen 5#baum#

    #clausi##bett# Kuschelkissen #bett##clausi#

    In der Nacht kann ich seit meiner Kindheit kein gruseliges Hörspiel anhören. Die Furcht danach schlechte Träume zu haben ist einfach zu groß. Am Nachmittag zum Mittagsschlaferl hingegen kann es nicht gruselig genug sein. Und hier ist die HG Francis Gruselserie wohl meine liebste Einschlafhörlektüre überhaupt. Und Dank dieser beiden Kissen kann ich jetzt noch besser, bequemer und passender einschlafen. Daher ist das mein persönliches Kalendertürchen Nummer 5 #geschenke#

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#


  • Als Erwachsene höre ich keine Hörspiele mehr zum Einschlafen da brauche ich Ruhe😉

    Als Kind habe ich es ab und zu mal gemacht, da war es immer Bibi auf der Märcheninsel. Liebe diese Folge, fand es süss, dass Karla für den Dornröschen Prinzen schwärmt. Und ich liebe die Hänsel und Gretel Hexe😍

  • Und hier kommt mein Türchen 5

    Es ist: Fünf Freunde und das Burgverlies.

    Für mich eine tolle Folge, wobei sie auch stellvertretend für viele der ersten 21 Folgen steht.

    Was mir hier besonders gefällt ist mal wieder diese unnachahmliche Atmosphäre, Geräuschkulisse und gewählten Zwischenmusiken. Einfach grandios. Ein tolles Sommerabenteuer mit tollen Setting und grandiosen Hörspielsprechern.

    Gerade bei den Fünf Freunden finde ich, ist die damalige Entwicklung von Europa gut zu erkennen. In den ersten vier Folgen klingen die Sprecher schön jung und exakt wie in der Synchronisation zur Fernsehserie, die Musik ist noch nicht von Carsten Bohn geprägt aber echt wundervoll. Ich vermisse diese Musikstücken in heutigen Hörspielen. Ab Folge 5 bis 8 merkt man schon eine Veränderung in den Stimmen und auch sonst wirken sie anders als die ersten vier, aber von Bohn noch keine Spur, das ändert sich dann ab Folge 9 und ab Folge 11 merkt man das Oliver Mink voll in den Stimmbruch kam. Werde nie vergessen als ich mir die Folge kaufte, in den Kassettenrekorder legte, wie entsetzt ich war. Dachte das Tape wäre kaputt ^^

  • Ich denke ich hab es schon an der ein oder anderen Stelle erwähnt, aber Trolle nach Süden ist mein absolutes Lieblingshörspiel. Ich würde mir wünschen, dass mehr Leute das mal anhören würden, es ist so gut. Ein toller Cast, eine spannende Story, liebenswerte Charaktere... und ich mach es so oft an zum einschlafen.

    Vor allem gibt es alle drei Teile in der ARD Audiothek:

    Trolle nach Süden, Teil 1 von 5
    Trolle nach Irland, Teil 1 von 4
    Trolle nach Island, Teil 1 von 4

    Gruß,
    Zephalo

  • Welche Hörspielfigur mein Herz am stärksten gewonnen hat, ist für mich keine Frage, über die ich lange nachdenken müsste. Es ist – und es kann eigentlich auch nur – Benjamin Blümchen sein. Diese Figur ist für mich kein bloßer Serienheld, kein typisches Kinderhörspielmaskottchen, sondern ein lebenslanger Begleiter. Mein allererstes Hörspiel überhaupt war eine Benjamin-Folge, und damit ist dieser große, graue Elefant untrennbar mit meinen allerersten bewussten Hörerinnerungen verbunden. Seitdem ist Benjamin für mich immer da gewesen – durch Kindheit, Jugend und bis heute.

