Murder Tales -13- Die Maske des Roten Todes (2025)

  • Die Maske des Roten Todes

    Packende Hör-Thriller mit Starbesetzung, mörderisch gut.
    MURDER TALES - Spannung, die man hören kann.

    Klappentext:
    Das unheimliche Zeichen einer blutroten Totenkopfmaske taucht überall in der Stadt auf. Kurz darauf sterben einflussreiche Männer auf grausam inszenierte Weise. Der „Rote Tod“ fordert Reue für ihre Sünden. Die Journalistin Calliope Shaw gerät zwischen die Fronten von Polizei, Politik und einer geheimnisvollen Terrororganisation. Zugleich versinkt die Metropole in Angst, denn der „Rote Tod“ richtet und vernichtet.

    Spieldauer: 66 Min.
    ISBN 978-3-96762-644-5
    VÖ: 21. November 2025

    Mit Uve Teschner, Uta Dänekamp, Markus Pfeiffer, Kim Hasper, Gordon Piedesack, Ann Vielhaben, Ingo Abel, Peter Weis, Christoph Piasecki, Magdalena Montasser, Thomas Balou Martin, Regine Lamster, Walter von Hauff, Henrike Tönnes, Jürgen Thormann, René Oltmanns, Florian Hoffmann, Julian Tennstedt, Cathlen Gawlich, Daniela Bette-Koch, Yvonne Greitzke, Anja Taborsky, Jan Abraham, André Polis, Christina Ann Zalamea, Simone Görke, Jeannine Hörle, Tatjana Auster, Michael Auster, Jan Uplegger und Patrick Emons

    Dramaturgie: Christoph Piasecki
    Buch: Anton Serkalow, nach der Erzählung „Die Maske des Roten Todes“ von Edgar Allan Poe
    Regisseur & Produzent: Christoph Piasecki
    Sprachschnitt: Benedict Matysik
    Sounddesign & Mastering: Erik Albrodt
    Musik: Michael Donner, Konrad Dornfels
    Design & Illustration: Alexander von Wieding
    Produktion & Vertrieb: Contendo Media GmbH

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    DerPoldi
    November 22, 2025 at 3:53 PM

    Anton Serkalow schreibt :

    Wer meine Facebookseite kennt, für den ist der folgende Post nichts Neues. Für alle anderen, ein - vielleicht - spannender Blick hinter die Kulissen.

    "MAKING OF - DIE MASKE DES ROTEN TODES"

    Meine Version von Edgar Alan Poes „Die Maske des roten Todes“ hat eine lange Geschichte. Vor vielen Jahren – ich befürchte, dass es mittlerweile sogar Jahrzehnte sind – publizierte ich noch unter meinem bürgerlichen Namen. Ganz andere Sachen, als das, was ich heute veröffentliche. Florian Hilleberg kannte mich damals und einige meiner Arbeiten. Florian, der mittlerweile – wie es neudeutsch so schön heißt – als Ian Rolf Hill Headauthor bei „John Sinclair“ ist, betrieb damals zusammen mit Alisha Bionda und Michael Beyeler das Literaturportal „Literra“. Und zu irgendeinem Jubiläum von Edgar Alan Poe – Geburtstag, Todestag ich hab es vergessen – bat er Autor:innen einen kleinen Beitrag zu leisten. Eben auch mich.

    Ich entschied mich relativ schnell dafür, eine Version von „Die Maske des roten Todes“ zu schreiben. Eine Art „Coverversion“, wie es in der Musik heißen würde. Coverversion in der Art, dass das Original nicht einfach nur nachgemacht wird. Sondern durchaus geändert wird, so klingt, als wäre es ein Song der nun neu interpretierenden Künstlerin, ohne den ursprünglichen Geist zu verleugnen. (Eines meiner Lieblingscoversongalben aller Zeiten, das dies perfekt tut, ist „Through The Looking Glas“ von Siouxie and The Banshees. Aber das ist eine andere Geschichte.) Um mich dem Stoff zu nähern, stellte ich mir einige Fragen. Was würde z.B. in der heutigen Zeit, eine ähnliche (Aus)wirkung auf unser Leben haben, wie der „rote Tod“ in der Originalgeschichte? Eine Art moderne Krankheit war mir zu banal. Corona existierte damals noch nicht und soweit ich mich erinnere, gab es bereits eine Version, die in der homosexuellen Subkultur spielte und Aids zum „roten Tod“ machte.

