Oder der Poldi hat einfach einen Tippfehler eingebaut.
Kostenlos hören, laut meckern - Die Haltung hinter dem Hörspiel
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Ein Link zu besagtem Kommentar könnte hilfreich sein.
Ich würde dir diesen Gefallen wirklich gern tun, aber die betreffende Person stand so sehr hinter ihrer Meinung, dass sie den Kommentar nach ein wenig Gegenwind kurzerhand gelöscht hat.
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Ich kann die Thematik dahinter nicht wirklich nachvollziehen.
Die "Kostenlos-Thematik" gibt es nicht erst seit Beginn des Streaming-Zeitalters, sondern schon immer. Das Hörspiel hat seinen Ursprung ja als kostenloses Konsumprodukt. Hörspiele gab es ja bis 1965 nur als Radioproduktion, für jeden frei empfangbar.
Es spricht im Grunde genommen auch nichts dagegen, einfach weiterzuzappen, wenn es nicht zusagt. Auch das haben die Radiohörer schon vor 80 Jahren gemacht. Und ja, man darf es auch offen äußern, dass es nicht zusagt.
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Ich kenne das. Manchmal beschäftigen einem Dinge, kurze Äußerungen, kleine Kommentare und dergleichen und lassen einem nicht los. DerPoldi hat sie mit uns geteilt. Ich fand es interessant zu lesen und auch die Kommentare dazu. Am Ende ist es ein persönliches, subjektives und privates Erleben. Aus meiner Sicht ist es ein bisserl ein Generationskonflikt. Unterschiedliche Generationen haben unterschiedliche Denkweisen. Manchmal schwer verständlich wie die „Alten“ oder die „Jungen“ denken, wie sie Hörspiele hören und wie sie sich damit auseinander setzen.
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Nichts ist kostenlos, alles kostet Lebenszeit und das ist weit wertvoller als 3,99 Euro. Meine zumindest.
Vieles was in diesem Thema zu lesen ist, das ist mir komplett fremd.
Zum einen die für mich lächerliche Haltung mit der totalen Überhöhung des eigenen Konsums. Nein, ich kauf mir kein Eis im Sommer, weil mir heiß ist und ich Bock drauf hab, nein, ich unterstütze die örtliche Eisdiele materiell, das sollte aber schon gelobt werden. Und wenn ich mir Himbeer gekauft hab obwohl ich Himbeer nicht mag, dann bin ich sehr enttäuscht, da werd ich mir das sehr genau überlegen müssen, ob ich dem Eisverkäufer meine Unterstützung nicht entziehen werde. Jetzt im Winter auf alle Fälle, mal sehen, ob er in sechs Monaten noch einmal eine Chance bekommt.
Zum anderen ist eine völlig banale Meinungsäußerung im Internet keine Kritik in der Süddeutschen Zeitung. Ja, die kann man auch abgeben, wenn man überhaupt nicht weiß, wovon man spricht. Hey, selbst unsere Politiker haben offensichtlich nicht gerade in seltenen Fällen, Volkswirtschaftslehre, Physik, Chemie, Medizin, etc., überhaupt keine Ahnung, wissen aber immer, was richtig oder falsch ist. Darüber könnte man sich dann doch gelegentlich ärgern.
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Quote
Die "Kostenlos-Thematik" gibt es nicht erst seit Beginn des Streaming-Zeitalters, sondern schon immer. Das Hörspiel hat seinen Ursprung ja als kostenloses Konsumprodukt. Hörspiele gab es ja bis 1965 nur als Radioproduktion, für jeden frei empfangbar.
Kleiner Einwurf am Rande: Radio hören ist NICHT kostenlos. Oder wofür bezahlt Ihr die Rundfunkgebühr ?
Ich finde es heuchlerisch, wenn geworben wird mit "kostenlos in der ARD-Audiothek". Das ist falsch ! Ich bezahle mehr Rundfunkgebühr, als für Netflix und Spotify zusammen !
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Wenn man von den Rundfunkgebühren befreit ist, ist es aber kostenlos, sehe ich so 😉 ansonsten stimmt es dass es dadurch ja nicht kostenlos ist
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Ich meine, dass ist irgendwie Auslegungssache.
Da man ja die Gebühren in der Regel sowieso bezahlen muss, könnte man sagen, dass es eine kostenlose Dreingabe darstellt. Also man zahlt ja jetzt nichts extra...
Nimmt man es ganz genau, hat Collector natürlich Recht.
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Poldi hat schon Recht mit seiner Kritik an dem Konsumverhalten der modernen Gesellschaft.
ABER: Was bringt es, wenn man sagt, dass (vermeintlich) "früher alles besser war" ?
Niemand hält den Lauf der Welt und die Veränderungen, die sie mit sich bringt, auf...
CD´s ? ... wird es bald nicht mehr geben.
Man muss darauf hoffen, dass die Streaminggebühren auch bei Hörspielmachern ankommen.
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Poldi hat schon Recht mit seiner Kritik an dem Konsumverhalten der modernen Gesellschaft.
ABER: Was bringt es, wenn man sagt, dass (vermeintlich) "früher alles besser war" ?
Niemand hält den Lauf der Welt und die Veränderungen, die sie mit sich bringt, auf...
CD´s ? ... wird es bald nicht mehr geben.
Man muss darauf hoffen, dass die Streaminggebühren auch bei Hörspielmachern ankommen.
