Lady Bedfort kehrt zurück!

  • Kann ich so nicht in Gänze nachempfinden. Klar hat Max als Haupt-Sidekick seinen Anteil an Takes, aber war auch zwischendurch für viele Folgen abwesend. Und in den 14 Skripts, die ich geschrieben habe, hat in der Regel die Lady die meisten Takes (zweimal war es Tim und je einmal Inspektor Miller, Inspektor Gomery, Professor Portman sowie ein Episodencharakter). Max taucht auch nur in 7 meiner Skripte überhaupt in den Top 3 der Take-Anzahl auf. Die Inspektoren sogar nur in den Skripts in den Top 3, in denen sie die Take-Zahl anführen.

    Die Folgen meiner Kollegen habe ich natürlich jetzt nicht im Gedächtnis und erst recht nicht statistisch aufbereitet. Da kann es natürlich anders sein.

    Jetzt rückwirkend betrachtet: Welche deiner Folgen zählen deiner Meinung nach zu den gelungensten und welche nicht und warum?

    ich frage auch aufgrund meines jüngsten Kompletthörgangs, bei dem ich manche Folgen insgesamt doch anders bewerten würde und werde jetzt dann auch mal meine Thosten B- Lady Bedfort Liste anfertigen.

  • Jetzt rückwirkend betrachtet: Welche deiner Folgen zählen deiner Meinung nach zu den gelungensten und welche nicht und warum?

    Das ist immer eine schwierige Frage. Welches deiner Kinder ist dein Liebstes?

    Lady Bedfort 49 und die Weisheit des Cicero bleibt natürlich immer etwas Besonderes, weil es mein erstes veröffentlichtes Hörspielskript war. Aber genau deshalb war da wahrscheinlich auch noch Luft nach oben. Zudem gab es da ein kleines Missgeschick bei der Besetzung (das Alter der beiden jüngeren Brüder war verkehrt herum, wurde dann durch ein paar Dialogänderungen ausgebessert).

    Generell mag ich die Folgen, die so ein bisschen aus dem üblichen Schema ausbrechen. Zum Beispiel 80 Mord am Telefon mit Fokus auf Tim, 87 Das andalusische Schwert mit dem Abstecher nach Spanien, 85 Preis des Erfolgs mit der Entführung der Lady.

    Bei den eher klassischen Folgen ist die Antwort allerdings sehr einfach. Da ist die 69 Die eingebildete Kranke mein absoluter Favorit, was größtenteils an der Besetzung mit Brigitte Grothum liegt. Das Zusammenspiel zwischen ihrer Rolle, der Lady und Max funktioniert sehr gut (jetzt aus der Erinnerung heraus, habe schon lange keine meiner Bedfort-Folgen mehr gehört). Ansonsten mag ich noch 73 Die Stimme aus der Hölle wegen der Atmosphäre und 91 Das Geständnis des Richters wegen der ungewöhnlichen Ausgangssituation sehr gerne.

    Eine Folge, aus der man hätte mehr machen können, ist wahrscheinlich 94 Die blutige Madonna. Da war mein Plan, dass sich alles eher ruhig, langsam und rätselhaft aufbaut, die Vorstellung vom Hörplanet war da eher pointierter, spannungsgeladener und geheimnisvoller. Letztendlich ist eine Art Kompromiss daraus geworden. Da hätte ich wahrscheinlich etwas anpassungsfähiger und weniger dickköpfig sein können.

    "Was sagt man darüber, wie man Bücher schreibt? Man denkt sich etwas aus und zwingt sich, es aufzuschreiben."

    Ariadne Oliver, Poirot: Wiedersehen mit Mrs. Oliver

  • Das ist die wirrste "Wir brauchen noch etwas länger" Nachricht, die ich je gehört habe :S Und ich hab schon einige gehört ...

    Wirr, weiß ich nicht , aber lustig-schräg auf jeden Fall ;D Zumindest kreativ sind se - ich mein , Standard kann ja (fast) jeder , aber auf sowas muss man erstmal kommen :)

    1400 km auf Sommerreifen .... , und das mitten im Winter

  • Thorsten B #danke# für Deine Einschätzung. Die 94 war noch von Dir? Ich dachte sie haben viel früher schon auf Eickhorst als Autor gesetzt. Ab wann haben sie keine Autoren mehr verwendet? Auf jeden Fall ab den Hörbüchern, oder?

