Theorien über Hörspiel Fans im Internet

  • Hallo zusammen,

    habe mich kürzlich mit einem guten Bekannten (selbst Hörspiel-Freak) über die Hörspiel-Szene im Internet unterhalten. Ihm sind dabei folgende Charakteristika an den Usern in Foren und in Facebook-Gruppen aufgefallen. Sie sind seiner Meinung nach:

    - häufig sehr eigensinnig
    - die meisten haben ein eher dünnes soziales Umfeld
    - sind häufig Single
    - sind wenig bis gar nicht kritikempfänglich
    - der Horizont ist bei Hörspielen bei vielen schon am Ende

    Wie seht ihr das?

  • @Chiara ;D

    Auf jeden Fall ein diskussionswürdiges Thema #cool# #danke#

    Spontan fällt auf, dass es sich bei diesen „Theorien“ mit Ausnahme des „Single-Daseins“ um negative Eigenschaften handelt. Ich hätte auf jeden Fall einmal nachgefragt, warum er Hörspielfans nur mit negativen Eigenschaften sieht bzw. diese anführt. Haben Hörspielfans nur negative Eigenschaft, oder gäbe es nicht auch (mehr) neutrale Eigenschaften wie Single-Dasein oder auch positive Eigenschaft wie gutes Stimmengehör, Fähigkeit zuhören zu können oder Freude am Austausch zu nennen?

    Und natürlich auf welcher Grundlage diese Theorien basieren? Einfache Erfahrungswerte und aus dem Bauch heraus spekuliert? Oder kamen sie durch diverse Statistiken zustande? Und wurden diese Theorien verifiziert oder falsifiziert.

    So sehe ich es auf mich bezogen und meine diesbezüglichen Erfahrungen:

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    häufig sehr eigensinnig

    Ich muss gestehen, ich tue mir damit schon mal sehr schwer. Eigensinnig im Sinne von „ich will das Hörspiel unbedingt haben“? Dann würde ich sagen, dass dies zu einem hohen Prozentsatz auf mich zutrifft und wohl auch auf viele Hörspielsammler.

    Im Sinne von „nur meine Meinung ist die einzig richtige“ würde ich meinen, dass ich mir sehr gerne andere Meinungen durchlese und anhöre. Ich sehe hier auch den Unterschied ob ich sage, es ist für „mich“ die einzig richtige Meinung, das kommt sicherlich häufig vor oder für „alle“ die richtige Meinung. Letzteres sehe ich absolut nicht so. Ich würde niemals behaupten dass meine Meinung die einzig richtige sein kann und für alle gelten muss. Und die Mehrheit in Hörspielforen denkt hier ähnlich. Der Prozentsatz der Menschen, die glauben wenn für sie etwas gilt, muss es für alle wie ein Gesetz gelten ist unter Hörspielfans aus meiner Erfahrung nicht größer als unter den restlichen Menschen der Population.

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    die meisten haben ein eher dünnes soziales Umfeld

    Bedeutet sie haben keine Freunde? Auf mich bezogen stimmt dies nicht. Die Zahl meiner sozialen Kontakte abseits der Hörspielfreunde ist durch meine berufliche Tätigkeit im Sport, durch meine Fussballleidenschaft und dadurch dass ich noch viele Menschen aus Kindergarten, Volksschule, Gymnasium und Studium als Freunde regelmäßig sehe sehr groß. Natürlich gibt es hier einen engeren Kreis und einen weiteren Kreis.
    Ich würde aus dem Bauch heraus nicht meinen, dass Hörspielfans im Internet keine Freunde besitzen. Ich würde eher behaupten, dass durch Foren und Sammlerleidenschaft noch zusätzliche Freundschaften entstanden sind. Das ist aber auch nur eine Theorie und müsste man überprüfen.

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    sind häufig Single

    Also auf mich trifft es nun mal nicht zu ;) Ob die Zahl der Singles bei Hörspielhörern höher ist als bei dem Rest der Population wage ich zu bezweifeln. Aber natürlich wäre es denkbar, dass Menschen ganz allgemein, die alleine leben sich mehr Hobbies suchen als Menschen in Beziehungen. Da müsste man nachlesen. Es gibt sicherlich Freizeitforscher und Freitzeitpsychologen, die dies untersucht haben. Das könnte man auf den Hörspielsammler ableiten.