    Und wenn ich „mein“ Benjamin sage, dann meine ich damit ganz klar Edgar Ott. Seine Stimme ist für mich bis heute die einzig wahre Verkörperung dieser Figur. Dieses warme, gemütliche, sanfte Timbre, diese neugierige Freundlichkeit, dieses nie aufgesetzte Staunen – Edgar Ott hat Benjamin nicht einfach gesprochen, er war Benjamin. In seiner Stimme lag immer etwas Geborgenes, etwas Zutiefst Menschliches, trotz – oder gerade wegen – dieser Elefantenfigur. Wenn Ott sprach, klang Benjamin nicht wie eine Kunstfigur, sondern wie ein echtes Wesen mit Herz, Verstand, Mitgefühl und kindlicher Offenheit.

    Nach Edgar Ott kam Jürgen Kluckert – und das war für mich lange Zeit ein sehr schwieriger Übergang. Ich muss ehrlich sagen, dass ich mit seiner Interpretation viele Jahre nicht wirklich warm geworden bin. Seine Stimme wirkte auf mich oft deutlich stärker verstellt, lauter, stellenweise sogar überzogen. Wo bei Ott Wärme und Selbstverständlichkeit herrschten, hatte ich bei Kluckert oft das Gefühl, er müsse „Benjamin spielen“, während Ott ihn einfach lebte. Gleichzeitig veränderte sich für mein Empfinden auch die Figur selbst: Der neugierige, hilfsbereite, manchmal auch nachdenkliche Elefant wurde weicher gezeichnet, ein Stück weit gefälliger, manchmal fast zu rundgebügelt. Erst in den letzten Jahren mit Kluckert – vielleicht so in den letzten drei Jahren – empfand ich wieder mehr Ruhe, mehr Natürlichkeit. Ob sich seine Art zu sprechen veränderte oder ich altersmilder wurde, kann ich nicht einmal eindeutig sagen. Vielleicht war es beides.

    Seit 2024 spricht nun Matti Klemm den Benjamin – und auch hier war ich anfangs skeptisch. Nach all den Jahrzehnten mit Ott und Kluckert ist ein erneuter Wechsel kein kleiner Schritt. Doch nach den ersten Folgen musste ich ehrlich sagen: Das ist eine sehr gute Wahl. Matti Klemm verbindet für mein Empfinden tatsächlich das Beste aus zwei Welten – die Wärme und Natürlichkeit von Edgar Ott mit einem Hauch der Kraft und Präsenz, die Jürgen Kluckert mitgebracht hat. Für mich fühlt sich seine Stimme erstaunlich stimmig an, fast so, als hätte man Benjamins Stimme sanft weitergeführt, statt sie neu zu erfinden.

    Und wenn es eine Folge gibt, in der Benjamin für mich am hellsten glänzt, dann ist es ganz klar Folge 52 – „Der Weihnachtstraum“. Diese Folge trägt für mich eine ganz besondere Magie in sich, eine Stimmung, die weit über ein normales Kinderhörspiel hinausgeht. Sie ist warm, märchenhaft, melancholisch und voller Fantasie – und sie trifft genau diesen Punkt zwischen Traum und Wirklichkeit, der gerade in der Adventszeit etwas ganz Eigenes entfaltet.

    Schon die Ausgangssituation ist wunderbar ruhig: Benjamin und Otto schlafen am Weihnachtsnachmittag ein, eingekuschelt, satt von Plätzchen, müde von der Vorfreude. Allein dieses Bild hat etwas unglaublich Sanftes. Und dann beginnt dieser Traum, dieser lange Weg mit der Rolltreppe hinauf in den Himmel, begleitet von Karla Kolumna. Diese Rolltreppe ist für mich eines der schönsten Bilder der gesamten Serie – sie steht sinnbildlich für das Hinübergleiten in eine andere Welt, für das kindliche Staunen darüber, dass es vielleicht doch mehr gibt, als man sehen kann.

    Was diese Folge so großartig macht, ist nicht laute Action, nicht Witz auf Knopfdruck, sondern Atmosphäre. Alles wirkt wie in Watte gepackt, wie durch einen Schleier aus Lichtern, Glockenklang und winterlicher Stille. Die Begegnung mit dem Weihnachtsmann, die himmlischen Chöre, die vielen kleinen Stationen dieses Traums – all das entfaltet eine ganz eigene Poesie. Und mittendrin Benjamin, der staunt, fragt, hilft und – ganz Benjamin – das Herz immer am rechten Fleck trägt.

