Hui Buh: Grusel, Humor und Herz - Vom Schlossgespenst zur Hörspielikone

  • Trotz meiner anfänglichen Bedenken gegenüber Hans Clarin in der Rolle von Hui Buh, verband ich seine Stimme doch zunächst viel stärker mit Pumuckl, der mir sehr vertraut war. Beim ersten Hören von Hui Buh hatte ich daher Schwierigkeiten, die Rolle des Schlossgespenstes mit ihm zu verbinden. Pumuckl, mit seiner kindlichen, lustigen Art, stand mir als erster Bezugspunkt viel näher.

    Doch nach mehrfachem Hören und mit der Zeit begann ich, Hui Buh als einzigartiges Erlebnis zu schätzen. Clarin brachte eine besondere Mischung aus Humor und Liebe zum Detail in seine Rolle, die sehr gut zu der ungeschickten und doch charmanten Natur von Hui Buh passte. Besonders die Balance zwischen dem humorvollen Grusel und den oft tollpatschigen Aktionen des Gespenstes war etwas, das die Serie für mich als großartig auszeichnete.

    Zudem trägt die insgesamt hervorragende Produktion der Serie – die Mischung aus den klassischen Soundeffekten, der erzählerischen Struktur und der fantastischen Besetzung – zu ihrer Anziehungskraft bei. Auch nach all den Jahren bleibt Hui Buh für mich eine der besten Hörspielserien, da sie eine perfekte Kombination aus Humor, Fantasie und einem sanften Schauer bietet, die sie zu einem zeitlosen Klassiker macht.

    Die Figur des Hui Buh hat sich seit ihrer Erschaffung einen festen Platz in der deutschen Hörspielgeschichte erobert. Mit seiner Mischung aus Grusel, Humor und einem Hauch von Märchen verzauberte und unterhielt Hui Buh Generationen von Kindern und ist bis heute ein Kultphänomen. Besonders in den 1970er-Jahren, als die erste Hörspielserie erschien, wurde die Geschichte des liebenswerten Gespenstes in unzähligen Kinderzimmern zu einem festen Bestandteil der Freizeitgestaltung. Doch auch die Neuauflage im Jahr 2008 zeigte, dass die magische Anziehungskraft von Hui Buh über die Jahrzehnten hinweg nicht verloren ging.

    Hui Buh ist das einzige behördlich zugelassene Schlossgespenst, das seit über 500 Jahren auf Schloss Burgeck spukt. Seine Geschichte begann 1969 mit den ersten Hörspielen und setzte sich fort, als der humorvolle Geist in den 2000er Jahren mit einem Kinofilm und einer neuen Hörspielreihe neu belebt wurde. Die Mischung aus skurrilem Humor und der guten alten Gruselatmosphäre spricht sowohl Kinder als auch Erwachsene an. Hui Buh hat in vielen Teilen der Hörspielkultur Maßstäbe gesetzt und eine große Fangemeinde gewonnen, die sowohl in der alten als auch in der modernen Fassung ihre Freude an der Geschichte des unglücklichen, aber sympathischen Gespenstes hat. Doch was macht Hui Buh so besonders? Es ist der einzigartige Humor, die unterhaltsamen Abenteuer und die mitreißende Erzählweise, die die Figur zu einem unvergesslichen Teil der deutschen Hörspielgeschichte gemacht haben.

    Der Schöpfer von Hui Buh war Eberhard Alexander-Burgh (1928–2004), ein deutscher Schriftsteller, der mit seinen kreativen Ideen und seinem besonderen Gespür für Humor und Grusel unzählige Werke erschuf, die vor allem die jüngeren Generationen begeisterten. Burgh wurde 1928 in Berlin geboren und hatte sein Debüt als Autor im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur. Während seiner Karriere schrieb er eine Vielzahl von Romanen und Erzählungen, aber es war die Hui Buh-Reihe, die ihm zu größtem Ruhm verhalf.

