• Das Prequel zu Game of Thrones ist gestern veröffnetlicht worden, für deutsche Fernsehzuschauer auf dem Bezahlsender Sky.

    Jetzt meine Frage: Hat schon wer die erste Folge gesehen? Oder habt Ihr es vor?
    Mit welchen Erwartungen seht Ihr dieser neuen Serie entgegen?

    Und wie standet Ihr zur Mutterserie Game of Thrones?

  • Ich habe die Pilotfolge gesehen und fand sie recht gut, nicht so gut wie den GoT-Piloten, aber muss ja nicht. Es spielen viele englische Charakterköpfe mit, ein Zwerg aus dem Hobbit ist auch dabei und vorallem Rhys Ifans. Game of Thrones war lange meine Lieblingsserie, aber die letzten beiden Staffeln haben mich schon ziemlich enttäuscht. Vor allem die letzte fand ich schlimm.

  • Meiner Frau hat es sehr gut gefallen. Ich selbst bin eher ein Fantasymuffel und hab’s nicht gesehen. Aber wer weiß. Irgendwann mal vielleicht. Und wenn ich anfange kann ich sicher nicht damit aufhören zu schauen :D

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Quote

    Ich selbst bin eher ein Fantasymuffel


    Ein Fantasymuffel, des g‘fällt mir jetzt wieda! :D Ich bin das komischerweise auch. Um Herr der Ringe, Harry Potter, Games of Dingens [auch Rollenspiele] und das alles, mach ich nen rießen Bogen. Kann Markus da voll und ganz verstehen...

    The Jokes on you!

  • Wer auf selbsternante Kritiker hört, ist selbst Schuld. Ich höre nur auf Menschen die wirkich Ahnung haben und deren Meinung ich schätze, die beim bestem Willen nicht mit meiner übereinstimmend sein muss. Aber es gibt einfach zu viele, die sich zu wichtig nehmen. SerienFlash, FilmFlash, HeroFlash, Nerdfactory, Moviejones, sind die professionele Quellen die deutlich besser sind.

  • Wer auf selbsternante Kritiker hört, ist selbst Schuld. Ich höre nur auf Menschen die wirkich Ahnung haben und deren Meinung ich schätze, die beim bestem Willen nicht mit meiner übereinstimmend sein muss. Aber es gibt einfach zu viele, die sich zu…

    Welche Kriterien muss man deiner Meinung nach denn erfüllen um zu irgendwas eine qualifizierte Meinung abgeben zu können?
    Meinungen sind IMMER subjektiv, und ich glaube nicht das man von einer Person erstmal einen qualifizierten Lebenslauf anfordern muss, um dann für SICH SELBST abschätzen zu können, ob man dieser Person eine SICH SELBST genehme Äusserung zutraut!

    Das war ja auch nur ein Meinungsbild, wie ich finde aber recht fundiert begründet warum der Autor enttäuscht war. Nichtsdestotrotz werde ICH einen eigenen Blick auf die Serie riskieren bevor ICH eine Bewertung zu diesem Spin-Off abgebe.

  • Wenn ich die verlinkte Kritik lese, dann kommt es mir so vor, als hätte der Autor die erste Folge House of the Dragon mit der gesamten GoT-Serie verglichen - und eben nicht mit dem Serienauftakt derselben. Was natürlich ein etwas schiefes Bild gibt. Dennoch kann ich einige Punkte nachvollziehen, auch wenn mir die Ursprungsserie zu sehr glorifiziert wird.

    Ich war nämlich bei der ersten Staffel durchaus auch noch nicht der große Fan der Mutterserie. Mir waren da zu viele Figuren, von denen ich lange nicht verstand, wer sie sind, wie ihre Stellung innerhalb der Handlung ist und wie sie innerhalb der Zwistigkeiten zu verorten sind. Da hat die Mutterserie dem Zuschauer anfangs doch etwas viel zugemutet, Das war mir einfach zu schwergängig, außerdem war GoT in Staffel 1 noch eine richtige Macho-Welt, triefend vor sexistischen Szenen, die ich beinahe unerträglich fand. Sicher, die Serie hatte schon da ihre großen Momente, doch zu der Qualität, von der wir heute reden, fand die Serie für mein Empfinden erst nach dem unfassbaren Cliffhanger am Ende der ersten Staffel.

    Ansonsten ist die Fallhöhe natürlich hoch. Das war zu erwarten. GoT war, zumindest in den ersten sechs Staffeln, da bin ich ganz bei @Tolkien, ein absoluter Glücksfall: eine vielschichtige und bereits in Buchform vorliegende Handlung, aus der man sich reich bedienen konnte, durch die Bank weg hervorragende Schauspieler, die den Figuren Tiefe verliehen usw.
    Dass es nicht leicht würde, diesen Erfolg zu wiederholen, liegt eigentlich auf der Hand.

