ARD stellt Hörspielpreis ein

  • Die ARD hat offenbar mangels Wettbewerb den seit 2006 vom Senderverbund vergebenen Deutschen Hörspielpreis eingestellt. Zitat der Begründung (Q: ARD-Text) :

    "Innerhalb des Senderverbunds gebe es immer mehr Kooperationen, dazu gehöre auch eine virtuelle Gemeinschaftsredaktion für das Hörspiel. Daher sei ein Wettbewerb als Binnenkonkurrenz zwischen den Landesrundfunkanstalten und Deutschlandradio, ORF und SRF wenig plausibel, unzeitgemäß und nach außen nicht vermittelbar."

    Auf die Idee, dass womöglich außerhalb der ARD Hörspiele produziert werden könnten, kommt man schon gar nicht mehr.

  • Man hat hier halt einen Radiohörspielpreis vergeben, die hunderten kommerziellen Hörspiele pro Jahr außen vor gehalten. Vielleicht wäre es besser gewesen hier diese Konkurrenz auch in die Wahl miteinzubeziehen. Schade ist es allemal drum.

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Genau das dachte ich auch: eine ausgeglichene Jury finden ist das eine. Die muss dann aber auch alles anhören, was eingereicht wird und das könnte eine große Welle sein. Ansonsten finde ich es nicht schlecht, wenn die ARD so einen internen Preis abschafft. Sie schmort schon genug im eigenen Saft herum.

  • Ich hielte es eher für eine Aufgabe des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, das Kulturschaffen in ganzer Breite zu fördern. Es werden Literatur-und Musikpreise ausgelobt (zB ARD-Musikwettbewerb mit 1. Preis Oboe 10-tausend Euro, ebenso Cello, Gesang usw..) , aber das Hörspiel als ausgesprochen radio-ideale Kunstform gibts nur aus eigener Zubereitung. Gelinde gesagt halte ich das für absurd.

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!