    Ich beschäftigte mich zu der Zeit für einige Story-Ideen mit der Vergangenheit der Bundesrepublik, besonders dem Kapitel um die „RAF“. So war also schnell meine Interpretation des „roten Todes“ gefunden. Um die Kernaussage von Poe – dass niemand, dem roten Tod entkommen kann – diesem Szenario anzupassen, war es notwendig, einen etwas weniger mystischen Twist am Ende hinzubekommen.

    Sprachlich behielt ich den Originaltext bei und passte nur bestimmte inhaltliche Aussagen an. So erschien damals bei „Literra“ meine Version von „Die Maske des roten Todes“, mit dem Untertitel „Version deutscher Herbst“. Florian gefiel sie. Mir auch und so dachte ich noch über ein, zwei andere Geschichten nach. Ich erarbeitete eine Version von „Hoppfrosch“ die sich sprachlich von Poe deutlich abhob und die Story in die Welt der Castingshows, wie „DSDS“ verlegte. Und eine SF-Variante von „Der Untergang des Hauses Usher“. Beide wurden aber nie realisiert.

    Vor knapp zweieinhalb Jahren erhielt ich, unabhängig voneinander, von zwei Hörspielproduktionsfirmen, die Anfrage, ob ich nicht Hörspiele schreiben wollen würde. Eines dieser Labels war Contendo. Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt nie darüber nachgedacht, Hörspiele zu schreiben, aber seit einiger Zeit das Medium als Konsument wieder für mich entdeckt. (Ich bin mit den ganzen Hörspielen im Westberliner Radio, Anfang der Achtziger, aufgewachsen, die ich auch östlich der Mauer hören konnte.) Meine Favoriten – zu der Zeit, als die Anfragen kamen – waren die Arbeiten von Oliver Döring, Markus Göllner und natürlich Ivar Leon Menger.

    Um mich dem Medium und der doch deutlich anderen Herangehensweise an das Storytelling zu nähern, griff ich bei der Anfrage an mich, zunächst einmal auf existierende Geschichten zurück. Unter anderem auch jene Version von „Die Maske des Roten Todes“, die ich für Literra geschrieben hatte. Contendo hatte Interesse an ihr. Das andere Label hatte schlichtweg schon eine eigene Version der Story und „Hoppfrosch“ wollte keiner haben.

    Für die Hörspielfassung musste ich „Die Maske des Roten Todes“ noch einmal erheblich überarbeiten. Denn die Originalgeschichte von Poe ist nun wirklich das absolute Gegenteil von „show don’t tell“, weshalb ich diesmal nicht nur die Sprache sondern jetzt auch den Inhalt ändern musste. Zunächst probierte ich es mit einer Variante, in der eine Live-Style-Influencerin die Ereignisse beim Maskenball schildert, was aber eher als Videoclip, nur nicht als Hörspiel funktionieren würde. Zumal ich absolut kein Freund von Erzählstimmen bin, wie an meinen drei o.g. Vorbildern vielleicht zu erahnen ist. Christoph Piasecki fragte dann, warum ich den Aspekt des Terrors in meiner Version nicht deutlicher in den Vordergrund brachte, was mehr Möglichkeiten spannend zu erzählen bieten würde. Die Idee fand ich gut, also verlegte ich die Handlung in ein „Near Future“ Szenario und so entwickelte sich fast von alleine, die jetzt vorliegende Interpretation. Eine, die deutlich mehr in Richtung Krimi, Thriller geht, als das mystische Original. Ein Grund, warum die Story jetzt auch in den „Murder Tales“ und nicht – wie vielleicht erwartet – in den „Midnight Tales“ veröffentlicht wird.

    Da ich ja noch weitere „Poe-Bearbeitungen“ im Kopf hatte, schickte ich Contendo irgendwann auch mal den Pitch zu meiner Version von „Usher“ als SF-Hörspiel. Christophs Kommentar war: „Nehm ich. Du hattest mich eh schon mit dem Titel.“

    Jetzt stellt sich vielleicht die Frage, wird es noch mehr "Poe-Bearbeitungen" von mir geben? Ich denke, ja! Nicht nur Poe, sondern auch andere. Denn irgenwie habe ich grad das Gefühl, dass mir das "Covern" von Klassikern liegt.