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Die 94 war noch von Dir? Ich dachte sie haben viel früher schon auf Eickhorst als Autor gesetzt. Ab wann haben sie keine Autoren mehr verwendet? Auf jeden Fall ab den Hörbüchern, oder?

    Ich kann es nicht genau sagen. Die 94 war meine letzte Folge. Der Zweiteiler 96+97 ist auf jeden Fall noch von Marc Freund.

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    Ariadne Oliver, Poirot: Wiedersehen mit Mrs. Oliver

  • Da Thorsten B. hier gerade schrieb traue ich mich mal was zu fragen... vor Jahren hab ich mal woanders gelesen (kann leider die Quelle nicht mehr finden, hab's versucht, war eher ein Holmes Forum mit LB als Thema irgendwo in einem Unterforum) dass John Beckman identisch ist mit Thorsten Beckmann - ist da, abgesehen vom zusätzlichen N, etwas dran? Würde für mich wenig Sinn ergeben, da ja beide für LB schrieben, aber ich will's doch mal geklärt haben damit ich die Frage im Hinterkopf abhaken kann. Und wenn nicht, war der John ein Pseudonym für Dennis und Michael? Würde erklären dass er sonst anscheinend nichts geschrieben hat.

  • Wäre mir neu. John Beckmann hat doch auch bei Darkside Park und anderen Ivar Leon Menger Produktionen geschrieben.

    John Beckmann

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Da Thorsten B. hier gerade schrieb traue ich mich mal was zu fragen... vor Jahren hab ich mal woanders gelesen (kann leider die Quelle nicht mehr finden, hab's versucht, war eher ein Holmes Forum mit LB als Thema irgendwo in einem Unterforum) dass John Beckman identisch ist mit Thorsten Beckmann - ist da, abgesehen vom zusätzlichen N, etwas dran? Würde für mich wenig Sinn ergeben, da ja beide für LB schrieben, aber ich will's doch mal geklärt haben damit ich die Frage im Hinterkopf abhaken kann. Und wenn nicht, war der John ein Pseudonym für Dennis und Michael? Würde erklären dass er sonst anscheinend nichts geschrieben hat.

    Ich bin ich und war schon immer ich. Ich habe auch bisher noch nie unter Pseudonym geschrieben.

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    Ariadne Oliver, Poirot: Wiedersehen mit Mrs. Oliver

  • So mal als spätes Feedback chronolgisch Thorsten Beckmanns Folgen einordnen in kurzen Gedanken, eine bewertungstechnische Reihenfolge lege ich noch nicht fest.

    (jetzt neu ohne die Links)

    Fall 49: Die Weisheit des Cicero

    Schwer durchschaubare Folge infolge einiger inhärenter Verkettungen mit Tim Denham in Hochform (was sein späteres sukzessiv durchgeführtes Ausscheiden umso schader macht) mit befriedigenden Ende bzgl des Täters. Die Stimmung passt, die Location klassisch genug, hört man zudem am Anfang genau hin, kennt man den Täter recht schnell.

    Fall 54: Die chinesische Uhr

    Cozy, einfach Cozy. Die Folge schafft es direkt, dass ich unheimliche Lust verspüre direkt danach in unseren Stamm-Asiaten einzukehren. Atmosphärisch ist dieser Mikrokosmos des Restaurants und seines illustren Umfelds sehr prägnant umgesetzt. Der Fall selbst ist eher plätschernd, es passiert wenig inmitten vieler Gespräche über Kultur und Essen, aber genau dies ist für mich der Wohlfühlfaktor dieser Episode, dieser entschleunigte Kurztrip hinter die Kulissen einer anderen Kulturwelt.

    Fall 57: Die letzte Wette

    Klassisch angehauchter Kriminalfall, dessen Clou aus der Prämisse des ermordeten Sir Langdon hervorgeht, dessen Wetteinsatz und detektivisches Gespür parallel zu seinem Ableben führten, die Lady vollendet praktisch seine Ermittlungen. Skurrile Charaktererzeichnungen und treffendes Pacing runden das sehr solide Gesamtpaket ab.

