Alles rund um Vorurteile in der Hörspielszene und -branche

  • Was sind denn so die gängigsten Vorurteile mit der die Hörspielbranche konfrontiert wird? Mit denen der Hörspielfan konfrontiert wird? Wie begegnet ihr Vorurteilen wenn es um Hörspiele geht? Lasst ihr sie reden? Gebt ihr Kontra? Oder gebt ihr manchmal auch recht, weil in so manchem Vorurteil ein Kern Wahrheit steckt? Seid ihr beleidigt, gekränkt oder ist euch das egal? Oder findet ihr so viel Unwissenheit sogar lustig? Wie sieht da euer Gefühlssleben aus?

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Ich denke, dass wohl bekannteste Vorurteil lautet, dass Hörspiele nur für Kinder ist. Wenn man jemanden sagt man sammle Hörspiele, dann denken viele zuerst einmal an Benjamin Blümchen oder andere Kinderhörspiele aus dessen Kindheit. Ich reagiere darauf aber niemals böse sondern kläre einfach mal auf. So bricht man das Eis und die Vorurteile werden ein wenig kleiner.

    In einer meiner Psychologie-Seminare haben wir über Sammler und die Sammlerleidenschaft gesprochen. Auch wenn man es aus psychologischer Sichtweise beleuchtet hat, so hatte ich doch den Eindruck, dass vieles wie die Feststellung es handle sich um eine Art der Kompensation teils den Kern der Wahrheit trifft, teilweise aber dann doch etwas weit hergeholt sei und durchaus auch Schubladendenken und Vorurteile sein könnten. Ich habe damals viel mitdiskutiert. Für einen Nichtsammler ist ein Sammler natürlich ein „seltsames“ Wesen, das man nur schwer verstehen kann. Ich selbst habe aber damals immer auch damit argumentiert, dass das Sammeln nicht immer primär für etwas anderes stehen muss und auch nicht zwingend einen ganz anderen Auslöser braucht sondern durchaus auch aus einer intrinsischen Motivation, also wegen sich selbst heraus folgen kann.

    Als Gruselfan wird man natürlich auch öfters damit konfrontiert, dass man zu wenig anspruchsvoll sei und die Geschichten und Hörspiele viel zu seicht seien. Im Grunde kann niemand wegen einer Vorliebe eines Genres eine ganze Persönlichkeit „bewerten“. Aber ich denke mir wenn jemand dies glauben möchte, dann soll er es gerne machen. Meiner Vorliebe zu diesem Genre tut dies keinen Abbruch :)

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

    • Der Stream macht den Hörspielmarkt kaputt.
    • Die Qualität der Hörspiele auf CDs ist besser, als im Stream und beim Download. ^^
    • Das kommerzielle Hörspiel bietet keine anspruchsvolle Themen.
    • Hörspielhörer sind seltsame und sonderbare Wesen. :D
  • Wer Hörspiele hört gehört zu einer seltsamen Art von Menschen

    Freie Hörspiele haben eine miese Qualität

    Amateurhörspiele sind nicht gut

    Kostenlose Hörspiele taugen nix

    Hörspiele ohne bekannte Sprecher / Stimmen haben keinen Erfolg

  • Nur ein Wort: Kunstkacke

    Viele sind da sicher von paar Minuten Autoradio auf Jahre hinaus traumatisiert, da kommt man mit Argumenten nur schwer durch.

    “Life can't just be about solving one miserable problem after another, that can't be the only thing, they need to be things that inspire you and that make you glad to wake up in the morning and be part of humanity”

  • Fallen Euch weitere Vorurteile ein, die in der Hörspielszene oder außerhalb die Runde machen?

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Ich denke, eines der gängigsten Vorurteile gegenüber der Hörspielbranche ist, dass sie angeblich "nur was für Kinder" sei – als ob Erwachsene nur dann Hörspiele hören dürften, wenn sie sich in eine kindliche Welt zurückziehen wollen. Ein anderes häufiges Klischee: Hörspiele seien veraltete Formate aus der Kassettenschublade der 80er, überholt von Podcasts, Netflix und Co. Und als Fan hört man nicht selten das leicht spöttische "Ach, du hörst also noch Hörspiele? Ist das nicht was für Kids?"

    Wie ich damit umgehe? Ganz ehrlich: meist mit einem Schmunzeln. Manchmal lasse ich es einfach stehen, weil mir bewusst ist, wie wenig sich viele mit dem Medium tatsächlich beschäftigen. Wenn ich merke, dass echtes Interesse dahintersteckt oder zumindest ein neugieriger Unterton, dann erkläre ich gerne, was ein gutes Hörspiel ausmacht – und dass es sehr wohl Produktionen gibt, die in Sachen Storytelling, Atmosphäre und Schauspiel locker mit Film oder Serie mithalten können.

    Natürlich gibt es auch Punkte, wo ich einem Vorurteil nicht komplett widerspreche – etwa, dass es Serien gibt, die sich zu sehr auf Nostalgie verlassen oder dass nicht jeder Serien-Reboot nötig gewesen wäre. Aber das ist ja bei jeder Kunstform so.

    Gekränkt bin ich deshalb nicht. Ich glaube, als Hörspielfan entwickelt man mit der Zeit ein recht dickes Fell – und ein umso größeres Herz für die Vielfalt, die dieses Medium bietet. Wer’s belächelt, weiß es einfach nicht besser. Und manchmal ist es ja auch ganz charmant, Teil einer unterschätzten Leidenschaft zu sein.

  • Quote

    Was sind denn so die gängigsten Vorurteile mit der die Hörspielbranche konfrontiert wird?

    Ich hab da nie Probleme, wenn ich jemand erzähle, dass ich so ein Hobby habe. Manche sagen dann eher, "ja, ich höre oder kenne die und die Serie, kennst die auch...?" In meinem Freundeskreis oder in der Familie, ist das Hörspiel eher positiv anzusehen, da viele ja auch Kinder haben, und Eltern dann froh sind, wenn sie neue Hörspiel-Impulse für ihre Sprösslinge bekommen. Mein Bruder fragte mich neulich, ob noch die alten Eruopa Asterix MCs irgendwo zu finden sind. Die wollte er unbedigt für meinen Neffen.

    The Jokes on you!

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!