    Burghs Stil zeichnete sich durch eine Mischung aus Humor, Fantasie und Grusel aus. Seine Geschichten sind nie zu düster, sondern immer so inszeniert, dass sie Kinder auf eine fantasievolle Weise in die Welt des Unheimlichen entführen, ohne sie zu ängstigen. Das war auch der Fall mit Hui Buh. Der gespenstische Held der Serie besitzt eine sympathische Mischung aus Tollpatschigkeit und Herz, was ihn für die jungen Zuhörer besonders liebenswert machte.

    Neben Hui Buh schuf Burgh auch andere bekannte Werke, wie zum Beispiel die Geschichte der „Hexe Schrumpeldei“, und trug so maßgeblich zur Entwicklung der modernen deutschen Kinder- und Jugendbuchliteratur bei.

    Die erst Hörspielfolge von Hui Buh erschien 1970 bei dem Label EUROPA und war ein sofortiger Erfolg. EUROPA hatte sich bereits einen Namen mit erfolgreichen Hörspielen gemacht und setzte die Tradition fort, hochqualitative und unterhaltsame Hörspiele zu produzieren. Die ersten Episode von Hui Buh wurde unter der Regie von Konrad Halver produziert. Er legte den Grundstein für den humorvollen, aber auch gruseligen Ton, der die Serie prägen sollte.

    Alle weiteren Folgen von Hui Buh wurden unter der Regie von Heikedine Körting produziert, einer der herausragendsten Persönlichkeiten der deutschen Hörspielszene, die mit ihrem Engagement und ihrer Leidenschaft für die Hörspielproduktion maßgeblich zu deren Erfolg beitrug. Körting, die eine Vielzahl von Hörspielklassikern ins Leben rief, sorgte dafür, dass die Geschichte von Hui Buh lebendig und unterhaltsam umgesetzt wurde. Ihre Regiearbeit war oft ein Mix aus präziser Planung und kreativen Eingebungen, die das, was auf Papier gut aussah, zu einem audiovisuellen Erlebnis machten. Die Soundeffekte, die zu der Serie gehörten, waren von hoher Bedeutung. Sie sorgten für die richtige Gruselatmosphäre und verstärkten den Eindruck von Spuk und Magie, während die Musik aus der Feder von Carsten Bohn die Stimmung zusätzlich auflockerte.

    Die Serie von EUROPA verstand es, Humor mit einem leichten Gruselfaktor zu kombinieren, was sie zu einem Klassiker im Genre des Kinderhörspiels machte. Hui Buh war damals eine der ersten Serien, die erfolgreich diese Mischung aus Spannung und Humor inszenierte, ohne dass es zu düster oder unheimlich wurde. Damit richtete sich das Hörspiel bewusst an ein jüngeres Publikum, das vor allem durch die eingängige und kreative Erzählweise sowie die lebendige Produktion begeistert wurde.

    Ein maßgeblicher Bestandteil des Erfolges von Hui Buh war die herausragende Besetzung der Sprecher. Hans Clarin als die Hauptfigur des Hui Buh ist bis heute unvergessen. Mit seiner markanten und etwas nasalen Stimme verlieh Clarin dem Schlossgespenst nicht nur Leben, sondern prägte die Figur so stark, dass sie mit seinem Namen untrennbar verbunden bleibt.

    Neben Clarin war auch der Erzähler Hans Paetsch von großer Bedeutung. Paetsch, der nicht nur die Erzählstimme der Hui Buh-Serie war, sondern auch in vielen anderen EUROPA-Produktionen als Erzähler fungierte, verstand es meisterhaft, die Geschichten mit seiner warmen und gleichzeitig autoritären Stimme zu verknüpfen. Seine Erzählweise hat maßgeblich dazu beigetragen, die Atmosphäre der Serie zu verstärken und sie für die Zuhörer noch greifbarer zu machen.

    Eine besondere Variante der Serie ist eine Version von Folge 2, in der Helmut Kolar die Rolle des Hui Buh übernahm. Diese Version wurde aufgrund von Änderungen in der Produktion aufgenommen und stellt eine interessante Alternative zu Clarin dar. Kolar brachte der Figur eine andere Nuance bei, wodurch diese Version von Hui Buh für Sammler und Liebhaber der Serie einen besonderen Charme hat. Diese Version von Folge 2 ist heute in der Nostalgiebox von 2021 zu finden, was sie zu einem besonderen Sammlerstück für Fans macht.

