„Zu alt“ - Habt ihr manchmal dieses Gefühl wenn es um Hörspiele geht?

  • Wir sind ja alle dem Kindesalter längst entwachsen und auch die Kassetten- und CD-Kinderzeit liegt schon Jahrzehnte hinter uns. Ertappt ihr euch manchmal, dass ihr euch für dieses oder jenes zu „alt“ vorkommt? Sei es wenn es um Themen, Inhalte oder Serien/Reihen geht? Sei es wenn es ums Sammeln geht? Sei es wenn es auch ums diskutieren und talken geht? Oder sei es bei anderen Dingen, die beim Hörspiel eine Rolle spielen?

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Ich dürfte von dem was ich hier mitbekommen habe zwar der jüngste sein (22) aber mir ist das schonmal passiert.
    Früher als Kind habe ich gerne Lok1414 gehört. Letztes Jahr habe ich es mir wieder angehört und konnte leider keinen Draht mehr dazu bekommen. Ich habe mich in der Tat für den Inhalt und die Art und Weise wie es erzählt wurde zu alt gefühlt.

  • Für die ganzen Junior (DDF, TKKG, Johnny Sinclair) bin ich definitiv zu alt, das ist nicht meins... auch Bibi Blocksberg und Benjamin Blümchen würde ich heute nimmer hören, ebenso wie die meisten Ableger, Klone, etc. Von "Kinder-" Hörspielen lasse ich also die Finger - es sei denn es ist eine neue Reihe, die meine Kinder hören wollen - da höre ich mind. 1x mit rein, aber eher um zu schauen, ob das auch was für meine Jungs ist - und um später mitreden zu können :thumbup:

    Mein Name ist Dorian Hunter, und ich bin der Sohn des Teufels. Ich war der Sohn des Teufels, denn ich habe ihn getötet! :evil:

  • Für mich gibt es nicht "das Hörspiel". Ich differenziere da. Es gibt halt einfach Hörspiele für Kinder und Jugendliche, mit denen ich meist nicht mehr viel anfangen kann. Das ist aber bei Filmen genauso. Und da fragt ja auch niemand ob ich zu alt für Filme bin :D

    Bin ich zu alt für Kinderhörspiele? Ja, definitiv. Bin ich zu alt für Hörspiele im allgemeinen? Nein, denn ich suche mir die aus, die mir gefallen und mich unterhalten, anregen, aufregen, oder wonach auch immer mir gerade ist.

  • Ich fühle mich, wenn ich ehrlich bin, zu alt für Kinderhörspiele aus meinen Kindertagen. Die kennt man in- und auswendig und haben nur noch Nostalgiefaktor. Für Kinderhörspiele aus diesen Zeiten kann ich mich auch eher weniger begeistern freue mich aber für die Kids, dass es immer noch Neues gibt und wenn ich auf Startnext ein Projekt für Kids entdecke unterstütze ich sowas gerne, damit es umgesetzt werden kann. ( wie z.B, Rollkoffergeschichten)

    Hörspiele für Jugendliche bzw. mehr für Erwachsene, dass ist dann schon eher meine Welt. Dafür bin ich wohlmöglich im Kopf noch zu jung, aber die höre ich mir lieber an.

  • Eigentlich nicht.

    Allerdings würde ich mir bei einem Hörspiel für Fünfjährige leicht unterfordert vorkommen, das hat aber nichts mit "zu alt" zu tun. Ich esse ja auch keinen Haferschleim, aber nicht, weil ich "zu alt" dafür bin :D

    “Life can't just be about solving one miserable problem after another, that can't be the only thing, they need to be things that inspire you and that make you glad to wake up in the morning and be part of humanity”

  • Ganz allgemein gesprochen, fühle ich mich für Hörspiele nicht zu alt und werde diesem Hobby wohl mein Leben lang nachgehen.

