Aussprache in Hörspielen - Detail oder Dealbreaker?

  • In irgendeiner relativ aktuellen Serie, ich komme nicht mehr drauf welche genau, wurde der „Detektiv“ immer wie „Dedektiv“ ausgesprochen. Das ist mir deshalb so aufgefallen, weil mir als Kind von meinen Lehrern immer das Wort im Mund korrigiert wurde, dass es „DeTektiv“ mit T heißt.

    Edited once, last by zdeev78 (September 23, 2025 at 7:53 AM).

  • Ich muß da ein Hörspiel aus meiner eigenen Vergangenheit von mir nennen. Ich hatte damals unter Soundtales Productions eine Reihe namens Scary Stories. In der achten Folge "Der Ablass des Montsignore Pellicano" wurde der italienische Herr nur von Werner Wilkening als Erzähler richtig ausgesprochen. nämlich Pellikano, statt wie die anderen Sprecher Pellichano. Mein Fehler, da ich die Aussprache nicht wußte und es auch nicht ins Skript geschrieben hatte. Wir haben uns dann geeinigt, daß Werner den Namen auch falsch aussprechen sollte, weil es einfacher wäre, einen Sprecher nochmal neu aufzunehmen, als alle anderen. Heute würde ich das so nicht mehr machen. https://www.youtube.com/watch?v=Fu02eG…LiTOSr&index=12

  • Mich stört es tatsächlich gar nicht, wenn ein Name o.Ä. falsch ausgesprochen wird, vorausgesetzt es sind keine historischen Personen oder Gebäude, Städte oder anderweitige Orte deren Benennung und Aussprache bekannt ist. Schwierig finde ich es, wenn es innerhalb des Hörspiels wechselt. Also Aussprache mal so, mal so. Das nervt mich dann extrem. Was Dialekte bzw. Akzente angeht finde ich immer ist es abhängig von der Art des Hörspiels. Ich hatte mal ein Hörspiel gehört, bei dem mir die Story gefallen hat, Allerdings hatte der Sprecher des Protagonisten einen unüberhörbaren fränkischen Akzent wohingegen alle anderen Sprechrollen (annähernd) akzentfrei waren. Das Setting hatte nichts mit Franken oder Deutschland zutun, sondern war in einer frühmittelalterlichen Fantasy Welt und ich habe mich nie so richtig daran gewöhnt. Aber es war verzeihlich, da es ein Hobby Projekt war, welches aus einer Community heraus entstanden ist.

  • Was mich auch stört, wenn amerkianische Vornamen falsch ausgesprochen werden, ist u.a. in einer Geisterschockerfolge beim Namen Phoebe

    Gut, da muss man aber den Autor schon fragen, ob ihm nicht noch ein blöderer Name eingefallen ist. Geradezu provoziert, dass sowas passiert.

    Gendern stört mich auch in Hörspielen. Sorry aber da denke ich jedesmal , es ist ein Sprachfehler und in Hörspielen muss ich das nicht auch noch haben.

    Absolutes No-Go. Haftstrafen wären angemessen.

    “Life can't just be about solving one miserable problem after another, that can't be the only thing, they need to be things that inspire you and that make you glad to wake up in the morning and be part of humanity”

  • Heute würde ich das so nicht mehr machen

    Sondern hoffentlich Pellikano ins Skript schreiben ;)

    “Life can't just be about solving one miserable problem after another, that can't be the only thing, they need to be things that inspire you and that make you glad to wake up in the morning and be part of humanity”

  • Was mich auch stört, wenn amerkianische Vornamen falsch ausgesprochen werden, ist u.a. in einer Geisterschockerfolge beim Namen Phoebe

    Gendern stört mich auch in Hörspielen. Sorry aber da denke ich jedesmal , es ist ein Sprachfehler und in Hörspielen muss ich das nicht auch noch haben.

    Beides mal ja!

    Das Gendern hat mich bei "12 Nächte" extrem gestört, da das für mich einfach total unnatürlich klingt.

    Mein Name ist Dorian Hunter, und ich bin der Sohn des Teufels. Ich war der Sohn des Teufels, denn ich habe ihn getötet! :evil:

  • oh ja glaube bei 12 Nächte habe ich das erste mal Gendern im Hörspiel gehört, klang für mich gleich wieder wie ein Sprachfehler

    In einer Bibi Blocksbergfolge wird auch einnal ein Wort gegendert, weis gerde nicht mehr welche, finde in einem Kinderhörspiel geht das gar nicht

    Man könnte zumindest vorher einen Hinweis machen, dass Gendersprache drin vorkommt.

    mit falscher Namensaussprache in Hörspielen bin ich da u.a. imner genervt, da mein Nachname meist erst falsch ausgesprochen wird und es nervt , jedesmal die richtige Aussprache zu erklären, dabei ist die wirklich sehr einfach

  • oh ja glaube bei 12 Nächte habe ich das erste mal Gendern im Hörspiel gehört, klang für mich gleich wieder wie ein Sprachfehler

    Ich glaube wenn Gendersprache in einem Hörspiel oder Hörbuch vorkommt wär das erst Recht ein Grund für mich das zu hören. Liebe das sehr. 12 Nächte kommt direkt auf meine "muss-hören" Liste, danke dafür!

