Ich denke Ivar Leon Menger hat mit Monster 1983 und Ghostbox auch gezeigt, es gibt einen Markt und ein großes Interesse für eigene Projekte und Ideen. Aber ich denke auch, bei den Hörspielen ist es oftmals wie mit Hollywood, keine Risiken, auf die großen Marken setzen und außerhalb des Indie Bereichs stößt man immer wieder auf komplexe Hindernisse, die eben durch eine teure Produktion entstehen.
Was fehlt der Hörspielwelt?
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Markus G. -
July 1, 2007 at 7:52 PM
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Gleichzeitig wünsche ich mir wieder mehr Mut zu Eigenstoffen. Nicht der nächste große Markentitel, nicht das x-te Franchise, sondern originäre Geschichten, die eine klare Handschrift haben.
Ist es nicht eher so, dass wir beim kommerziellen Hörspiel fast nur noch „Eigenstoffe“ bekommen? Zumindest bei Hörspielen jenseits der Kleinkindreihen empfinde ich es so. Viele Label wagen sich da doch heute kaum noch an Lizenzen ran. Mir persönlich fehlt daher eher mal wieder der Mut zu Lizenzprodukten. Aber klar, ist natürlich auch mit wesentlich höheren Kosten verbunden.
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Die kommerzielle Hörspielwelt, also die, die darauf angewiesen sind, dass sich die Hörspiele "rechnen", ist ein Spiegel ihrer Hörer. Und sie reagiert auf die Marktstruktur. Das könnten wir uns anders wünschen, aber die Anbieter orientieren sich an dem, was gekauft oder gestreamt wird.
Gäbe es mehr Publikumsinteresse an "originären Geschichten" oder "neuen Erzählformen", dann wäre der Markt früher oder später gut gesättigt damit. Dass er es nicht ist, ist eine klare Aussage -- die klaren Vorgaben sind kleine Margen und das Diktat, zum Erzielen schwarzer Zahlen die Masse erreichen zu müssen.
Das war vor dem Streamingmarkt teilweise anders. Aber "der Kas ist bissn".
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Martin Seebeck Was war zuerst da? Ei oder Huhn? Diktiert das Publikum was die Labels produzieren oder ist es nicht eher umgekehrt und die Label diktieren und die Hörerschaft schluckt brav alles?
Mir fehlt es an Sportlerdramen, an Kinolizenzen, die als Hörspiele umgesetzt werden, es fehlt mir an sehenswerten Sammlerstücken, an Special Editionen, gerne teuer, auf Kassette, an der einen oder anderen Klassikerbox und an einer Hörspielmesse wie die Hörspiel 2008, wo wirklich auch die Großen der Branche vertreten sind.
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BASF, Europa und Ariola haben in den 60ern/70ern irgendwann angefangen, kommerziell Hörspiele zu vertreiben. Das war ein Angebot. Manche Sachen wurden gekauft, andere nicht. Letztere verschwanden. Von daher war es mMn nie so, dass die Hörerschaft brav alles geschluckt hat.
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💪 Also doch, wir sind die Starken und geben den Ton an 💪
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Ich verstehe beide Seiten sehr gut.
Die Produzenten setzen auf sichere Genres, Stories und Sprecher, weil die Kunden erfahrungsgemäß sowieso immer nur kaufen, was sie schon kennen. Außerdem wissen wir ja (und bekommen es auch hier im Forum oft genug bewiesen), dass der Hörspielkonsument an sich ziemlich konservativ eingestellt ist und Veränderungen entweder ungern, gar nicht oder mit Boykottaufrufen zur Kenntnis nimmt.
Die meisten Hörer scheinen Hörspiele genauso zu nutzen wie billige Fernsehkost: zum Einschlafen und/oder Abschalten. Mitdenken müssen: unerwünscht.Angebote, die vom gewohnten Standard abweichen, werden durch Nichtbeachtung abgestraft. Das ist für Produzenten und Autoren frustrierend und teuer. Man steckt Arbeit, Energie, Herzblut und Zeit in ein Projekt, das kaum jemanden interessiert. Man stirbt in Schönheit, während andere ihr Zeug wie am Fließband raushauen und damit regelmäßig ganz oben in den Charts stehen.
Also produziert man in den bewährten Mustern und innerhalb sehr scharf gezogener Grenzen immer und immer wieder den selben Mord, den selben Dämon, den selben Geist - nur eben mit anderen Namen an anderen Orten. Verständlich.
Andererseits:
Was nicht da ist, kann ich nicht kaufen. Ich interessiere mich z.B. auch für Geschichten mit langen Bögen, außerhalb des immer gleichen Krimi-/Gruselbereichs. Literatur, Historische Begebenheiten, Mystery... da werde ich im Grunde nur bei den Radioproduktionen bedient (was ich übrigens sehr schätze!). Audible hat in den letzten Jahren auch immer mal wieder neues gewagt, aber in manchen Fällen nie fortgesetzt, vermutlich auch wegen zu geringer Nachfrage. Sehr schade.
Es fehlt also ein Player mit viel "Spielgeld", so wie z.B. Apple, bei dem es auf ein paar zehntausend Euro nicht ankommt und der dem Markt etwas innovatives anbietet, ohne auf den direkten ROI angewiesen zu sein. So wie es beim iPod und den iPhone war, also ein Produkt zu entwickeln, von dem der Kunde gar nicht wusste, dass er es überhaupt braucht.

