Der Musik Talk Folge 36 - David Bowie

  • Weiter geht es im Februar 2025 mit einer weiteren Sänger-Legende, deren Lieder man gehört haben muss. Die Rede ist von

    DAVID BOWIE

    David Bowie – Wikipedia
    de.m.wikipedia.org

    Wie, wann und wo habt ihr erstmals von David Bowie gehört? Wie gefallen Euch seine Songs? Was hört ihr am liebsten? 👋

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Ja,unwidersprochen ein ganz großer,sehr einflussreicher Künstler.Mich hat seine Musik leider nie sehr angesprochen,China Girl war so das einzige von ihm was mich etwas gekriegt hat.Seine Stimmfarbe hat mir nie gefallen.

  • Jepp, geht mir eigentlich genau so. Ich bin nie ein großer Fan von ihm gewesen. Es war nicht jene Musik bei der es „klick“ macht. Aber meine Frau hört ihn sehr gerne. Zum Beispiel dieses Lied:

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    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Ich glaube dass war mein erstes Lied, das ich von David Bowie gehört habe. Und Ja, gefällt mir sehr gut 👍

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Und das war ein weiterer alter Hadern, den ich früher gehört habe 🤩

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  • Ich habe ihn eigentlich erst so ab Mitte der 90er für mich entdeckt -- sein Song in "Lost Highway" war bizarr und catchy zugleich:

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    -- I teach writing courses and first of all, I teach my students what prosody is. (Theodore Sturgeon)

  • Weiteres Futter seiner Videoclips. 🤩

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  • David Bowie - Ein Künstler, der sich immer neu erfand

    Bei David Bowie ist es für mich bis heute unmöglich, ihn nur als Musiker zu sehen. Er war nie „nur“ Sänger, nie „nur“ Popstar, nie „nur“ Avantgardist. Bowie war ein Zustand. Ein permanenter Wandel, ein offenes Experiment, ein Leben in Versionen. Und vielleicht ist genau das der Grund, warum man zu ihm auf so unterschiedlichen Wegen finden kann – meiner führte ganz klar zuerst über die Achtziger.

    Ich bin im Grunde durch seine 80er-Phase zu Bowie gekommen. Diese Zeit, die viele Kritiker lange skeptisch betrachtet haben, war für mich der Einstieg: Let’s Dance, China Girl, Absolute Beginners, diese klare, glatte, gleichzeitig extrem stilvolle Pop-Ästhetik. Das war mein Bowie. Erst viel später habe ich gelernt, das Frühwerk wirklich zu schätzen – die sperrigeren Alben, die Experimente, den Mut zur Irritation. Heute sehe ich das nicht mehr als Bruch, sondern als logische Entwicklung. Bowie hat sich nie rückwärts erklärt. Er ist weitergegangen, immer.

    Was mich rückblickend am meisten beeindruckt: Wie bewusst er diese Wandlungen vollzogen hat. Ziggy Stardust, der Thin White Duke, die Berliner Phase, der elegante Popstar, der Rückzug, das Comeback – das waren keine Zufälle. Das war konzeptuelle Kunst. Bowie hat Rollen erschaffen, um Dinge ausdrücken zu können, die jenseits eines festen Ichs lagen. Und trotzdem blieb immer etwas sehr Persönliches spürbar: Einsamkeit, Suche, Neugier, Angst, Schönheit.

    Ganz großartig – und für mich eines seiner stärksten Statements überhaupt – ist sein letztes Album Blackstar. Dieses Werk ist kein Abschied im sentimentalen Sinn, sondern ein bewusst gesetzter Schlusspunkt. Rätselhaft, dunkel, musikalisch fordernd, voller Andeutungen. Wenn man es heute hört, weiß man: Das war Kontrolle bis zum letzten Moment. Bowie hat selbst seinen Abgang gestaltet – künstlerisch, inhaltlich, ästhetisch. Kaum ein anderer Künstler hat das so konsequent geschafft. Blackstar ist für mich kein „letztes Album“, sondern ein Vermächtnis.

