Frankenstein und der Zirkel der Sieben - 13. Necropolis

  • Frankenstein und der Zirkel der Sieben - 13. Necropolis



    Von seinem Rückschlag, Robur verloren zu haben, will sich Frankenstein schnell erholen und buhlt um neue Verbündete. Diese findet er in Moriarty, der ihm ein neues Labor zur Verfügung stellt, sowie Theodora Sachs, die durch Frankensteins Versprechen in den Zirkel der Sieben aufgenommen werden will. Und auch Erfinder Nikola Tesla steht an Frankensteins Seite, doch ihm kommen immer mehr Zweifel an der Rechtschaffenheit des Wissenschaftlers und seiner Ziele...

    Folge 12 von "Frankenstein" endete mit einem kleinen Knall, Folge 13. wirkt danach wie ein kleiner Reset und schafft neue Bedingungen für die kommenden Folgen - der Vier-Folgen-Rhythmus ist auch hier wieder deutlich zu erkennen. Die Vermischung verschiedenster Charaktere aus dem Universum des Zirkels der Sieben und der Sonderermittler der Krone bringt dabei wieder eine Dynamik mit ein, die natürlich besonders gut funktioniert, wenn man auch die anderen Serien zumindest in Grundzügen kennt - aber auch ohne Vorkenntnisse würde "Necropolis" funktionieren. Dabei steht zunächst das Schmieden und Scheitern neuer Bündnisse von Frankenstein im Fokus, später kommen weitere, spannend erzählt Entwicklungen hinzu, die die Forschung an den künstlichen Menschen weiter vorantreiben. Mir hat gefallen, dass die Szenen dabei einerseits lang genug sind, um diese nicht zu sehr auseinanderzureißen und die Handling damit gut nachvollziehbar bleibt, aber eben auch in einem guten Tempo erzählt wird. Es finden sich hier keine Szenen, die sehr in die Länge gezogen werden, alles ist an seinem Platz. Und auch die Charaktere lernt man hier noch einmal besser kennen, so wird beispielsweise die Motivation von Frankenstein noch einmal mehr beleuchtet. Das wirkt alles sehr stimmig und unterhaltsam, eine starke Episode der Serie.

    Patrick Winczewski ist in der Rolle des Nicola Tesla sehr gut aufgehoben und bringt dessen durchaus emotionalen Reaktionen überzeugend zur Geltung, sein Misstrauen und seine Ablehnung einiger Praktiken wirkt dadurch sehr intensiv. Deborah Mock ist als Ivy Glenn zu hören, die ihre Stimme sehr präsent klingen lässt und ihrer Figur so eine passende Ausstrahlung verleiht, die gelungen an die Szenerie angepasst wurde. Sandra Schwittau hat einen eher kleinen, dank ihres ungewöhnlichen Klangs aber sehr prägnanten Auftritt, in dem sie noch einmal eine andere Facette ihrer Stimme zeigen kann. Auch Tanja Fornaro, Katja Brügger und Sebastian Fitzner sind zu hören.

    Bei der akustischen Gestaltung der Handlung wird wieder auf einen gelungenen und dynamischen Mix aus Sounds und Musik gesetzt. Dabei wird die Dynamik und die Spannungskurve der Handlung nachgezeichnet, sodass ruhigere Gespräche und markantere Momente jeweils einen anderen Klang bekommen. Die Abstimmung auf die verschiedenen Szenen ist gut gelungen.

    Eine breite, steinerne Brücke führt über einen kleinen Fluss, dahinter erhebt sich die Kulisse einer alten Stadt, die von einer fahlen Sonne beschienen wird - die Stimmung des Titelbilds ist sehr passend und wird durch den düsteren Mann unterstrichen, der die Gebäude aus der Ferne zu betrachten scheint. Das Innere ist wie immer aufgeräumt, aber ohne zusätzliche Informationen neben den Angaben zu den Mitwirkenden.

    Fazit: "Necropolis" ist als Auftakt eines neuen Abschnitts sehr gelungen, da sich neue Bündnisse bilden, aber auch das Reibungspotenzial einiger Figuren bereits hervorgehoben wird. Abgesehen davon entwickelt sich die Handlung auch auf anderen Ebenen gelungen weiter, ebenso wie die Figuren noch einmal näher beleuchtet werden und neue Aspekte einbringen. Schön, dass Tempo und Dynamik dabei für Abwechslung sorgen.

    VÖ: 19. April 2024
    Label: Maritim
    Bestellnummer: 9783962825560

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