    Fall 69: Die eingebildete Kranke

    Diese Folge hatte mir ursprünglich nicht so zugesagt, ich bin kein Fan rund um "Nörgel Knowland". Doch nun fand ich die hintergründige Geschichtsführung rund um die vermeintliche Entführung, falsche Fährten und das frische Umfeld durchaus anregend. Dazu ist der Charakter des Dr. Jeremy Darling, gesprochen vom einmaligen Peter Weis, herrlich zwielichtig in seinen Handlungen

    Fall 73: Die Stimme aus der Hölle

    Zugegeben..neu ist die Thematik nicht, doch gerade Anfangs wunderbar undurchsichtig. Fällt dann der erste Dominostein wird der weitere Verlauf durchaus entzaubert, doch das Mehrtäter-Konzept ist gut gelöst. Der finale Showdown auf dem Meer womöglich etwas over the top gestaltet.Auch bei diesem Fall fallen mehrgeebnete Handlungsstränge auf...


    Fall 77: Der Racheengel

    ...die dann in dieser Variante ihren Höhepunkt finden. Konzentriertes Zuhören wer, wo, wie und warum Taten beging ist Pflicht, steigt man einmal durch, ist die Haupthandlung durchaus positiv simpel zu bewerten. Dazu sehr amüsante Momente mit Gomery und Max auf letztlich komplizierter Freundessuche. Durch die Komplexität jedoch kein Feel-Good Erlebnis.

    Fall 80: Der Mord am Telefon

    Denham-Solo, das von seiner Las Vegas Thematik, abseits gebetsmühlenartigen Erwähnens von Casinos und Glücksspiel und dem Einflechten in die Handlung atmosphärisch relativ wenig Gebrauch macht. Die Lady ermittelt aus der Ferne ungemein präzise und es fühlt sich auf allen Ebenen wie ein Tim-Denham-Finalreigen an, kommt er in der Folge zwar noch ab und an vor, doch mit einer Ausnahme nie mehr als besserer Stichwortgeber am Telefon, kurzen Gesprächen oder als comic relief (siehe..Folge 90). Von der steten Präsenz und eigenständigen Ermittlungsarbeiten der ersten Auftritte ist man mittlerweile weit entfernt. Zu sehr wurden zwingende familiäre Bande in die Figur eingearbeitet und diese dadurch mit verändert.


    Fall 83: Der Mord im Fahrstuhl

    Eine weitere anfangs klassisch geprägte Ausrichtung, die in der Folge jedoch zu überraschen weiß und abseits der eingeschlagenen Krimipfade wandelt, Stichwort "Selbstmord". Bodenständige Ermittlungen, tumbe Polizeiarbeit und die eingespielte Kombi aus der Lady und Max treffen hier aufeinander. Guter Beitrag.

    Fall 85: Der Preis des Erfolgs

    Spannungsmäßig brachialer Einstieg trifft auf schwache Endpunkte. Die Motivation des Entführers ist zu seicht und unplausibel erklärt. Ein letztes Hurra gibt Tim Denham im Ermitterdoppel mit Max, die mitaufgeführte Diebstahl-Aufklärung dazu nettes Beiwerk. Insgesamt betrachtet präsentiert sich die Folge etwas unrund, doch die greifbare Empathie der besorgten Hauptprotagonisten ist gut umgesetzt und vielleicht wurde genau diese Folge auch mal benötigt, um das Lady Bedfort Gefolge "menscheln" zu lassen.

    Fall 87: Das andalusische Schwert

    Der Ortswechsel bringt einen gewissen Schwung ins Handlungsgefüge. Die andalusische Abendröte, die auf die Plantagenlandschaft in hitziger Schwüle fällt, generiert eine hübsche Atmosphärenströmung. Der Kriminalfall an sich birgt teils sehr tragische Strukturen und Enthüllungen. Prof. Portmann agiert einmal mehr als side kick, diesmal sehr persönlich involviert. Ich hätte mir in dieser Phase der Hörspiele an Stelle des Professors schlicht mehr Tim Denham gewünscht, da Portmann absolut keinen Mehrwert darstellt, sondern stets durch Maulen und Anti-Haltung auffällt, der Lady gar eher ein Hindernis ist bzw. kein Team-Player.(siehe "Die elf Geschworenen")

    Fall 88: Das Rätsel der Rennbahn

    Ein charmant "verstaubter" Krimi. Die Handlung könnte auch 100 Jahre zuvor spielen, so zeitlos entpuppt sich das Grundgerüst. Hier handeln gleich mehrere Personen latent kriminell, was zu teils amüsanten Szenen führt, so verkommt der vermummte Auftritt zu Pferde untypisch kurios. Gediegene Stimmung trifft auf schillerndes Cast nebst netten Auflösungstwist. Geht wieder in die Cozy-Richtung.