  • Ich glaube wenn Gendersprache in einem Hörspiel oder Hörbuch vorkommt wär das erst Recht ein Grund für mich das zu hören. Liebe das sehr. 12 Nächte kommt direkt auf meine "muss-hören" Liste, danke dafür!

    Das ist interessant und macht neugierig. Wenn es für dich dann jenes ein entscheidender Punkt ist, u.a. jedwede Hörspiele bar jedes Genres zu erleben..hat das einen besonderen Hintergrund, wieso gerade dies dich triggert?

  • Ich glaube wenn Gendersprache in einem Hörspiel oder Hörbuch vorkommt wär das erst Recht ein Grund für mich das zu hören. Liebe das sehr. 12 Nächte kommt direkt auf meine "muss-hören" Liste, danke dafür!

    Interessant, kann mit Gendersprache leider nichts anfangen obwohl ich ne Frau bin😉 Glaube das kommt bei 12 Nächte auch erst in den letzten paar Folgen vor, hab ich nicht mehr so im Ohr.

  • Das ist interessant und macht neugierig. Wenn es für dich dann jenes ein entscheidender Punkt ist, u.a. jedwede Hörspiele bar jedes Genres zu erleben..hat das einen besonderen Hintergrund, wieso gerade dies dich triggert?

    Für mich ist gendergerechte Sprache ein kleiner, aber schöner Hinweis darauf, dass die Leute hinter dem Hörspiel sich Gedanken über Sprache und Inklusion machen. Inklusive Sprache kann so viel Schönes bewirken - sie macht sichtbar, dass wirklich alle gemeint sind, und schafft ein kleines Stück mehr Offenheit und Zugehörigkeit. Das macht mich neugierig, wie das umgesetzt ist, und ich bekomme Lust reinzuhören. Es geht mir dabei weniger ums Genre, sondern eher darum, dass ich gerne Projekte unterstütze, die mir auch auf dieser Ebene sympathisch sind.

    Davon mal abgesehen machen mir Hörspiele aus fast allen Genres Spaß. Ich muss es nicht so ganz doll gruselig haben, aber sonst bin ich fast überall dabei :D

  • Für mich ist gendergerechte Sprache ein kleiner, aber schöner Hinweis darauf, dass die Leute hinter dem Hörspiel sich Gedanken über Sprache und Inklusion machen. Inklusive Sprache kann so viel Schönes bewirken - sie macht sichtbar, dass wirklich alle gemeint sind, und schafft ein kleines Stück mehr Offenheit und Zugehörigkeit. Das macht mich neugierig, wie das umgesetzt ist, und ich bekomme Lust reinzuhören. Es geht mir dabei weniger ums Genre, sondern eher darum, dass ich gerne Projekte unterstütze, die mir auch auf dieser Ebene sympathisch sind.

    Davon mal abgesehen machen mir Hörspiele aus fast allen Genres Spaß. Ich muss es nicht so ganz doll gruselig haben, aber sonst bin ich fast überall dabei :D

    Fair enough, danke für deine Sichtweise, kann ich nachvollziehen ob deiner Ausführung.

    Für mich selbst ist das gendern irrelevant, da ich in meinen 37 Jahren noch keinen Menschen getroffen habe, der sich darüber Gedanken gemacht hätte Bzw viele dem eher belustigend gegenüberstehen. Einer meiner besten Freunde ist offensiv schwul und lacht über alle modernen Implemente. . Ich finde diese neuerlichen Satzungen in der Hinsicht wie gesagt interessant, so dass sie mir einen Dialog bilden wie mit dir liebe vanessi

  • Fair enough, danke für deine Sichtweise, kann ich nachvollziehen ob deiner Ausführung.

    Für mich selbst ist das gendern irrelevant, da ich in meinen 37 Jahren noch keinen Menschen getroffen habe, der sich darüber Gedanken gemacht hätte Bzw viele dem eher belustigend gegenüberstehen. Einer meiner besten Freunde ist offensiv schwul und lacht über alle modernen Implemente. . Ich finde diese neuerlichen Satzungen in der Hinsicht wie gesagt interessant, so dass sie mir einen Dialog bilden wie mit dir liebe vanessi

    Das find ich auch schön lieber NorthLane :)

    Ich glaube es kommt doch einigermaßen drauf an in was für einem Umfeld man unterwegs ist. Und dazu kommt dass ich Linguistik studiert habe und ich alles was mit Sprache zu tun hat von Haus aus super spannend und interessant finde. Sprache ist ja konstant im Wandel, wir sprechen jetzt schon ganz anders als noch vor 50 Jahren. Das man kann gut oder schlecht finden, aber aufhalten kann man das nicht. Wenn ich also jetzt vor der Prämisse stehe, dass ich aktiv Teil dieser Sprachevolution sein kann, Teil der Diskussion, Teil von etwas, das hilft, dass sich Menschen gesehen fühlen, dann find ich das fantastisch und aufregend und dann freu ich mich über jeden Schritt.