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    sind wenig bis gar nicht kritikempfänglich-

    Also ich merke schon dass ich auf Kritik, die unangemessen vorgetragen wird, immer weniger empfänglich bin. Wenn mir jemand schreibt, dass ist Quatsch, wie erst kürzlich und dass war es dann auch mit weiteren Erklärungen, dann kann ich mit so einer Kritik wenig anfangen. Ehrlich gesagt, haben es Menschen dann bei mir auch sehr schwer jemals wieder durchzukommen. Da bin ich sicherlich zu sensibel gepolt. Andererseits ist mir meine Lebenszeit dafür zu schade. Ansonsten tue ich mir mit Kritik manchmal leichter, wenn ich sie verstehe und nachvollziehen kann und manchmal auch sehr schwer. Von daher würde ich mal auf mich bezogen nennen, dass es Situationen gibt, in denen diese Behauptung zutreffen kann.
    Ob dies auf die Mehrheit der Hörspielfans zutrifft? Ich denke jeder wird Situationen haben wo dies zutrifft und Situationen haben wo man durchaus für Kritik empfänglich ist. Ich sehe im Grunde unter uns Hörspielfans im Forum keine generelle Nicht-Kritikempfänhlichkeit.

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    der Horizont ist bei Hörspielen bei vielen schon am Ende

    Also wer schon mal bei mir zuhause war, wird merken dass ich deutlich mehr Interessen habe als Hörspiele. Und ich bezweifle auch dass man mit Hörspielfans nur über Hörspiele plaudern und sprechen kann. Man braucht ja nur mal in unseren Smalltalk-Bereich schauen. Da sieht man schon dass es sehr viele unterschiedliche Interessensgebiete gibt. Und alle meine Hörspielfreunde, die bei mir zu Besuch waren, waren nicht nur auf Hörspiele konzentriert. Im Gegenteil, Kultur, Sport, Architektur, Politik und vieles mehr standen hier ebenfalls im Mittelpunkt.

    So dass wäre mir spontan eingefallen. Man müsste hier wirklich Freizeitforscher, Freiteitpädagogen und Freizeitpsychologen fragen und sich an deren Forschungen orientieren. Eventuell wäre ein Fragebogen hier sehr hilfreich.

    Ich könnte mir vorstellen, dass man diese Behauptungen wohl auch über den klassischen Fußballfan im Netz aufstellen könnte.

    Ich sehe dabei halt die Gefahr, dass man hier nur Vorurteile und Schubladen bedient. Vor allem wenn man sich nur auf negative Eigenschaften konzentriert.

    Ich bin auf weitere Meinungen gespannt :)

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • - häufig sehr eigensinnig
    - sind wenig bis gar nicht kritikempfänglich

    Ich finde diese beiden Punkte, treffen auf so einige prominente und manchmal auch weniger Prominente User zu.

  • Na klar! Wer ist denn mal nicht eigensinnig. Und wer ist denn auch mal nicht kritikempfänglich. Da findet man hier sicher User auf die es selten, manchmal und vielleicht auch häufig zutrifft. Aber für mich sind dies keine Eigenschaften, die speziell auf Hörspielfans im Internet zutrifft. Das trifft auf Menschen auf dem ganzen Globus zu. Ich wage zu behaupten dass man hier keine Signifikanz finden würde.