    Gerade Edgar Otts Stimme gibt dieser Folge eine Tiefe, die man kaum beschreiben kann. Sein Benjamin klingt hier besonders weich, besonders verletzlich, besonders ehrlich. Man glaubt ihm jede Verwunderung, jede leise Rührung, jede kindliche Freude. Es ist einer dieser seltenen Momente, in denen ein Hörspiel nicht einfach nur unterhält, sondern berührt.

    Auch musikalisch nimmt „Der Weihnachtstraum“ eine Sonderstellung ein. Schon in den frühen Folgen war das ursprüngliche Titellied mit der Zeile „Auf ’ner schönen grünen Wiese liegt ein großer grauer Berg“ tief im Gedächtnis verankert. Dieses Lied, meist nur mit einer Strophe hörbar, gehörte für viele Jahre untrennbar zu Benjamin. In Folge 51 wurde sogar eine spezielle Weihnachtsmusik verwendet – ein schöner Übergang in diese zauberhafte Phase. 1989 kam dann von Heiko Rüsse die neue Titelmelodie, die mit dem Refrain „Benjamin, du lieber Elefant…“ bis heute genutzt wird. Auch wenn diese später in viele ältere Folgen nachträglich eingesetzt wurde, verbinde ich den Klang der älteren Benjamin-Zeit immer noch mit dieser sanften, einfachen musikalischen Welt der frühen Jahre.

    „Der Weihnachtstraum“ ist für mich deshalb so großartig, weil die Folge nicht schreit, sondern flüstert. Weil sie nicht drängt, sondern trägt. Weil sie nicht erklärt, sondern fühlen lässt. Sie erzählt keine hektische Abenteuergeschichte, sondern schenkt eine Stimmung, ein Gefühl von Geborgenheit, Hoffnung und kindlichem Glauben an das Gute.

    Und genau deshalb glänzt Benjamin hier für mich am hellsten. Nicht, weil er kämpft, nicht weil er laut triumphiert, sondern weil er einfach ist: freundlich, warm, staunend, liebevoll – genau so, wie ich ihn seit meiner allerersten Kassette kenne und liebe.

    Wenn ich heute diese Folge höre, bin ich nicht einfach nur Zuhörer. Ich bin wieder das Kind von damals, liege unter der Decke, draußen ist Winter, drinnen brennt irgendwo ein Licht – und Benjamin geht auf Traumreise. Und für einen kurzen Moment fühlt sich alles wieder so leicht an wie damals.

  • 🎄Türchen 6🎄🎅

    Bei mir ist es Bibi Blocksberg, bevorzugt die alten Folgen. Damit habe ich 1999 wieder angefangen Hörspiele zu hören. Auch heute höre ich Bibi, wenns mir nicht gut geht, oder abschalten möchte. Natürlich die alten Folgen aus der Kindheit. In den aktuellen und neueren Folgen ist Bibi viel zu Brav. Wnn man nicht wüsste, dass es noch immer dieselbe Sprecherin ist, könnte man meinen das wäre auch ne neue.


    Am meisten glänzt sie für mich in Bibis neue Freundin. Ernstes Thema aber ich finde es schön, wie es dort eine Lösung für Monis Probleme gefunden wird. Als Kind zwar nicht alles verstanden, aber ich mochte immer, dass die Erwachsenen in Kinder verhext wurden, damit sie besseres Verständnis für Moni entwickeln


  • Tag 6 Figurenfavorit
    Auch da gibts einige Hörspielfiguren, die mein Hörspielherz gewonnen haben. Schwierige Entscheidung also. Da ich auch ein großer Comicleser bin und da besonders gerne die Asterix Abenteuer mag, habe ich mich hier für die Figur entschieden, die in beiden Welten unterwegs ist. Außerdem wurde bei der Serie von EUROPA Asterix sehr genial von Hans Clarin verkörpert. Einer meiner Lieblingsabenteuer ist die Folge 18 „Der Seher“.

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