  • Das Jahr der Neuinterpretation ? Zumindest gefallen mir diese in diesem Jahr ausgezeichnet. Und Anton Serkalow beweist für mich das er dies richtig gut kann. Gefiel mir der Untergang bei den Science Fiction Tales gut. War es hier noch einen ticken besser. Da darf es gerne weiter mit gehen. Dankeschön für die schöne Hörspiel Stunde.

  • Ich fand es Ok. Aber die Originalgeschichte ist besser. Erinnert mich ein wenig an die NETFLIX Serie.

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Für alle ohne Facebook............

    Anton Serkalow schreibt :

    Wer meine Facebookseite kennt, für den ist der folgende Post nichts Neues. Für alle anderen, ein - vielleicht - spannender Blick hinter die Kulissen.

    "MAKING OF - DIE MASKE DES ROTEN TODES"

    Meine Version von Edgar Alan Poes „Die Maske des roten Todes“ hat eine lange Geschichte. Vor vielen Jahren – ich befürchte, dass es mittlerweile sogar Jahrzehnte sind – publizierte ich noch unter meinem bürgerlichen Namen. Ganz andere Sachen, als das, was ich heute veröffentliche. Florian Hilleberg kannte mich damals und einige meiner Arbeiten. Florian, der mittlerweile – wie es neudeutsch so schön heißt – als Ian Rolf Hill Headauthor bei „John Sinclair“ ist, betrieb damals zusammen mit Alisha Bionda und Michael Beyeler das Literaturportal „Literra“. Und zu irgendeinem Jubiläum von Edgar Alan Poe – Geburtstag, Todestag ich hab es vergessen – bat er Autor:innen einen kleinen Beitrag zu leisten. Eben auch mich.

    Ich entschied mich relativ schnell dafür, eine Version von „Die Maske des roten Todes“ zu schreiben. Eine Art „Coverversion“, wie es in der Musik heißen würde. Coverversion in der Art, dass das Original nicht einfach nur nachgemacht wird. Sondern durchaus geändert wird, so klingt, als wäre es ein Song der nun neu interpretierenden Künstlerin, ohne den ursprünglichen Geist zu verleugnen. (Eines meiner Lieblingscoversongalben aller Zeiten, das dies perfekt tut, ist „Through The Looking Glas“ von Siouxie and The Banshees. Aber das ist eine andere Geschichte.) Um mich dem Stoff zu nähern, stellte ich mir einige Fragen. Was würde z.B. in der heutigen Zeit, eine ähnliche (Aus)wirkung auf unser Leben haben, wie der „rote Tod“ in der Originalgeschichte? Eine Art moderne Krankheit war mir zu banal. Corona existierte damals noch nicht und soweit ich mich erinnere, gab es bereits eine Version, die in der homosexuellen Subkultur spielte und Aids zum „roten Tod“ machte.

    Ich beschäftigte mich zu der Zeit für einige Story-Ideen mit der Vergangenheit der Bundesrepublik, besonders dem Kapitel um die „RAF“. So war also schnell meine Interpretation des „roten Todes“ gefunden. Um die Kernaussage von Poe – dass niemand, dem roten Tod entkommen kann – diesem Szenario anzupassen, war es notwendig, einen etwas weniger mystischen Twist am Ende hinzubekommen.

    Sprachlich behielt ich den Originaltext bei und passte nur bestimmte inhaltliche Aussagen an. So erschien damals bei „Literra“ meine Version von „Die Maske des roten Todes“, mit dem Untertitel „Version deutscher Herbst“. Florian gefiel sie. Mir auch und so dachte ich noch über ein, zwei andere Geschichten nach. Ich erarbeitete eine Version von „Hoppfrosch“ die sich sprachlich von Poe deutlich abhob und die Story in die Welt der Castingshows, wie „DSDS“ verlegte. Und eine SF-Variante von „Der Untergang des Hauses Usher“. Beide wurden aber nie realisiert.

