Sherlock Holmes- Die neuen Fälle -57- Die Büchse der Pandora

  • Darum geht es:

    Auf dem Sommerfest in Kensington Gardens ereignet sich eine Katastrophe: Eines der Festzelte explodiert in einem Feuerball und tötet sämtliche Gäste, die darin waren. Unter den Toten, Sir Roger Delaney, Staatssekretär des Kriegsministeriums. Ein tragischer Zufall? Kurze Zeit später erfährt Sherlock Holmes, dass Delaney eine neue, alles verändernde Waffe im Parlament angekündigt hatte: Die Büchse der Pandora. Offenbar haben auch andere Mächte Wind von der Sache bekommen. Mächte, die vor nichts zurückschrecken…

    VÖ 04.10.24

    Laufzeit: 01:27:44

  • Und ich habe natürlich mitbekommen, dass die Fortsetzung der Reihe hier sehr rege diskutiert wird. Wenns für euch okay ist, würde ich dazu was sagen, wenn ihr Gelegenheit hattet, "Die Büchse" zu hören.

    Nur soviel: Ich verstehe und respektiere eure pro und kontra Argumente.

  • Ah, so bald schon. Das wird seit langem wieder eine Folge sein, die ich höre und auf die ich sehr, sehr gespannt bin. Wobei ich die 56 noch auf Vinyl habe und noch auf den passenden Moment warte sie zu hören.

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • So, das Ding ist in der Holy App und wird heute Abend gehört. Ich bin wirklich gespannt wie ein Flitzebogen

    “Life can't just be about solving one miserable problem after another, that can't be the only thing, they need to be things that inspire you and that make you glad to wake up in the morning and be part of humanity”

  • Ich werde es heute, obwohl ich eigentlich vieles andere zum Hören habe, vorziehen und ebenfalls hören. Bin gespannt auf die KIs #huepf#

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Den ersten Tracks bei der 57 bereits gelauscht, so klingt Sherlocks Stimme für mich schon von der Tonlage teilweise anders, aber auch die Betonung empfinde ich manchmal anders als sonst. Bei Watson dagegen ist mir auf Anhieb nichts aufgefallen. Fand die „technische Unterstützung“ eigentlich über das komplette Hörspiel hinweg statt.

  • Ich hab es gerade fertig gehört. Würde ich Noten vergeben, dann würden diese wie folgt aussehen:

    Geschichte: 2

    Ich bin ja kein Fan von Entführungen. Hier wurde die Geschichte aber interessant und raffiniert aufbereitet. Trotz der Lauflänge blieb es kurzweilig. Das Ende war dann eine Überraschung.

    Sprecher: 4

    Die „Stars“, die technisch bearbeiteten Rode und Groeger waren für mich fast in jeder Phase des Hörspiels als „unnatürlich“ zu erkennen. Manchmal klang es gut, meistens aber riss es einem merklich aus dem Hörfluss raus. Besonders der KI-Rode klang manchmal fast wie ein Roboter und „eckig“. Gerade Christian Rode mit seiner geschliffenen Sprache, seinem eigenen Sprachrhythmus, seine Art zu betonen und Pausen einzulegen ist nicht so einfach zu „kopieren“. Manchmal klang es wie das bekannte X-en, nur halt nicht beim Gespräch zwischen zwei Personen sondern in diesem Fall zwischen zwei Worten oder Sätzen. Es fehlte oftmals der Fluss, manchmal klang es nicht wie in einem Guss. Die anderen Sprecher waren über jeden Tadel erhaben, machten ihre Sache gut, aber gerade dadurch merkte man einen Unterschied zu den technisch bearbeiteten Rode und Groeger, die die Geschichte über die meiste Zeit die Handlung trugen.

    Musik: 2

    Gewohnte Melodien, dezent eingesetzt.

    Geräuschkulisse: 2

    Unscheinbar, passend und sich nicht in den Vordergrund spielend.

    Gesamt: 3

    Die Sprecher, die sonst zumeist das nostalgische und charmante Highlight der Serie sind, sind diesmal der Klotz am Bein. Trotzdem war es faszinierend den KIs zuzuhören, weil sie erahnen lassen was bald möglich sein wird. Wer sich nicht an der Sprecherleistung stört, bekommt ein kurzweiliges Hörspiel bei dem diesmal die Geschichte der Star ist.