    Fall 90: Die Rache des Zinkers

    Der "Michael Bay" unter den LB-Hörspielen. Hier krachts und schepperts nicht nur gen Ende höchstgradig brachial, auch in Millers Herz pumpen die Wallungen. Die führt zu katastrophalen Ereignissen eines vormals über weite Strecken durchaus witzigen Stücks um Dreharbeiten im Bedfort'schen Anwesen mit Tim Denhams finalen Einsatz in einer eher debilen Darbietung als Butlerdarsteller. Hier werden die später breitfächiger eingesetzten Soap-Elemente vorangetrieben und Cliffhanger verteilt.

    Fall 91: Das Geständnis des Richters

    Erneut eine verzwickte Angelegenheit mit vermehrten roten Heringen, die beim zweiten Hören schlüssiger wirkte. Die Stimmungslage am Meer, die unterschiedlichen Interessen der Verdächtigen kulminieren in einem Höhlenfinale, das trotz großem Aufwand rund um die Hintergründe nicht direkt zünden mag trotz detallierter Figurenausarbeitung und finalen Hakenschlag.

    Fall 94: Die blutige Madonna

    Dies hätte der beste Fall der gesamten Serie sein können. Alle Zutaten sind vorhanden: Ein schattiges Kloster, kühl, lange Gänge mit festen, altehrwürdigem Mauerwerk, Satanssymbole, verschreckte Schwestern, suspekte Bewohner (hatte hier kurzzeitig Vibes in Richtung "Van Dusen Neue Fälle 16 - Nimmt die Beichte ab"), eine finstere Nonnenfigur, die schemenhaft mit blitzender Klinge durchs Unterholz schleicht, die Lady ermittelt innerhalb der Klosterfeste und deckt Unheimliches auf, dazu ein sehr schöner Titel samt stimmungsvollen Cover. Nun, ganz so war es dann nicht.

    Und ich mag die Folge dennoch, nur soviel. Doch wirkt die Nonne (im gruseligen Intro noch sehr real) in der Folgezeit nur wie ein plakativer Aufsteller einer komplett anderen Handlungsweise, ähnlich mancher ??? Folgen mit quasi dunkel-mystischen Einschlag, die dann in komische Rätsel-Schatzsuchen mündeten.

    Hier dreht es sich recht schnell um russische Auftragskiller, senile Klosterschwestern, Undercover-Cops und ein Ermittlerduo aus Max und Jill, die im örtlichen Druffi-Graffiti-Millieu ermitteln. War gut, doch nicht so wie erhofft ;)

  • Mal eine andere Frage... ergibt es überhaupt noch Sinn, eine neue Serie unter dem "Lady Bedfort" Namen zu starten / vermarkten? Fühlt sich an wie letztes Jahr, aber eigentlich ist die LB Serie doch schon so lange weg, dass sich nur noch die Fans (und Beleidigten) daran erinnern, und letztere werden's nicht unterstützen. Ist das wirklich noch ein "Label" das zieht? Wie Dallas 2012? Oder wäre ein Neustart mit den selben Ideen, aber anderen Namen sinnvoller?

    Ich sag das nur weil... wenn eine Marke mir als Junior / Senior / die alten Fälle / die ausserirdischen Fälle angeboten wird, dann interessiert mich das nur wenn ich das Original kenne.

  • Mal eine andere Frage... ergibt es überhaupt noch Sinn, eine neue Serie unter dem "Lady Bedfort" Namen zu starten / vermarkten? Fühlt sich an wie letztes Jahr, aber eigentlich ist die LB Serie doch schon so lange weg, dass sich nur noch die Fans (und Beleidigten) daran erinnern, und letztere werden's nicht unterstützen. Ist das wirklich noch ein "Label" das zieht? Wie Dallas 2012? Oder wäre ein Neustart mit den selben Ideen, aber anderen Namen sinnvoller?

    Ich sag das nur weil... wenn eine Marke mir als Junior / Senior / die alten Fälle / die ausserirdischen Fälle angeboten wird, dann interessiert mich das nur wenn ich das Original kenne.