    Außerdem gibt es immer eine Eigensicht und eine Aussenansicht. Das bedeutet wenn ich meine, dies trifft so und so auf mich zu, bedeutet dass ja nicht gleichzeitig dass es so ist. Menschen erleben es dann vielleicht ganz anders. Das geht natürlich auch in beide Richtungen. Das heißt wenn Du und Dein Freund den Eindruck haben, dass es „so ist“ und für euch passen die hier aufgestellten Theorien wunderbar auf die Mehrheit der Hörspielszene, dann wird dies auch für Euch so sein. Gleichzeitig muss es aber nicht bedeuten, dass andere dies auch so erleben. Hier gibt es subjektive Wahrheiten, die können sich unterscheiden und da gibt es auch kein richtig, wahr oder falsch. Und dann gibt es objektive Wahrheiten. Hierzu braucht es bestimmte Kriterien und eine Möglichkeit dies zu messen. Ein Fragebogen wäre hier eine Möglichkeit den von Deinem Freund aufgestellten Theorien zu überprüfen. Hierzu bräuchte man eine Testgruppe, Hörspielfans und eine Kontrollgruppe, also Menschen aus der restlichen Population. Wäre ein durchaus interessantes Szenario. Man müsste hier jedoch nicht so „einseitig“ fragen, denn hier werden ja Hörspielfans nur negativ behaftete Eigenschaften nachgesagt. Das würde schon einmal bedeuten, dass der Fragesteller ein gewisses Maß an Vorurteilen gegenüber Hörspielfans hat. Klassischer Fall von Versichsleitereffekt gepaart mit „selbsterfüllende Prophezeiungen“. Man müsste also ebenso positive Eigenschaften nachfragen. Auch hier könnte sich ja theoretisch eine Signifikanz ergeben, sprich dass Hörspielfans eigensinniger als der Rest der Bevölkerung ist, gleichzeitig aber in der Lage ist signifikant besser Stimmen zu erkennen, heraus zu filtern und auch über einen längeren Zeitraum konzentrierter zu sein. Der Hörspielfan ist sicher nicht frei von Fehlern. Hat negative Eigenschaften. Aber auch positive Eigenschaften. Alles zusammen macht dann einen durchschnittlichen Hörspielfan aus.

    Am Ende müsste man sich dann aber immer auch hinterfragen was mir das Ergebnis bringt?

    Ich habe ja meine Sicht der Dinge versucht sehr ausführlich zu schildern und es hat mir auch durchaus Spaß gemacht mich damit näher auseinander zu setzen. Ich würde mir jetzt aber im Gegenzug auch wünschen, dass Du @Lenny dies nun genau so machst. Wo Du Dich siehst. Wie Du Dich siehst. Wie es Dein Freund sieht. Vielleicht möchte er sich ja hier registrieren und kurz schildern wie er sich in der Szene sieht, wieso er zu diesen Mutmaßungen gekommen ist und womit er sie denn auch beweisen kann. Zu dem habe ich ja meinerseits in Bezug auf diese Theorien bereits auch Fragen gestellt, weil sie ja sehr „offen“ und „unpräzise“ sind. Hierzu würde ich mir auch Antworten erhoffen. Ansonsten wären diese Behauptungen wirklich nur eine Ansammlung von Vorurteilen, die, wie man auf Hörgruselspiele, ja durchaus auch zu Recht als reines Bedienen von Klischees bezeichnet. Ich denke aber hier steckt mehr dahinter. Und ich fände es durchaus interessant dies auf dem Grund zu gehen #jaja#

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Ich sehe das nicht so wie von Dir beschrieben @Lenny

    Das sind die üblichen Klischees wie früher bei Gamern oder wie @Markus G. beschrieben hat Fussballfans - sind nicht alles Bierbäuchige und Bratwurst essen Proleten.

    Das ein oder andere mag auf den ein oder anderen Zutreffen, trifft aber auch auf viele andere Leute zu.

    So long

    grifter

  • Passt zum Thema:

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  • Seid ihr als Kinder Außenseiter gewesen? 15

    1. Nein (10) 67%
    2. Ja (5) 33%
    3. Weiß ich nicht mehr (0) 0%

    Ich habe mir das Video angesehen.

    Nehmen wir es als Diskussionsgrundlage und stellen mal alle Hörspieltalker/innen die Frage ob sie schon in ihrer Kindheit Hörspiele gehört haben und sich als Außenseiter gefühlt haben.

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Interessant an dem Video war, dass er zum Schluss kam, dass er Außenseiter war und deshalb zum Hörspiel gegriffen hat. Dieses hat ihm geholfen. Gleichzeitig hätte man sich auch die Frage stellen können, ob man Außenseiter wurde WEIL man Hörspiele gehört hat?!

    Aus meiner Sicht werden auch hier Schubladen bedient, die mal passen können aber nicht immer passen werden. Ich selbst war Klassensprecherstellvertreter und habe Hörspiele gehört. Und ich wurde mal im Gymnasium zum best angezogensten Schüler der Oberstufe gewählt. Und dass ich Hörspiele höre, hat mich, so wie auch mein nicht alltäglicher Beruf, nicht zu einem Aissenseitwr gemacht, sondern im Gegenteil zu etwas Besonderes. Was mir aber eher unangenehm ist, als dass ich da jetzt groß stolz bin. Letztlich kann man hier nicht pauschalisieren.