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Mich würde wirklich mal die Technik interessieren, mit der das Ganze umgesetzt wurde. An manchen Stellen klingen Satzabfolgen und Betonungen so ähnlich, dass ich von Text zu Sprache ausgehen würde. Dann gibt es aber auch wieder Stellen, wo gelacht oder gemurmelt wird und der Eindruck entsteht, dass es sich um Sprache zu Sprache Konvertierungen handeln muss. Bei manchen Sätzen hatte ich auch Stellenweise den Eindruck, als würde beim Rode auch noch eine andere Stimme durchkommen, was auch wieder zur Sprache zu Sprache Theorie passen würde. Wer die neuen Folgen vom Pumuckl geschaut hat weiß, dass auch KI-Clarin nicht perfekt ist und in einigen Passagen der Maxi Schaffroth durchsticht, was aber nicht so schlimm ist, weil die Stimmfarben quasi ineinander übergehen und dort auch gefühlt viel mehr Spielfreude vorhanden ist.

    Irgendwie scheinen diese KI-Versionen eine bizarre Mischung aus Text zu Sprache und Sprache zu Sprache zu sein, wobei der "Schauspieler", der bei den Sätzen, die scheinbar mit einem Sprache zu Sprache-Modell erstellt worden sind, vermutlich weder ein Profi war, noch stimmlich zu Rode & Groeger passte. Darüber hinaus scheint man sich auch nicht für das beste Sprachprogramm entschieden zu haben. Rode & Groeger klingen zwar nach Rode & Groeger, spielen emotional und darbieterisch aber doch irgendwie immer auf dem gleichen Level, obgleich zu erkennen ist, dass (durch mutmaßliches Sprache zu Sprache) versucht wird, Emotionen in den KIs zu erzeugen (ich hoffe ihr versteht, was ich meine, ist ziemlich schwer zu erklären). Wie in einem anderen Post bereits beschrieben wirkt es fast so, als hätte man sich bei ElevenLabs für die Instant-Voice-Cloning Methode entschieden, bei der schon 3 Minuten an Trainingsmaterial für ein sogenanntes Voice-Modell ausreichend sind (vielmehr braucht es hier auch nicht, da die Ergebnisse hier egal wieviel Trainingsmaterial eingeschickt wurde, auf einem Konstanten Niveau bleiben -> Stimmlich sehr ähnlich aber der Sprachduktus wiederholt sich alle 3-4 Sätze; hier wird das Sprachmodell innerhalb weniger Sekunden erstellt). Fairerweise müsste man hier aber auch sagen, dass das Professional Voice-Cloning nur mit der eigenen Stimme möglich ist und durch das vorlesen eines vorgegebenen Textes verifiziert werden muss, also eigentlich unmöglich, da Rode & Groeger ja bereits verstorben sind.

    Ich bin absolut nicht gegen KIs, freue mich darüber, dass alte Produktionen quasi wie gehabt weitergehen könnten und vom Ding her ist es ja auch absolut nicht schlimm, wenn sich die Stimme und Darbietung der Rolle durch den Einsatz einer KI und eines zweiten Darstellers verändert. Rode & Groeger klingen ja in den ersten Folgen von Maritim auch anders, als in den letzten Folgen von All Score, aber so, wie es die Romantruhe im Moment macht, finde ich es aufgrund der leblos wirkenden Stimmen noch nicht optimal gelöst.

    Vielleich weiß Andreas Masuth ja genaueres zum technischen Verfahren hinter den KI-Stimmen?

    Edited once, last by Prince Adam (October 4, 2024 at 2:05 PM).

  • Ja, die Technik ist schon faszinierend. Hier wär ein Blick hinter die Kulisse schon sehr interessant. Ich könnte mir vorstellen, dass man vielleicht auch ältere Aufnahmen verwendet hat und davon einzelne Schnippsel heraus „kopiert“ und ins neue Hörspiel „eingesetzt“ hat. Praktisch ge-xt.

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Ja, es gab eine Stelle, wo gelacht wurde und ich ebenfalls davon ausging, dass diese Szene einfach aus einem anderen Hörspiel rauskopiert wurde. Ich fand den Schnitt und Übergang etwas merkwürdig/holprig/auffallend, deswegen war es mir aufgefallen. Müsste nochmal nachschauen, in welchem Track das war.

