Aber dann sollte die Direktive wenigstens sein, gute ESC-Songs zu finden und nicht gute Radiosongs.
Das schließt sich doch nicht aus. Was ein guter ESC-Songs ist weiß man ja oft erst nach dem Wettbewerb.
Das Argument der mangelnden Vielfalt kann ich schon nachvollziehen, zumal ja beim ESC mittlerweile die untschiedlichsten Stilrichtungen Siegchancen haben. Und hätte z. B. Portugal 2017 auf radiotaugliche Musik gesetzt wäre der spätere Sieger Salvador Sobral sicher gar nicht erst zum ESC gefahren. Mag auch sein, dass die ARD die Zielrichtung vorher hätte klarer kommunizieren sollen. Obwohl ich glaube, dass die Beschwerden der Fans dann auch nicht geringer gewesen wären. Kritik wird sich der veranstaltende Sender immer gefallen lassen müssen.
Was mich in erste Linie gestört hat an dem Video war aber die Argumentation, dass eine Wildcard für Eskimo Callboy den Hass, der den anderen Künstler*innen wohl entgegenschlägt, reduzieren würde. Das halte ich für an den Haaren herbeigezogen und möchte auch gar nicht wissen, wie groß der Hass erst wäre, falls jemand Eskimo Callboy im Vorentscheid schlagen würde. Ich habe das nicht verfolgt, aber falls es stimmen sollte, dass die Kandidat*innen nun 'gehated' werden ist das doch einfach nur abstoßend: Es ist ein Musikwettbewerb, mehr nicht.