    @Lenny Du bist mir noch ein paar Antworten auf meine Fragen in diesem thread schuldig. Sonst schütte ich Dir nicht mehr mein Herz so bei Dir aus ;)

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Hey

    Markus. G

    Thema Hörspiel Fans.


    Stell Die Frage Nochmal Seid Ihr als Kinder Außenseiter. Meine Antwort Nein. :thumbup:


    Als Frage: 2 Seid Ihr Als (Erwachsene) Außenseiter. Meine Antwort Lautet Ja :thumbdown:


    M. F. Gruß.


    Detlef (Orko 111) Jurth

  • @Lenny Du bist mir noch ein paar Antworten auf meine Fragen in diesem thread schuldig. Sonst schütte ich Dir nicht mehr mein Herz so bei Dir aus

    Die Antworten werden kommen. Dafür will ich mir aber Zeit nehmen. Ich denke das schaffe ich heute nicht mehr. Ich nehme es mir für morgen vor!

    P.S. Hab es nicht geschafft, dich zu markieren mit dem "@." Wie geht das? Es wurde dann ein anderer Markus markiert.

  • @Lenny Es ist am besten Du machst das @ und schreibst dann meinen Vornamen wenn Du „@markus“ schreibst sollte sich dann rechts davon ein Fenster öffne und dort werden dann alle Markusse angezeigt. Dann scrollst Du auf Markus G. und klickst darauf. Dann steht dort der komplette Namen @Markus G. und nicht nur markus. Das passiert aber sehr häufig. markus müsste schon hundert oder mehr Benachrichtigungen bekommen haben. Da er aber nicht mehr hier schreibt, ist es nicht so schlimm. Ich lese es meistens auch so #jaja#

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Einen wunderschönen guten Abend allerseits... Ich wurde nahezu dazu genötigt, hier Stellung zu beziehen weil Lenny aus einer Facebook-Diskussion heraus meine Thesen hier zur Diskussion gestellt hat ;)

    Also um es vorweg zu nehmen... Alle Thesen habe ich von meiner Seite aus als subjektiv bezeichnet. Und als Extremsammler mir einer unüberschaubar großen Anzahl von Hörspiel-Tonträgern kommen solche Thesen auf. Wie ich darauf komme? Nun ganz einfach. Hörspiel-Hörer gibt es viele. Die, die das aber als Mission ansehen und die Etagen-Fußböden exorbitant mit Tonträgern belasten gibt es in eher überschaubarer Anzahl. Und grade bei dieser Klientel kam ich auf solche Thesen. Sie sind ja auch recht mitteilsam auf diversen einschlägigen Foren und Gruppen auf Facebook. Und zu den bereits aufgezählten Thesen kommen noch auftretende Äußerungen wie "ich würde mir dies und jenes ja auch noch anschaffen aber meine Frau würde Hackfleisch aus mir machen" ;)
    Ich für meinen Teil bin Baujahr 78 und habe die durchaus glorreichen Zeiten der Hörspiele für Kinder grade noch so in ihrer Höhenzeit mitbekommen. Ich habe Hörspiele aus der Bücherei auf Kassetten und Schallplatten ausgeliehen und auf Kassetten kopiert weil in den frühen 80ern sicher kaum alle paar Tage 5 Mark für eine neue Kassette im Taschengeld-Fundus hatte.. Ich komme aus konservativem und akademischen Haushalt wo Hörspiele grade noch als akzeptabel angesehen wurden wenn ich schon nur 2 Bücher pro Woche lese und sonst noch Zeit finde... Und da ich dementsprechend extrem geprägt war und mein Vater anfangs den Aufwand betrieben hatte, Hörspielkassetten zuerst auf Tonband aufzunehmen um das Tonband dann wieder auf Leerkassette aufzunehmen weil er kein Doppel-Tapedeck hatte, hatte das Hörspiel durchaus Stellenwert und war groß vertreten. Ich habe im Gegensatz zu vielen Gleichgesinnten auch nie aufgehört, zu sammeln und zu hören. Daher habe ich auch eine Sammlung, die seit meiner Kindheit existiert und aufgebaut wurde. Ich habe nie alles mal mit 18 entsorgt um mich mit 30 an meine Kindheit zu erinnern, meinen vertickten Kassetten hinterherzutrauern um sie dann zu Wahnsinnspreisen auf Ebay erneut zu kaufen =D
    Trotz dieser Vorbelastung hab ich einen Sohn und lebe (wieder) mit meiner Frau zusammen, die ebenfalls Hörspiele hört, sexy ist und mit meiner Sammlung nicht nur was anfangen kann sondern mir auch Hörspiele auflegt :)