    Der Kastellan wurde in Folge 1 von Konrad Meyerhoff und in Folge 2 von Helmo Kindermann gesprochen. In allen weiteren Folgen übernahm Andreas von der Meden die Rolle des Kastellans, was zu einer kontinuierlichen Präsenz und einheitlichen Interpretation der Figur beitrug.

    Königin Konstanzia wurde in den verschiedenen Folgen von folgenden Sprecherinnen übernommen: Ingrid Andree, Marianne Kehlau, Gerda-Maria Jürgens (in Folge 2)

    König Julius wurde in verschiedenen Folgen von unterschiedlichen Sprechern übernommen, darunter: Michael Weckler, Claus Wilcke, Wolfgang Kieling, Peter Kirchberger

    Diese wechselnden Sprecher gaben der Figur des König Julius stets neue Facetten, wodurch der Charakter über die Jahre hinweg frisch und vielfältig blieb.

    Eine besonders bekannte Anekdote rund um Hans Clarin ist seine anfängliche Schwierigkeiten, sich von seiner berühmten Rolle als Pumuckl zu lösen, als er für Hui Buh besetzt wurde. Clarin, der die kultige Koboldfigur in der gleichnamigen Serie sprach, hatte zunächst Bedenken, weil er von den Hörspielmachern von Hui Buh gefordert wurde, eine völlig andere, noch etwas gruselige und weniger kindliche Figur zu spielen. Er selbst verband seine Stimme immer noch mit Pumuckl und befürchtete, dass die Hörer seine Rolle als Hui Buh nur durch die Pumuckl-Brille wahrnehmen würden. Die Herausforderung war also, sich vom Bild des fröhlichen Kobolds zu befreien und das eher tollpatschige und gleichzeitig gruselige Gespenst zu verkörpern.

    Edited once, last by DerPoldi (March 31, 2025 at 3:30 PM).

  • Eine der Geschichten besagt, dass Hans Clarin in einer der ersten Sitzungen mit den Produzenten geäußert haben soll: „Ich hoffe, die Kinder sehen hier nicht einfach einen größeren Pumuckl im Gespensterkostüm!“ Es dauerte eine Weile, bis er sich in die Rolle von Hui Buh hineinfinden konnte. Doch im Endeffekt gelang ihm dies perfekt und der Erfolg der Serie war überwältigend. Es wird oft gesagt, dass Clarin sich die Rolle des Hui Buhs zu eigen gemacht hat, dass er sie nie wieder mit seiner Pumuckl-Stimme verwechselte – was sich später in der beliebten, einzigartigen Art des Geistes widerspiegelte.

    Eine andere Anekdote dreht sich um Clarin's Leidenschaft für seine Hörspielrollen. Er selbst soll in Interviews erzählt haben, wie er es liebte, seine Stimme auf verschiedene Weisen einzusetzen und die verschiedenen Charaktere mit unterschiedlichen Nuancen zu versehen. Er sagte, dass er bei jeder Rolle, die er übernahm, „mit jedem Wort in eine neue Haut schlüpfte“. Diese Leidenschaft und Liebe zur Arbeit kam besonders bei den Hui Buh-Aufnahmen zum Tragen. Auch wenn es schwer war, den allzu vertrauten Pumuckl zu verlassen, merkte er schnell, wie sehr ihm das Spiel mit den Charakteren und der Humor von Hui Buh gefiel.

    Die Kombination von Clarin’s markanter Stimme und seinem Humor machte Hui Buh zu einem einzigartigen Gespenst. Es gibt eine Anekdote, dass während der Aufnahmen zu den ersten Hui Buh-Folgen der Regisseur Konrad Halver oft sagte: „Du musst weniger Pumuckl und mehr Hui Buh sein!“ Clarin konnte mit seiner Stimme so lebendig und komisch sein, dass er manchmal das Gefühl hatte, ein wenig zu viel von seiner kindlichen Rolle mitzubringen. Doch es war genau dieser Mix aus humorvollem Grusel und liebenswerter Tollpatschigkeit, der Hui Buh zu einem Favoriten bei den Hörern machte. Schließlich gelang es ihm, die Balance perfekt zu finden und die Rolle zu einem Klassiker zu machen.