  • Uhuu, ich höre gerade die ersten Minuten der neuen Folge.

    Ich finde es sehr spooky, denn die Stimmen sind natürlich sehr nah dran, aaaber die Persönlickkeit der beiden fehlt komplett.

    Besonders spooky sind die bislang sehr raren Stellen, wo ICH meine, dass echte kurze Sätze aus dem Altbestand echter Aufnahmen hineingegeben wurden. Crazy, das.

    Ich höre mal weiter.


    Eins und eins ist zwei - von London bis Shanghai!

  • Habe mir heute die Folge angehört. Ich denke man erkennt die KI Christian Rode hört sich erkältet an und auch die Betonungen werden des öfteren mal verkackt.

    Ansonsten gerade wenn gröger als Erzähler auftritt, klingt das schon erschreckend genau.

    Was denn Fall angeht, der ist schon okay, zwar kein Meisterwerk aber ganz ordentlich.

    Ich möchte aber noch hinzufügen, dass ich lieber Hörspiele ohne KI haben möchte.

  • So, nun gehört und von der Story hat mir das Hörspiel insgesamt gefallen, auch wenn es mir manchmal ein wenig zu viele Dialoge waren. Von den Stimmen, wie oben bereits geschrieben, fand ich Watson gelungen und authentisch. Bei Holmes dagegen wirkt es manchmal stockend und die Tonlage anders. Dennoch hat mir der Fall insgesamt gefallen und wirklich faszinierend, was mit einer „technischen Unterstützung“ aktuell bereits möglich ist.

  • Spannende Folge die trotz ihrer fast 90 min Spielzeit für mich keine Längen hatte. Bleiben wir bei Markus G. beim Schulnoten System würde ich gerne eine 2+ vergeben.

    Nicht meine Holmes Serie und zum Thema KI hätte ich mir wesentlich schlimmer vorgestellt. Mir wäre es wahrscheinlich nicht mal aufgefallen wenn ich es nicht gewusst hätte.

  • Gerade durch:
    - Der Fall ist unnötig lang
    - Spannend ist er nie
    - Die "Seele" ist bei Holmes einfach "weg". Das mag wirklich daran liegen, das Christian Rodes Art schwer zu "kopieren" ist.
    - Peter Groeger aka Watson hört sich fast normal an...nur ab und an gibts auch dort unfeine Betonungen.
    - Bei einigen Gästen hatte ich den Eindruck, das sie auch aus der Dose kommen

    Hmm....ich bin weder begeistert noch enttäuscht :/:/

  • Besonders spooky sind die bislang sehr raren Stellen, wo ICH meine, dass echte kurze Sätze aus dem Altbestand echter Aufnahmen hineingegeben wurden. Crazy, das.

    Diese Szenen hatte ich auch, aber spooky fand ich das jetzt nicht.

    Hmm....ich bin weder begeistert noch enttäuscht :/ :/

    Deckt sich mit meinem Fazit.

    Die technische Unterstützung klappte bei Groeger eindeutig besser als bei Rode. Aber im Lauf der Folge hat sich Rode bei mir etwas "eingependelt". Für den Auftakt war es für mich OK, das funktioniert zumindest genug, dass ich als Fan des Duos (und des Autors) sicherlich weiterhören werde. Ich wünsche der Serie ein langes Leben und dann wird das sicherlich mal sehr interessant, Folge 141 mit dieser Folge 57 zu vergleichen.

    War es spannend? Auf jeden Fall war es ein interessanter Fall. Der mit auch keineswegs zu lang vorkam.

    Und ich habe natürlich mitbekommen, dass die Fortsetzung der Reihe hier sehr rege diskutiert wird. Wenns für euch okay ist, würde ich dazu was sagen, wenn ihr Gelegenheit hattet, "Die Büchse" zu hören.

    Da hätte ich gleich eine Frage. Waren denn Rode und Groeger zum Zeitpunkt, als Du die Geschichte geschrieben hast, schon verstorben? Und ändert das mit der "technischen Unterstützung" irgendwas an Deiner Schreibweise? Die Folge war ja besonders dialoglastig, eigentlich würde man da das Gegenteil erwarten.

    “Life can't just be about solving one miserable problem after another, that can't be the only thing, they need to be things that inspire you and that make you glad to wake up in the morning and be part of humanity”

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