    Auch als Schauspieler hat Bowie bei mir immer einen besonderen Platz. Und ja: In Labyrinth ist er hervorragend. Nicht ironisch, nicht „Kult wegen Kostüm“, sondern wirklich gut. Dieser Jareth ist gleichzeitig Bedrohung, Verführung und Tragik. Bowie spielt ihn mit einer Präsenz, die den ganzen Film trägt. Man merkt: Da steht jemand vor der Kamera, der Rollen versteht – nicht nur musikalische.

    Ein ganz persönlicher Höhepunkt bleibt jedoch, dass ich ihn live auf der A Reality Tour erlebt habe. Das war kein normales Konzert. Das war ein Ereignis. Diese Mischung aus Energie, Eleganz, Offenheit und Spielfreude – Bowie wirkte präsent, wach, neugierig. Er spielte quer durch seine Phasen, ohne Nostalgie, ohne Pflichtgefühl. Ich weiß noch genau, wie ich dort stand und dachte: Das hier ist kein Rückblick. Das ist Gegenwart. Und dieses Gefühl hat sich eingebrannt. Ein Erlebnis, das ich wohl nie vergessen werde.

    David Bowie war kein Künstler, den man „abschließt“. Er bleibt offen. Man entdeckt ihn immer wieder neu – je nach Lebensphase, je nach Blickwinkel. Ich bin über die Achtziger zu ihm gekommen, habe das Frühwerk später lieben gelernt, habe ihn live erlebt und mit Blackstar verabschiedet. Und genau das passt zu ihm. Bowie war nie linear. Er war Bewegung. Und genau darin liegt seine Größe.

  • Ja, die letzte Tour war schon groß ... zu gerne wäre ich bei dem Berliner Konzert dabeigewesen, in dem er kurzerhand auch noch sagte "so, jetzt machen wir eine Pause, und dann kommen wir zurück und spielen euch das ganze Low-Album live" ...

    Aber auch als Schauspieler fand ich ihn gut, als Tesla kam er echt gut rüber:

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  • "Low" ist für mich auch eines seiner größten Alben. Das ist Musik, die man nicht einfach nur hört, sondern der man sich aussetzt. Mutig, kühl, kompromisslos – und gerade dadurch unglaublich intensiv.

    Low wirkt auf mich wie ein radikaler Schnitt, wie ein bewusstes Zurückziehen aus allem, was vorher war. Die erste Hälfte mit diesen kurzen, fast fragmentarischen Songs höre ich immer wie Momentaufnahmen eines inneren Zustands. Distanziert, manchmal fast unterkühlt, aber voller Spannung. Bowie singt hier nicht, um Nähe herzustellen – und genau deshalb entsteht sie bei mir ganz automatisch. „Sound and Vision“ ist dafür ein perfektes Beispiel: scheinbar emotionslos, aber innerlich hoch aufgeladen.

    Und dann diese zweite Hälfte – für mich eher Klangräume als klassische Songs. Instrumental, ruhig, melancholisch, manchmal fast entrückt. Das ist Musik, die ich nicht nebenbei hören kann. Low fordert mich, zwingt mich zur Konzentration, und gerade deshalb greife ich immer wieder danach. Es ist ein Album, das mir Ruhe gibt, ohne jemals belanglos zu werden.

    Dass Low der Auftakt zur Berlin-Trilogie ist, macht es für mich noch besonderer. Heroes empfinde ich immer als emotionalen Gegenpol – größer, direkter, mit mehr Pathos, ohne die experimentelle Haltung aufzugeben. Und Lodger wirkt auf mich dann fast wie der Blick nach draußen, weltläufiger, beweglicher, spielerischer, aber immer noch fest verwurzelt in dieser Phase.

    Diese drei Alben gehören für mich untrennbar zusammen und sind insgesamt extrem hörenswert. Sie zeigen Bowie nicht als Entertainer, sondern als Künstler, der Risiken eingeht und sich selbst infrage stellt. Genau das liebe ich an dieser Zeit.

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