    In Hörspielforen treffe ich häufig auf Menschen, die das genaue Gegenteil dessen sind. Es sind häufig eben meist Männer eher weniger Frauen. Die meisten sind solo, haben keine Kinder, sind vom Leben nicht zwingend enttäuscht aber hätten sich mehr erhofft. Und wie oben aufgeführt sehe ich auch viele, die neben Hörspielen scheinbar auch sonst nichts im Kopf haben. Wenn man Ihnen Zitate wie "Bleib bei der Wahrheit Junge sonst führt euer junges Leben jradeswegs innde Abgrund. De Wahrheit is, das ich jestoplert bin.." hinhaut, wissen sie direkt, dass es aus der TKKG Folge 13 kommt. Aber wenn man sie nach der Hauptstadt von Spanien fragt müssen sie googeln =D
    Wenn man sie für ihre Äußerungen kritisiert, sind sie schnell eingeschnappt. Und kommt halt noch die Eigenschaft dazu, als Erwachsener Kinderhörspiele zu hören. Bei vielen sieht man, dass dadurch der Horizont auch dementsprechend geerdet ist. Viele möchten auch gerne gesehen und gehört werden "hier bin ich ich weiß alles über Hörspiele und keiner kann mir das Wasser reichen"... Ich hatte endlose Diskussionen. Zum Beispiel mit der selbsternannten Hörspiel Ikone "Captain Blitz" der wohl so ein Paradebeispiel der Ignoranz ist. In seinem Forum war auch stets angesagt: Ich geb die Themen und Thesen vor die können meine User liken oder sich schleichen.... ;)

    Keine Frage, das ist subjektiv. Das ist ein Eindruck, den ich persönlich nach vielen vielen Jahren Hörspiel-Austausch im Netz gewonnen habe. Der hat natürlich keinerlei Anspruch auf Richtigkeit/Vollständigkeit. Und zu nahe treten will ich damit auch niemandem und ich hätte das auch nicht in die Welt hinausposaunt wenn ich durch Lenny nicht dazu gezwungen worden wäre :D Den kenne ich nun auch schon locker 15 Jahre und habe ihn über den derzeitigen Europa-Hörspiel-Chat kennengelernt.
    Es ist halt schön, wenn die eigene Welt nicht ausschließlich aus Kinderhörspielen besteht. Ich liebe sie. Keine Frage. Aber ich hab auch noch was anderes im Kopf.
    Und nun los....

  • @Elmar Das ist ja mal ein schöner Einstiegsbeitrag #top# Auch auf diesem Wege #welcome#

    Und wenn Du diesen Eindruck bekommen hast, dann wird dies sicherlich auch für Dich so sein. Ich selbst habe auch Menschen kennen gelernt, die in dieses Schema passen. Aber eben auch Hörspielfans, die genau das Gegenteil davon sind. Daher trifft diese Feststellung nicht auf meine Erfahrungen zu. Das macht Deine jetzt nicht „falscher“ und meine nicht „richtiger“. Wir haben hier halt unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Aber klar wer auf Captain Blitz getroffen ist, ging durch eine „harte Schule“ ;) Mich selbst hat bei diesen Theorien nur verwundert, dass es im Grunde alles negativ behaftete Eigenschaften sind. Es gäbe da nämlich auch eine Vielzahl an positiven Eigenschaften durch die sich Hörspielfans im Netz auszeichnen. Bei Gelegenheit werde ich hier mal ein paar dieser Eigenschaften posten #jaja#

    Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

    Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

  • Wiegesagt ich möchte niemanden diskriminieren und auch nicht alle über allen Kamm scheren. Und logo es gibt auch viele positive Eigenschaften von Hörspiel-Freaks. Auch von denen, die nur Kinder-Hörspiele hören. Was man als eigensinnig bezeichnen könnte, kann man auch positiv darstellen wie "diese Menschen haben einen Weg gefunden, sich wie ein Kind in Fötusstellung zu entspannen" :) Positive Eigenschaften von Hörspiel-Hörern im Allgemeinen ist auch eloquentes Auftreten und Artikulationsvermögen :D Viele können sich auch schneller in Stimmungen versetzen... Und die meisten kennen keine Langeweile was durchaus von Vorteil sein kann.

