Gefahr durch Ego Shooter?!

  • Das gibt einem doch zu denken. Was denkt ihr über das Thema? Wie gefährlich sind Ego Shooter?

    Wenn die PC-Maus zur Waffe wird
    Arthur A. lebte in der virtuellen Welt der Gewaltspiele. Wie gefährlich sind sie wirklich? Die Antwort ist nicht einfach.
    kurier.at


    Ich ersuche um eine möglichst sachliche Diskussion #knie##danke#

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Diese Diskussion gibt es gefühlt seit Jahrzehnten,welche temporär immer wieder aufkommt nach solchen tragischen Ereignissen.Ich persönlich habe da keinen Einblick da ich mich nie mit Computerspielen beschäftigt habe.Inwiefern diese die Psyche gerade labiler Menschen beeinflussen kann ich daher nicht beurteilen.

    Persönlich finde ich aber,das soziale Medien da leider sehr negativ einwirken,gerade bei jungen Menschen.

  • Ich denke schon, dass sie „gefährlich“ sein können, aber wohl nicht als alleiniger Faktor. Es hängt sicher auch viel von der Stabilität der Person selber ab und auch ob hier noch eine gesunde Menge an Ego Shootern konsumiert wird. Es ist natürlich schon erschreckend, wie realistisch die Games mittlerweile geworden sind. Da könnte ich mir schon bei einigen Menschen vorstellen, dass hier Realität und Fiktion verschmelzen.

  • Eine nicht endende Diskussion 🙈. Höhepunkt das ganzen war damals der Amoklauf in Erfurt in meiner Wahrnehmung.

    Das diese Täter oft solche Spiele spielen ist für mich kein Hinweis, dass selbige daran einen Grund haben. Nach der Logik hätte es früher nicht solche Vorfälle geben dürfen.

  • Das Spielen von Ego-Shootern kann vielleicht ein Baustein dafür sein, aber es ist nicht der alleinige Grund. Da müssen viel mehr Komponenten zusammenkommen, die zu so einer Handlung führen.

    Wer psychisch gefestigt ist, zwischen Realität und Fiktion unterscheiden kann, dem helfen meiner Meinung nach solche Spiele sogar, um emotionale Spannungen abzubauen.

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    Ich bin heute so farbenfroh, ich habe fünf verschiedene Schwarztöne an.

  • Ich als Spieler kann diese Diskussion nicht mehr hören, das „Killerspiel“ wird immer als „Sau Durchs Dorf getrieben“ wenn es wieder so eine schlimme Tat gibt. Es ist eine einfache, billige Antwort auf eine viel komplexere Tat.


    Ich warte eigentlich nur auf den Tag, dass der Journalismus bemerkt, dass es Autorennspiele gibt und diese mit Raserei im echten Leben in Verbindung bringt.

  • Ich vermute mal, du hast wegen dem schrecklichen Amoklauf in Österreich neulich den Thread eröffnet Markus?! Ich äusere mich zu dem Thema mal lieber nicht, da es brisante/politische Themen noch mit einschließen würde ...

    Ich selber hab viele, viele Jahre Killerspiele und Ego Shooter gespielt. Ich wüsste nicht mal wie man eine Waffe bedient, und verabscheue auch jegliche Waffen.

    The Jokes on you!

  • Vorab: Ich habe mir den Beitrag jetzt nicht angesehen, spreche also mehr allgemein.

    Wie Jokel schon sagt, gibt es die Diskussion seit Jahrzehnten, insbesondere im deutschsprachigen Raum. Ich möchte mich da auch nicht groß zu äußern, weil es wirklich ein Thema ist, bei dem man bis heute keine hinreichende Evidenz gefunden hat (wie auch), dass es Zusammenhänge zwischen Amokläufen und Gewaltfantasien und Computerspielen gibt.

    Ich selber spiele sogenannte Ego-Shooter im Prinzip seit sie es auf den deutschen Sharewaremarkt geschafft haben. Das waren dann so Sachen wie "Ken's Labyrinth", bevor Spiele wie "Wolfenstein 3D" und natürlich das erste "Doom" das Genre richtig zum explodieren brachten. Spiele wie "Half-Life 2" und "Bioshock: Infinite" gehören für mich zu den besten Spielen aller Zeiten.

    Aber gegeben hat es "Killerspiele" auch schon deutlich davon, wenn die damaligen Computer natürlich auch nicht in der Lage zu einer solchen Darstellung waren. Erinnert sich hier noch jemand, wie man auf dem C64 in "Teacher Busters" seine Lehrer mit einem Panzer platt machen konnte? Und trotzdem es damals ja noch die Wehrpflicht gab, ist meines Wissens niemand auf die Idee gekommen, sich so ein Ding mal auszuleihen und auf Tour zu gehen. Oder sich wie in "Hostages" als Heckenschütze zu versuchen.