    Aber natürlich gibt es immer wieder Situationen wo es einfach nicht passt und wo ich auf Grund meines Alters nicht mehr so leidenschaftlich hören kann.
    Da wären auf jeden Fall auch Kinder- und Kleinkinderhörspiele zu nennen, die ich als Kind niemals gehört hatte und wo mir der (nostalgische) Bezug einfach fehlt. Da fühle ich mich schlicht und einfach zu alt um hier Hörspass zu haben. Klassisches Beispiel wäre hier Benjamin Blümchen. Aber es gibt noch mehr Beispiele.

    Auch beim Sammeln bin ich nicht mehr so leidenschaftlich unterwegs, dass ich hunderte Seiten und Angebote auf eBay usw. durchforste und alles auf „Teufel komm raus haben, kaufen und sammeln“ möchte. Auch hier hat das Alter dazu beigetragen, dass ich etwas entschleunigter und gemächlicher unterwegs bin. Wobei mich manchmal doch auch wieder der jugendliche Leichtsinn und eine kindliche Begeisterung überkommen kann.

    Und auch in Hörspielforen fühle ich mich in Diskussionen manchmal auch alt, im Sinne von „hab ich alles schon mal erlebt“, „gab es alles schon mal“ und „alles wiederholt sich immer mal wieder“.

    Wobei ich Alter in diesem Zusammenhang zwangsweise nicht als negativ erachte.

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

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  • Ich fühle mich auch nicht zu alt. Hörspiele sind nunmal so unterschiedlich, dass sie verschiedene Altersklassen ansprechen. Als ich mir kürzlich Benjamin Blümchen angehört habe, kam ich mir alt vor. Weil der Inhalt mit dem Blick eines 34-jährigen eher "dünn" ist. Weil man es vielleicht aus der Kindheit toller in Erinnerung hat oder eben genau weil man es aus seiner scheinbar ewig zurückliegenden Kindheit kennt. Ja, dann kann man sich durchaus alt fühlen. Höre ich dann Ghostbox, Vidan o.ä., fühle ich mich als Erwachsener mitgenommen, da fühle ich mich nicht alt. In 30 Jahren werde ich bei Ghostbox sicher in nostagisches Schwärmen geraten und mich mit meinem Alter konfrontiert sehen, hängt aber dann sicher auch davon ab, wie gut die Titel mitaltern werden (und das kann derzeit keiner sagen, wer weiß, was Hörspiele in 30 Jahren "können").
    Ich mache gerade hierzu eine kleine Reise in die Vergangenheit und schaue mir über einen bekannten Streamingdienst die Serie Akte X an (ich habs geliebt!). Mir macht die Serie auch nach wie vor Spaß, aber sie ist teilweise verdammt schlecht gealtert und der Zahn der Zeit hat deutliche Spuren hinterlassen (oder habe ich einfach zu viele andere tolle Serien gesehen, die moderner, gehaltvoller, besser erzählt etc. sind?). Im Vergleich schaue man sich die Zurück in die Zukunft Reihe an. Technisch sicher gealtert (ob das der richtige Betrachtungswinkel ist, sei dahingestellt), aber ansonsten auch heutzutage sehr sehenswert.

  • Bei mir sind es nach wie vor viele Kinderhörspiele, denen ich entwachsen bin. Auch viele Karl May Hörspiele, die ich als Kind geliebt habe, können mich heute nicht mehr so begeistern.

    Wie sieht es bei Euch aus?

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

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  • Ganz ehrlich – mich holen viele dieser alten Kinderhörspiele sicher nicht mehr so ab wie früher. Man merkt den Produktionen ihr Alter an, sei es an der Sprache, der Machart oder einfach daran, wie simpel manche Geschichten konstruiert sind. Auch bei den Benjamin, Bibi und wie sie alle heißen Hörspielen merke ich, dass mir heute manche Dialoge zu getragen oder zu pathetisch wirken. Und trotzdem – sie haben für mich einen enormen Nostalgiebonus.

    Das sind Hörspiele, mit denen ich groß geworden bin. Ich verbinde sie mit ganz bestimmten Momenten in meiner Kindheit – Ferien, verregnete Nachmittage, Einschlafrituale. Das kann kein modernes Hörspiel ersetzen. Und genau deshalb höre ich sie immer noch gerne, auch wenn ich heute mit einem anderen Ohr hinhöre.

