Kurd Laßwitz Preis

  • Der Kurd Laßwitz Preis ist ein alljährlich in bis zu acht Kategorien vergebener Literaturpreis zur deutschsprachigen Science Fiction. Seit 1981 stimmen die professionell in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätigen Autoren, Übersetzer, Lektoren, Verleger, Graphiker und Fachjournalisten über die besten Neuerscheinungen des Vorjahres ab. Der Preis ist nicht dotiert. Hier sind die Nominierungen für die diesjährige Wahl zum Kurd Laßwitz Preis für die besten Science-Fiction-Werke des Jahres 2012. Die Wahlunterlagen gingen an 24) deutschsprachige SF-Schaffende, in den Kategorien Übersetzung und Hörspiel bewertet jeweils eine Fachjury. Die Wahl endet am 29 . Mai 2013. Die Ergebnisse werden anschließend veröffentlicht.

  • @Markus G.: Ich könnte mir vorstellen, dass da immer noch ein wenig die „Kinderkram“-Schublade beim kommerziellen Hörspiel mitschwingt. Zumindest gilt es für viele auch heute noch als nicht „anspruchsvoll“ genug. Auch wenn dies so heute absolut nicht mehr pauschal stimmt, ist es mal halt schwer ein einmal geprägtes Image wieder los zu werden.

    Ich poste mal die Antwort auf dieses Zitat in diesemn Thread zum KLP. Dieser Preis ist einer der wenigen, wenn nicht der einzige SF-Branchenpreis, der eine Hörspielsparte hat. Diese wird aber von einer Sonderjury betreut, die keine kommerziellen Hörspiele zulässt. Selbst "Ender's Game" (2013/Audible) vermochte es nicht, aufs Nominierungstreppchen zu kommen, obwohl der Buchautor selbst das Hörspielskript verfasst hatte.

    Diese Haltung ("die kommerziellen produzieren nicht die Qualität, die wir auszeichnen wollen") wurde seinerzeit wie folgt begründet (ich zitiere aus einem anderen Forum):

    Und das fasst von dieser Seite her betrachtet ganz gut zusammen, weswegen es keine Joint-Ventures oder übergreifende Preisverleihungen zwischen kommerziellen Produzenten und dem ö/r-Rundfunk gibt, bzw. weswegen es durchaus vorkommt, dass es private Initiatoren gibt, die ö/r-Hörspiele auszeichnen, aber nie umgekehrt.

    -- I teach writing courses and first of all, I teach my students what prosody is. (Theodore Sturgeon)

  • Aus meiner Sicht strotzt die Antwort vor lauter Präpotenz.

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Ist es nun tatsächlich Arroganz oder vielleicht sogar Angst, dass kommerzielle Labels mit einem viel kleineren und geringeren Budget den Radiostationen mit ihren schier unendlich größeren Möglichkeiten den Rang ablaufen und den Preis einheimsen könnten?

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Wenn ich von vorneherein irgendwas von der Wahl ausschließe, weil ich glaube, dass es den eigenen Ansprüchen nicht genügt, brauche ich auch keine Wahl. Sowas diskreditiert letztlich den Gewinner, da die Konkurrenz von vorneherein keine Chance hat. Wer will da behaupten, dass das Stück wirklich so herausragend war, wenn ein Teil der vergleichbaren Werke gar nicht zur Auswahl stand.

    Das ist ja nicht nur ein Problem des KLP, sondern ist ja auch letztlich ähnlich beim "Hörspiel des Monats/Jahres" der Akademie der darst. Künste oder beim ehem. Deutschen Hörspielpreis der ARD. Auch da ist die Auswahl ja stark begrenzt, man wählt nur aus den Hörspielen, die der produzierende Sender hierfür eingereicht hat (und zwar immer nur eins je Sender).

    Ist es nun tatsächlich Arroganz oder vielleicht sogar Angst, dass kommerzielle Labels mit einem viel kleineren und geringeren Budget den Radiostationen mit ihren schier unendlich größeren Möglichkeiten den Rang ablaufen und den Preis einheimsen könnten?

    Ich glaube, dass es hier tatsächlich die reine Arroganz ist. Die Angst dürfte keine Rolle spielen, denn es sind ja reine Jurypreise, bei denen die Gefahr kaum besteht, dass da jemand für die Entscheidungen ausgewählt wurde, der nicht halbwegs auf Linie ist.

    Die Angst ist eher da, wenn es darum geht, die Statuten entsprechend zu öffnen. Da lauert dann die Gefahr, dass man hier nicht den Geschmack der Veranstalter nicht immer repräsentieren kann.

    Lange Rede, kurze Beine: Wenn man es so macht, kann man es auch gleich lassen.

  • Fairer Weise muss ich aber auch sagen, dass hätten wir hier diesen Thread nicht, dann wüsste ich gar nicht, dass es ihn gibt 😜

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

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