    Das ist eine gute Frage – und ehrlich gesagt eine, über die ich selbst schon nachgedacht habe. Ich denke, es wird sehr darauf ankommen, wie man das Ganze angeht. Wenn man es nur als halbgaren Aufguss präsentiert oder auf die Nostalgiekarte setzt, ohne wirklich neue Impulse zu setzen, wird es wohl tatsächlich schwer, die alte Fanbasis zurückzugewinnen und neue Hörer zu begeistern. Aber wenn man es ernsthaft betreibt – mit guten Skripten, einer klaren inhaltlichen Richtung und einer Produktion, die nicht wie ein Schnellschuss wirkt – dann sehe ich schon eine Chance.

    Der Name Lady Bedfort ist bei vielen sicher noch im Hinterkopf, auch wenn die Serie lange still lag. Ob er als Marke noch zieht, wird sich zeigen. Aber ich glaube, wenn es gelingt, inhaltlich wieder Vertrauen aufzubauen und das Ganze nicht wie ein verzweifelter Versuch wirkt, eine alte Marke zu melken, dann könnte da durchaus noch etwas gehen. Man wird sehen, wie es läuft – aber ich wäre nicht überrascht, wenn sich da nochmal eine kleine neue Hörerschaft bildet.

  • Wie kann man Vertrauen aufbauen, wenn man die Serie praktisch ohne Abschluss plötzlich beendet hat? Sollte man nicht vorher die Hauptserie beenden, bevor man das Spin Off startet? Würde man so nicht Vertrauen gewinnen?

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Erwartest du wirklich, dass sie nach all den Jahren noch einmal zurückkehren, um die ursprüngliche Serie sauber zu Ende zu bringen? Ich glaube ehrlich gesagt nicht daran. Dazu ist zu viel Zeit vergangen, zu viele Brüche gab es – personell wie inhaltlich. Und man darf nicht vergessen: Das Interesse daran dürfte hinter den Kulissen schlicht nicht mehr groß genug sein.

    Natürlich wäre es aus Sicht der alten Fans wünschenswert gewesen, zunächst einen würdigen Abschluss zu setzen. Das hätte sicher Vertrauen geschaffen. Aber ich bezweifle, dass man bei dem jetzigen Projekt überhaupt die alte Kontinuität ernsthaft mitdenkt – eher wird der Name genutzt, weil er noch eine gewisse Bekanntheit hat. Ein echter Neuanfang wäre da vielleicht konsequenter gewesen – aber vermutlich auch riskanter.

  • Mal eine andere Frage... ergibt es überhaupt noch Sinn, eine neue Serie unter dem "Lady Bedfort" Namen zu starten / vermarkten? Fühlt sich an wie letztes Jahr, aber eigentlich ist die LB Serie doch schon so lange weg

    Die Dauer, wie lange die original Serie schon weg ist, ist für mich kein Problem. Wenn jemand, der das Originalkonzept der Serie mochte, sich davon vielleicht selber hat inspirieren lassen und jetzt ein Revival organisiert, mit frischer Besetzung, neuen Ideen, etc.: Ich wäre dabei. Aber bei dem Team, was sie sich geleistet haben, wie sie zum Teil auch über die Käufer/Unterstützer gelästert haben, da sehe ich nicht ein, warum ich das unterstützen müssen. Zumal mir ohnehin die Entwicklung der Serie nicht zugesagt hat. In meinen Augen war sie schon viel früher beendet, als sie letztlich gelaufen ist.

    Long Story short: Das "wer" den Neustart macht ist in meinen Augen das größere Problem, als das "seit wann" die alte Serie schon beendet ist.

  • Grundsätzlich hat man zumindest versucht, einen Abschluss zu gestalten auf Hörspielebene, der letztlich dann scheiterte da man auf den letzten Metern plötzlich neue Charaktere und Leichen aus dem Hut zauberte, die so mit der 100 niemals alle restlos aufgeklärt und entworren hätten können, somit ging dann die Hörbuchserie weiter, die soweit ich gelesen habe (noch nicht in Gänze gehört) immer höhere Kapriolen schlug und dann wohl auch ohne direkten Abschluss auf Hörbuchebene endete.

  • Ein allerletztes Hörbuchfinale sollte eigentlich in aller Interesse sein. Der Hörplanet kann seine Geschichte fertig erzählen und wieder Vertrauen aufbauen bzw. Werbung für seinen Reboot machen. Und für die Hörerschaft, die endlich einen Abschluss für ihre Serie haben und dadurch mit den Jungs versöhnt werden könnten. Zudem würde Interesse für die neue Serie gestartet werden.

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

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