    Womit ich nun endlich bei House of Dragon bin.
    Natürlich sind auch meine viel zu hohen Erwartungen nicht erfüllt worden. Es ist eine erste Folge, mit völlig neuem Figurentableau, in einer neuen Zeit, mit neuer Handlung. House of the Dragon Folge 01 ist kein Wiedereinstieg in die besten Zeiten von GoT. Sie ist ein Anfang, nicht mehr und nicht weniger. Und als dieser zeigt sie Licht und Schatten.

    Da wären zuvorderst die Schauspielerinnen und Schauspieler bzw. die Figuren, die sie verkörpern. Es stimmt, auch ich sehe da bisher nicht die Strahlkraft des Casts der Mutterserie. Einzig die Targaryen-Tochter gewinnt aus meiner Sicht den direkten und naheliegenden Vergleich zu Daenarys aus GoT: Sie strahlt eine (authentische) Charakterstärke aus, die ich bei der GoT-Antagonistin immer vermisst habe, bei der ich das Gefühl des Schauspiels nie verloren habe.

    Alle anderen Figuren lassen in dieser ersten Folge zunächst Strahlkraft vermissen.
    Es ist richtig, Prinz Damon hat Charisma. Aber seine Figur erscheint mir in dieser ersten Folge auch noch sehr eindimensional. Solche Schwarzweiß-Figuren gab es bei GoT ganz selten, und sie waren, wenn überhaupt, meist nur Sidekick angesichts der wahren Bösewichte, die immer auch ihre menschlichen Seiten hatten, die sie zu dem gemacht haben, die sie sind. Hier hoffe ich tatsächlich auf mehr Tiefe.

    Die Handlung fand ich interessant, ich habe mich keineswegs gelangweilt, vor allem die Geburtsszene ging unter die Haut, aber ich muss gleichzeitig zugeben, dass ich jetzt nicht so angefixt war, dass ich nun unbedingt hätte weiterschauen wollen. Das war bei GoT anders. Da haben wir staffelweise durchgebinget, weil es einfach nicht anders ging. ;)

    Mein Fazit: Es ist Potential da, aber noch bei weitem nicht ausgeschöpft. Die Figuren schillern noch nicht. Bisher kein Vergleich mit der Mutterserie. Aber auch nicht schlecht.
    Wir bleiben auf jeden Fall dran. Aber ich bin schon gespannt, ob die Fokussierung allein auf die Targaryens am Ende nicht zu wenig sein wird, um uns dauerhaft in den Bann zu ziehen. Bei GoT war gerade der Reiz, dass es so viele Figuren in so vielen verschiedenen Regionen gab, die in unterschiedlichen Konstellationen miteinander interagierten.


    @Evil
    Ich bin auch überhaupt kein Fan von Fantasy und Game of Thrones habe ich nur getestet, weil es in aller Munde war. Ich wollte quasi meine Allgemeinbildung aufpolieren - und war dann überrascht, wie wenig diese Serie trotz des Settings letztendlich mit (von mir so empfundenen) klassischen Fantasy zu tun hat. Die erste Staffel braucht etwas, um in Fahrt zu kommen, aber ich kann Dir nur nahelegen, es mal zu versuchen. Du wirst ganz sicher nicht enttäuscht sein. Die Staffeln 2-6 sind tatsächlich ganz, ganz großes Kino!
    Gibt auch einige Mystery-Elemente und Verschwörungen, eigentlich ganz Dein Fall, denke ich.

  • Zitat: „Ich selbst bin eher ein Fantasymuffel“
    Ein Fantasymuffel, des g‘fällt mir jetzt wieda! <img src="https://www.hoerspieltalk.de/wcf/images/smilies/biggrin.png" alt=":D" /> Ich bin das komischerweise auch. Um Herr der Ringe, Harry Potter, Games of Dingens [auch Rollenspiele] und das alles, mach ich nen rießen Bogen. Kann Markus…

    Da bin ich aber auch ganz bei euch. Mit Fantasie konnte ich noch nie etwas anfangen. Die Herr der Ringe Bücher finde ich noch einigermaßen ok, aber was ich ansonsten in Büchern oder Filmen vorfinde, ist in meinen Augen sehr langweilig.
    Wem es gefällt, dem sei es gegönnt, mein Genre ist Fantasy jedenfalls nicht. Von GoT habe ich mir zwei Folgen angesehen, weil jedermann und seine Mutter die Serie gehypet haben. Hat mich aber absolut nicht gepackt und ich habe den Kram auch nie mehr weiter verfolgt.