    Sie holen mich vielleicht nicht mehr auf dieselbe Weise ab wie damals, aber sie holen etwas anderes in mir hervor: Erinnerungen, Vertrautheit, ein wohliges Gefühl von Zuhause. Und das reicht manchmal vollkommen aus, um eine Folge nochmal aufzulegen und für eine halbe Stunde gedanklich wieder Kind zu sein.

  • Kinderhörspiele hatte ich in der Jungend einige. Vielleicht so mit 5 -7 Jahren die Märchencassetten. Bibi und Benjamin hat mich gar nicht interessiert! 5 Freunde, TKKG und drei ?, aber das wurde mir dann schnell langweilig, und ich hörte dann Robinson Crusoe, 20 000 Meilen unter dem M, Das Gespensterschiff, Odysseuss, Kapitän Grant, Siefgried de Drachentöter, viele Seeabenteuer, ein paar Karl May Sachen waren auch dabei, und dann erst das ganze Sci Fi und Grusel Zeugs... (Ich schätze mal so ab 7 oder 8 schon)

    Vieles hab ich ja noch von früher auf LP, aber die ganzen KinderHörspiele hab ich nicht mehr.

    The Jokes on you!

  • Ja und nein. Ich habe mit Kinderhörspielen keine Probleme, aber bei manchen komm ich halt mit der modernen Herangehensweise nicht klar. Conni zum Beispiel. Dieses überperfekte Mädchen in dieser Vorzeigefamilie ... dieser mit rosaroter Schleife verpackte pädagogische Vorschlaghammer. <X

  • Mir geht das ähnlich wie DerPoldi: für DIE Hörspiele meiner Kindheit, nämlich sämtliche Pumuckl-Folgen, fühle ich mich nie zu alt. "Pumuckl"-Folgen haben für mich immer etwas von einem Besuch bei den Großeltern: warm, gemütlich, immer eine Spur altmodisch und vor allem kann ich diese ganze verrückte Welt draußen wenigstens für einen Moment ausblenden.

    Ja und nein. Ich habe mit Kinderhörspielen keine Probleme, aber bei manchen komm ich halt mit der modernen Herangehensweise nicht klar. Conni zum Beispiel. Dieses überperfekte Mädchen in dieser Vorzeigefamilie ... dieser mit rosaroter Schleife verpackte pädagogische Vorschlaghammer. <X

    Da bin ich froh, dass die "Pumuckl"-Hörspiele nie eine moderne Fassung bekommen haben. Meister Eder trinkt Bier, raucht, flucht, droht dem Pumuckl auch mal mit für uns heute ziemlich drastischen Strafen ("Es gibt gleich eins hinter deine Löffel!" "Ich sperre dich in eine Schublade!") und trotzdem hat keins der Hörspiele so einen albernen Disclaimer verpasst bekommen oder wurde gar umgeschrieben.

    "Mein Name ist Luther. Ich würde mich gerne mit Ihnen unterhalten."

  • Schwieriges Thema würde ich sagen. Mit 22 bin ich eigentlich noch ziemlich fresh unterwegs, hab aber ne ganze Sammlung an CDs und auch Kassetten zu Hause. Je nachdem mit wem man sich drüber unterhält, kann es aber mal vorkommen das sogar ich mich anfange alt zu fühlen. Wenn ich zum Beispiel mit der kleinen Schwester meiner Freundin auf das Thema komme, dann schaut sie mich an wie nen Auto wenn ich auf einmal von CDs und Kassetten erzähle. Da merke ich dann erst, das ich meine Kindheit noch zu einer Zeit erlebt habe, als das Hörspiel Regal beim Saturn noch eine ganze Regallänge umfasst hat. Auch eine weitere Sache die ich bemerkt habe, jüngere als ich kennen das ganze nicht mehr unter Hörspiel, sondern Audio Fiction Podcast. Der Begriff ist dabei überraschenderweise, eigentlich gar keine schlechte Bezeichnung für ein Hörspiel, denn genauer geht die Definition eigentlich nicht mehr. Aber ab und zu kommen ihre kleine Schwester und ich dann auch mal auf nen gemeinsamen Nenner, wenn wir uns zum Beispiel über die alten Hui Buh Hörspiele unterhalten, das ist wohl eine Reihe wohl nicht mal das Original aussterben wird, zum Glück.