    Das war jetzt gar nicht Thema des Threads, entschuldigt bitte 😅

  • Das find ich auch schön lieber NorthLane :)

    Ich glaube es kommt doch einigermaßen drauf an in was für einem Umfeld man unterwegs ist. Und dazu kommt dass ich Linguistik studiert habe und ich alles was mit Sprache zu tun hat von Haus aus super spannend und interessant finde. Sprache ist ja konstant im Wandel, wir sprechen jetzt schon ganz anders als noch vor 50 Jahren. Das man kann gut oder schlecht finden, aber aufhalten kann man das nicht. Wenn ich also jetzt vor der Prämisse stehe, dass ich aktiv Teil dieser Sprachevolution sein kann, Teil der Diskussion, Teil von etwas, das hilft, dass sich Menschen gesehen fühlen, dann find ich das fantastisch und aufregend und dann freu ich mich über jeden Schritt.

    Das war jetzt gar nicht Thema des Threads, entschuldigt bitte 😅

    Kurzer Einwurf. Ich habe nach dem Abitur plus kurzem Chaos Studium aufgrund meiner manchmal wilden Lebensweisen 2 Ausbildungen abgeschlossen, u.a Fremdsprachenkorrespondent (sehe mich jedoch als Kaufmann, da ich in leitender Position im Vertrieb arbeite ) und in dieser Englisch/Spanisch auf Business-Niveau erlernt. Deutsch war natürlich ein elementares Fach währendessen, gerade aufgrund des Simultan-Domeltschens und daher war, bin und werde ich immer empfänglich sein für die deutsche Sprache in all ihrer Blüte und Wörtern, die man desöfteren unter schlummernden Gestein hervorziehen muss, so dass jene nicht verkommt..

    Schön von einer 'Kollegin" in natürlich weitaus entfernter Strurktur zu lesen


    Gehe auch b2t bevor Markus G. schimpft :P:P

  • Ich schimpfe nie #besserwisser# Wenn dann keppel ich auf gut wienerisch ein bisserl ;D Fand den Austausch und die Sichtweisen sehr spannend #jaja#

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Gegen Gendern habe ich grundsätzlich nichts, aber sprachlich reißt mich das beim Hören irgendwie auch immer "raus". Da finde ich zum Beispiel ein "Liebe Kolleginnen und Kollegen" viel eleganter zum Sprechen und auch Hören als das hart klingende "Kolleg(pause)INNEN".

  • Gegen Gendern habe ich grundsätzlich nichts, aber sprachlich reißt mich das beim Hören irgendwie auch immer "raus". Da finde ich zum Beispiel ein "Liebe Kolleginnen und Kollegen" viel eleganter zum Sprechen und auch Hören als das hart klingende "Kolleg(pause)INNEN".

    Diese kleine Pause gibt es im Deutschen auch unabhängig vom Gendern, z. B. bei Wörtern wie „beachten", „verurteilen" oder „Theater". Da setzt man automatisch einen Glottisschlag, also so eine Mini-Pause im Sprechen. Beim Gendern wirkt das erstmal ungewohnt, weil wir plötzlich genau auf diese Pause achten. Bei den anderen Wörtern machen wir sie ganz selbstverständlich, ohne darüber nachzudenken. Deshalb fällt es uns dort gar nicht auf. Es ist also eigentlich nur Gewohnheitssache und wenn man der Pause einfach keine Bedeutung mehr beimisst, dann hört man sie auch irgendwann nicht mehr.

    Ich will aber auch gar niemanden überzeugen, das ist alles nur meine Meinung und ich finde solang jede:r so sprechen darf, wie er oder sie möchte, dann ist das doch auch schon was schönes.

  • Gerade wieder einen aktuellen Aussprachefehler entdeckt: Die neuesten Folgen der Serie "Die letzte Fahrt der Nautilus" spielen ja an einem Ort namens Babytopia.

    Das kann man nun wie in "Babylon" aussprechen - vermutlich die vom Autor beabsichtigte Aussprache, Mischung aus Babylon und Utopia -, oder wie in "das Baby".

    Auch hier macht es jeder Sprecher, wie er will, es gibt keine einheitliche Regieanweisung.

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