  • Hallo zusammen,

    habe mich kürzlich mit einem guten Bekannten (selbst Hörspiel-Freak) über die Hörspiel-Szene im Internet unterhalten. Ihm sind dabei folgende Charakteristika an den Usern in Foren und in Facebook-Gruppen aufgefallen. Sie sind seiner…

    Tolles Thema.
    Die Punkte treffen auf mich nicht zu.
    Da sehe ich mich ganz anders.
    Das einzige was ich über mich in Hinsicht Hörspiele an Quarakterstudie schreiben kann: ich bin sehr ordentlich und liebe es die Sammlung selbst anzusehen. Daher auch nur CD, MC und LP. Das geht mit Stream nicht.
    Ich bin nicht nur meiner Frau, meinen Freunden und meiner Arbeit treu, sondern auch den meisten Serien.
    Bin aber kein Freund von Facebook und Co.
    Dazu habe ich keine Lust und kein Interesse.
    Dieses Forum reicht mir in Sachen Hörspiel vollkommen.
    Laut meiner Frau bin ich Hörspielverrückt.
    Und da der Platz langsam enger wird, kann ich auch nicht mehr ewig so weiter machen und noch viel neues anfangen.

  • Und zu den bereits aufgezählten Thesen kommen noch auftretende Äußerungen wie "ich würde mir dies und jenes ja auch noch anschaffen aber meine Frau würde Hackfleisch aus mir machen"

    Laut meiner Frau bin ich Hörspielverrückt.
    Und da der Platz langsam enger wird, kann ich auch nicht mehr ewig so weiter machen und noch viel neues anfangen.

    Das geht schon in die "richtige" Richtung! :D :D :D

  • @Elmar Da du auch auf Facebook aktiv bist, würde mich interessieren, ob du einen Unterschied wahrnimmst zwischen dem Foren-Hörspielfan und dem Facebook-Fan? Grundsätzlich hat Facebook ja z.B. den Ruf weiblicher (oder zumindest geschlechtmäßig ausgeglicher) zu sein als Foren, die ja traditionell sehr männlich geprägt sind.

    Ansonsten würde ich sagen, Hörspiel-Hörer sind mindestens so divers wie die Hörspiele, die existieren - vom klassischen Kassettenkind-Nostalgiehörer über den Fan alter Radioklassiker, den Liebhaber von anspruchsvollen AudioArt-Sachen aus dem Radio, den drei-???-only-Fan, den Hörer kommerzieller CD-Hörspiele bis zum Fiction-Podcast-Fan. (Keine abschließende Auflistung.)
    Ich denke diese Gruppen sind teils so unterschiedlich, dass man da keine allgemeingültigen Merkmale ausmachen kann.
    Auch in den Foren trifft man grundsätzlich Vertreter unterschiedlicher dieser Gruppen, wobei hier wohl die meisten nicht nur auf eine einzige Darreichungsform des Hörspiels beschränkt sind und es eine Tendenz zu mehr kommerziellen Hörspielen als Radiohörspielen gibt.

    Und das Klischee des nicht lebensfähigen Nerds der den ganzen Tag in Foren abhängt, ist ja nicht auf die Hörspielwelt beschränkt, mag in manchen Fällen auch zutreffen, aber in der Regel ist es wohl wirklich nur ein Klischee. Das beste Gegenbeispiel ist unser Vielposter @Markus G., den man ohne ihn zu kennen, vielleicht durch sein großes Engagement hier vorschnell in diese Gruppe einordnen könnte, aber wie ich mich regelmäßig über seinen Instagram-Account überzeugen kann, hat er sehr wohl ein tolles Offline-Leben mit Frau und Tochter.

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