    Vor knapp zweieinhalb Jahren erhielt ich, unabhängig voneinander, von zwei Hörspielproduktionsfirmen, die Anfrage, ob ich nicht Hörspiele schreiben wollen würde. Eines dieser Labels war Contendo. Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt nie darüber nachgedacht, Hörspiele zu schreiben, aber seit einiger Zeit das Medium als Konsument wieder für mich entdeckt. (Ich bin mit den ganzen Hörspielen im Westberliner Radio, Anfang der Achtziger, aufgewachsen, die ich auch östlich der Mauer hören konnte.) Meine Favoriten – zu der Zeit, als die Anfragen kamen – waren die Arbeiten von Oliver Döring, Markus Göllner und natürlich Ivar Leon Menger.

    Um mich dem Medium und der doch deutlich anderen Herangehensweise an das Storytelling zu nähern, griff ich bei der Anfrage an mich, zunächst einmal auf existierende Geschichten zurück. Unter anderem auch jene Version von „Die Maske des Roten Todes“, die ich für Literra geschrieben hatte. Contendo hatte Interesse an ihr. Das andere Label hatte schlichtweg schon eine eigene Version der Story und „Hoppfrosch“ wollte keiner haben.

    Für die Hörspielfassung musste ich „Die Maske des Roten Todes“ noch einmal erheblich überarbeiten. Denn die Originalgeschichte von Poe ist nun wirklich das absolute Gegenteil von „show don’t tell“, weshalb ich diesmal nicht nur die Sprache sondern jetzt auch den Inhalt ändern musste. Zunächst probierte ich es mit einer Variante, in der eine Live-Style-Influencerin die Ereignisse beim Maskenball schildert, was aber eher als Videoclip, nur nicht als Hörspiel funktionieren würde. Zumal ich absolut kein Freund von Erzählstimmen bin, wie an meinen drei o.g. Vorbildern vielleicht zu erahnen ist. Christoph Piasecki fragte dann, warum ich den Aspekt des Terrors in meiner Version nicht deutlicher in den Vordergrund brachte, was mehr Möglichkeiten spannend zu erzählen bieten würde. Die Idee fand ich gut, also verlegte ich die Handlung in ein „Near Future“ Szenario und so entwickelte sich fast von alleine, die jetzt vorliegende Interpretation. Eine, die deutlich mehr in Richtung Krimi, Thriller geht, als das mystische Original. Ein Grund, warum die Story jetzt auch in den „Murder Tales“ und nicht – wie vielleicht erwartet – in den „Midnight Tales“ veröffentlicht wird.

    Da ich ja noch weitere „Poe-Bearbeitungen“ im Kopf hatte, schickte ich Contendo irgendwann auch mal den Pitch zu meiner Version von „Usher“ als SF-Hörspiel. Christophs Kommentar war: „Nehm ich. Du hattest mich eh schon mit dem Titel.“

    Jetzt stellt sich vielleicht die Frage, wird es noch mehr "Poe-Bearbeitungen" von mir geben? Ich denke, ja! Nicht nur Poe, sondern auch andere. Denn irgenwie habe ich grad das Gefühl, dass mir das "Covern" von Klassikern liegt.

    (Und natürlich im Startpost)

  • Also nach dem Hören dieses Hörspiels möchte ich tatsächlich mehr Bearbeitungen von Poe Storys aus der Feder von Anton Serkalow unter dem Label Contendo.

    Fand ich eine erfrischend gelungene Version des Klassikers, der nun in der "Jetzt-Zeit" spielt, sich aber auch auf die frühe Vergangenheit bezieht.

  • Also nach dem Hören dieses Hörspiels möchte ich tatsächlich mehr Bearbeitungen von Poe Storys aus der Feder von Anton Serkalow unter dem Label Contendo.

    Fand ich eine erfrischend gelungene Version des Klassikers, der nun in der "Jetzt-Zeit" spielt, sich aber auch auf die frühe Vergangenheit bezieht.

    Da wäre noch die von Anton Serkalow zweite Poe Interpretation.

    Xorron
    August 1, 2025 at 7:29 PM

    Und ja mir geht's genauso. Da dürfte gerne mehr von kommen. Beide Hörspiele waren ganz stark.

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