    Die Cover der Hui Buh-Hörspiele sind ein weiterer wichtiger Bestandteil des Erbes dieser Serie. Die Illustrationen auf den LPs und späteren CDs sind meist sehr markant und tragen zur Atmosphäre der Geschichten bei. Die ersten Cover wurden vom Künstler Hermann Ebert gestaltet, dessen Zeichnungen die unheimlich-gruselige, aber gleichzeitig humorvolle Welt von Hui Buh perfekt einfingen. Eberts Illustrationen zeigen häufig eine Mischung aus düsteren Schlossmotiven, unheimlichen Nebelschwaden und Hui Buh in seiner ganzen schrägen Pracht, mit einem schelmischen Lächeln, das sofort die humorvolle Seite des Gespenstes betont.

    Die Cover dieser frühen Produktionen sind nicht nur stilistisch dem Zeitgeist der 70er Jahre verhaftet, sondern auch ein Paradebeispiel für die Kunst, die die magische Atmosphäre der Serie unterstützte und die Fantasie der Zuhörer anregte. Die Grafiken sind detailreich und vermitteln die Mischung aus Spuk und Humor, die in den Hörspielen zum Leben erweckt wird.

    Für die Folgen 16-23 wurden die Cover von Firuz Aşkın neu illustriert. Aşkın, der langjährige Zeichner der Cover der Gruselkabinett-Reihe von Titania Medien, verlieh den letzten Folgen von Hui Buh eine frische, aber dennoch stimmige Gestaltung, die die klassische Atmosphäre der Serie beibehielt und gleichzeitig moderne Akzente setzte.

    Ein besonders begehrtes Sammlerstück für Fans von Hui Buh ist die Sonderedition der ersten Folge in einer „königlichen Samtbox“. Diese exklusive Ausgabe der ersten Hui Buh-Folge kommt in einer CD, die in Vinyl-Optik daherkommt, was ein nostalgisches Gefühl weckt und an die ursprünglichen Schallplatten erinnert. Als besonderes Highlight dieser Ausgabe enthält sie einen Extra-Song, bei dem Michael Schanze zusammen mit Hans Clarin singt. Dieses einzigartige Feature fügt der Edition einen besonderen Charme hinzu und lässt die Geschichte von Hui Buh noch lebendiger werden.

    Darüber hinaus enthält die Samtbox ein ausführliches Booklet, das nicht nur Hintergrundinformationen zur Produktion und den Sprechern bietet, sondern auch eine spezielle Geschichte zum Vorlesen enthält. Das Booklet ist liebevoll gestaltet und vermittelt zusätzliche Einblicke in die Welt von Hui Buh. Als weiteres Highlight gibt es ein großes, exklusives Hui Buh-Poster, das die Atmosphäre der Serie perfekt widerspiegelt und jeden Sammler begeistert.

    Diese Sonderedition ist ein echtes Must-have für jeden Hui Buh-Fan und ein wahrer Schatz in jeder Sammlung. Sie verbindet das nostalgische Gefühl der ersten Veröffentlichungen mit modernen Akzenten und stellt ein einzigartiges Erlebnis dar.

    Im Jahr 2006 wurde der Hui Buh Kino-Comeback mit dem Film „Hui Buh – Das Schlossgespenst“ gefeiert, und 2008 folgte eine Neuausgabe der Hörspielserie unter dem Titel „Hui Buh – Neue Welt”. Diese Neuauflage orientierte sich nicht nur an dem Film, sondern brachte auch frische Elemente in die Geschichten. Die Neuauflage war nicht einfach eine Fortsetzung der alten Serie, sondern eine Modernisierung der Grundideen – mit neuen Sprechern und einer technisch aufwendigen Inszenierung. Regie bei dieser neuen Serie führten Christian Hagitte und Simon Bertling, die auch für die Musik verantwortlich zeichneten und die Produktion im Studio STIL realisierten.