Und da sah ich bis vor einiger Zeit tatsächlich Audible. Allerdings scheint man auch dort mit spitzem Bleistift zu rechnen und ebenfalls lieber sichere Felder zu beackern, die sich dazu noch international verwerten lassen.
Vielleicht erweist sich die KI ja ausnahmsweise mal nützlich und eröffnet dem Hörspiel neue Felder oder zumindest neue Möglichkeiten, womöglich durch echte Interaktivität oder zumindest eine gewisse Einbeziehung des Hörers.
Nur... wer soll das (und die entsprechenden Marketingkampagnen) bezahlen..?
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Ich Verweise mal auf unseren Publikumspreis:
Angebote, die vom gewohnten Standard abweichen, werden durch Nichtbeachtung abgestraft.

Was fehlt denn der Hörspielwelt aus Sicht der Produzenten? -
Was fehlt denn der Hörspielwelt aus Sicht der Produzenten?
Ich lehne mich mal, was den Publikumspreis angeht, weit aus dem Fenster (sorry schon mal) -- aber muss frau das Siegerhörspiel denn gehört haben, bevor sie bei dieser Wahl ihre Stimme abgibt?
Display Spoiler
Kleiner Umweg: ich hatte mal bei einem Publikumspreis, in dessen Kuratorenteam ich war, die Anregung gemacht, dass die teilnehmenden Wähler vor der Stimmabgabe erst einmal gefragt würden, welche Bücher sie denn im letzten Jahr gelesen hätten. Und das, bevor eine Nominierten- oder Vorschlagsliste überhaupt sichtbar wurde. Und danach, im nächsten Schritt, dürften die Wähler auch nur Büchern ihre Stimme geben, die sie auch gelesen hatten.
Als das erstmals umgesetzt wurde, veränderte sich zum Vorjahr die Art der Ergebnisse schlagartig. Plötzlich war viel mehr Trivialliteratur auf den Nominiertenlisten. Warum? Weil die Wählenden nicht mehr aus Gründen des Sozialprestiges Titel wählen konnten, die ein hohes Ansehen als Literatur hatten, aber die sie selbst nicht gelesen hatten (und vielleicht auch nicht würden).
Das löste dann eine Krise aus, denn die Publikumswahl sollte ja "die besten Bücher" und nicht "die beliebtesten Bücher" küren. Im Jahr darauf kehrten die Organisatoren wieder zum alten Schema zurück und lügen sich seitdem weiter in die eigene Tasche.
Aus Produzentensicht wünsche ich mir bessere Empfehlalgorithmen bei den Streamern.
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Ich Verweise mal auf unseren Publikumspreis
Wie schon geschrieben: überwiegend Audible und Radiosender. Abstimmung in einem Spezialforum. Wann hat Maritim den letzten Publikumspreis gewonnen?
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Mehr lustige und fröhliche Hörspiele, wie z. B. den ersten Dodo-Teil oder Saponien, die eher auf Erwachsene ausgerichtet sind.
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Wie sieht es 2026 aus?
Ich träume von EINEM gemeinsamen Forum, in dem sich alle SysOps und Admins verstehen und zusammen arbeiten, anstatt ihre Egotripps, Be- und Emfindlchkeiten auszuleben.
Dieser Traum erfüllt sich sehr langsam aber doch, weil nämlich die Resonanz in den meisten Foren, so es sie noch gibt immer weniger werden. Wenn alle Hörspielforen von der Bildfläche verschwinden, bleibt letztlich nur mehr eines übrig. Ob das dann die wirkliche Offenbarung sein wird?
Auch mir fehlt am meisten AUDIBLE mit seinen überraschenden Großproduktionen wie Macbeth, Monster1983 oder Die juten Sitten. Etwas in der Art. Da ist für mein Empfinden schon vor der jetzigen Flaute der Trend zum Mittelmaß eingekehrt. Und in den letzten Monaten kam da dann ja so gut wie gar nichts mehr.
Ich sag nur zwei Worte - HARRY POTTER!
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SciFi ist ja eher ein Genre was nicht so stark bedient wird, aber hier muß ich jetzt echt mal festhalten, dass nun innerhalb von einer Woche bereits 4 SciFi Hörspiele erschienen sind. Letzen Freitag „Science Fiction Tales 5 Auslöschung“ und „Holy Science Fiction 7 Das Geständnis“, dann gestern noch „Outer Space 06 - Der letzte Widerstand“ und nun heute auch noch „Holy Science Fiction 8 Der Untermieter“. Als SciFi Begeisterter finde ich dies einfach top! 👍
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SciFi ist ja eher ein Genre was nicht so stark bedient wird, aber hier muß ich jetzt echt mal festhalten, dass nun innerhalb von einer Woche bereits 4 SciFi Hörspiele erschienen sind. Letzen Freitag „Science Fiction Tales 5 Auslöschung“ und „Holy Science Fiction 7 Das Geständnis“, dann gestern noch „Outer Space 06 - Der letzte Widerstand“ und nun heute auch noch „Holy Science Fiction 8 Der Untermieter“. Als SciFi Begeisterter finde ich dies einfach top! 👍
John Carter & Flash Gorden stehen in den Startlöchern und sorgen für kontinuierlichen Nachschub. Wir könnten zufrieden sein.

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Eigentlich ja, aber mir fehlt weiterhin ein neue Perry Rhodan Hörspielserie. 🙏
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Eigentlich ja, aber mir fehlt weiterhin ein neue Perry Rhodan Hörspielserie. 🙏
Und möglichst eine Umfangreiche ala Sternenozean.
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Das es ebenfalls mit Neue Welten weiter geht



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Eigentlich ja, aber mir fehlt weiterhin ein neue Perry Rhodan Hörspielserie. 🙏
Ich wäre sofort dabei.
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Ich hätte gerne mehr Nessie Hörspiele

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North: Nessie gabs doch gar nicht. Das war nur ein Fake. Weißt du denn das nicht, Menschenskind?


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