Sherlock Holmes – 21. Die Beryll-Krone

  • Sherlock Holmes – 21. Die Beryll-Krone



    Alexander Holder, der Besitzer einer Londoner Bank, sucht Sherlock Holmes auf, da sein Anliegen in den Händen der Polizei deutlich zu viel Aufmerksamkeit erregt hätte, denn schließlich hat ein Mitglied der englischen Königsfamilie eine kostbare Krone mit Beryll-Steinen als Pfand für einen Kredit hinterlassen. Doch das wertvolle Stück wurde beschädigt, und der Verdacht fällt zunächst auf Holders Sohn Arthur...

    Die mittlerweile auf den Ursprungsgeschichten von Sir Arthur Conan Doyle Reihe um Sherlock Holmes von Titania Medien geht mit „Die Beryll-Krone“ in die mittlerweile 21. Runde, und wieder zeigt sich, dass sich Marc Gruppe und Stephan Bosenius den Vorlagen mit viel Respekt nähern und diese sehr originalgetreu umsetzen, lediglich einige Anpassungen an das Medium Hörspiel werden vorgenommen. Und das tut auch dieser Geschichte sehr gut, die sich ziemlich temporeich anfühlt und viele Informationen in kurzer Zeit preisgibt – natürlich nicht, ohne weitere Fragen zur Steigerung der Spannung aufzuwerfen. Der Fall hat einen interessanten und reizvollen Ausgangspunkt, der mit der Konzentration auf wenige vorkommende Charaktere überraschend reduziert fortgeführt wird. Und genau darin liegt aus meiner Sicht die Stärke der Geschichte, die sich in einem überraschenden Finale noch einmal steigern kann. Der bestechende Witz der beiden Protagonisten und das wunderbar geschaffene Ambiente machen auch diese Umsetzung zu einer klaren Empfehlung für Freunde des klassischen Krimis.

    Uli Krohm ist als Alexander Holder eine sehr gute Wahl, er wirkt in seiner Rolle recht gehetzt und kann die Verzweiflung des Mannes gelungen darstellen. Auch sein Sohn Arthur wird durch Jan Makino treffend dargestellt, mit Sinn für das richtige Timing und eine glaubhafte Aussprache kann er sich gut neben den bekannten Sprechern behaupten. Die wunderbare Maria Koschny zeigt hier mal wieder eine andere Facette ihrer Stimme, wirkt als Mary eher kühl und abweisend, was sehr gut zu der Rolle passt. Neben Joachim Tennstedt und Detlef Bierstedt ist auch Regina Lemnitz natürlich wieder mit dabei.

    Durch den Einsatz recht weniger, aber prägnanter Hintergrundgeräusche hat Titania Medien wieder eine bestechende und glaubwürdige Kulisse für die Figuren geschaffen, in denen man sich dennoch voll auf die Dialoge konzentrieren kann. Auch die eingesetzte Musik hat wieder großes Lob verdient, die klassischen Instrumente können in lebendigen Arrangements für die richtige Stimmung sorgen.

    Natürlich ist die titelgebende Beryll-Krone auch auf dem Cover dieser Folge zu sehen, reichlich verziert und detailreich steht die hier im Mittelpunkt, die nach ihr greifende Hand und der dezente Hintergrund ergeben ein weiteres ansehnliches Titelbild. Wie immer sind in der restlichen Gestaltung weitere Zeichnungen zu sehen, die schon aus den früheren Folgen bekannt sind.

    Fazit: Eine sehr reduzierte Geschichte, die sich auf das Wesentliche konzentriert und die Handlung dabei schnell vorantreibt. Die Ermittlungen sind wieder spannend und mit dem gelungenen Detektivduo recht witzig umgesetzt, die wenigen handelnden Protagonisten bestens ausgewählt, die bringen die Handlung zum Atmen.

    VÖ: 12.November 2015
    Label: Titania Medien
    Bestellnummer: 978-3-7857-5169-5

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