    Christoph Maria Herbst, bekannt aus dem Film, übernahm die Rolle des König Julius der 111. und brachte den Humor des Films auch ins Hörspiel. Als Hui Buh wurde der Sprecher Stefan Krause verpflichtet, der der Figur eine frische und jugendlichere Note verlieh. Auch Ulrike Stürzbecher als Königin Konstanzia und Maximilian Artajo als Tommy, der Sohn des Königspaares, trugen zur Erneuerung des Ensembles bei. Die Erzählweise wurde durch Andreas Fröhlich als Erzähler eingeführt, der mit seiner bekannten Stimme eine Brücke zwischen der alten und der neuen Welt von Hui Buh schlug.

    Die neue Serie wurde durch aufwendigere Musik- und Soundeffekte ergänzt, die das Abenteuer und die Action noch mehr in den Vordergrund rückten. Die Geschichten bekamen eine fortlaufende Erzählstruktur, die es den Hörern ermöglichte, die Entwicklungen besser nachzuvollziehen, während die alte Serie in einzelnen Episoden stand-alone Geschichten erzählte.

    Die Hui Buh-Reihe hat durch ihre unterschiedlichen Ausprägungen stets ihren festen Platz in der deutschen Hörspielkultur behauptet. Die nostalgischen Fans der 70er-Jahre-Serie erkennen und schätzen die vielen kleinen Eigenheiten und die liebevolle Produktion der ersten Folgen, während die neue Serie eine jüngere Zielgruppe anspricht und den Geist von Hui Buh ins neue Jahrtausend überträgt.

    Der Vergleich zwischen der alten und der neuen Serie zeigt, dass sich die Technik und das Verständnis von Unterhaltung verändert haben. Während die ursprüngliche Serie mit weniger Mitteln auskam und sich durch einfache, aber effektive Produktionstechniken auszeichnete, bietet die Neuauflage eine technisch aufwendigere Inszenierung, die vor allem durch die moderne Musik und Geräuschkulissen und die kontinuierliche Erzählstruktur glänzt. Dennoch bleibt der humorvolle Grundton, der die ursprüngliche Serie so charmant gemacht hat, auch in der Neuauflage erhalten.

    Ein besonders begehrtes Sammlerstück für Fans von Hui Buh ist die Sonderedition der ersten Folge in einer „königlichen Samtbox“. Diese exklusive Ausgabe der ersten Hui Buh-Folge kommt in einer CD, die in Vinyl-Optik daherkommt, was ein nostalgisches Gefühl weckt und an die ursprünglichen Schallplatten erinnert. Als besonderes Highlight dieser Ausgabe enthält sie einen Extra-Song, bei dem Michael Schanze zusammen mit Hans Clarin singt. Dieses einzigartige Feature fügt der Edition einen besonderen Charme hinzu und lässt die Geschichte von Hui Buh noch lebendiger werden.

    Darüber hinaus enthält die Samtbox ein ausführliches Booklet, das nicht nur Hintergrundinformationen zur Produktion und den Sprechern bietet, sondern auch eine spezielle Geschichte zum Vorlesen enthält. Das Booklet ist liebevoll gestaltet und vermittelt zusätzliche Einblicke in die Welt von Hui Buh. Als weiteres Highlight gibt es ein großes, exklusives Hui Buh-Poster, das die Atmosphäre der Serie perfekt widerspiegelt und jeden Sammler begeistert.

    Diese Sonderedition ist ein echtes Must-have für jeden Hui Buh-Fan und ein wahrer Schatz in jeder Sammlung. Sie verbindet das nostalgische Gefühl der ersten Veröffentlichungen mit modernen Akzenten und stellt ein einzigartiges Erlebnis dar.

    Im Jahr 2006 wurde der Hui Buh Kino-Comeback mit dem Film „Hui Buh – Das Schlossgespenst“ gefeiert, und 2008 folgte eine Neuausgabe der Hörspielserie unter dem Titel „Hui Buh – Neue Welt”. Diese Neuauflage orientierte sich nicht nur an dem Film, sondern brachte auch frische Elemente in die Geschichten. Die Neuauflage war nicht einfach eine Fortsetzung der alten Serie, sondern eine Modernisierung der Grundideen – mit neuen Sprechern und einer technisch aufwendigen Inszenierung.