Ich glaube nicht, dass früher als besser war. Früher verbindet man halt mit seiner Jugend. Man konnte generell alles besser genießen.😁
Hätte man früher schon Möglichkeiten a la PC etc. gehabt, wäre früher wahrscheinlich noch besser gewesen...😉
Dass CDs ganz verschwinden glaube ich auch nicht. Was erlebt die LP nicht schon seit Jahren für einen Boom. Vielleicht ist es mit der CD ebenso...🤔
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Ich habe den Eindruck, dass hier im Grunde zwei Themen vermischt werden: Das eine ist das moderne Konsumverhalten, die schnelle Verfügbarkeit einer großen Anzahl an Medien mit Flatrate-Zugang und daraus resultierend ein Überangebot für den Einzelnen und die geringere Wertschätzung für das Produkt. Und wenn ich das schreibe, merke ich schon, dass das "eine" Thema auch schon mehrere zusammenhängende sind.

Das andere Thema ist im Grunde die Form der Kritikäußerung, die durch das Internet ebenfalls schnell, einfach und zudem noch anonym möglich ist, gepaart mit der aktuellen gesellschaftlischen Entwicklung, die für Dinge wie Hasskommentare und Mobbing im Netz verantwortlich ist.
Meine Meinung zu Kritikäußerung: Klar ist freie Meinungsäußerung erlaubt und soll es auch sein. Trotzdem frage ich mich oft, ob jede Meinung auch unbedingt geäußert werden muss. Und hier gebe ich dem Thread-Ersteller Recht: Da sehe ich einen Bezug zu kostenlosen Inhalten (ja, das Meiste bezahlt man in irgendeiner Form, aber es gibt ja z.B. tatsächlich kostenfreie Hobbyprojekte *hust*
).Also: Wenn ich etwas höre, was mir gut gefällt, spricht sicher nichts dagegen, das auch zu äußern. Man gibt den Machern eine wertschätzende Rückmeldung. (Ja, wenn man viel Mühe in ein Herzensprojekt steckt, freut man sich, wenn das Ergebnis jemandem gefällt.) Zudem zeigt man anderen Lesern / Hörern, dass es scheinbar andere Leute gibt, die das mögen. Also eine Art Empfehlung: "Hört ruhig mal rein, mir hat es gefallen, vielleicht habt ihr ja denselben Geschmack."
Und "Geschmack" ist für mich das entscheidende Stichwort, wenn es um negative Kritik geht. Denn während man z.B. technische Aspekte neutral kritisieren kann, ist das Entscheidende bei einem Hörspiel doch eher die kreative Seite (finde ich jedenfalls) – und die ist immer Geschmackssache. Das heißt für mich: Wenn mir etwas nicht gefällt, darf ich das äußern, aber sollte im Sinne des wertschätzdenden Umgangs miteinander nicht vergessen, dass es einfach nur meine Meinung ist. Also darf man Kritik ruhig freundlich formulieren, nach dem Motto "Es ist nicht mein Genre" oder "trifft nicht meinen persönlichen Humor-Geschmack, aber wer es auch ein Bisschen alberner mag, wird vielleicht Spaß daran haben" oder so ähnlich.
Schärfere Kommentare wie "Das ist Schund! Was für eine Verschwendung von Lebenszeit" halte ich dagegen für überflüssig. Ich frage mich dann nicht, ob man das im Sinne der Meinungsfreiheit sagen darf, sondern, warum man das eigentlich so sagen möchte. Was ist mein Ziel beim Verfassen eines solchen Kommentars? Was ist der Effekt? Ich greife die Kreativen hinter dem Projekt an. Und? Was noch? Profiliere ich mich, indem ich besonders hart wirke? Wirkliches Verständnis habe ich dafür nicht. Und hier kommt die Verbindung zum Thema kostenlos: Wer ohne (Zusatz-)Kosten etwas wie ein Hörspiel konsumiert, muss sich nicht ärgern, Geld verloren zu haben, dem er jetzt hinterhertrauert. Das Argument "Lebenszeit" halte ich nur für begrenz sinnvoll. Wenn das Hörspiel so dermaßen schlecht ist, kann man es auch schnell ausschalten, anstatt es bis zum Ende zu hören.
Bei allen Hobbys, bei denen man Kunst konsumiert, weiß man vorher nicht genau, wie sehr es einem gefallen wird. Ob das jetzt Hörspiele, Filme, Musik oder sonst was sind. Das Risiko muss man eingehen und selbst für seine Entscheidung geradestehen, wofür man seine Zeit investiert. Da können ja andere nix dafür, dass ich eine Entscheidung getroffen habe, die sich für mich im Nachhinein als falsch herausstellt. Warum in die Welt hinausmeckern? Mund abwischen, neues Hörspiel anstellen, fertig.
Wenn mir jemand eine kostenlose Mahlzeit schenkt, die mir nicht schmeckt, dann kann ich entweder nicht aufessen und dankend (!) sagen, dass sie nicht meinen Geschmack trifft oder sie aufessen, ebenfalls dankbar sein und beim nächsten Mal Geld für mein Lieblingsessen ausgeben – aber ich werde sie auf keinen Fall dem Koch ins Gesicht schmeißen und sagen "Dein Schund schmeckt mir nicht!" Das Thema sind also schlicht und einfach höfliche Umgangsformen, die manche Leute nicht mehr so wirklich leben... -
Also ich höre sehr gerne GRATIS Hörspiele auf You Tube z.b. Dorian Hunter, Holy Hörspiele, Maritim, Gruselkabinett, und selbst wenn mir eins nicht gefällt so wurde ich doch unterhalten und bin den Machern der Hörspiele sehr DANKBAR.


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