  • Die letzten zwei Jahrzehnte war ich definitiv zu alt. Jetzt fühle ich mich allerdings schon wieder alt genug und würde aus Nostalgiegründen meine Benjamin Blümchen und Bibi Blocksberg Kassetten hören, wenn ich sie noch hätte.

    "Was sagt man darüber, wie man Bücher schreibt? Man denkt sich etwas aus und zwingt sich, es aufzuschreiben."

    Ariadne Oliver, Poirot: Wiedersehen mit Mrs. Oliver

  • Also ich habe Nesthäkchen auf Platte gehört. Ich hatte sogar 2!

    Ich war schon zu alt, um mit Bibi etc etwas anfangen zu können.

    Tatsächlich kenne ich von früher nur die Europa Hörspiele und später die Fragezeichen. Das allerdings höre ich mir gerne an.

    Kennt jemand noch Nesthäkchen? Halloo? Steppenläufer fliegt vorbei..

    Oh ich habe natürlich Hanni und Nanni vergessen. Ssuliwan^^

    Edited once, last by Tarlen (August 19, 2025 at 9:46 PM).

  • Also für Bibi und Benjamin fühle ich mich seit sehr langer Zeit zu alt. Als meine Söhne so zwischen 5-7 waren, habe ich 1-2x versucht mit denen zusammen Bibi oder Benjamin zu hören, aber das geht für mich einfach nicht mehr und den Jungs hat es auch nicht wirklich gefallen - die sind mehr bei Leo und die Abenteuermaschine oder auch drei ??? Kids oder die Schule der magischen Tiere.

    Mein Name ist Dorian Hunter, und ich bin der Sohn des Teufels. Ich war der Sohn des Teufels, denn ich habe ihn getötet! :evil:

  • Wie wahr, ich auch. Aber hab’s mir eine kurze Phase mit Pia angehört, als sie klein war.

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Mir geht das ähnlich wie DerPoldi: für DIE Hörspiele meiner Kindheit, nämlich sämtliche Pumuckl-Folgen, fühle ich mich nie zu alt. "Pumuckl"-Folgen haben für mich immer etwas von einem Besuch bei den Großeltern: warm, gemütlich, immer eine Spur altmodisch und vor allem kann ich diese ganze verrückte Welt draußen wenigstens für einen Moment ausblenden.

    Da bin ich froh, dass die "Pumuckl"-Hörspiele nie eine moderne Fassung bekommen haben. Meister Eder trinkt Bier, raucht, flucht, droht dem Pumuckl auch mal mit für uns heute ziemlich drastischen Strafen ("Es gibt gleich eins hinter deine Löffel!" "Ich sperre dich in eine Schublade!") und trotzdem hat keins der Hörspiele so einen albernen Disclaimer verpasst bekommen oder wurde gar umgeschrieben.

    Das geht mir ähnlich. Die Pumuckls höre ich nach wie vor gerne, weil sie irgendwie doch zeitlos sind. Probleme habe ich vor allem bei Kinderhörspielen dann, wenn sie nach Reißbrettschema F und von oben herab geschrieben sind. Und vor allem, wenn die Konflikte "billig" mit zu einfachen gut-böse Mustern versehen sind. Wer die "Robbi, Tobbi"-Verfilmung gesehen hat, nachem er oder sie das Buch schon kannte, weiß vielleicht, was ich meine. Ähnlich sind leider viel zu viele neuere Kinderhörspiele umgesetzt. So als hätten Kinder kein Gehirn, das sie einsetzen könnten, und müssten alles vorgekaut bekommen.

    Für das Zeug fühle ich mich zu alt.

    -- I teach writing courses and first of all, I teach my students what prosody is. (Theodore Sturgeon)

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