    Christoph Maria Herbst, bekannt aus dem Film, übernahm die Rolle des König Julius der 111. und brachte den Humor des Films auch ins Hörspiel. Als Hui Buh wurde der Sprecher Stefan Krause verpflichtet, der der Figur eine frische und jugendlichere Note verlieh. Auch Ulrike Stürzbecher als Königin Konstanzia und Maximilian Artajo als Tommy, der Sohn des Königspaares, trugen zur Erneuerung des Ensembles bei. Die Erzählweise wurde durch Andreas Fröhlich als Erzähler eingeführt, der mit seiner bekannten Stimme eine Brücke zwischen der alten und der neuen Welt von Hui Buh schlug. Regie bei dieser neuen Serie führten Christian Hagitte und Simon Bertling, die auch für die Musik verantwortlich zeichneten und die Produktion im Studio STIL realisierten.

    Die neue Serie wurde durch aufwendigere Musik- und Soundeffekte ergänzt, die das Abenteuer und die Action noch mehr in den Vordergrund rückten. Die Geschichten bekamen eine fortlaufende Erzählstruktur, die es den Hörern ermöglichte, die Entwicklungen besser nachzuvollziehen, während die alte Serie in einzelnen Episoden stand-alone Geschichten erzählte.

  • Die Hui Buh-Reihe hat durch ihre unterschiedlichen Ausprägungen stets ihren festen Platz in der deutschen Hörspielkultur behauptet. Die nostalgischen Fans der 70er-Jahre-Serie erkennen und schätzen die vielen kleinen Eigenheiten und die liebevolle Produktion der ersten Folgen, während die neue Serie eine jüngere Zielgruppe anspricht und den Geist von Hui Buh ins neue Jahrtausend überträgt.

    Der Vergleich zwischen der alten und der neuen Serie zeigt, dass sich die Technik und das Verständnis von Unterhaltung verändert haben. Während die ursprüngliche Serie mit weniger Mitteln auskam und sich durch einfache, aber effektive Produktionstechniken auszeichnete, bietet die Neuauflage eine technisch aufwendigere Inszenierung, die vor allem durch die moderne Musik und Geräuschkulissen und die kontinuierliche Erzählstruktur glänzt. Dennoch bleibt der humorvolle Grundton, der die ursprüngliche Serie so charmant gemacht hat, auch in der Neuauflage erhalten.

    Der Erfolg von Hui Buh ist ungebrochen. Die Kombination aus Humor, Grusel und Herz hat sich als zeitlos erwiesen. Die Geschichten sind durch ihre liebenswerten Charaktere und den humorvollen, aber niemals zu düsteren Ton auch heute noch ein Genuss. Die Neuauflage hat der Serie neues Leben eingehaucht und neue Generationen von Hörern erreicht, während die Originalserie immer noch einen besonderen Platz in den Herzen der Fans hat. Hui Buh bleibt ein unvergesslicher Klassiker, der auch in Zukunft mit seinen charmanten Spukabenteuern und dem unnachahmlichen Humor die Zuhörer begeistern wird.

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  • Hier eine weitere Hui-Buh-Anekdote mit Hans Clarin die ich gelesen habe.

    Als die erste Folge von Hui Buh, das Schlossgespenst fertig produziert war, schien alles bereit für die Veröffentlichung – doch dann stockte plötzlich der Spuk. Hans Clarin, die Stimme des geisterhaften Hui Buh, machte kurzen Prozess: Er beschlagnahmte kurzerhand die fertigen Tonbänder! Der Grund? Unstimmigkeiten bei der Bezahlung. Clarin hatte in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit ausstehenden Gagen gemacht – diesmal wollte er auf Nummer sicher gehen. Erst als ihm seine Gage in bar ausgehändigt wurde, gab er die Tonbänder wieder frei. So konnte die Schallplatte schließlich doch noch erscheinen – allerdings dachte zu diesem Zeitpunkt noch niemand daran, dass daraus eine der kultigsten Hörspielreihen Deutschlands entstehen würde.

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