Bestimmt hat jeder schon einmal den Satz gehört: „Du hörst mir ja gar nicht richtig zu!“ – und manchmal steckt da ja auch ein wahrer Kern drin. In unserer heutigen Gesellschaft sind wir es gewohnt, ständig visuelle Reize um uns herum zu haben. Bilder, Texte, Videos – das Auge ist permanent beschäftigt, und vielleicht fällt es uns deshalb schwerer, uns wirklich ganz auf das gesprochene Wort einzulassen.
Beim Hörspielhören ist es jedoch genau andersherum: Hier gibt es keine Bilder, die uns leiten oder ablenken, wir sind gezwungen, die ganze Aufmerksamkeit auf das Gehörte zu richten, Zusammenhänge über Stimmen, Dialoge, Geräusche und Musik herzustellen. Das ist ja eigentlich eine Art „Training“, aktiv zuzuhören und aufmerksam auf Details zu achten.
Daher die Frage in die Runde: Habt ihr das Gefühl, dass euch diese jahrelange Gewohnheit, Hörspielen zu folgen, im Alltag zu besseren Zuhörern macht? Also dass ihr auch in Gesprächen konzentrierter seid, genauer hinhört, Nuancen besser wahrnehmt? Oder ist es für euch eine völlig getrennte Erfahrung, die nichts mit dem Alltag zu tun hat?
Mich würde sehr interessieren, wie ihr das seht.