    "Mein Name ist Luther. Ich würde mich gerne mit Ihnen unterhalten."

  • Ich habe jetzt die 1. Folge gesehen.

    Bin ein GoT-Fan, und hatte gehofft das George Martin die Hauptgeschichte zu einem befriedigenden Ende bringt (was sie in Serienform ja nun nicht unbedingt ist), bevor er sich an irgendwelche Prequeld oder Sequels wagt.

    So bin ich nun mit wenig Erwartungen an House of Dragons herangefangen, eher noch negativ voreingenommen durch den Link auf Heise den ich weiter oben gepostet habe.

    Und nun muss ich sagen das mir die 1. Folge durchaus gefallen hat, die Figuren fand ich gar nicht so blutleer wie der Heise-Autor, und die Geschichte hat mich schon gereizt. Allerdings glaube ich, das sie nur wirkt wenn man ein GoT-Fan ist, für Leute die hier zum ersten Mal Berührung mit George Martins Universum bekommen, die würden wohl nicht eingefangen von dieser Serie.

    Ich freue mich schon auf den 2. Teil. (Die kleine Prinzessin ist ja mal voll süss) :)

  • Und Folge 2 gesehen:

    Ich würde sagen das die Figurenzeichnung etwas vielschichtiger wird, so gibt es einige Hauptfiguren wo ich mir denke: Hmm… ist der jetzt doch nicht so böse? Und bei anderen dafür: Hmm… ist das jetzt eigentlich ein Guter oder ein Böser?

    Ich bleibe auf jeden Fall dran und werde weiterschauen, mit gefällt die Serie bisher.

  • So ganz bin ich noch nicht drin, auch wenn ich die Serie bisher alles andere als schlecht finde. Bisher finde ich die Charaktere/Schauspielerinnen und Schauspieler nicht vergleichbar charismatisch wie in der Mutterserie, die Königstochter mal ausgenommen. Die Entwicklungen sind aber durchaus spannend, teilweise mal wieder GoT-typisch abseitig.

    Aber im Ganzen ist die dargestellte Welt schon deutlich reduzierter als die breite Aufstellung bei GoT. Muss ich mich erst mal dran gewöhnen.

    Ich hoffe auf gute Figurenausgestaltung und -interaktion. Und möglichst wenig Schwarzweiß-Charakterzeichnungen.

  • Tja, da ich kein Sky mehr habe wird mir die Serie wohl vollenthalten bleiben.
    Gibt Schlimmeres.

  • So, mittlerweile sind die ersten Folgen raus. Zeit für ein kleines Fazit bisher.

    Natürlich ist es unfair, die Serie an GoT zu messen, vor allem an den ersten fünf, sechs Staffeln. Da reicht kaum etwas ran.
    Also versuche ich, die große Mutterserie außenvor zu lassen.
    Ich finde die Serie nicht schlecht. Das trifft es wohl am besten. Aber begeistert bin ich nicht. Auch nicht angefixt. Sie ist okay. Aber ich fiebere den neuen Folgen nicht entgegen.

    Und das hat Gründe.

    Zunächst einmal sind da die Figuren, die mich noch nicht für sich eingenommen haben. Der König ist eine interessante Figur, ebenso seine Tochter, aber der Funke ist noch nicht übergesprungen. Die Zeitsprünge machen es zudem nicht leicht, sich in sie einzufühlen. Mir geht das alles irgendwie zu schnell.

    Und was die Antagonisten angeht, so finde ich die bisher einfach noch sehr platt. Sie sind einfach nur böse, mehr nicht. Das ist mir zu wenig. Ich mag Daemon bisher nicht, und ich mag auch Hightower nicht. Aber nicht weil sie tun, was sie tun, sondern weil ich sie langweilig finde.

    Und der schlimmste Moment für mich bisher: Daemons Kampf gegen den Crabfedder und seine Mannen. Das war so ein typisches Actionfilm-Spektakel, wie ich es wirklich hasse: Wie wenn James Bond eine Straße entlangstürmt, während hundert Scharfschützen auf ihn ballern, die ihn alle verfehlen, während er blind über die Schulter schießt und jedes Mal drei Gegner mit einem Schuss erledigt. So etwas brauche ich nicht.

    Also für eine echte Top-Serie fehlt da für mich noch so einiges.
    Aber ich bleibe am Ball.

    Wie seht Ihr es?

  • Es wird sie mit Sicherheit auch irgendwann im Free TV geben.

    Ja und dann wohlmöglich mit unendlich viel Werbung auf RTLZwei.
    Nee, danke dann verzichte ich lieber.

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