Seaport Secrets - 6. Der dämonische Dodge (2/2)

  • Seaport Secrets - 6. Der dämonische Dodge (2/2)



    Mister Hollingsworth wurde verhaftet, da er scheinbar den alten Dodge von Mrs. Culver gefahren hat, als dieser in einen Unfall mit Fahrerflucht verwickelt war. Doch Jack und Cliff sind davon überzeugt, dass er unschuldig ist und wieder kein Mensch in dem Auto saß. Doch die Beweise fehlen den beiden, sodass sie weitere Ermittlungen anstellen müssen...

    "Der dämonische Dodge" ist bereits die zweite Doppelfolge bei "Seaport Secrets", wobei die Geschichte um den scheinbar allein fahrenden Wagen hier abgeschlossen wird. Der markante Cliffhanger wird hier überraschend schnell aufgelöst, nur wenige Momente werden auf die schier aussichtslose SItuation von Jack und Cliff verwendet. Hier wird in meinen Augen einiges an Potenzial vergeben, um die Handlung schnell wieder auf Touren zu bringen. Leider wird dieser Eindruck dadurch bestärkt, dass es einige sehr lange Dialoge gibt, in denen die beiden Hobbydetektive ihren Plan zur Überführung des Übeltäters allzu ausführlich besprechen. Die Handlung wird immer wieder gebremst (im Gegensatz zum titelgebenden dämonischen Dodge) und kommt lange nicht in Fahrt, bis sich die aufgstaute Energie in einer einzigen packenden Szene am Schluss entlädt. Hier hätte ich mir eine etwas gleichmäßigere Verteilung von Spannung und Aufregung gewünscht, denn auch wenn der Fall hier gelungen abgeschlossen wird, ist der Eindruck dieser Episode leider etwas getrübt.

    Philip Wolf hat mir in den ersten Episoden der Serie ja nicht sonderlich gut gefallen, in dieser Geschichte ist aber schon eine merkliche Steigerung zu bemerken. Er schafft es immer öfter, einen spontanen Eindruck zu hinterlassen und verleiht seiner Figur insgesamt mehr Leben. Claus-Peter Damitz ist in der Rolle des Seymor Jenkins zu hören und verleiht der Figur einige gelungene Facetten, die einen vielseitigen und kaftvollen Eindruck hinterlassen. Auch Felix Würgler macht seine Sache als Sheriff Keyes überzeugend, er spricht seine Rolle standfest und mit glaubhaftem Auftreten. Gerhard Acktun, Hans Jörg Krumpholz und Katja Behnke sind zu hören.

    Die spannenden Momente der Episode sind lebendig und vielseitig umgesetzt, so wird eine spannende Szene gegen Schluss durch passende Geräusche noch einmal verstärkt. Während der ruhigen Gespräche gibt es hier aber ansonsten wenig zu hören, was den etwas steifen Eindruck dieser Momente noch weiter unterstreicht. Wie immer habe ich die Musik als entspannt und atmosphärisch empfunden.

    "Der dämonische Dodge" wird auch auf diesem Titelbild wieder gelungen thematisiert, allerdings auf eine ganz andere Weise: Nur die beiden Scheinwerferlichter sind zu sehen, die von hinten die beiden rennenden Jungen beleuchte, die in der nächtlichen Szenerie nur silhouettenhaft zu sehen sind. Das Innere ist übersichtlich mit den üblichen Angaben ausgestattet.

    Fazit: "Der dämonische Dodge" ist in diesem zweiten Teil leider nicht immer aufregend oder dynamisch umgesetzt, ein wenig zu viele DIaloge zwischen Jack und Cliff vermitteln einen etwas steifen Eindruck. Dass noch Potenzial in der Handlung steckt, wird am Ende in einem spannenden Finale gezeigt, dass die Erzählurve sprunghaft nach oben treibt. Insgesamt ist dieser Teil aber etwas schwächer als der erste.

    VÖ: 28. Januar 2022
    Label: Pandoras Play
    Bestellnummer: 9783862123506

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