    Ich würde tendenziell auch eher sagen, dass es eine Mischung aus vielen Faktoren ist, die hier zusammen kommen. Es ist nie der Ego-Shooter, es ist nie der Black Metal, es ist nie der Zombiefilm. Jedenfalls nicht allein. Häufig ist dies die einfache Erklärung für etwas, das man nicht erklären kann, weil der/die Täter entweder keine Gelegenheit mehr hatten, ein Statement zu ihrer Untat zu geben, oder weil sich herausstellt, dass diese in einem Zustand geistiger Verwirrtheit gehandelt haben, in dem sie selber kaum wussten, was sie da eigentlich warum taten.

    Ob es Menschen gibt, die aufgrund ihrer sonstigen persönlichen Veranlagungen eher dazu neigen, solche Medien zu konsumieren oder zu spielen, das wäre eine Frage für Wissenschaftler und nicht für den Boulevard.

    Ups, jetzt hab ich mich irgendwie doch geäußert …

  • Millionen Menschen spielen solche Spiele und nur einzelne setzen das gespielte in die Tat um. Aber für Politiker ist solch ein populistischer Grund natürlich viel einfacher und kommt bei der Wählerschaft 60+, die zu solchen Spielen keinen Bezug haben, auch sehr gut an. Es ist einfacher, als sich mit Mobbing und Ausgrenzung in der Gesellschaft und an Schulen im speziellen zu beschäftigen, was die eigentlichen Ursachen solcher Taten sind. Schon lange bevor es Egoshooter gab.

    Übrigens ist es nicht neu, die Schuld von gesellschaftlichen Missständen auf "neue" Medien zu schieben. In den 80er waren es Horror- und Zombiefilme, die daraufhin reihenweise verboten wurden, und in den 50er, 60er Jahren Comics. Geändert hat der Eingriff des Staates in solche Medien nie etwas, da die eigentlichen Probleme dadurch nur verschleiert und die Konsumenten durch die Stigmatisierung der entsprechenden Medien sogar teilweise noch weiter ins gesellschaftliche Abseits getrieben wurden.

    Edited once, last by DeLorca (June 15, 2025 at 4:01 PM).

  • Die Diskussion ist uralt und aus meiner Sicht totaler Quatsch. Es gab/gibt Diskussionen über bestimmte Musikrichtungen, Filme, Fernsehserien und das wird immer und immer wieder ausgegraben. Es gibt nicht umsonst eine Altersbeschränkung und wenn sich Eltern darüber hinwegssetzen, müssen sie ihre Kinder auch begleiten. Es spielt halt eine wichtige Rolle das Kinder lernen, das Filme, Serien und Spiele Fiktion sind und eben nicht echt sind.
    Wenn ich bedenke, dass es mal Diskussionen um z.B. Tom & Jerry gab...
    Ich habe die Serie als Kind rauf und runtergeschaut und ja die beiden jagen sich und es wird gewaltätig, aber ich wusste eben, dass das Fiktion ist und habe mich bestens unterhalten gefühlt.

  • *gähn*

    Diese Diskussion gibt es seit Jahrzehnten. Und bevor es Videospiele gab waren es Filme. Und davor Comics. Und davor Heftromane.


    Kurzfassung der Debatte: Ich bin ein alter weishaariger Mann in einer Position auf Power, und ich sehe das etwas bei der Jugend beliebt ist was ich nicht verstehe = Böse!

  • Fängt man mit so einer Thematik an, muss man gleichzeitig sämtliche Gewaltmittel aller dem Menschen verfügbarer Medien hinterfragen und das führt zu gar nichts. Die Wurzel des Übels in sozial-kulturellen Strukturen zu begreifen, zu analysieren und Studien anzuwenden ist das eigentlich Nötige

  • Ich sehe das Thema differenziert. Es spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Und keine dieser Gründe darf man verharmlosen. Jeder Amoklauf wie jener in Graz ist nicht nur auf einen einzigen Grund begründbar, sondern basiert auf vielen verschiedenen Faktoren. Um eine solche Tat zu verhindern braucht es eine Vielzahl an Regularieren. Und es gab im Vorfeld eine Vielzahl an Warnhinweisen, an denen man bei intensiver Beschäftigung möglicherweise erkennen hätte können, dass hier eine psychologische Hilfe und Unterstützung unbedingt notwendig gewesen wäre. Doch gerade im sozialen Umfeld möchte man sich dies nicht eingestehen. Ich gehe nicht davon aus, dass Killerspiele in diesem Fall der Grund für den Amoklauf war. Weit gefehlt. Es waren sicherlich andere soziale und gesellschaftliche Erlebnisse und Ereignisse, die zu der Wahnsinnstat geführt haben. Aber es mag durchaus symptomatisch gewesen sein, dass sich der junge Mann gerade zu dieser Art von Spielen hingezogen und mit dieser Art von Spielen zurück gezogen hat. Ein sehr labiler, psychisch kranker Charakter kann durch diese Form der Spiele sicherlich nicht jenen Halt innerhalb der Gesellschaft finden, den er dringend gebraucht hätte. Daher würde ich die Schuld an sich keinesfalls bei den Egoshootern suchen, aber sie auch nicht vollkommen aus der dafür verantwortlichen „Ereigniskette“ ausschließen. Ein Mosaikstückchen unter vielen.

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Ich fand es damals schon falsch und ich finde es heute ebenso falsch, man kann nicht pauschal die Schuld für Amokläufe auf Computerspiele (ich bin gegen den Ausdruck „Killerspiele“ seit den frühen 2000ern allergisch..), Musik oder sonst was schieben.

    Ich frage mich bei sowas immer, wie die Täter an die Waffen für ihre Taten kommen - in Graz konnte sich der Täter die Waffen legal beschaffen, obwohl er bei der Musterung aufgrund psychischer Instabilität durchgefallen war - so jemand hat dann aber mit 21 Jahren einen voll bestückten Waffenschrank daheim?

    Mein Name ist Dorian Hunter, und ich bin der Sohn des Teufels. Ich war der Sohn des Teufels, denn ich habe ihn getötet! :evil:

  • Das Problem ist, das der Schwarzmarkt viel zu leicht zu erreichen ist. Es braucht keinen großen Aufwand um Kontakt mit einem Schwarzmarktdealer aufzunehmen. Facebook, WhatsApp, Discord, man muss nur die richtige Community finden und schon hat man einen Kontakt zum Schwarzmarkt. Da findet sich dann irgendwer der auch Waffen verkauft und von denen fragt garantiert keiner nach Dokumenten. Klar hat die Polizei Spitzel in solchen Gruppen, aber wir reden hier von oftmals hundert oder tausenden Menschen die da schreiben. Filter da erstmal raus, wer nur reinschaut, wer ein Journalist ist, wer einfach nur da ist und wer es wirklich ernst meint.

    Auf jeden Fall ist es erschreckend, wie leicht man heutzutage an Waffen rankommen kann. Es braucht nicht wirklich viel Aufwand, nicht mal wirklich nen Deep Web Zugang. Und es zeigt vor allem, das Internet ist für Politik und Polizei immer noch Neuland. Es wird zu wenig geschult, es wird zu wenig weitergebildet und nicht genug aufgeklärt. Ich kenne teils gerade mal 18 jährige die über Gefahren und Risiken des Internets mehr Bescheid wissen, als so mancher Polizist der irgendwo nen Vortrag hält über die Risiken.

  • Man könnte es auch so sehen, dass Ego-Shooter die Möglichkeit bieten sich abzureagieren und angestaute Aggressionen abzubauen, die sich sonst anderweitig Raum verschaffen würden. Vielleicht nicht gerade durch Amokläufe, aber zum Beispiel durch generell aggressiveres Verhalten.

  • Dennoch ist der Großteil der Ego Shooter Spieler, einfach nur der klassische Gamer der was zocken will. Wenn ich Valorant mit Freunden im 4v4 spiele, dann ist in der Regel nicht mein erster Gedanke: "Jawoll, jetzt baller ich alle um, wenn ich das schon in echt nicht kann". Für mich persönlich steht dann allein der Spaßfaktor am Spiel selbst im Vordergrund, das Gefühl eine Runde zu gewinnen oder zu verlieren. Taktiken auszuarbeiten und einfach mit Freunden ne gute Zeit zu verbringen.

  • Dennoch ist der Großteil der Ego Shooter Spieler, einfach nur der klassische Gamer der was zocken will.

    Das geht m.E. inzwischen über den klassischen Gamer hinaus und ist absolut im Mainstream angekommen. Call of Duty Modern Warfare hat seit dem Release in 2019 bis Ende 2024 ganze 41 Millionen Exemplare verkauft. Aus dem Rechtsstreit bezüglich der Übernahme von Activision durch Microsoft ging hervor, dass eine Million Menschen auf ihrer Playstation nur Call of Duty und nichts anderes gespielt haben.

    Quelle: https://www.golem.de/news/activisio…306-175396.html

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